#2861

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 14:31
von der glatte | 1.356 Beiträge

Thema Heidekrautbahn.

Da war ja am ehemaligen Bahnhof Wilhelmsruh (unten) Endstation. Die S-Bahn oben auf dem Damm fuhr ja auch nach dem Mauerbau. Vom Bahnhof unten im Betrieb gibt es nur wenige Fotos. Ich fand ein Foto aus dem Herbst 1961.



Fotoquelle: Bahnhof Wilhelmsruh um 1961 Heidekrautbahn, Landesbildstelle

Gruß Reiner


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#2862

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 15:05
von der glatte | 1.356 Beiträge

Und noch etwas scheinbar neues aus einem Eisenbahnbuch von 1991. Auf alle Fälle ist das wohl eine neue Version zur angeblichen geplanten Eigennutzung der Transitstrecke der U6 zwischen Stadion der Weltjugend und Stadtmitte, durch die BVB. Solcher Spekulatius spukt anscheinend schon lange durch die Publikationen und ist ja auch hier schon mehrmals erörtert worden. Die damals eingleisig gebaute "Kurve", welche heute längst wieder zugeschüttet wurde, ist eben immer wieder Thema und wird es wohl auch bleiben. Interessant dabei sind immer wieder die unterschiedlichsten Geschichten.

Im Jahre 1991 wusste es ein Autor ganz genau und schreibt zum Thema:

Wenige Monate vor der Wende in der DDR unterbreitete die östliche Seite überraschende Vorschläge, die der Leiter der Senatskanzlei, Dieter Schröder, - wohl eher scherzhaft - als "Ansätze für ein gemeinsames Nahverkehrskonzept" kommentierte. Beim Besuch des Regierenden Bürgermeisters Walter Momper hatte Erich Honecker vorgeschlagen (19. Juni 1989 Anm. von mir), eine Reihe geschlossener S- und U-Bahnhöfe in Ost-Berlin wieder zu öffnen und neue Grenzübergänge unter anderem am Potsdamer Platz einzurichten. Dafür sollte die westliche Seite für die BVG-Züge der Linie U6 einen neuen Tunnel parallel zur bestehenden Strecke mit allein sechs geschlossenen Stationen bauen, die dann - ohne Berührung mit dem Westtransit - wieder für die "Hauptstadt der DDR" hätten nutzbar gemacht werden können. Abgesehen von den Kosten - sie wurden auf insgesamt zwei Milliarden D-Mark geschätzt - hätte der Tunnelbau neben der benutzbaren Strecke auch politisch kaum Chancen gehabt.

Na, da muss sich wohl jeder selbst seine Gedanken darüber machen. Für mich Weihnachtszeit = Märchenzeit.

Gruß Reiner


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#2863

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 15:28
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Ja, davon hatte ich auch gehört. Das mit der "Ersatztransitinie" allerdings noch nicht. Wo hätte die auch langführen sollen? In der Friedichstadt wäre das vilelleicht noch gegangen auf einer Nebenstraße der Friedrichstraße, aber nördlich der Spree bis zur GüSt Chausseestraße gabs eigenlich wenig Chancen den Tunnel ohne kostenintensive Gebäudeunterfangungen zu bauen. Wahrscheinlich eine von vielen abstrusen Ideen von irgendwelchen Oberköpfen. Da gabs auch mal eine "geniale" Idee von einem, der nannte sich Sarrazin. Der kam auf den Trichter ganz Westberlin an den Osten zu verkaufen. Unlängst hatte er ja wieder was von seinem ranzigen Gehirnschmalz abgesondert, die Berliner Polizei betreffend.

