#2621

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 17:51
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Die Bahnanlagen in West-Berlin waren natürlich kein Ost-Berliner- oder DDR-Hoheitsgebiet. Die DR (nicht die DDR) hatte dort außerdem nur die "Betriebsrechte" (und -pflicht übrigens) , aufgrund alliierter Bestimmungen, nichts weiter, keine Eigentumsrechte oder so. Die DDR hat allerdings versucht, in West-Berlin Eigentumsrechte zu beanspruchen und neben ihrer Bahnpolizei auch mit der Trapo dort aufzutauchen. Das gab dann immer Ärger für sie, bis sie es aufgab.


zuletzt bearbeitet 28.11.2014 18:06 | nach oben springen

#2622

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:08
von Hans | 2.166 Beiträge

Na, Hotte , bei dem Thema werden wir und nie einig- macht aber nichts. Hatten wir ja schon.
Und - es ist tatsächlich wesentlich komplizierter als man annehmen sollte. Mach dir einfach mal den Spaß und suche die angegebene Darstellung, Übrigens - es ist die Zusammenfassung aus WB -Sicht- und dann .... Na , Du wirst sehen. Da findest Du Probleme, von denen möchte man nicht mal träumen. Und Begründungen, die wirklich zweifelhaft waren und durch die Alliierten dann auch nicht eingehalten, befolgt wurden . Das tolle Konstrukt mit "bestehendes Teil des untergegangenen Deutschen Reiches" zum Beispiel. Ein Wunder ist nur, dass sich bei solch Verstrickung überhaupt noch ein Rad gedreht hat, sollte man mal annehmen.
Hoheitsgebiet - hat niemand behauptet übrigens.
73, Hans
Ed. -Fählers und so.


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.11.2014 18:10 | nach oben springen

#2623

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:09
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #2610
Da wir hier gerade über moderne Fachbücher zu den Geisterbahnhöfen sprechen, komme ich auch an der Publikation der Stiftung Berliner Mauer "Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin" nicht vorbei. Gerade dieses Buch gilt ja als Begleitband zur Ausstellung im Nordbahnhof (Nord-Süd-S-Bahn). Mehrere Autoren kommen im Buch zu Wort. Sicherlich nur Zufall, kaum Autoren aus der ehemaligen DDR.

Was mir auffällt ist, dass man heute immer wieder die DDR in ein besonders graues Licht rückt. Ältere Publikationen zum Thema, so zum Beispiel aus den 70er und 80er Jahren, befassen sich mehr mit Fakten und weniger mit angeblichen Eindrücken. Heute kommt man anscheinend nicht herum um immer wieder die bedrückende Enge, die Angst, ja sogar den empfundenen Kellergeruch im Osten, breit in den Vordergrund zu stellen. Dazu finden sich immer wieder genügend Zeitzeugen. Zurück zum Buch, denn da steht:

Die S-Bahn ist aber für uns West-Berliner generell ein Sonderfall gewesen und nicht mit der U-Bahn zu vergleichen, denn wurden hier die Züge und das Personal von der westlichen BVG gestellt, so bei der S-Bahn von der östlichenReichsbahn. Das war nicht nur politisch-ideologisch, sondern auch olfaktorisch ein gewaltiger Unterschied, denn in der U-Bahn duftete es nach parfümierten Reinigungsmitteln, nach "4711" und "Tosca", während es in den DDR-Zügen nach fürchterlichen Desinfektionsmitteln müffelte. Das wurde erst anders als die West-Berliner BVG am 9. Januar 1984 die S-Bahn übernahm und alles ein bisschen modernisierte.

Zitat Ende. Was will man wohl mit dieser Aussage dem Leser mitteilen? Keiner schreibt was am 9. Januar 1984 wirklich mit der Übernahme passierte, wurden da nicht mehrere Linien sofort eingestellt? War es der fürchterliche Geruch nach Desinfektionsmittel? Wir wissen es nicht!

Schade ich fand die Ausstellung hochinteressant, aber das Buch dazu, leider nicht mein Ding.

