#2841

RE: Geisterbahnhöfe Dampf und DDR-Olympioniken

in Leben an der Berliner Mauer 15.12.2014 16:00
von Kalubke | 2.298 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2802

[...]
Der Diensteingang Zoll, also die Schleuse, befand sich natürlich nicht in der Herrentoilette der (unteren) Bahnhofshalle von Friedrichstraße. [...]
Sondern: In den Räumen des ehemaligen Mitropa-Friseurs, welche allerdings über die Treppen zu den Toilettenanlagen zu erreichen waren. [...] (Treppe und Raumaufteilung sind weitgehend unverändert)
[...].



Dazu eine Frage an @Hans: Die von Dir beschriebenen Räumlichkeiten nebst Diensteingang Zoll haben sich, wenn ich das richtig interpretiere, im nordöstlichen Teil des Bahnhofes Fri befunden. D.h. zwischen ihnen und dem für DDR-Bürger unzugänglichen Westteil lag ja noch zumindest im Niveau des Erdgeschosses die von Osten aus öffentlich zugängliche Bahnhofshalle. Um in den Westteil des Bahnhofes zu kommen müsste der Schleusungsweg durch das Tiefgeschoss geführt haben, oder? Wo mag er im Westteil herausgekommen sein? Dort wo der Treppenabgang zum Verbindungstunnel zur U-Bahn in der Georgenstraße ist? Oder ist diese Verbindung erst nach der Wende gebaut worden? Vielleicht eher im Einreisekontrollbereich "K3" (siehe Skizze) oder doch nach der Passage diverser nichtöffentlicher Dienstflure und Treppenhäuser im Transit- und Umsteigebereich am entgegengesetzten Ende des Bahnhofes? Gepäckaufbewahrung könnte ich mir noch vorstellen, da scheint es einige schlecht einsehbare Ecken abseits des Besucherstroms gegeben zu haben.





Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 15.12.2014 18:24 | nach oben springen

#2842

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.12.2014 18:43
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zusatzfrage an Hans: Hatten die Lastenfahrstühle in Friedrichstraße direkt zu den Bahnsteigen damals irgendeine sinistre Zusatzfunktion? Das war immer meine Spekulation als S-Bahn-Fahrgast damals. Unten auf der Wanseebahn gab es einen und oben auf dem West-Fernbahnsteig auch. Wo wäre man eingestiegen, um ganz oben oder ganz unten rauszukommen? In irgendeinem internen Zwischengeschoss und völlig unbeobachtet mit Zugang über den Diensteingang von der Spreeseite vermutlich.


