#281

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 12:21
von Hans | 2.166 Beiträge

Meine Vermutung: Setzungserscheinung im Bauwerk, an der Stelle war so ne Art "Wasserdurchbruch".Da plumste schon mal ne Fliese runter. Und- Zur Zeit der Aufnahme wurde die U-Bahn gebaut. Dürfte zu Erschütterungen geführt haben. -----Das " Gerät" ober an der Decke müßte damit zu tun haben.
Übrigens : Zustand vorher: ( Bild von ca. 9?)
Hab noch ein viiiiiel schöneres Bild davon , aber mein Papierstapel.......
73,Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 28.09.2013 12:22 | nach oben springen

#282

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 12:36
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Auf dem Bahnhof Friedrichstraße dürften auch die meisten Kameras der DDR gehangen haben. Die einzige Stelle ohne direkte Kamerabeobachtung war (scheinbar) so ne Ecke unter Treppen o.ä. auf dem unteren Wanseebahnsteig. Die haben sie bestimmt auch noch verdeckt beobachtet. Das war wie eine Kameraausstellung. Alle fünf Meter spätestens hing eine an der Decke. Völlig irre.

Zu ganz alten Zeiten fällt mir aus der oberen Halle auch noch ein, dass man zu Zeiten der Glastrennwand zwischen Ost- und Westhalle auch noch undeutlich die Durchsagen der jeweils anderen Seite hören konnte.

Außerdem konnten West-S-Bahnzüge dank einer eigens installierten Stromschiene durch die Westhalle in den Osten und zurück fahren. Jedenfalls habe ich das mal gesehen. War so ein S-Bahn-Dienstzug mit Güterwagen.

http://www.familie-linberg.de/bahn/archi...stzuege_01.html


zuletzt bearbeitet 28.09.2013 12:39 | nach oben springen

#283

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 12:43
von Lutze | 8.028 Beiträge

@Hans,
vielen Dank für deine Berichte und dein Fotomaterial,
eine Frage hab ich,wenn du Dienst hattest,
warst du mehr in den Geisterbahnhöfen unterwegs,
oder doch mehr darüber?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#284

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 13:13
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge


http://www.hdg.de/berlin/traenenpalast/a...objekte/muetze/
Mir "gefällt" die Mütze nicht. Farblich habe ich das anders in Erinnerung. Die Verarbeitung ist eine "Katastrophe", vor allem der aufgenähte Stofffetzen. Soweit ich mich erinnern kann, trugen auch die Grenztruppen im Juni 1990 eine solche Kokarde ("Reichsbahn").

http://hanssteinmueller.de.tl/DDR.htm
Nur bis etwa 1960/61 trug man das schwarz-rot-goldene Wappen.

Allerdings, wenn die Mütze Exponat in einem so renommierten Museum ist, wird wohl alles korrekt sein
Theo


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#285

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 13:18
von Hans | 2.166 Beiträge

Nur schnell die Fragen abarbeiten.
Überführung S-Bahnzüge über Bstg. A: Die einzige Verbindung zwischen Ost- und Westnetz der S-Bahn. Diente neben Planzügen (es gab dafür einen Fahrplan)- die hast Du gesehen- Materialzüge - auch der notwendigen Überführung von "normalen" S-Bahnzügen z.B. zur Hauptuntersuchung in das RAW. (Einfüg: Ausbesserungswerk). Daher recht rege genutzt und daher auch die Stromschienen auf A. Für "Normalos" aber kaum zu sehen, weil in der Betriebspause).
Dienst meinerseits : 50 :50 mit Abweichungen nach beiden Seiten. Die Anzahl der Jahre bedenken...... Und : viele "Eisenbahndetails" kommen auch vom Hobby her - da Pufferküsser.
Kameras : Laut einer glaubwürdigen Aufstellung im Net : 147 . - Verteilerplan
Zeigt U-und S-Bahnhof. Andere Stellen nicht berücksichtigt. Und : woolle mer mal de Kameras offe Bahnhof heute zähle.......haben wir mal nach Kneipenbesuch aus Geigel gemacht .... wir kamen auf mehr als 147..... (Einfügung,damit Keine Irrtümer aufkommen:Das war 2012!)
soweit erst mal.
73 Hans


