#2901

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 00:24
von Zaunkönig | 624 Beiträge

In dem Falkplan von 1985 in der 46. Ausgabe ist das Dreieck eingezeichnet und der Weg unter dem Bahndamm durch ist mit Interessentenweg benannt. Allerdings ist kein Redaktionsschluss für den Plan genannt, sondern nur Ausgabe 1985, was mich wundert, denn bei der S-Bahnstrecke ist ja angegeben: Voraussichtlich ab 1.10.84 in Betrieb.
Die schraffierten blauen Linien sind die Grenzen der Postzustellbezirke.
Habe mir nochmal den redaktionellen Teil mit dem Straßenverzeichnis und der Werbung angesehen, ganz unten und ganz klein; aber fett gedruckt; steht: Die Bearbeitung dieses Falk-Planes - 46. Auflage - endet mit dem Redaktionsschluß: Mai 1984


edit: Redaktionsschluß angegeben.


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
zuletzt bearbeitet 20.12.2014 00:35 | nach oben springen

#2902

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 10:21
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

Rückkehr in die Unterwelt mit einem Fundstück aus der Trainspotter-Literatur: «Grusel, Grusel», schrieb mein deutscher Kollege in einem eigenartigen Deutsch...

Wenzel Thomas: Geisterbahnhöfe. Im Transit unterm roten Osten: In: Berlin. Die deutsche Eisenbahnmetropole. Bahn-Extra 4/92: GeraNova (München): 1992, pp. 54 -58

«Ich bin aus dem roten Osten. Bis 1987 war ich für das Kulturhaus Berlin Mitte
300 Meter von der Staatsgrenze entfernt tätig. Mein Büro in der Rosenthaler Straße war früher ein Friseursalon. Nebenan eine Kneipe und gegenüber Kaufhaus Wertheim sowie ein Pfarramt. Grund genug für die U-Bahnlinie 8, dort zu halten und ihre Station nach der heute eher unbedeutenden Straße Weinmeister zu benennen. Vom U-Bahnhof sind, bis auf den Postenzugang, alle Eingänge eingeebnet worden. Der verbliebene Zugang war die Auslage meines Schaufensters, an dem mein Schreibtisch stand. Täglich gegen 16 Uhr wurden die Transportpolizeiposten ausgetauscht. Sicher auch zu anderen, dann aber nicht meinen Bürozeiten.
Und hier fing die Geschichte an. Nur ältere Menschen und Rentner, die rüberkonnten, haben davon gewußt. Ich doch nicht. Wir sind eine geteilte Stadt! Logischerweise auch im Untergrund. Menschen meiner Generation (1957) waren ahnungslos. In meiner Stammkneipe erzählte mir ein alter Reichsbahner, wie wir ständig unterwandert werden. U 6, U 8 und Nord-Süd-S-Bahn, von West nach West unter unserer volkswirtschaftlichen Erde. Du spinnst, sagte ich damals. Das geht doch gar nicht. Das würden die nie zulassen! Und dann noch S-Bahn — die fährt doch oben.
Auch der S-Bahnhof Nordbahnhof der Nord-Süd S-Bahn, der im Osten der Stadt lag, war DDR-Bürgern nur Noch vom Hörensagen bekannt. Seit dem 13. August 1961 waren auch .— seine Daß es diese Linien mal gegeben haben muß, war nur in der Nebenhimrinde klar. In meinem Bewußtsein war Westberlin soweit entfernt wie Paris. Und nach Paris fährt auch keine U-Bahn. Punkt. Es war unterentwickelte Neugier, für die ich im Herbst ‘89 schonungslos belohnt wurde.

[...]

(Potsdamer Platz N-S-Bahn – D R Stringer)

Die Bunker wurden in den achtziger Jahren gebaut, um Grenzsoldaten vor Provokationen zu schützen und ihre Fahnenflucht zu verhindern. Der Zugang zum Bahnsteig war nur über eine Bunkertür möglich, gesichert mit Siegel, Schlössern und Rollbügelschalter. Dieser löste bei Öffnung sofort Alarm im Führungspunkt aus. Die Soldaten unserer Begleitung betraten den Bahnsteig zum ersten Mal. Die Südhalle (Richtung Anhalter Bahnhof) war vollständig an beiden Bahnsteigenden vermauert. Nur vom Bahnsteig A konnten Kontrolloffiziere durch eine Bunkertür mit den üblichen Sicherungen in diesen Bereich — eine Ausgangstreppe war jenseits der Demarkationslinie.
Fast 30 Jahre brennt eine Neonröhre im Gang zum Elektroraum, man findet den Schalter nicht. In der Südhalle ist der Klubraum des Bahnhofs. ,,Pou” — Potsdamer Platz unten — so hieß auch die bahnhofseigene Betriebskapelle.
Meine Neugier wird ängstlich. Ich fürchte, über einen mumifizierten Reichsbahner zu stolpern, mit dem Flachmann in der Tasche. Der es einfach verpennt hat!»