Gruß Reiner



Guten Tag, Reiner,

ich möchte das Werk «Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin» nicht als Sachbuch sehen. Es ist ein Begleitbuch zu einer Exposition. Der Autor, Bosetzky, ist, so erfâhrt man aus seiner Vita [p. 138], kein Historiker. Er gibt seine Erinnerungen und seine Empfindungen wider. Er ist ein Zeitzeuge. Es ist seine Annäherung an das Sujet. Ich kann es nun so akzeptieren oder es kritisch sehen - so wie Du es machst.

Die S-Bahn bei der B.V.G. ist, so habe ich das Buch verstanden, nicht das Thema.

Es ist in der Tat bemerkenswert, dass oft nur die westliche Seite zu Worte kommt.

Daniel


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2624

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:14
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Wieso kommt denn angeblich nur die westliche Seite zu Wort? Hier ist das nachweislich schon mal nicht der Fall.


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#2625

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:14
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Daniel , haust Du jetzt nicht zwei Bücher durcheinander ? Grenz und Geisterbahnhöfe im geteilten ... ist von Sälter/Schaller ,- beide Historiker.
Du meinst doch sicher Geisterbahnhöfe von Knobloch ? Den meint Reiner aber nicht.
73 Hans


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#2626

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:18
von Hans | 2.166 Beiträge

Na, Hotte ------lesen !
Von dem war die Rede : Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (und - Herausgabe des Werkes 1984) .- wo war das gleich ?
Verguckt ? Nehm ich einfach mal an.
73, Hans


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#2627

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:18
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2625
Hi,
Daniel , haust Du jetzt nicht zwei Bücher durcheinander ? Grenz und Geisterbahnhöfe im geteilten ... ist von Sälter/Schaller ,- beide Historiker.
Du meinst doch sicher Geisterbahnhöfe von Knobloch ? Den meint Reiner aber nicht.
73 Hans


Nein, ich meine schon das Buch von Sälter und Schaller, aber sie sind hier Herausgeber und sie wollen eine Exposition begleiten; es ist keine historische Monographie. Reiner bezieht sich auf einen Beitrag in diesem Werk - Bosetzky. Sie geben einem Zeitzeugen Platz, damit dieser seine subjektive Annäherung beschreibt. Bosetzky schreibt nicht als Historiker.

Daniel


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#2628

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:21
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Hatte die Frage allgemeiner verstanden. Lesen kann ich schon noch.
Die Sache mit den vier Sektoren (und den beiden Besatzungszonen) war übrigens unter den vier Siegern unstrittig. Durch dick und dünn und den ganzen Kalten Krieg. Nur damit hier nicht in kleinen Dosen Missverständnisse gestreut werden.


zuletzt bearbeitet 28.11.2014 18:22 | nach oben springen

#2629

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:24
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zum Thema Bahnpolizei in West-Berlin wie auch zu der Frage des Eigentums und der Betriebsrechte habe ich dieses Werk sehr aufschlussreich gefunden:

Ciesla Burghard: Als der Osten durch den Westen fuhr. Die Geschichte der Deutschen Reichsbahn in Westberlin: Zeithistorische Studien. herausgegeben vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Band 34: Böhlau Verlag (Köln, Weimar, Wien), 2006

Daniel

PS. Leider war es auch sehr teuer. Meine Finanzbehörde war nur mässig erfreut...


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#2630

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:29
von Hans | 2.166 Beiträge

Daniel- Ups, stimmt - sogar nachgeguckt. Ja - Begleitband zur Ausstellung...usw. Nun, -ky ist ja nicht nur Prof . für Verwaltungsrecht , sondern auch noch ein guter Krimischreiber. Und natürlich ein Zeitzeuge. Wobei - in einem muß man Reiner recht geben - die Ausstellung ist besser als der Begleitband.Ist so - jedenfalls meiner Meinung nach.
Äh - Hotte- ne- ich trete dir doch nicht auf die Füße, weste doch. Abgesehen davon - wir Pufferküsser doch nicht !
73 Hans
Nachtrag : Meine Oberfinanzdirektion war auch "not amused", Daniel, aber das Buch gehört zu den "Besseren" des Fachgebiets. -auch nur Meinung.