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#286

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 13:29
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi ,auch, Theo
Ich hatte natürlich nicht das Ende der "Mützengeschichte" erzählt.
Die Mütze ist höchstwahrscheinlich eine Offiz.-Mütze der frühen Grenzpolizei der DDR. Bei der Kordel hab ich so meine Bedenken, aber dazu müßte ich sie in der Hand halten.
Das Problem liegt im Text." Vom PKE getragen " Das PKE wurde erst 1962 gegründet, und da sahen die Mützen der GT schon anders aus. (Grüner Rand , Kokarde mit Hammer,Zirkel .... ) und -zur Ehrenrettung der Ausstellung im TP -- nach dem das Problem zu ihnen durchgedrungen war , haben sie sofort reagiert. Im Unterschied zu anderen Ausstellungen im ach so schönen Berlin arbeiten dort ernsthafte Historiker, keine Leute von Disney-Land. (Einfügung: mein Namensvetter ist mir bekannt-schreiben schon mal hin und her.)
73 Hans


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#287

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 13:31
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Hier benutzt ein Sonderzug nach der Wende (Mai 90) das Überführungsgleis in Friedrichstraße:



Quelle: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/re...980793,page=all


zuletzt bearbeitet 28.09.2013 13:35 | nach oben springen

#288

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 14:08
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #286
Hi ,auch, Theo
Ich hatte natürlich nicht das Ende der "Mützengeschichte" erzählt.
Die Mütze ist höchstwahrscheinlich eine Offiz.-Mütze der frühen Grenzpolizei der DDR. Bei der Kordel hab ich so meine Bedenken, aber dazu müßte ich sie in der Hand halten.

73 Hans


Goldrichtig!!!
http://uniformen-gt.blogspot.ch/2010_06_01_archive.html
Zwischen etwa 1958 bis 1962.
Für Grenzkontrollen war aber das AZKW zuständig, andere Uniformen
http://www.veoh.com/watch/v191348802x74cDC8
bei 3:37 schöner Überblick über die Güst Marienborn (Autobahn)
bei 5:00 Unangenehmer Zeitgenosse
bei 6:00 Hübsche Zöllnerin..
Theo


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#289

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 14:14
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

"Wieder ein Agent weniger"


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#290

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 15:36
von Hans | 2.166 Beiträge

Danke. Streicheln maaaaaaag ich ja sooooooo sehr.
An das AZKW -Allzweckwaffe im Zentralen Kampf gegen Wuggler,Sabogenten und Spionöre - (schöne Verballhornung von" Amt für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs" ) hab ich gar nicht gedacht. Meine Bedenken kamen "von der anderen Seite".
In der Zeit kurz nach 13.08.61 ging es da wohl auch recht durcheinander, Jeder hat eben alles gemacht, was am Platze anfiel. So" Geordnete Preußische Verteilung der Aufgaben" kam wohl erst Mitte 62 . Alles aus Erzählungen von Koll., die`s mitgemacht haben.
73 Hans


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#291

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.09.2013 19:17
von Hans | 2.166 Beiträge

Am Abend ,wie Pastro Ho......
Die Versprochenen Bilder:

Die versprochene Schleuse in Betrieb ( Q: BSTU)
Andere Zeit , Gleicher Ort.

Die unterschiedlichen Ansichten der Einreise"wand" im Ostteil der Bhf.-Halle
73 Hans


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#292

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.09.2013 21:12
von Hans | 2.166 Beiträge