Gruß Kalubke



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#2864

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 16:28
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #2863
Ja, davon hatte ich auch gehört. Das mit der "Ersatztransitinie" allerdings noch nicht. Wo hätte die auch langführen sollen? In der Friedichstadt wäre das vilelleicht noch gegangen auf einer Nebenstraße der Friedrichstraße, aber nördlich der Spree bis zur GüSt Chausseestraße gabs eigenlich wenig Chancen den Tunnel ohne kostenintensive Gebäudeunterfangungen zu bauen. Wahrscheinlich eine von vielen abstrusen Ideen von irgendwelchen Oberköpfen. Da gabs auch mal eine "geniale" Idee von einem, der nannte sich Sarrazin. Der kam auf den Trichter ganz Westberlin an den Osten zu verkaufen. Unlängst hatte er ja wieder was von seinem ranzigen Gehirnschmalz abgesondert, die Berliner Polizei betreffend.

Gruß Kalubke


Das größte Problem dabei wäre die Spree selbst gewesen, vermute ich.

Gruß Reiner


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#2865

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 16:56
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #2862
(...)

Im Jahre 1991 wusste es ein Autor ganz genau und schreibt zum Thema:

Wenige Monate vor der Wende in der DDR unterbreitete die östliche Seite überraschende Vorschläge, die der Leiter der Senatskanzlei, Dieter Schröder, - wohl eher scherzhaft - als "Ansätze für ein gemeinsames Nahverkehrskonzept" kommentierte. Beim Besuch des Regierenden Bürgermeisters Walter Momper hatte Erich Honecker vorgeschlagen (19. Juni 1989 Anm. von mir), eine Reihe geschlossener S- und U-Bahnhöfe in Ost-Berlin wieder zu öffnen und neue Grenzübergänge unter anderem am Potsdamer Platz einzurichten. Dafür sollte die westliche Seite für die BVG-Züge der Linie U6 einen neuen Tunnel parallel zur bestehenden Strecke mit allein sechs geschlossenen Stationen bauen, die dann - ohne Berührung mit dem Westtransit - wieder für die "Hauptstadt der DDR" hätten nutzbar gemacht werden können. Abgesehen von den Kosten - sie wurden auf insgesamt zwei Milliarden D-Mark geschätzt - hätte der Tunnelbau neben der benutzbaren Strecke auch politisch kaum Chancen gehabt.
(...)


Ich bin etwas schwer von Begriff: Die neue Bahn hätte Ostberlin im Transit befahren und Friedrichstrasse wäre dann von der "U6-Westbahn" wohl auch nicht mehr angefahren worden. Warum hätte es dann überhaupt Bahnhöfe (geschlossen oder nicht) gebraucht?
Theo


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#2866

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 17:31
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2865
Zitat von der glatte im Beitrag #2862
(...)

Dafür sollte die westliche Seite für die BVG-Züge der Linie U6 einen neuen Tunnel parallel zur bestehenden Strecke mit allein sechs geschlossenen Stationen bauen, die dann - ohne Berührung mit dem Westtransit - wieder für die "Hauptstadt der DDR" hätten nutzbar gemacht werden können.


Ich bin etwas schwer von Begriff: Die neue Bahn hätte Ostberlin im Transit befahren und Friedrichstrasse wäre dann von der "U6-Westbahn" wohl auch nicht mehr angefahren worden. Warum hätte es dann überhaupt Bahnhöfe (geschlossen oder nicht) gebraucht?
Theo


Der Text ist wohl ein bisschen missverständlich formuliert - ich musste ihn auch zweimal lesen.

Gemeint ist wohl, dass es auf der Linie U6 sechs geschlossene Stationen gab, die für den Ost-Berliner Nahverkehr wieder nutzbar gewesen wären, wenn ein neuer "West"-Tunnel (ohne geschlossene Bahnhöfe natürlich) gebaut worden wäre.

Gruss

icke



zuletzt bearbeitet 17.12.2014 17:32 | nach oben springen

#2867

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 17:34
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2865
Zitat von der glatte im Beitrag #2862
(...)