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zuletzt bearbeitet 28.11.2014 18:31 | nach oben springen

#2631

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 18:49
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zum damaligen alliierten Recht in Berlin habe ich auch noch einen Buchtipi:

Udo Wetzlaugk:
Die Alliierten in Berlin
Berlin Verlag Arno Spitz

http://www.booklooker.de/Bücher/Wetzlaugk+Die-Alliierten-in-Berlin/id/A01qAIqV01ZZJ?zid=a2d95daebf844b02537f67d7ed3e33dd


zuletzt bearbeitet 28.11.2014 18:50 | nach oben springen

#2632

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.11.2014 23:56
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #2623
Zitat von der glatte im Beitrag #2610
Da wir hier gerade über moderne Fachbücher zu den Geisterbahnhöfen sprechen, komme ich auch an der Publikation der Stiftung Berliner Mauer "Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin" nicht vorbei. Gerade dieses Buch gilt ja als Begleitband zur Ausstellung im Nordbahnhof (Nord-Süd-S-Bahn). Mehrere Autoren kommen im Buch zu Wort. Sicherlich nur Zufall, kaum Autoren aus der ehemaligen DDR.

Was mir auffällt ist, dass man heute immer wieder die DDR in ein besonders graues Licht rückt. Ältere Publikationen zum Thema, so zum Beispiel aus den 70er und 80er Jahren, befassen sich mehr mit Fakten und weniger mit angeblichen Eindrücken. Heute kommt man anscheinend nicht herum um immer wieder die bedrückende Enge, die Angst, ja sogar den empfundenen Kellergeruch im Osten, breit in den Vordergrund zu stellen. Dazu finden sich immer wieder genügend Zeitzeugen. Zurück zum Buch, denn da steht:

Die S-Bahn ist aber für uns West-Berliner generell ein Sonderfall gewesen und nicht mit der U-Bahn zu vergleichen, denn wurden hier die Züge und das Personal von der westlichen BVG gestellt, so bei der S-Bahn von der östlichenReichsbahn. Das war nicht nur politisch-ideologisch, sondern auch olfaktorisch ein gewaltiger Unterschied, denn in der U-Bahn duftete es nach parfümierten Reinigungsmitteln, nach "4711" und "Tosca", während es in den DDR-Zügen nach fürchterlichen Desinfektionsmitteln müffelte. Das wurde erst anders als die West-Berliner BVG am 9. Januar 1984 die S-Bahn übernahm und alles ein bisschen modernisierte.

Zitat Ende. Was will man wohl mit dieser Aussage dem Leser mitteilen? Keiner schreibt was am 9. Januar 1984 wirklich mit der Übernahme passierte, wurden da nicht mehrere Linien sofort eingestellt? War es der fürchterliche Geruch nach Desinfektionsmittel? Wir wissen es nicht!

Schade ich fand die Ausstellung hochinteressant, aber das Buch dazu, leider nicht mein Ding.

Gruß Reiner



Guten Tag, Reiner,

ich möchte das Werk «Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin» nicht als Sachbuch sehen. Es ist ein Begleitbuch zu einer Exposition. Der Autor, Bosetzky, ist, so erfâhrt man aus seiner Vita [p. 138], kein Historiker. Er gibt seine Erinnerungen und seine Empfindungen wider. Er ist ein Zeitzeuge. Es ist seine Annäherung an das Sujet. Ich kann es nun so akzeptieren oder es kritisch sehen - so wie Du es machst.

Die S-Bahn bei der B.V.G. ist, so habe ich das Buch verstanden, nicht das Thema.

Es ist in der Tat bemerkenswert, dass oft nur die westliche Seite zu Worte kommt.