Hallo, Gemeinde……
Ich wollte mich ja noch zum Thema- “ Völkerstämme und Heerscharen auf dem Bahnhof Friedrichstraße „- auslassen. Sozusagen ein Sittenbild- nicht von dem Maler gleichen Namens.
1977 im Februar (glaub ich jetzt mal) wurden die Bestimmungen für die Tagesaufenthaltsgenehmigung in Berlin geändert. Im Prinzip „ für alle Betroffenen „ ,00.00 rein-24.00 raus. Für die Trapo ergab sich daraus ein ganz spezielles Problem.
„Urplötzlich und unerwartet „ kam es nämlich bei dem „Rundlauf“ oder „ Böckerennen “ (Das ist kurz gesagt: 23.30 Uhr rein in die Güst- „ Ausreise „ ran an die andere Schlange - „Einreise „. Wurde von Jugoslawischen, Türkischen, Arabischen, Italienischen …. Mitbürgern fleißig genutzt.) zu der Erscheinung, das selbige von der jeweiligen „Freundin“ begleitet und heiß zurückerwartet erwartet wurden.
Über die Qualitäten der Damen möchte ich mich nicht groß auslassen. Nur so viel, es waren auch ganz ordentliche Mädels dabei. Die anderen aber auch.
Spitzenbelastung der unteren Bahnhofshalle , Fr. auf Sa. und Sa.-So. so bei 300 warteten Bräuten.
Nun waren die Bräute aber nicht alle so ganz in festen Händen, die eine oder andere wurde schon mal an den Nächsten weitergereicht und so. Ergebnis davon waren verschiedene mittelschwere Keilereien, die sich bis zur massiven Saalschlacht zwischen den Völkerstämmen ausweiten konnten. Häufigste Aufstellung : Türkei und Sonstige gegen Vereinigtes Arabien und Jugoslawien. Ergebnis meist 1:1, mit nachsitzen einiger Beteiligter auf der Strafbank. Es blieb Trapos also nichts anderes übrig, als die letzten Kräfte zusammenzukratzen, um auf eine halbwegs ordentliche Truppenstärke zu kommen. Es geistern zu dem Thema auch einige „Tatsachenberichte“ durch den Wald, in denen die T. “toll“ unterstützt wurde aber das mussten wir selbst und alleine machen- respektive die Sik auf der anderen Seite.
Also : Kurzer Anruf vom jeweiligen Trapo-Kommandante beim PKE : Wann macht ihr auf? Das schwankte ein Wenig –und die normalen Reisenden bekamen dann einen anderen Weg- damit sie nicht in die Saalschlacht gerieten. Also—xx Min. Zeit, Kontrolle von…. (Kleine Bemerkung am Rande: Nach heutigen Berliner Pol.-Recht wäre das auch locker möglich)
Kompletterfassung von Daten ist in der kurzen Zeit ja unmöglich-der brave Polizist „filtert“ also.
Ergebnis: Zuführung (Ausdrücklich und auch an einige „Historiker“ -das ist keine Festnahme und schon gar keine Verhaftung! ) von 10 , 20 … irgendwann Kapazitätsgrenze erreicht - Damen. Persönliches Erlebnis dabei: Ich „erwische“ eine „Bessere Dame“ . Als klar wurde, wo’s lang gehen sollte Kreischt sie auf: ICH gehöre NICHT zu DENEN! Mag stimmen, ich hat auch was ganz anderes im Sinn, als ich sie kontrollierte. Aber Trotzdem : Massiver Taktischer Fehler. Sie hatte sämtliche N Buchstabe gestrichen- Damen gegen sich. Und die konnten ziemlich heftig werden. In diesem Umfeld kam es dann „natürlich“ auch zur „Anhang-Kriminalität“ die Trapos auch Sorgen machte, vom Diebstahl bis zur Zuhälterei. Aber - ausdrückliche Versicherung von mir - Zuhälter saßen bei uns nicht allzu lange im Bahnhof rum, die bekamen sehr schnell einen anderen Sitzplatz zugewiesen, ohne Bahnanschluss. Loddel sind bei Polizisten nämlich überaus beliebt. Berichte über Erkennungszeichen der Damen - wie zwei Sicherheitsnadeln gleich „besetzt“ , eine gleich „frei“ entsprechen allerdings der Wahrheit. Es gab noch mehrere „Signalsysteme“ . Mein Witz mit „ du hättest aber auch die andere Männerrunde stören können“ hat übrigens einen ganz konkreten Bezug zum Thema. Es war also nicht nur eine Damen-Wartegesellschaft. Ein bestimmter Teil des Bahnhofsbauwerkes hieß bei uns daher „Wichsertunnel“.
Nun frag mich aber bitte keiner was habt ihr denn mit den ganzen N… gemacht. Es gab ja den vielgescholtenen § 249 StGB, der auch Prostitution erfasste. (Absatz: …aus Arbeitsscheu …oder der Prostitution nachgeht.) Und noch was- ich sehe da einen gewaltigen Unterschied zwischen damals und heute. Dieses Damenkränzchen blieb uns bis 1980 in der beschriebenen Form erhalten und sorgte für viele, angenehme (Über)Stunden bei der Trapo. Es ist auch im Buch „Bahnhof der Tränen“ beschrieben, allerdings mit etwas merkwürdigen Schlussfolgerungen. –Währe ev. Mal ein eigenes Thema.
Ein ganz anderes Brett waren aber unsere Zigarettenneger ,-sorry-aber Z.-Starkpigmentierte….-geht wohl schlecht. Das waren keineswegs die üblichen und bekannten Shop-Einkäufer – um die geht’s hier nicht. Sah so aus. Mohr (Das ist Struwwelpeter!!!!!!- KULTURGUT!) Nr. 1-12 kommen mit je zwei großen Kisten, manche waren gut-vier Kisten, voll Zigaretten aus dem „Nordstern“ - das war ein Diplomatenladen (!) vorgefahren (!) , -großes Warten auf Ober –Mohr. Obermohr erscheint-bekommt Bericht von seinem „Aufklärungsmohr“ - Keine Zollfahndung (West) im beritt – alle Mann los- Diplomatenübergang- Rein in die S-Bahn Bstg. D. Soweit mehr oder weniger schön. Problem war : Manchmal war die Zollfahndung aber da. Selbstverständlich „ohne alles“ als Reisender. Also: Alle Kisten in Gepäckaufbewahrung geschleppt- für die Automaten waren die zu groß.
Folge wenn Zollfahndung ausdauernd: Gepäckaufbewahrung voll bis oben hin. DR sauer- Trapo hilflos-wendet sich an Zoll. Zoll: Huuuuh- Diplomatenkiste….. schwer, schwer. Oh, dieses Ding zog dann Kreise…… Den Schriftverkehr dazu möchte ich mal ganz kurz haben. Partisanenaktionen zu diesem Thema soll es, sogar erfolgreich gegeben haben, auf der Nordsüd-S-Bahn lagen dann schon mal ein paar Kartons rum und die Bahnmeisterei musste sammeln. Ist aber so mehr „Truppenstory“…………(nicht das Sammeln!)
Ende des Liedes: Es wurde schnellstmöglich über „Diplomatische Kanäle“ eine Klärung herbeigeführt. So nach 1 ½ Jahren. (übrigens-„die DDR hat dran verdient“ ist nicht. Man informiere sich über Preise im Nordstern und so)
Soweit mein „Sittenbild“ - und trotzdem, ich mag meinen Lieblingsbahnhof.
Bis neulich, 73
Hans