Im Jahre 1991 wusste es ein Autor ganz genau und schreibt zum Thema:

Wenige Monate vor der Wende in der DDR unterbreitete die östliche Seite überraschende Vorschläge, die der Leiter der Senatskanzlei, Dieter Schröder, - wohl eher scherzhaft - als "Ansätze für ein gemeinsames Nahverkehrskonzept" kommentierte. Beim Besuch des Regierenden Bürgermeisters Walter Momper hatte Erich Honecker vorgeschlagen (19. Juni 1989 Anm. von mir), eine Reihe geschlossener S- und U-Bahnhöfe in Ost-Berlin wieder zu öffnen und neue Grenzübergänge unter anderem am Potsdamer Platz einzurichten. Dafür sollte die westliche Seite für die BVG-Züge der Linie U6 einen neuen Tunnel parallel zur bestehenden Strecke mit allein sechs geschlossenen Stationen bauen, die dann - ohne Berührung mit dem Westtransit - wieder für die "Hauptstadt der DDR" hätten nutzbar gemacht werden können. Abgesehen von den Kosten - sie wurden auf insgesamt zwei Milliarden D-Mark geschätzt - hätte der Tunnelbau neben der benutzbaren Strecke auch politisch kaum Chancen gehabt.
(...)


Ich bin etwas schwer von Begriff: Die neue Bahn hätte Ostberlin im Transit befahren und Friedrichstrasse wäre dann von der "U6-Westbahn" wohl auch nicht mehr angefahren worden. Warum hätte es dann überhaupt Bahnhöfe (geschlossen oder nicht) gebraucht?
Theo


Hallo Theo, also ich verstehe das so. Nach dem Bericht wollte die DDR die Strecke der U6 unter Ostberlin selbst nutzen. Daher sollte WB sich eine eigene bauen. Gleich daneben ohne Bahnhöfe, nur so zum durchrutschen. Friedrichstraße wäre für die Westberliner dann ausgefallen und sie hätten sich einen neuen Übergang zur S-Bahn am Potsdamer Platz bauen können. Die DDR hätte dann alle Bahnhöfe der U6 wieder für sich genutzt.

Ja, ich glaube da aber nicht daran.

Gruß Reiner


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#2868

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 17:39
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #2866
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2865
Zitat von der glatte im Beitrag #2862
(...)

Dafür sollte die westliche Seite für die BVG-Züge der Linie U6 einen neuen Tunnel parallel zur bestehenden Strecke mit allein sechs geschlossenen Stationen bauen, die dann - ohne Berührung mit dem Westtransit - wieder für die "Hauptstadt der DDR" hätten nutzbar gemacht werden können.


Ich bin etwas schwer von Begriff: Die neue Bahn hätte Ostberlin im Transit befahren und Friedrichstrasse wäre dann von der "U6-Westbahn" wohl auch nicht mehr angefahren worden. Warum hätte es dann überhaupt Bahnhöfe (geschlossen oder nicht) gebraucht?
Theo


Der Text ist wohl ein bisschen missverständlich formuliert - ich musste ihn auch zweimal lesen.

Gemeint ist wohl, dass es auf der Linie U6 sechs geschlossene Stationen gab, die für den Ost-Berliner Nahverkehr wieder nutzbar gewesen wären, wenn ein neuer "West"-Tunnel (ohne geschlossene Bahnhöfe natürlich) gebaut worden wäre.

Gruss

icke



So hatte ich es auch verstanden. Friedrichstraße wäre dann kein Übergang zur S-Bahn mehr gewesen. Daher als Ersatz der Übergang zur Nord-Süd S-Bahn im neu zu bauenden Bahnhof am Potsdamer Platz.