Daniel


Hi Daniel,
es ist doch egal ob Sachbuch oder nur Begleitbuch, es ist auch egal ob Historiker oder Zeitzeuge. All diese Bezeichnungen wenden sich, wie in diesem Falle, mit einer Publikation an die Öffentlichkeit und halten Zusammenhänge der Geschichte fest, oder versuchen es wenigstens. Einfach akzeptieren und weiterblättern ist mir bei der Aufarbeitung des wirklich brisanten Themas, zu einfach und zu wenig. Nein, man sollte schon hinterfragen und eben auch kritisch lesen. Gerade dann, wenn Geschichte für die Nachwelt überliefert wird oder werden soll. Ist aber nur meine Meinung dazu.


Die S-Bahn bei der B.V.G. ist, so habe ich das Buch verstanden, nicht das Thema.
Doch Daniel, die S-Bahn unter Regie der BVG wird vom Autor gerade im Geruch-Zitat angesprochen! Und zwar:

...während es in den DDR-Zügen nach fürchterlichen Desinfektionsmitteln müffelte. Das wurde erst anders, als die West-Berliner BVG am 9. Januar 1984 die S-Bahn übernahm und alles ein bisschen modernisierte.

Klar der Geruch war nun beseitigt, man übernahm und legte die Strecke sofort still. Eine Art der Modernisierung? Das lässt der Autor offen. Verstehst Du was ich damit meine? Auch ein Zeitzeuge gibt Informationen an die Nachwelt weiter und da muss ich mich an Fakten halten. Was wird aber mit diesen Zeilen weitergegeben oder wird vom interessiertem Leser wahrgenommen?

In der S-Bahn-Zügen der DDR müffelte es immer nach Desinfektionsmitteln. Am 9. Januar 1984 übernahm die West-Berliner BVG die S-Bahn und alles war somit in Ordnung!

War es aber nicht, denn das ist falsch! Viele übernommene Strecken wurden gleich eingestellt. Von den ca. 145 km S-Bahn-Strecke in West-Berlin, waren nach der groß gefeierten Übernahme nur noch ca. 21 km in Betrieb. Es mangelte nach einem Artikel im Tagesspiegel vom 10. Januar 1984, vor allem an Zugführern und Weichenstellern, weiter gab es den Hinweis zu finanziellen und technischen Schwierigkeiten. Ist natürlich etwas unangenehm, darüber heute zu berichten, kann ich mir schon vorstellen.


Es ist in der Tat bemerkenswert, dass oft nur die westliche Seite zu Worte kommt.
Ja Daniel finde ich auch, dabei gibt ja genug Zeitzeugen und zwar in Ost und West. Gerade in Berlin.

Viele Grüße von Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 28.11.2014 23:58 | nach oben springen

#2633

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.11.2014 00:12
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #2624
Wieso kommt denn angeblich nur die westliche Seite zu Wort? Hier ist das nachweislich schon mal nicht der Fall.


Hatte ich ja so gar nicht geschrieben, sondern: Mehrere Autoren kommen im Buch zu Wort. Sicherlich nur Zufall, kaum Autoren aus der ehemaligen DDR.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2634