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#293

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.10.2013 18:52
von Vogtländer (gelöscht)
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Mal 2 Erbstücke reingestellt!


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#294

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 03.10.2013 20:12
von Vogtländer (gelöscht)
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@Hans:
Wieder mal ein klasse Geschichtsbericht aus dem Alltag auf Friedrichstraße.Heute kaum noch vorstellbar.


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#295

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 10.10.2013 19:30
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Hatten wir diesen tollen Link schon?
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-..._1972-1992.html
Man beachte dort auch das Foto der Video-Überwachungszentrale in Friedrichstr.


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#296

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 10.10.2013 20:07
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi....
In diesem Treath war der Link noch nicht, taucht aber in anderen auf.
Das beste daran ist aber die Flucht Dieter W. , ein wenig weiter unten. (Die Weisentunnelgeschichte) -Die stimmt übrigens 100% , im Unterschied zu anderen Webseiten zum Thema. Die Jungs von berliner-verkehrsseiten sind eben gut.
Übrigens hab ich ne Antwort auf deine Schleusenfrage -Das mit dem Reisebüro und den Vorhang gefunden. Laut "Bahnhof der Tränen" handelt es sich wohl um dem Intershop-Pausenraum. Was da dran ist, weiß ich nicht, aber im Unterschied zum Reisebüro war da wenigstens eine "gemeinsame Wand "mit dem Güst-Bereich . ( liegt heute sozusagend auf dem Zwischengeschoß, wenn das weiterhelfen sollte)