Gruß Reiner


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#2869

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 17:47
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,....
Da geht es mir wie Theo, bin wohl auch etwas schwer von Begriff.
Na- Kekse einer bestimmten Machart waren ja zu der Zeit in Mode in allen möglichen Veröffentlichungen.
Spekulation von mir: Da hat wohl einer zwei Sachen, die nichts miteinander zu tun haben, zusammengerührt. - Die Gespräche über den Ausbau/ die Nutzung von Potsdamer Platz für das westliche S-Bahn-Netz (na, BVG) , da findet man in "Signal" was dazu, allerdings nicht gerade viel, und die irgendwann mal angedachte Idee, eine "Tief-U-Bahn" unter dem Stadtbezirk Mitte zu bauen und damit die C und D-Linie zu ersetzen.
Das ist keine Ente!
Die Idee gab`s in der "goldenen U-Bahn-Bau-Zeit" tatsächlich mal. Allerdings - Realisierbarkeit ???????? Der Erfinder dieser Idee war mit Sicherheit kein Ingenieur, und wusste sicher nicht , warum unsere Altvorderen die Berliner Unterwelt so "flach" gebaut haben. Es blieb bei der Idee - wurde nicht mal ernsthaft angedacht.
Und eine Bitte von mir - die gleichzeitige Verwendung des Namens eines zurückgetretenen Senators mit S. und des Wortes Berliner Polizei verursacht bei mir Magenkrämpfe. Bitte nicht in diesem Zusammenhang verwenden, da mein Frühstück von gestern gerade auf dem Weg nach oben ist.
73, Hans (erst mal rasch essen)


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#2870

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 17:49
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #2864


Das größte Problem dabei wäre die Spree selbst gewesen, vermute ich.

Gruß Reiner


Klar, die Spreeunterfahrung hätte auch nochmal einiges gekostet. Aber das wären glaube glaube ich peanuts gewesen, verglichen mit der Trassenführung durch den nödlichen Teil von Mitte, es sei denn die hätten da eine Riesen Schneise durchgeschlagen. Die einzigste Alternative wäre bergmännischer Tunnelvortrieb gewesen, so wie bei der Kanzlerbahn. Außerdem hätte die Riesengrundwasserabsenkung hundertfache Bauschäden verursacht, da ein großer Teil der Altbauten in der Spreeniederung auf Holzpfählen gegründet wurde. Wenn die Luftkontakt kriegen, wegen der Grundwasserabsenkung, dann vergammeln die. Die Folgen sind sicherlich vorstellbar.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 17.12.2014 17:55 | nach oben springen

#2871

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 19:02
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ich habe diese Pläne und Verhandlungen über die Friedrichstraße damals auch in der Zeitung gelesen. Die DDR wollte da wohl lauter Devisenpaläste hinbauen. Hotels, Devisenspielbank, Ladenpassage und Grenzübergang. So eine Art Vergnügungsviertel gegen harte Währung.

Irgendwie sollen das mit der U-Bahn schon damals aber die westlichen Alliierten komplett gestoppt haben, weil es den Status von Berlin berührt hätte, erinnere ich mich düster.


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#2872

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 19:23
von Kalubke | 2.299 Beiträge

So 'n Devisen Nepp-Markt, das kann doch nur auf Schalck's Mist gewachsen sein. Irgendwann hätten se wahrscheinlich Lenins Mumie in London versteigert. Ziemliche Seelenverwandschaft mit Ex-Senator S., finde ich.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 17.12.2014 19:26 | nach oben springen

#2873

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 19:27
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ja das war die Zeit. Koko wird damit zu tun gehabt haben.


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#2874

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 19:43
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Ein volkseigenes "Zocker-Village" á la Las Vegas zwischen Lichttrasse und Kontrollstreifen, das hätten wir wirklich noch gebraucht damals. Da kann einem heute noch übel werden, bei dem Gedanken. Denen hätte ich ein ganzes Dutzend "Spätheimkehrer" vom Format @Reinhardinho an den Hals gewünscht und zwar täglich.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 17.12.2014 19:45 | nach oben springen

#2875

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.12.2014 11:29
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Auf der grossen Brache am Potsdamer Platz hätte man ein grosses Devisen Vergnügunszentrum mit Hotels, Edelshop und Spielcasino hinstellen können. Die Mauer wäre gegen Osten verschoben worden. Die neue U6 hätte auch dort gehalten und östlich in "Berlin Viva Las Vegas" wäre noch eine Güst hingekommen. So hätte es doch funktonieren können...Umstieg am Potsdamer Platz von der U6 in die S-Bahn nach Friedrichstrasse...
Da die U-Bahnebene in Friedrichstrasse nicht mehr für den Westen gebraucht worden wäre, hätten dort die Ostzüge halten können.
Theo