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#2843

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.12.2014 20:02
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde.
Erst das Einfache. Die Fahrstühle - also außer wenn das Licht aus war keine finstere Funktion. Eben zum Lastentransport. Ursprünglich mal Eingebaut, um Reisegepäck zu befördern. So was konnte man bis 45 bei der Bahn -sogar auf "gemischten" Bahnhöfen (Fern und Nahverkehr) eben auch für die S-Bahn, wenn die Fahrt mit einer "Fernreise" verbunden war. Es gab übrigens vier, drei auf den oberen Bahnsteigen, einen auf der NS-Bahn. Wenn man von der NS-Bahn ganz hoch wollte, musste man im Zwischendeck umsteigen. Das Zwischendeck dafür befindet sich im Diensteingang Reichstagufer, nicht öffentlicher Bereich. Die Fahrstühle nach A,B, und NS-Bahn waren extra vergittert , so was wie ein Scherengitter davor. Hauptsächliche Nutzung - Rollstühle und so. Dort fand dann auch die Ein/Ausreiseprozedur für Rollis statt. Meist mit DRK - Begleitung. Ansonsten - aller Krempel, der halt so hoch und runter muss. Schlüssel für die Fahrstühle hatte die DR, Aufsicht, den für die Gitter die PKE/ GT. Bstg. C - nur DR logischerweise. Sondernutzung - mit Hilfe des C-Fahrstuhls bin ich mal Onkel von einem kleinen Joanel(Ioanel) (oder so ähnlich geschrieben) geworden. Der kam da auf die Welt. - Hatten wir doch schon... Nun hatte ich aber vor ein paar Beiträgen geschrieben - der Diensteingang Reichstagufer- hm - wird ja komischerweise kaum erwähnt beim Thema Schleuse. sag ich mal - möglich mit den Fahrstühlen, es ging aber auch ohne. Selbst nie gesehen bzw. mitbekommen. Es geistert da so eine Geschichte über eine Flucht mittels Rollstuhl rum, die soll dort spielen, so 61/62. Was dran ist – keine Ahnung, die Geschichte ist ein wenig dünn.
Das Schwierigere: Wie erklärt man diese vertrackten Baulichkeiten dieses Bahnhofes. Schwer, sich da einigermaßen verständlich auszudrücken.
Bild : Q.Forum
Also - Toilettentreppe runter , Kehrt, durch die ex-Friseur -Räume ( Weiß Gott, was der Zoll da alles hatte, vom Umkleideraum bis sonst was),Gang mit einem Knick faktisch unter der Bahnhofshalle,(rot) so 15- 20 m, Treppe hoch, raus kam man am Ende des grünen Striches. Ob der Weg jetzt korrekt eingezeichnet ist, weiß ich nicht. Da bewege ich mich dicht am Rand meiner Erinnerung, war auch nur selten dort. (Mein "schönes Grafikprogramm will im Moment nicht so, und Paint liebe ich.) Eine Verbindung -direkt- zur Einreise Zeitkino, hier K3, gab es nicht.Die liegt auch noch eine halbe Treppe über der Ebene der Bahnhofshalle.
73 , Hans


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#2844

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 09:04
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,.....
Mal ein paar Bemerkungen zu einem-mehr oder weniger bekannten Problem, vor dem wir hier wohl öfters stehen.

Warum zum Teufel ist es so schwer, sich auf dem Bahnhof Friedrichstraße eine Örtlichkeit, den Verlauf von bestimmten Wegen, vorzustellen?
Nun, die Meisten haben logischerweise das Bild vom Bahnhof heute vor Augen. - Da das Innere des Bahnhofes komplett umgebaut wurde - vergessen. Geht nicht anders. Sieht ganz anders aus.
Um an das Problem ranzukommen, mal ein kleiner Ausflug in die Geschichte. Friedrichstraße wurde faktisch ständig umgebaut. Erst unterm Kaiser und kurz danach mal so ein wenig die eigentliche Halle samt Unterbau, dann eine U-Bahn ran geklebt, dann die Nord-Süd-S-Bahn auf der anderen Seite darunter gebaut. Übrigens - alles im laufenden Verkehr, sag mal einer, unsere Altvorderen hatten da nichts drauf!
Daraus - und natürlich auch durch die Trennung des Bahnhofes in zwei getrennte Bereiche 1961 aufwärts, kam es zwangsläufig zu verwirrenden Baulichkeiten.
Das Hauptproblem dabei ist, das der Bahnhof zu "Geisterbahnzeiten" eben nicht nur quasi in Ost und Westteil gespalten war, sondern eben auch - diesmal ist die DDR nicht Schuld- auch noch sehr unterschiedliche "Höhenlagen" innerhalb der einzelnen "Ebenen aufweist. Kaum vorstellbar - ist aber so. Ich hab also mal ein paar Fotos vom Modell im TP raus gekramt, auf denen man deutlich (na halbwegs) erkennen kann, wie unterschiedlich die "Hallenebene" in der Höhe ist. Laut einer Bauzeichnung ist der Unterschied von min zu max. 3,25 m. Das ist ne ganze Etage. Und die Höhe wurde eben nicht mit einer Treppe ausgeglichen, überwunden, sondern mit einer ganzen, verteilten Batterie kleiner Treppen. Fällt also gar nicht so auf. Zeigen kann ich das mit den Fotos nur auf der "Hallenebene", aber logischerweise - das setzt sich durchs ganze Bauwerk fort. Bis hoch zu den Bahnsteigen. (Schon mal bemerkt, dass der Bstg. C ein ganzes Stück höher liegt als A und B?) Also -mal anschauen.