73 Hans


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zuletzt bearbeitet 10.10.2013 20:26 | nach oben springen

#297

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 14.10.2013 20:08
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Gemeinde……
Ein Thema drückt mir noch die Seele , ganz am Anfang dieses Treath wurde es mal angesprochen, aber irgendwie kamen wir davon ab.
Die Notausstiegschächte und der Katastrophenfall.
Klar – ein Brand in der U-Bahn ist für jeden die Absolute Katastrophe. Und dann auch noch KEINE Rettungspläne und Geschlossene Notausstiege ! Puh- Horror.
Machen wir´s mal einfach : In dem Treath Lustige Vorfälle an der Güst I hab ich von einem „Ereignis“ bei der Schachtrevision geschrieben- das war kein Witz! Notausstiege wurden im ½ jährlichen Rhythmus einer sog. Revision unterzogen. Die Suche nach Vorschriften für Betriebliche Vorkommnisse bei der BVG muss aber etwas ins Leere laufen, weil---Zuständigkeit bei der BVB bzw. bei der DR (auch nach 84!). Auf den U-Bahn-Seiten http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-...it/transit.html findet man da etwas unter dem Titel Dokumente ganz unten, Dienstanweisung der -BVB - über die Dienstdurchführung auf den Linien C und D sowie in der Abstellanlage Potsdamer Platz. Auch Wartungsintervalle u.ä. sind dort angegeben.
Eine Anweisung für das Handeln im Brandfall seitens der Trapo gab es auch-war Bestandteil der jeweiligen Postenanweisung, und der jeweilige Wachleiter hatte für diesen Fall auch eine recht dicke Mappe mit Maßnahmenvarianten, die er dann durchzuführen hatte. Über selbige verfügte auch die FW, die VP-Rev. Im Bereich usw.
Da es in der Zeit 61 bis 90 zu keinem „richtigen“ Brand auf den Geisterlinien gab, schildere ich einfach mal zwei „Betriebliche Ereignisse“ an denen ich beteiligt war.
U-Bahnhof Oranienburger Tor , ca. 82: Eine U-Bahn , Baureihe DL, bleibt mit Motorschaden in der Einfahrt des Bhf. Stecken, weiterfahrt nicht möglich. Da der defekte Motor offensichtlich einen massiven Kurzschluss gezogen hatte, war die Weiterfahrt nicht möglich, auch nicht mit dem Gegenzug. –Der stand auf Fri.U und hatte natürlich keinen Strom. Dann begann der Motor, zu Qualmen. Wir – also die Trapo , mussten also die Fahrgäste „rausführen“ . Zu diesem Zweck wurden die Fahrgäste vor der Ausgangstür „gesammelt“, und unter dementsprechender Begleitung in die dortige Buchhandlung verbracht. (keine 40 m zu laufen.) Eingesetzte Kräfte: 2 Posten Bahnhof,6 Mann Trapo von Fri.,3 FuStW Besatzungen von der Stadtförsterei. „Ausgebootete“ Reisende ca. 50 Pers. Gesamtdauer der Aktion bis hier hin ca.20 Min. Nach einer gewissen Wartezeit wurden die Fahrgäste dann mit einem Bus zur Güst Fri. gefahren. Dort erfolgte dann die „Ausreise ohne Einreise“. Wartezeit war Länger als das gesamte Manöver.
Bahnhof Unter den Linden 1989 : Entgleisung eines Halbzuges in der Bahnhofseinfahrt von POU aus-die schöne ,enge Kurve-übrigens der letzte „Entgleiser“ einer ganzen Serie. Lief ganz einfach ab: Gegenzug mit Nothaltesignal gestellt. Lautes Brüllen meinerseits: Begeben sie sich unverzüglich in den Zug auf dem gegenüberliegenden Gleis- halfen sie gebrechlichen und älteren Reisenden. Gesamtzeit der „Umsiedlungsaktion“ ca.2 min. Anzahl der Reisenden ca.70. Keine Probleme, den Unfallzug „durchgeschaut“, nach Verständigung mit FDL fuhr der Zug als Falschfahrt zurück nach Fri.
O.K. bei einem Brand wäre es schwieriger geworden.
Schächte: Alle zugeschweißt, vermauert, betoniert….. Stimmt nicht. Auf dem Nordbahnhof hängt eine Befehlskarte in der Ausstellung, auf welcher die Schächte der Nord-Süd-S-Bahn eingezeichnet sind. Man muss sie nur lesen. Übrigens: Die Verschweißung der NAs erfolgte auf den Gitterrosten, nicht darüber. Man konnte sie also öffnen. Selbstverständlich gingen nicht alle Schächte auf, einige waren tatsächlich „ZU“ , z.B. der NA 8 der S-Bahn , der kam nämlich genau auf dem Parkplatz der US-Botschaft raus. Übrigens geistern im Netz fünf verschiedene Pläne der NAs der S-Bahn umher, jeder original und jeder zeigt was anderes. Sie sind alle „echt“ aber sie stammen aus allen möglichen Planungen, richtig ist nur der auf NOU.
Richtig ist allerdings der Begriff verschlossen. Über die Schlüssel verfügte die Trapo bzw. die GT. Im von Theo eingestellten Film über den Potsdamer Pl. Ist übrigens einer zu sehen-in der Aufsicht-an der Wand im Kästchen mit Aufschrift.
Wer Interesse hat, kann Komplettpläne der NAs bei mir anfordern. Teils Original-teils „zusammengebaut“. Zum Schluss noch der angesprochene Plan.