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2876

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.12.2014 11:41
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2871
Ich habe diese Pläne und Verhandlungen über die Friedrichstraße damals auch in der Zeitung gelesen. Die DDR wollte da wohl lauter Devisenpaläste hinbauen. Hotels, Devisenspielbank, Ladenpassage und Grenzübergang. So eine Art Vergnügungsviertel gegen harte Währung.

Irgendwie sollen das mit der U-Bahn schon damals aber die westlichen Alliierten komplett gestoppt haben, weil es den Status von Berlin berührt hätte, erinnere ich mich düster.



Gibt es dafür Belege oder ist/war das reine Spekulation eines "Visionärs"?


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#2877

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.12.2014 14:02
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde,.....
Ja, Andi, die Frage hat so ihre Berechtigung.
Ich denk mal, da ist wieder mal vieles zusammengerührt worden. Zwei zu trennende Fakten :
1. Öffnung des Potsdamer Platzes- S-Bahnhof für den Publikums-Verkehr der BVG. War tatsächlich angedacht, nachweisbar zumindest von BVG-Seite. Verkehrstechnisch machbar, auch keine größere Kollision mit dem Thema Grenzsicherheit, da drei Ausgänge sowieso vor der Mauer, und zwei oder drei (?) -nicht direkt auf dem Leipziger Platz, sondern nördlich davon, unmittelbar hinter dem vorderen Sperrelement, einer davor. Nachweisbar und nachzulesen unter anderem in "Signal" ( Signalarchiv.de ) Verhandlungen darüber - ?- möglich bis wahrscheinlich, aber definitiv nicht zum Abschluss gekommen. Als Güst geplant ? Zweifelhaft, da nur mit der S-Bahn zu erreichen und auf beiden Seiten keine vernünftige Verkehrsanbindung. Meiner Meinung nach Pressespekulation bzw. eine von vielen Sensationen a la " Was hat die Pööööse DDR noch so schreckliches vor gehabt" Davon hat es ja, gerade zu Wendezeiten und "kurz" danach einen riesen Haufen Meldungen und Berichte gegeben.
2. Ausbau der ( - und mehrere Projekte in der) Friedrichstraße. Dazu noch der Vorratstunnel, (A-C) samt der zweifelsfrei angedachten Eigennutzung der C-Linie. Da ist wohl zusammengerührt worden. Kaum zu trennen, was da Tatsache war und was "Vision". Urban Legendes sind in Berlin ja beliebt. Leider - das ist so ein Wust von widersprüchlichen Angaben, so dass ich da mehr als skeptisch bin.
73 , Hans


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andy und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.12.2014 14:05 | nach oben springen

#2878

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.12.2014 14:39
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Da ist doch schön viel Platz....

Theo


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#2879

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.12.2014 14:54
von Hans | 2.166 Beiträge

Da wir gerade beim Spekulieren sind - Wo sollte denn die ominöse "Ersatz -U 6" lang? Und die vielen, schönen Hindernisse unter der Erde bedenken?
Und dann noch möglichst ohne kritische Unterfahrung von größeren Gebäuden ? Gar nicht so einfach.
Ne, Du musst jetzt nicht einen auf Stadtplaner machen, Theo, ist mehr oder weniger rhetorisch, meine Bemerkung.
73 , Hans


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#2880

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 18.12.2014 14:55
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #2876


Gibt es dafür Belege oder ist/war das reine Spekulation eines "Visionärs"?

andy


Wenn in diese Richtung gedacht und gearbeitet wurde, dann müsste dazu was im Aktenfundus der AG BKK des MfS zu finden sein. Gibts jemanden bei uns, der ohne großen Aufwand in der BSTU an Akten rankommt?

Gruß Kalubke



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