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2903

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 12:07
von diefenbaker | 584 Beiträge

Hallo Stringer,

ein interessante Aspekt, den Du da ausgegraben hast.
Ich habe mich auch schon des Öfteren gefragt, wie weit das Wissen um die unterirdischen Transitstrecken in der Bevölkerung im Osten noch vorhanden war bzw. dass die jüngere Generation möglicherweise keine Ahnung davon hatte, wie nah der "Westen" an ihnen vorbeifuhr.

Gruss Wolfgang



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#2904

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 12:13
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Daniel,
Dein Kollege hat doch recht. Grusel, Grusel- Stimmt.
Immerhin ist das doch mal eine Gerüchtequelle. (Die Neonröhre ohne Schalter - die immer noch brennt.)
Also - Situationsbeschreibung bezüglich der Kenntnisse des "Normalbürgers" über die Geisterbahnhöfe ,weitgehend richtig, mit der Einschränkung-wer sich nicht dafür interessiert hat , vermischt mit gehörten und interpretierten Fakten.
Eindeutig: Mumifizierung behindert das Denkvermögen.
Die "fachlichen" Behauptungen - na , ich spar mir mal den Kommentar. Nicht viel wert. Überaus rätselhaft ist für mich allerdings, wie der auf 16.00 Uhr kommt. Passt mit keiner Ablösezeit, entweder Uhr kaputt oder..... Also – Plan Weinmeister Str. und Potsdamer Platz bemühen – vergleichen.
Na ja.
Ach so - ich bin ja immer noch Jäger und Sammler. Könntest Du bitte..... (Musste ja kommen,), natürlich nur wenn möglich und zulässig.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#2905

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 12:29
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Zaunkönig im Beitrag #2901
In dem Falkplan von 1985 in der 46. Ausgabe ist das Dreieck eingezeichnet und der Weg unter dem Bahndamm durch ist mit Interessentenweg benannt. Allerdings ist kein Redaktionsschluss für den Plan genannt, sondern nur Ausgabe 1985, was mich wundert, denn bei der S-Bahnstrecke ist ja angegeben: Voraussichtlich ab 1.10.84 in Betrieb.
Die schraffierten blauen Linien sind die Grenzen der Postzustellbezirke.
Habe mir nochmal den redaktionellen Teil mit dem Straßenverzeichnis und der Werbung angesehen, ganz unten und ganz klein; aber fett gedruckt; steht: Die Bearbeitung dieses Falk-Planes - 46. Auflage - endet mit dem Redaktionsschluß: Mai 1984


edit: Redaktionsschluß angegeben.


Wenn man sich die Ecke heute in Google-Maps anschaut und auf Luftbild umschaltet, ist von dem Dreieck nicht mehr so recht was zu erkennen.
Es scheint auch, als ob Stadler auf dieser Seite neue Hallen gebaut hat? Die Gleise der Werkbahn wurden jedenfalls verlegt und auch erweitert, was ja bei einem Schienenfahrzeughersteller nicht verwundert.

Interessant ist aber ein verlinktes Foto von Anfang 1989 mit Blickrichtung Nordosten, auf dem im Mauervorfeld der Prellbock erkennbar ist, der das (alte) Gleisende begrenzt, das aus dem BB Gelände in den Grenzstreifen geführt hat.

Gruss Wolfgang



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#2906

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 12:59
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #2888
Zitat von Kalubke im Beitrag #2886
...
#2861 ist von Westberliner Seite aus am Grenzknick Kopenhagener Straße in nördliche Richtung aufgenommen worden und zeigt den ehem Zugang zum "Heidekraut"-Bahnhof Wilhelmsruh. Wegen des Grenzknicks konnte sich der Fotograf ein paar Meter weiter in östliche Richtung begeben und so direkt von Süden aus den Bahnhof ablichten.