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.11.2014 11:11
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,….
Sachbücher über die Geisterbahnhöfe. Nun ja- (in diesem Fall Reiner und Daniel als Disputanten)
Ich glaub mal, ich befinde mich so etwa in der Mitte von Euren Meinungen. Einerseits glaube ich, dass der technische Teil – ja-auch mit Ausnahmen, meist gut ist, zumindest wenn Eisenbahnfachautoren dahinterstecken. Z.B. Braun, Kiebert, Ditfurth, um nur einige zu nennen. (Natürlich – es gibt auch Graupen, da fragt man sich wirklich – oder verschenkt das Buch dann an jemanden, den man nicht leiden kann.) Selbstverständlich – problematisch -wird es, wenn“ ganz normale“ also eigentlich eisenbahntypische Sachen und Einrichtungen, zu Pööösen Maßnahmen des Grenzregimes hochstilisiert werden. Beispiele gefällig? Das SBw Nordbahnhof – oh –pfui, was wurde das bewacht und gesichert und und .
Kann man nachlesen. Wie viele Sicherungskräfte waren`s denn? Es war ein ABV-Bereich –also einer (!) – wenn er mal da war – er hatte noch ein wenig mehr zu tun. Nur bei Einsätzen war es durch einen Streifenposten besetzt. Na ja – kennt jemand ein Bw, in dem ein Betriebsfremder einfach so rumlatschen kann? Ich nicht. Die ach so tolle Bewachung wurde durch eine Pförtnerin gemacht, ne ältere Dame –schröcklich.
Beim Thema Grenzsicherungsmaßnahmen kommt dann leider auch bei Fachautoren immer mal wieder der Glaube hoch, das man, aufgrund des zweifelsfrei vorhandenen Fachwissens, alles weiß. Und da entstehen die abstrusesten Behauptungen. Die „Diskussion“ über die Notausstiege zum Beispiel. (Na-diskutieren ist es nicht, jeder behauptet einfach seine Meinung) Dabei hängt, für jeden der es sehen will, in der Ausstellung im Nordbahnhof eine Karte davon – samt kompletter Beschriftung. Will man sie nicht zur Kenntnis nehmen? Oder glaubt man einfach irgendwelchen, aufgefundenen Skizzen von tollen Planungen, die es sicher auch gab und gibt, mehr? Es ist erstaunlich – wenn man – in diesem Fall ich- mit den Fachleuten darüber redet, kommt immer: Ja –aber ich habe da bei dem oder dem gelesen – das war gaaaanz anders. Toll. Oder –auch sehr beliebt- und auch umstritten- die „Hunde“ auf dem Bahnhof Friedrichstraße. Zweifelsohne vorhanden gewesen- aber jeder Autor (na fast) hat seine „eigene“ Variante, und nur diese ist dann das Wahre. Ist es so schwer, zu begreifen, dass es auf dem Bahnhof im Laufe von fast 30 Jahren ab und zu mal einen Umbau gegeben hat? Und das es nicht geht, einfach alle Hunde, die zu unterschiedlichen Zeiten mal vorhanden waren, in eine Zeichnung zu packen und zu sagen: So viele Gleissperren gab es da! Daher kommt nämlich die tolle Anzahl von Gleissperren, und –über diese ist man sich dann auch nicht einig. Toll. Oder –auch sehr beliebt und im Thema- die geheimen-ach so tollen Einrichtungen, die im Geisterbahnhof so verbaut waren. Mann – ich hab eine Ewigkeit gebraucht, meinen „Lieblingsautor“ davon zu überzeugen, das 90% der tollen, „gesicherten“ Angaben darüber aus dem Daumen eines einzigen Schreiberlings kamen.(Es war dann wirklich nur eine –allwissende Quelle) Übrigens – ich will da keinen der Autoren miesmachen – da steckt verdammt viel Arbeit drin, in so einem Buch, und –es gibt auch welche, die –in diesem Falle dem Zeitzeugen und Pufferküsser- zuhören, und sich überlegen- äh – kann ja richtig sein, was der so sagt. Natürlich – jeder sieht das „Problem“ aus seiner Perspektive, ist ja auch klar. Und (Aber) Fakten sind nun mal hartnäckig, Auslegungen und Interpretationen nicht so sehr.
Womit wir beim „nur“ Zeitzeugen angekommen sind. Zweifellos ein wichtiger Teil der Darstellung in solchen – doch mehr oder weniger die Geschichte beschreibenden-Bücher. Da frage ich mich – wie Reiner auch – äh- wie sucht man denn solch Zeitzeugen aus. Es soll ja mehrere geben. Natürlich ist die jeweilige „Darstellung“ des Zeitzeugen subjektiv – also vom eigenen Erleben geprägt. Welchen nimmt man nun? Den „widerborstigen“ – der mehr oder weniger auf seine Ansicht/Sichtweise beharrt? Oder doch lieber den, dessen Ansichten sich mit der zu transportierenden Meinung mehr oder weniger deckt ? – Und –ja – solche Bücher haben ein (geschichtsbeschreibendes) Ziel, auch wenn sie noch so „neutral“ daherkommen. (Man könnte ja Mainstream dazu sagen) Also- der „widerborstige Zeitzeuge“ kommt auch zu Wort – in einigen Büchern. Bleibt die Frage –Wie oft und wie. Bitte mal ganz wertfrei überlegen. Der ins Profil passende Zeitzeuge ist da wohl unbesehen häufiger zu finden. Also – Zeitzeugen in (Fach)Büchern: erstens –logischerweise subjektiv- geht ja nicht anders, und zweitens – sozusagen „Zweckgebunden“. Auch damit will ich keinen mies machen, es ist m.M.n. einfach so.
Wobei – Reiner, ich würde die Problematik nicht so sehr an der Herkunft festmachen wollen, obwohl das auch eine Rolle spielt, sondern eher an der Überschrift „Realisten“ –die einfach beschreiben , was war ,sachlich und nüchtern, „Ausschmücker“ die ganz tolle Sachen gemacht haben und diese jetzt unters staunende Publikum werfen – und eben –die gibt es auch -„Märchenerzähler“. Na ja.
Ja – womit wir bei den „unterschwelligen Sachen“ währen. Die merkt man ja kaum, überliest sie gern und oft. Nun, der Reiner bemerkt sie, ich auch – ab und zu. Da darf man doch überlegen – hm – was bezweckt der Autor, der Journalist, der Historiker damit? Reiner hat ja einige Beispiele genannt, eigentlich –könnte man sagen – ach Kleinkram – passiert, ist sogar richtig. Hm. Man denke bitte an mein Beispiel mit dem „bewaffneten“ Polizisten. (Auch wenn Daniel mich zu einer –teilweisen-Einschränkung gebracht hat) Oder an viel anderen „Kleinkram“. Also, wo ist denn der Zweck – beabsichtigt oder nicht? Auf diese Art transportiert man Vorurteile, schön klein und kaum zu merken, aber diese zeigen eben Wirkung. Nun frage ich mich natürlich: –Warum macht man das? Und – macht man das nur Zufällig? Da habe ich echt Zweifel.
Bleibt nur der allgemeine Aufruf: Leute – Denken –nicht nur vorgekautes schlucken sondern selbst Beißen! Es hilft.
73, Hans


