#2081

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 16:39
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,Barbara
Meiner Meinung nach :Nun ja, ich tendiere zu bewußt etwas Falsches gesagt, da der liebe Historiker, zumindest was den total falschen Ort und die total falschen Angaben über den Grenzverlauf und den Standort der Notausstiegschächte informiert gewesen seien muß. Über Meinungen und Auslegungen kann man ja bekantlich sehr geteilter Ansicht sein, aber darum geht es mir ja nicht. Oberflächlichkeit nach einigen Hinweisen auf offensichtliche Fehler ? Nur , wenn er sich nicht mit seinen Leuten unterhält. Die Hinweise kamen, zu Teil lange vor dem erwähnten Presserundgang. Kann man soviel Ignoranz in so einem Job haben?
Ein Blick auf eine Streckenkarte , die von seinen Leuten bei einigen Tunneltagen gezeigt und vorgeführt wurde, hätte gereicht. Und da die Journalisten da,- mit wenigen Abweichungen, das selbe schreiben, muß es ja auch so erklärt worden sein.
Ach so - das Kämmerchen : Irgendwann bau ich mal eine Aufstellung von den "durch Trapo bewachten" Gelassen, Räumen und was weiß ich noch zusammen. Alles von "ernst zu nehmenden Experten". Und dann rechnen wir mal die vorgebliche Dienststärke meines Rv. aus. Oh, Gott hatten wir Leute!
Ne-bei der Kammer hab ich nur gelacht.
73, Hans
Aber letzten Endes ist es reichlich egal, ob unfähig oder bewußt - es ist einfach Müll.


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 20.10.2014 16:40 | nach oben springen

#2082

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 16:52
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2079
Hi, Stringer,
Ja, gab es. Wobei Verbunkerung und Schießscharten- besonders das zweite bezweifele ich doch arg. Meiner Meinung nach waren die Fenster eher so Schmal-eigendlich flach, damit keiner durchklettern konnte.
Standort : Immer auf der , der Grenze abgewanten Seite, also in Ri. Jannowitzbrücke. ( Trifft auf die gesamten U-Bahnhöfe der GT zu)
Q: Forum
Blickrichtung ist auf dem Bild also in Ri. JB., das grau verputzte ist die Verbunkerung.
73, Hans


Angeblich sollen in den frühen Mauerjahren zuviele Grenzer verschwunden sein, so dass sich nur noch wenige ganz besonders vertrauenswürdige Grenzer auf den Bahnsteig begeben konnten. Und geschossen werden durfte angeblich unterirdisch auch nicht. Beides steht an verschiedenen Stellen im Internet. Ob es wohl stimmt? Und wenn ja, was war die konkrete Aufgabe der vom Bahnsteig weggesperrten Grenzer?
Theo


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2083

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 17:27
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Theo,
Irgendwo hatte ich`s im Hinterkopf - eine Tatsachenbehauptung aus den Net fehlte doch noch. Du hast sie gefunden !
Diese :
Und geschossen werden durfte angeblich unterirdisch auch nicht. Beides steht an verschiedenen Stellen im Internet. Ob es wohl stimmt?
Da frag ich mich doch, warum ich meine Balalaika spazierentragen mußte ? - Ernsthaft : Eine - bzw. mehrere Falschbehauptungen. Ich bin auch schon über solche Ansagen gestolpert. Mit unterschiedlichen Text-Aussagen, also nicht nur "vom anderen Kopiert", obwohl das auch zu finden war.( Dir bestimmt auch aufgefallen) Natürlich - die gelieferte Begründung : schieß mal auf eine geflieste /betonierte Wand- viel zu gefährlich- hat ja was.
Trotzdem : Falsch.
Der Teil mit angeblich zu viele verschwundene Grenzer - nach Meinung der Vorgesetzten selbiger sicher. Daher zumindest ein "Mitgrund". Der Alleinige sicher nicht. - Der "Sicherheitswahn"- das Sicherheitsdenken war bei den GT wohl mehr ausgeprägt als bei meinem Haufen.
Konkrete Aufgaben der Grenzer - nun ja wir haben zwei-oder drei GTer hier , die das gemacht haben. Vieleicht sagen die mal was dazu ?
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#2084