Gruß Kalubke


@diefenbaker
@Kalubke

Die Vermutung zum Foto aus #2861 teile auch ich. Der Fotograf stand vermutlich am von mir eingezeichneten grünen Pfeil rechts und fotografierte dabei in Pfeilrichtung.



Fotoquelle: Kartenausschnitt aus dem Buch "Mauerreste-Mauerspuren" von A. Klausmeier und L. Schmidt


Dann fand ich noch in meinen Ansichtskarten-Fundus eine Postkarte von 1962 aus der Gegend der Heidekrautbahn. Die beleuchtete Halle im Hintergrund müsste eine Halle auf dem Gelände von BB sein. Was meint Ihr?



Fotoquelle: Privatarchiv

Gruß Reiner




Ich denke, das Foto aus #2861 ist aufgeklärt. Mir ist zunächst der kleine Haken an der Kopenhagener Straße entgangen.

Das hier gezeigte Foto müsste von der nordwestlichen Mauerspitze aus aufgenommen worden sein etwa mit Blickrichtung OstNordost entlang des Nordgrabens, ähnlich wie das Foto aus #2889. Der Fotograf von #2889 hat deutlich einen höheren Standort, es könnte aus einem Haus am Dannenwalder Weg mit Tele aufgenommen worden sein. Der Tele-Effekt verschiebt den Fotografenstandort scheinbar etwas nach Osten.

Gruss Wolfgang.



zuletzt bearbeitet 20.12.2014 13:19 | nach oben springen

#2907

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 13:10
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #2889


[...]


[...]




Dieses Bild zeigt m:E nicht den Grenzabschnitt entlang der Nordbahn, sondern den entlang des Nordgrabens, deshalb ist dort kein "Gartendreieck" zu sehen.

Auf diesem Bild, welches die Brachfläche am Grenzknick Nordbahn/Nordgraben mit dem Gleisstummel der Werkbahn zeigt (Blickrichtung nach SW), sieht man im Hintergrund das "Dreieck" ganz gut:



Die Vermutung über den Fotographenstandort des Bildes von @der glatte teile ich auch (Grenzknick Nordbahn/Nordgraben am Dannenwalder Weg). Gute Fotoperspektive, diese Holzwachtürme wirken sehr martialisch und bedrohlich.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 20.12.2014 13:20 | nach oben springen

#2908

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 13:30
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #2907
[...]Dieses Bild zeigt m:E nicht den Grenzabschnitt entlang der Nordbahn, sondern den entlang des Nordgrabens, deshalb ist dort kein "Gartendreieck" zu sehen.[...]

Auf dem Luftbildern von 1989 sind das Gebäude im Vordergrund, die "weiße Kiste" davor als auch die "Wendeschlaufe" hinter dem Gebäude gut zu erkennen:
http://www.berlin.de/mauer/luftbilder/1989/index.de.php

Das Gebäude im Vordergrund müßte dann das hier sein (grüner Pfeil):
https://maps.google.de/maps?q=52.590582,...&num=1&t=h&z=19

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 20.12.2014 13:31 | nach oben springen

#2909

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 13:31
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #2907
Zitat von der glatte im Beitrag #2889


[...]


[...]




Dieses Bild zeigt m:E nicht den Grenzabschnitt entlang der Nordbahn, sondern den entlang des Nordgrabens, deshalb ist dort kein "Gartendreieck" zu sehen.

Auf diesem Bild, welches die Brachfläche am Grenzknick Nordbahn/Nordgraben mit dem Gleisstummel der Werkbahn zeigt (Blickrichtung nach SW), sieht man im Hintergrund das "Dreieck" ganz gut:



Die Vermutung über den Fotographenstandort des Bildes von @der glatte teile ich auch (Grenzknick Nordbahn/Nordgraben am Dannenwalder Weg). Gute Fotoperspektive, diese Holzwachtürme wirken sehr martialisch und bedrohlich.

Gruß Kalubke



Bei dem oberen Bild dürfte "entlang Nordgraben" klar sein, meine Beschreibung in #2906 habe ich entsprechend ergänzt .
Was den Standort des Fotografen betrifft, so käme auch von einem Wachturm aus in Betracht. In der Gegend war einer der letzten Bauart aus quadratischen Betonteilen. Man müsste mehr über die Quelle des Fotos wissen.