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#2635

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.11.2014 14:29
von Zkom IV | 320 Beiträge

Hallo Hans,

ich war letzte Woche durch einen Zufall mal wieder mit der S-Bahn unterwegs. So erreichte ich den Bahnhof Wollankstraße. Zu Zeiten der Teilung ja auch so ein "Kuriosum".
Der Bahnhof gehörte komplett zum Ostsektor. Zugang aber nur von West-Berlin aus möglich. Aufsicht war auch nach Übernahme durch die BVG ein Reichsbahner.
Ich frage mich nun wer hier bei einem eventuellen Betriebsunfall (z.B. Person unter Zug) tätig geworden wäre.
Bei allen anderen Bahnhöfen war das ja klar, da Zugang ja nur vom Osten aus möglich. Aber das war ja am Bhf. Wollankstraße nicht so.

Ist Dir bekannt, ob es dort eine spezielle Anweisung gab, wie bei solchen Unfällen zu verfahren war?
Einleitung von Hilfsmaßnahmen aus dem Ostsektor scheiden ja aus, dass hätte doch viel zu lange gedauert.
Westberliner Feuerwehr und Polizei hatten keine Zugangsberechtigung.

Die Bearbeitung hätte eigentlich Westberliner Kripo/Schupo übernehmen müssen, dass ist aber sicherlich nicht der Fall gewesen.
Also bleibt ja nur noch Trapo bzw. Bapo-Westberlin.

Hast Du da Infos, wie das geregelt war?