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 19:11
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2083
Hi, Theo,
Irgendwo hatte ich`s im Hinterkopf - eine Tatsachenbehauptung aus den Net fehlte doch noch. Du hast sie gefunden !
Diese :
Und geschossen werden durfte angeblich unterirdisch auch nicht. Beides steht an verschiedenen Stellen im Internet. Ob es wohl stimmt?
Da frag ich mich doch, warum ich meine Balalaika spazierentragen mußte ? - Ernsthaft : Eine - bzw. mehrere Falschbehauptungen. Ich bin auch schon über solche Ansagen gestolpert. Mit unterschiedlichen Text-Aussagen, also nicht nur "vom anderen Kopiert", obwohl das auch zu finden war.( Dir bestimmt auch aufgefallen) Natürlich - die gelieferte Begründung : schieß mal auf eine geflieste /betonierte Wand- viel zu gefährlich- hat ja was.
Trotzdem : Falsch.
Der Teil mit angeblich zu viele verschwundene Grenzer - nach Meinung der Vorgesetzten selbiger sicher. Daher zumindest ein "Mitgrund". Der Alleinige sicher nicht. - Der "Sicherheitswahn"- das Sicherheitsdenken war bei den GT wohl mehr ausgeprägt als bei meinem Haufen.
Konkrete Aufgaben der Grenzer - nun ja wir haben zwei-oder drei GTer hier , die das gemacht haben. Vieleicht sagen die mal was dazu ?
73, Hans



... wahrscheinlich war die Waffe für die Kollegen die flüchten wollten...


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


zuletzt bearbeitet 20.10.2014 19:12 | nach oben springen

#2085

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 19:35
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2079
Hi, Stringer,
Ja, gab es. Wobei Verbunkerung und Schießscharten- besonders das zweite bezweifele ich doch arg. Meiner Meinung nach waren die Fenster eher so Schmal-eigendlich flach, damit keiner durchklettern konnte.
Standort : Immer auf der , der Grenze abgewanten Seite, also in Ri. Jannowitzbrücke. ( Trifft auf die gesamten U-Bahnhöfe der GT zu)
Q: Forum
Blickrichtung ist auf dem Bild also in Ri. JB., das grau verputzte ist die Verbunkerung.
73, Hans



Danke, old chap.

Die Schiessscharten waren für mich ein Ersatz-Wort, denn wie soll ich diese kleinen (nicht hohen) Öffnungen nennen; ich habe, ich hoffe, dass die Gemeinde es mir verzeihen wird ! - an die vielen Bunker gedacht, welche die Deutschen auf der französischen Seite des Kanals in grosser Zahl gelassen haben.

Ich habe natürlich nicht ernstlich gedacht, dass man in U-Bahn daraus geschossen hat.

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2086

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 19:45
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Stringer,
Das hab ich auch nicht angenommen.
Das Problem liegt ja ganz wo anders. - Im Teil "wie benutze ich Sprache" - "um einen Zweck zu erreichen, meine "Botschaft" "rüberzubringen".
Darüber weißt Du mit Sicherheit besser als ich bescheid.
Allerdings stehe ich auch immer vor der Frage : Wie nennt man die Dinger nun?
Deutsch ist eben - auch für Deutsche- eine schwere Sprache.
73, Hans


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Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2087

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 16:30
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo in die Runde,

ich versuche es heute nochmals mit der Karte.



Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2088

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 16:33
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo,
die Zeichenerklärung zur Karte ist ja zu sehen. Es scheint also wieder zu gehen.

Und trotzdem gehen die beiden Karten nicht. Leider.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 21.10.2014 16:35 | nach oben springen

#2089

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 16:58
von icke46 | 2.593 Beiträge

In dem Thread Wohnen feindwärts der letzten PTA . wurde in einem Beitrag auf die Seite www.grenzerinnerungen.de verlinkt. Da gibt es unter anderem auch Berichte über den Transit durch die DDR bzw. Einreise in die DDR.