Bis neulich 73 Hans


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MHL-er hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.10.2013 20:48 | nach oben springen

#298

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 14.10.2013 20:19
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Wie war eigentlich der U-Bahntunnel am Potsdamer Platz gesichert? Da sollen Ost-Züge bis an die Grenzlinie drin geparkt haben, bis direkt vor die Rampe Richtung Gleisdreieck?

http://www.bsisb.de/default_f.htm?/sb/uwelt/s21.htm


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#299

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 14.10.2013 20:27
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,........Das glaubst Du mir nie!
Das hat tatsächlich die BVB gemacht! Ein wenig Sicherungsdraht war auch in der Vermauerung, auflaufend auf der FüSt der GT genau darüber. Grenzer hatten Zugang, wurde aber bestenfalls bestreift. Trapo war nur bei betrieblichen Vorkommnissen geladen. Übrigend -steht auch in den angegebenen Dokument im Link-Fällt mit jetzt erst ein. Ach so, nicht sollen : Haben! näheres ev. unter Gebietsaustausch Lennedreieck.
Hans


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zuletzt bearbeitet 14.10.2013 20:29 | nach oben springen

#300

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.10.2013 11:48
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

Zitat von Hans im Beitrag #260

Das SBw NOB
S-Bahnbetriebswerk Nordbahnhof- ursprünglicher Name SBw STB -wie Stettiner Bahnhof- eine (nicht mehr Vorhandene Einrichtung) der DR auf geschichtsträchtigen Grund. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle der Exerzierplatz des Infantr.Garderegimentes von König hastenichtgesehen von Preußen. Historisch deshalb , weil dort das Lied "Liily Marlen" entstand oder zuerst gesungen wurde. Die Laterne hat wohl auch dort gestanden.


Tschüss 73 Hans


Erstmal tolle Beiträge, man kommt aus dem Lesen kaum raus.

Zu dem Rot markierten ein Einspruch Euer Ehren !. Das Lied entstand in der sogannten Maikäfer Kaserne/ Kaserne des Garde Füsilier Regiments.an der Chaussee Str in Höhe heutigem BND Neubau.

Da das Regiment immer im Mai in Potsdam Exerzierte wurde es von Maikäfer suchenden Jungs auf grund der Uniform ,rote Ärmelaufschläge mit weißen Litzen dazu gelbe Schulterstücke mit brauner Paspellierung ,angerufen mit den Worten " Die Maikäfer kommen" .


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.10.2013 11:58 | nach oben springen


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