Mit der Westberliner DR-Bahnpolizei gab es übrigens oft Ärger.
Als wir vom Zoll den Autoreisezug aus Österreich am Bhf. Wannsee kontrollierten gab es immer Streitigkeiten, wo wir uns als Zöllner auf dem DR Gelände bewegen dürfen und wo nicht.
Kann mich erinnern, dass diese Herrschaften immer äusserst unfreundlich waren. Da war ja der Kontakt zu Grenztruppenangehörigen (wenn er denn zustande kam) entspannter.

Gruß Frank



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#2636

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.11.2014 15:37
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Frank,
Na ja- nach 84 , also der Übernahme der S-Bahn durch die BVG war die BVG auch für die „Bearbeitung“ , Abwickelung usw. von Bahn-Unfällen auf den S-Bahn-Gleisen zuständig. Das betrifft meinem Wissen nach auch die Wollankstraße. Den technischen Teil sowieso, also Hilfszug und notwendige Maßnahmen usw. Nicht dafür zuständig war die BVG auf dem Stück Lehrter-Friedrichstraße.
Im Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel „Geteilte Kompetenz“ – also der technische Teil durch den BVG –Hilfszug (der ja mit von der DR übernommen wurde- samt Personal, aber jetzt nicht extra annehmen- das sind Leute aus dem normalen Betrieb) , den Ermittlungsteil machte die Trapo. Natürlich – Reiberei vorprogrammiert. Na ja, waren ja „nur“ 7 Unfälle, man hätte sich also aneinander gewöhnen können. Einigen Stoffhunden – wohlgemerkt auf beiden Seiten, gelang das nicht.Wobei - eine Unfallaufnahme ohne jede Reiberei gibt es wohl nicht.(Zumindest nicht bei größeren Sachen)
Ja , die Unfallaufnahme. Eine dafür geschulte Truppe gab es bei der WB-Pol. nicht. Dementsprechend verlief die Unfallaufnahme. Klar – ohne Fachwissen ist man da verloren und die jeweiligen „Eisenbahner“ na, in dem Fall BVGer erzählen dir, der Mond ist ein Klappstuhl und zeigen die dazugehörige Vorschrift. Eigenes Beispiel : 1990, November, Unfall auf Ostkreuz, Person unter Zug, BGS damals noch nicht betriebsbereit. VB 1 muss das Ding bearbeiten. Toll – was macht der Kripo-Mensch da? Er hatte eine Idee – im Abschnitt 52 gibt’s ja einen Trapo- der ist im Dienst – her damit.
Na ja, das war ich. Das war dann der letzte Bahnbetriebsunfall, den ich aufgenommen habe. Übrigens – das Ding war Sonnenklar- und trotzdem durfte ich mir von einem der Unfallfutzis von der RBD erst mal Märchen anhören, bis mich einer seiner Leute erkannte. ÄH….was machst DU denn hier….
Zusammenarbeit: (Oder nicht) Dass es da immer zu Problemen zwischen deiner Truppe und der Bapo kam, wundert mich nicht. Gerechterweise muss man das aber wohl im Lichte der –eben unterschiedlichen Auffassungen sehen. Das wo nicht bewegen –Aufhalten dürfen – ist da der Knackpunkt. (Da gibt’s so eine Regel in der BO, wo darf der Betriebsfremde und wo nicht, kann man herrlich auslegen…….) So, und um den Kohl fett zu machen, von den Zollfahndern, die sich ab und zu mal „Zufällig“ und „Außerdienstlich“ als „Privatperson“ so ganz zufällig vor den Shops Fri rumgetrieben haben, mögen mich zwei auch nicht so sehr. Ne- im Allgemeinen war so die Regel-wenn sie „nur dastehen“-lass sie. Hab ich mich auch dran gehalten. Aber wie das so ist, manche übertreiben. Übrigens – man kannte sich –logischerweise- zumindest die „Älteren“, und ließ den Anderen dann auch in Ruhe.
Letzter Punkt- Es gab vor 84 – danach weiß ich nicht, tatsächlich eine Möglichkeit, von der Ostseite in den Bahnhof Wollankstraße zu kommen. Die „berühmte“ Blechtür, um die sich so viele Storys ranken. Allerdings – nie benutzt das Ding, W. war nicht mein Bereich.
73, Hans