Gruss Wolfgang



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#2910

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.12.2014 22:36
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Quelle des Bildes ist die Web-Site "Denkmallandschaften Berliner Mauer". Die haben eine fotografische Bestandsaufnahme der Grenzanlagen vom KGT verwendet. @terraformer1 hat in einem anderen Fred daruf hingewiesen, dass die Fotos auch von mobilen Hebebühnen aus gemacht wurden. Der Fotografenstandort muss also nicht unbedingt ein Wachturm sein, obwohl östlich des Gleisstummels laut TK 25 AS bzw. topographischer Stadtplan 1:25000 (Version mit eingezeichneten Grenzanlagen) tatsächlich ein Wachturm stand.

Gruß Kalubke



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#2911

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.12.2014 10:00
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #2906

[...]
Der Fotograf von #2889 hat deutlich einen höheren Standort, es könnte aus einem Haus am Dannenwalder Weg mit Tele aufgenommen worden sein. Der Tele-Effekt verschiebt den Fotografenstandort scheinbar etwas nach Osten.

Gruss Wolfgang.


Das mitttlere Bild in #2889 stammt auch von der Web Site "Denkmallandschaften Berliner Mauer" (Fotodok. KGT), d.h. der Fotostandpunkt lag im Osten innerhalb der Grenzanlagen. Entweder wurde vom Wachturm aus (in Grenzknick Nordbahn/Nordgraben stand einer), oder von besagter Hebebühne aus fotografiert. Es gibt hier im Forum ein KGT-Foto, von den Grenzanlagen am F - L. Jahn Sportpark (BFC Stadion), Da steht die Sonne ganau im Rücken des Fotografen und man sieht im Bild auf dem Boden deutlich den Schattenwurf der Hebebühne.


Gruß Kalubke



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#2912

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.12.2014 23:44
von diefenbaker | 584 Beiträge

Im Februar 1982 habe ich mal einen Spaziergang zwischen S-Bahn und BB gemacht, da ging ein schmaler Pfad entlang.
Ich konnte mich dunkel daran erinnern und habe auch die Dias wiedergefunden. Wenn das Foto aus #2889 vom Wachturm aus gemacht wurde, dann dürfte es dieser hier gewesen sein.

In der Mitte ist der Prellbock von der Werksbahn zu sehen, die hintere Mauer ist die entlang des Nordgrabens, die vordere geht parallel zur S-Bahn.

Interessant auch, dass der Prellbock zu der Zeit von Hunden bewacht wurde.
Was das Garten-Dreieck in der Mauer betrifft, so müsste ich daran vorbeigekommen sein, habe es aber nicht bemerkt. Nach meiner Erinnerung ging die Grenze zu der Zeit gerade durch.

Gruss Wolfgang



GrafKrolock, Kalubke und Ari@D187 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2913

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.12.2014 11:50
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Super Bilder @diefenbaker, man sieht auch deutlich den freundwärts der Grenzmauer ausgelegten "Stalinrasen". Beim Rangieren, werden wohl damals des öfteren Löcher in die Hosen der Lokführer gebissen worden sein. Die haben aber wahrscheinlich eher absolutes Ausstiegsverbot gehabt. Es gab drei Gebeitstauschaktionen damals. Zwei in den 70ern im Rahmen des Vier Mächte Abkommens und des deutsch-deutschen Grundlagenvertrages und die dritte 1988. Vielleicht ist das "Dreieck" schon in den 70ern dem Osten vermacht worden.

Gruß Kalubke

p.s. ...muss meime Vermutung revidieren, in allen drei Gebeitstauschaktionen war der Dreieck an der Nordbahn nicht dabei. In den KGT-Fotos, die m. E. 1988 gemacht wurden ist das Dreieck noch drin. Also dürfte es bis zum Ende der Mauer existiert haben.



zuletzt bearbeitet 22.12.2014 12:05 | nach oben springen

#2914

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.12.2014 12:53
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #2912
Im Februar 1982 habe ich mal einen Spaziergang zwischen S-Bahn und BB gemacht, da ging ein schmaler Pfad entlang.
Ich konnte mich dunkel daran erinnern und habe auch die Dias wiedergefunden. Wenn das Foto aus #2889 vom Wachturm aus gemacht wurde, dann dürfte es dieser hier gewesen sein.

In der Mitte ist der Prellbock von der Werksbahn zu sehen, die hintere Mauer ist die entlang des Nordgrabens, die vordere geht parallel zur S-Bahn.