Zu erkennen ? Berg und Tal-Bahn oder so. Q: Beides Modell im TP. Gut, das es das Ding gibt.
73, Hans


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#2845

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 09:41
von Kalubke | 2.298 Beiträge

Danke @Hans, da haste mir ne Frage beantwortet, die ich bestimmt seit 25 Jahren im Kopf hatte. Als nach der Wende die Trennwand verschwand, ist mir das auch aufgefallen, dass der Bstg C höher als A und B ist. Wenn man von der Georgenstraße aus durch die Fenster in die nichtöffentlichen Räumlichkeiten schaut, dann fällt auf, dass sich da drin mindestens 5 - 6 Treppenhäuser befinden, sicherlich auch wegen der Niveausprünge innerhalb einer Ebene. Liegt das vielleicht daran, dass der Bahnhofsteil mit den Bahnsteigen A und B sozusagen auf dem Grundriß des alten Bahnhofes entstand, möglicherweise unter Einbeziehung der alten Grundmauern und der Teil "Bstg C" nördlich drangebaut wurde?

Für die unter GOK liegenden Außenfenster der Tiefgeschoßebene sind grabenartige Lichtschächte an der nördlichen Außenfassade angelegt worden. Ich kann mich nicht erinnern, dass das zu DDR-Zeiten schon so war. M. E. ging der Bürgersteig direkt bis an die Fassade ran. Sind diese "Lichtgräben" evt. damals aus Abschottungsgründen zugemacht worden?

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 16.12.2014 09:50 | nach oben springen

#2846

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 10:34
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Jörg
Der "Graben" - also die Konstruktion mit den "Kellerfenstern" vor der Taxischleife war immer da, war auch nicht zugebaut oder so. Der Eindruck täuscht also, ich gebe aber gern zu, bei manchen Fragen (dieser nicht) muss ich auch erst auf die Bildsammlung usw. schauen. Man kann sich eben nicht alles merken, und Erinnerung ist eben so ne Sache.
Q. Postkarte 1920
Q Bundesarchiv 1965
Q. Bundesarchiv 1984
Na ja, so richtig toll zu sehen ist es nicht, aber wer fotografiert so was ? Und jetzt nicht fragen, was war da unten drin - weis ich nicht.
Wie und warum diese merkwürdige Konstruktion entstand, kann ich nicht so nachvollziehen, ist sicher mit dem Umbau des Bahnhofes (dem ersten, unterm Kaiser, zu erklären. Bisher ist mir allerdings auch noch keine genaue Beschreibung des Umbaus in die Hände gefallen, so dass ich nicht genau sagen kann, wie genau der Bahnhof - von der Grundfläche her, verändert wurde. Nach einigen alten Bildern und Stichen zu urteilen, ist nicht so sehr "außen angebaut" wurden, sondern eher die jeweilige Außenwand (- die südliche? und) die nördliche "Vorgezogen" worden. Der Eindruck des Anbaus entsteht wohl durch die Aufteilung der Hallenkonstruktion in zwei Hallen. Da mangelt es mir aber am konkreten Wissen, vielleicht grab ich da noch mal nach - ist aber so mehr "Randbereich" für mich. (Dieser Teil enthält Spekulatius!)
73, Hans
Mal wieder Bilderbasteln. H.


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zuletzt bearbeitet 16.12.2014 10:40 | nach oben springen

#2847

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 12:17
von Kalubke | 2.298 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2846

[...]
Und jetzt nicht fragen, was war da unten drin - weis ich nicht.
[...]



Hi @Hans, zumindest heute kann man durch die Fenster ins Bahnhofsklo reinschauen. Vielleicht konnte man damals, wenn man sich den von Dir dargestellten Schleusungsweg vor Augen führt, am Taxistand bei langen Wartezeiten wg. fehlender Taxis zum Zeitvertreib die Weltenwanderungen von Wolffs Truppe anschauen. (kleiner Scherz und nicht ganz ernst gemeint).