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#2637

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.11.2014 16:52
von Zkom IV | 320 Beiträge

Hi Hans,

das sich die Mobile Zollkontrolle auch mal dienstlich am Bhf. Friedrichstraße aufgehalten haben soll, ist mir bekannt. Davon haben seinerzeit einige berichtet.
Alte "Schotterknechte" (so bezeichnet von einem ehem. DVP-Schupo-Angehörigen) gibt's ja in unseren LaPo-Reihen kaum. Kenne noch einen Kollegen vom A 42, Name ist mir leider nicht mehr geläufig.
Guten Kontakt hatte ich Jahre später zu ehem. DR Bapos an der Eingangskontrolle zur ehem Reichsbahn-Poliklinik in der Schöneberger Str.
Sind da immer mit der Funkeule von Schöneberg aus hingefahren. Hab bei denen eine Menge alter Reichsbahn-Klamotten abgestaubt.

Wieso bist Du den zur LaPo und nicht zum BGS. Der hat doch eigentlich alle Trapos übernommen?

Vielen Dank für Deine Ausführungen und einen schönen 1. Advent.
Hab gleich Feierabend und muß heute noch zur Weihnachtsfeier meiner Dienstgruppe. Prost !

Gruß Frank

PS Antwort auch gern als PN, weil vielleicht hier nicht so zum Thema passend.



zuletzt bearbeitet 29.11.2014 16:55 | nach oben springen

#2638

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.11.2014 18:10
von Lutze | 8.033 Beiträge

nun hatte unser @Reinhardinho geschrieben,
er wollte eventuell die Notbremse im Geisterbahnhof ziehen,
um auf seine Situation aufmerksam zu machen,
was wäre dann passiert?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2639

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.11.2014 18:22
von Hans | 2.166 Beiträge

Och, er hätte bei der BVG 300 DM abdrücken dürfen. ( Plus Verspätungsentgelt, so die aufgetreten wäre)
Solange er in der U-Bahn geblieben wäre, hätte er mich nicht mal kennengelernt.
73, Hans


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#2640

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.11.2014 18:29
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2639
Och, er hätte bei der BVG 300 DM abdrücken dürfen. ( Plus Verspätungsentgelt, so die aufgetreten wäre)
Solange er in der U-Bahn geblieben wäre, hätte er mich nicht mal kennengelernt.
73, Hans

er wollte so in die DDR einreisen,
Tür auf,Gleise entlang und dann kommt Hans Ihn entgegen,
ginge doch,oder?
Lutze


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Brandanschlage auf Bahnanlagen in Berlin
Erstellt im Forum Themen vom Tage von GZB1
50 05.11.2011 08:34goto
von Stabsfähnrich • Zugriffe: 3156
Frage zum Transitverkehr per Bahn und zum Tagesaufenthalt in Berlin (Ost)
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur Berliner Mauer von mabebi0608
25 23.10.2013 16:59goto
von West_Tourist • Zugriffe: 5690
Die S-Bahn-Fahrkarte in die Freiheit
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Angelo
3 30.08.2010 08:51goto
von Zaunkönig • Zugriffe: 3710
Berliner Geisterbahnhof S-Bahnhof Potsdamer Platz - November 1989
Erstellt im Forum Leben an der Berliner Mauer von Angelo
14 04.02.2014 20:13goto
von rei • Zugriffe: 5320
Eine Fahrt mit der Berliner U-Bahn durch die Geisterbahnhöfe von Ost berlin
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Angelo
29 22.09.2011 15:57goto
von StabsfeldKoenig • Zugriffe: 22408
Eine Fahrt mit der West-Berliner S-Bahn entlang der Mauer 1990 Teil 2
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Angelo
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von Grete85 • Zugriffe: 3891

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