Interessant auch, dass der Prellbock zu der Zeit von Hunden bewacht wurde.
Was das Garten-Dreieck in der Mauer betrifft, so müsste ich daran vorbeigekommen sein, habe es aber nicht bemerkt. Nach meiner Erinnerung ging die Grenze zu der Zeit gerade durch.

Gruss Wolfgang

Vielen Dank für die Fotos. Die Lokalisierung des Aufnahmestandortes, anhand von den Luftbildern aus dem April 1989, ist gar nicht so einfach, da einige der Hochhäuser im Hintergrund eine sehr geringe Bauhöhe besitzen und hinter den Bäumen verschwinden.
Wenn ich das Hochhaus mit den drei schwarzen Aufbauten, rechts neben dem BT-9, richtig identifiziert haben, dann befand sich der Aufnahmeort nur wenige Meter links neben dem Dreick und fast wäre der Knick mit ins Bild gerutscht.

Der Grenzverlauf in Berlin ist immer wieder kurios.

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 22.12.2014 12:54 | nach oben springen

#2915

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.12.2014 13:41
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Noch was zum Beitrag von http://mediathek.rbb-online.de/tv/Dokume...bcastId=3822114: Hier befinden sich beim Bericht über das Restaurant am Lehrter Bahnhof ein paar seltene Bilder über das Bahnhofsareal unterm Lehrter Stadtbahnhof aus den 80er Jahren. Bei Google findet man aus dieser Zeit nämlich kaum Aufnahmen.


zuletzt bearbeitet 22.12.2014 13:46 | nach oben springen

#2916

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.12.2014 18:56
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #2913
...

Gruß Kalubke

p.s. ...muss meime Vermutung revidieren, in allen drei Gebeitstauschaktionen war der Dreieck an der Nordbahn nicht dabei. In den KGT-Fotos, die m. E. 1988 gemacht wurden ist das Dreieck noch drin. Also dürfte es bis zum Ende der Mauer existiert haben.


Mir scheint die eigentliche Frage zu sein, wann und warum das Dreieck entstanden ist. Wie gesagt, meine Erinnerung ist schon etwas trübe geworden, aber 1982 war es evtl. noch nicht existent ??

Ansonsten kann ich Dir noch ein paar Meter Stalin-Rasen liefern und einige Signaldrähte.

Gruss Wolfgang



Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2917

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.12.2014 18:58
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

Wilhelmsruh am Bahndamm das Bild?Links daneben fabriziert Stadler heuer seine Bimmelbahnen!


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#2918

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.12.2014 20:00
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #2916
Zitat von Kalubke im Beitrag #2913
...

Gruß Kalubke

p.s. ...muss meime Vermutung revidieren, in allen drei Gebeitstauschaktionen war der Dreieck an der Nordbahn nicht dabei. In den KGT-Fotos, die m. E. 1988 gemacht wurden ist das Dreieck noch drin. Also dürfte es bis zum Ende der Mauer existiert haben.


Mir scheint die eigentliche Frage zu sein, wann und warum das Dreieck entstanden ist. Wie gesagt, meine Erinnerung ist schon etwas trübe geworden, aber 1982 war es evtl. noch nicht existent ??

Ansonsten kann ich Dir noch ein paar Meter Stalin-Rasen liefern und einige Signaldrähte.

Gruss Wolfgang



Ich überlege gerade, wie das Wirkungsprinzip dieser Sperre ist. Niemand wird den Rasen benutzen, sondern links oder rechts davon abzusteigen versuchen.
Theo


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#2919

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.12.2014 21:31
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2918

Ich überlege gerade, wie das Wirkungsprinzip dieser Sperre ist. Niemand wird den Rasen benutzen, sondern links oder rechts davon abzusteigen versuchen.
Theo


Na ja, wer links oder rechts davon absteigt, der landet ja wieder im Hof und damit HINTER der Mauer.
Ein "Ede", wie Hans sie gerne nennt, müsste sich mit viel Schwung geradewegs darüber und über die Signaldrähte bewegen.

Gruss Wolfgang



eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2920

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.12.2014 21:55
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo!
Habe mal eine Frage.
Als Kind bin ich mit meiner Mutter nach Rügen gefahren(1958).
Vor der Weiterfahrt, von Berlin aus,wurden die Türen verschlossen.
Fuhr der Zug durch den Westsektor?
Danke Rei


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