Gruß Kalubke



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#2848

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 13:11
von Regina | 643 Beiträge

Hier gibt es so viele Fragen und Wiederholungen von Themen
Kann man nicht mal die Bahnhöfe etwas ordnen?



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#2849

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 13:19
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Klar, das wusste ich schon. Eher so der "Rest" ist das, was ich nicht so genau weiß.
Die Räume nach der anderen Seite z.B. , also die in Richtung Süden, zur Georgenstraße zu. Davon kenn ich nur den "Gemüsekeller" , ein Lagerraum der Mitropa damals.
Und zu Thomas - ja, das ist das Problem in diesem Thread, aber ohne den ganzen Thread umzustülpen -geht so was überhaupt?- wohl nicht möglich.
Unter Umständen hilft eine Übersicht, sowas in der Richtung hab ich mir "zwischen den Feiertagen" vorgenommen. Hoffentlich klappt es zeitlich, und dann muss auch noch ein "schöner Platz" am besten ganz vorn, dafür gefunden werden. Mal sehen, ob und wie das geht.
73, Hans


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#2850

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 14:23
von Regina | 643 Beiträge

Meine Gedanken, siehe PM



Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2851

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 15:02
von Hans | 2.166 Beiträge

Danke, Thomas.
So in etwa hab ich mir das auch vorgestellt. Wird "bebastelt" !
73, Hans


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#2852

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 15:43
von Kalubke | 2.298 Beiträge

Vielleicht kann man das neue Grenzwiki dazu nutzen. Aber wer macht sich die Mühe das alles wohlgeordnet zu verlinken. Das wird ne Schweinearbeit sag ich euch.

Gruß Kalubke



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#2853

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 18:07
von diefenbaker | 585 Beiträge

Wir hatten hier schon einmal das Thema Heidekrautbahn.
Bei ebay wird im Moment dazu ein ein schönes Foto angeboten, wozu ich eine Frage habe.

War diese Bahnstrecke schon vor dem 13. August 1961 beim Grenzübergang so stark eingezäunt wie auf dem Foto zu sehen ist oder ist sie noch eine Zeit lang nach dem 13. August in Betrieb gewesen?

Gruss Wolfgang


Quelle: ebay



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#2854

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 18:54
von eisenringtheo | 9.175 Beiträge

Ja die blieb in Betrieb, als Anschlussgleis für die Firma VEB Bergmann-Borsig
http://de.wikipedia.org/wiki/Heidekrautbahn

http://www.panoramio.com/photo/30637650
Etwas speziell war, dass die Bahnlinie fast auf der Grenze fuhr, sie wurde in die Grenzbefestigung einbezogen.
Die Grenzbefestigung auf dem oben eingestellten Bild sind sogenannte Flandernzäune; sie kamen an der innerdeutsche Grenze ab ca. 1952 zum Einsatz, in Berlin wegen der bis 1961 offenen Grenze erst ab August 1961

Die Berliner Mauer 1988 (3)
Theo


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#2855

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 19:39
von josy95 | 4.915 Beiträge

Heute, 16.12.2014 ab 20:15 Uhr bei RBB:

Berlin mit der S- Bahn erfahren.

Eine Doku über die S- Bahn zwischen Ost- und Westkreuz.

Dazu sind Erläuterungen im RBB- Videotext Tafel 314.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#2856

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 20:18
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Hier sind noch Infos zum VEB Bergmann Borsig. Man sieht die Grenzlinie. Ungefähr da, wo die roten Punkte sind, endete ein Ausziehgleis von deren Werkbahn, das WIMRE von Südosten kam, mitten im Todesstreifen. Aus der erhöht nebenan verlaufenden West-S-Bahn sah man das immer.



http://www.stadtentwicklung.berlin.de/de...ow/borsig.shtml


Hans, Kalubke und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.12.2014 20:20 | nach oben springen

#2857

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 20:35
von Kalubke | 2.298 Beiträge

Auf der Web-Site Denkmallandschaften Berliner Mauer gibts schöne Bilder von diesem Gleisstummel im Todesstreifen. Er gehörte m. E. zur Werkbahn des VEB Bergmann Borsig.





Bemerkenswert auch dieses vorgeschobene Westberliner Gartenidyll östlich des Bahndamms.



Ich hatte mal 1981 das Vergnügen an einer Faschingsparty im Kulturhaus des VEB BB teilzunehmen. Das gesamte Betriebsgelände war Grenzgebiet und ich frag mich heute noch, wie wir da ohne Passierschein reingekommen sind. Die Karten hatte ein Kumpel von mir besorgt. Die Werkhallen und ich glaube auch der Kultursaal standen nur wenige Meter von der Grenze weg. Kennt einer von Euch noch den elektrischen Rasierapparat "BeBoScher"? Der wurde dort hergestellt, in einer Turbinenfabrik !!!!!

An diesem Grenzabschnitt entlang der S-Bahn wurde auch geschleust: Einmal über den Nordgraben in Richtung Märkisches Viertel (Schorfheidestraße) (OGS "Kristall") und durch die S-Bahnunterführung über den Interessentenweg durch die Kleingartenanlagen zur Siedlung Roedernau (OGS "Variant"). Dort befand sich m. E. eine Anlaufstelle. (Quelle: Anatomie der Staatssicherheit, HA VIII)

Gruß Kalubke



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.12.2014 22:13 | nach oben springen

#2858

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.12.2014 23:32
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Nö diefenbaker, der Bahndamm war zwar die Grenze, aber vor August 1961 konnte man überall über die Gleise laufen. Da war kein Zaun, höchstens an den Gärten, die direkt an die Bahn grenzten als Begrenzeung des Gartens. Habe dort oben von Sommer 1959 bis Frühjahr 1961 zeitweise als VP-Wachtmeiter an der Grenze Wache geschoben. Unser Bereich ging ja bis runter zum Potsdamer Platz.
Peter, der Zaunkönig.


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.12.2014 23:37 | nach oben springen

#2859

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 06:17
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #2855
Heute, 16.12.2014 ab 20:15 Uhr bei RBB:

Berlin mit der S- Bahn erfahren.

Eine Doku über die S- Bahn zwischen Ost- und Westkreuz.

Dazu sind Erläuterungen im RBB- Videotext Tafel 314.

josy95


Falls jemand den Film nicht gesehen hat - Hier ist er zur Zeit noch online abrufbar:

http://mediathek.rbb-online.de/tv/Dokume...bcastId=3822114



josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2860

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.12.2014 09:45
von Kalubke | 2.298 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #2853
Wir hatten hier schon einmal das Thema Heidekrautbahn.
Bei ebay wird im Moment dazu ein ein schönes Foto angeboten, wozu ich eine Frage habe.

War diese Bahnstrecke schon vor dem 13. August 1961 beim Grenzübergang so stark eingezäunt wie auf dem Foto zu sehen ist oder ist sie noch eine Zeit lang nach dem 13. August in Betrieb gewesen?

Gruss Wolfgang

[[File:|none]]
Quelle: ebay


Die Heidekrautbahn ging nicht über die Grenze, sie verlief nur streckenweise unmittelbar an der Grenze. Das Foto könnte aus dem Streckenabschnitt Hertzstraße - Fontanestraße stammen (siehe Skizze). Der liegt kurz vor dem Endbahnhof Wilhelmsruh der Heidekrautbahn und der wiederum direkt neben dem gleichnamigen S-Bahnhof, welcher schon zu Westberlin gehörte. Dort kann man heute noch Reste der Betonpfostenzäune der 1. Generation der Sperranlagen sehen, die von den ehem. Westberliner Laubenpiepern kurzerhand zu Gartenzäunen umfunktioniert wurden und dadurch noch erhalten sind. Das Gelände des Endbahnhofes, der einen ausgedehnten Gütergleisbereich besaß, ist heute noch unbebaute Brachfläche und dadurch gut erkennbar.



Gruß Kalubke



diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.12.2014 14:32 | nach oben springen


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