Einer dieser Berichte befasst sich mit dem alliierten Bahn-Transit von und nach West-Berlin ( http://www.grenzerinnerungen.de/erlebnis...ransit-allierte ), offensichtlich von einem Nicht-Muttersprachler geschrieben, wo im letzten Absatz auch auf den Bhf. Friedrichstraße und wie sich britische Soldaten dort verhalten sollten eingegangen wird. Ich zitiere das einfach mal, weil mir das nun auch völlig neu war:

In Berlin hatten wir bestimmte Befehle, daß wir keinesfalls etwas mit den DDR-Beamten zu tun haben durften, es sei denn in Notfällen. Um nur ein Beispiel zu nennen, wenn man mit der U-Bahn fuhr und stieg zufällig am Bahnhof Friedrichstraße in Ost-Berlin aus. Wie es bei solchen Anlässen immer üblich war, bat ein DDR-Zollbeamter um unsere Papiere. Nach unserem Befehl mussten wir uns höflich weigern, ihm diese auszuhändigen und um die Anwesenheit eines Sowjetischen Offiziers bitten. So in etwa fand die Unterredung statt: ,,Ihre Papiere bitte.“ ,, Leider kann ich das nicht machen. Ich bin Mitglied die Allierten Streitkräfte. Ihr Verlangen ist gegen die Regel. Rufen Sie bitte einen Sowjetischen Offizier.“

Muss das für die "Beamten" ein Stress gewesen sein, jedem U-Bahn-Fahrgast, der da im Intershop einkaufen wollte, ein Visum auszustellen.

Gruss

icke



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#2090

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 17:55
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,...
Jetzt muss ich echt mal überlegenen - Alliierten Militärpersonals auf Fri, .... Hm, ein paar Mal gesehen, aber selten, sehr selten. Nicht mal am Shop-Kiosk. Warum auch, die Preise im PX waren da doch durchaus konkurrenzfähig. ( Wie PX bei den Briten hieß-keine Ahnung.) Kontrollieren - durch den Zoll ?
Oder wollte Mr. Rob Sayers auf Fri einreisen? Keine Ahnung - die Einreise Alliiertes Militär war Chek . Und einen Sowjetischen Offizier hatten wir auch nicht zum rufen. Nicht mal einen Gefreiten.
Ach ja - Kontrolle im "West"-Teil des Bahnhofes - fand nicht statt. (Ausnahme Vorkommnisse usw., davon war aber nicht die Rede)
73 , Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#2091

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 18:11
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2090
Abend, Gemeinde,...
( Wie PX bei den Briten hieß-keine Ahnung.)
73 , Hans



der PX bei den Briten war die NAAFI
und Du hast völlig recht, beide mit einer Preisgestaltung, die nicht zum Einkauf im Intershop verleitete

Gruss Wolfgang



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#2092

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 18:23
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #2089
In dem Thread Wohnen feindwärts der letzten PTA . wurde in einem Beitrag auf die Seite www.grenzerinnerungen.de verlinkt. Da gibt es unter anderem auch Berichte über den Transit durch die DDR bzw. Einreise in die DDR.

Einer dieser Berichte befasst sich mit dem alliierten Bahn-Transit von und nach West-Berlin ( http://www.grenzerinnerungen.de/erlebnis...ransit-allierte ), offensichtlich von einem Nicht-Muttersprachler geschrieben, wo im letzten Absatz auch auf den Bhf. Friedrichstraße und wie sich britische Soldaten dort verhalten sollten eingegangen wird. Ich zitiere das einfach mal, weil mir das nun auch völlig neu war:

In Berlin hatten wir bestimmte Befehle, daß wir keinesfalls etwas mit den DDR-Beamten zu tun haben durften, es sei denn in Notfällen. Um nur ein Beispiel zu nennen, wenn man mit der U-Bahn fuhr und stieg zufällig am Bahnhof Friedrichstraße in Ost-Berlin aus. Wie es bei solchen Anlässen immer üblich war, bat ein DDR-Zollbeamter um unsere Papiere. Nach unserem Befehl mussten wir uns höflich weigern, ihm diese auszuhändigen und um die Anwesenheit eines Sowjetischen Offiziers bitten. So in etwa fand die Unterredung statt: ,,Ihre Papiere bitte.“ ,, Leider kann ich das nicht machen. Ich bin Mitglied die Allierten Streitkräfte. Ihr Verlangen ist gegen die Regel. Rufen Sie bitte einen Sowjetischen Offizier.“

Muss das für die "Beamten" ein Stress gewesen sein, jedem U-Bahn-Fahrgast, der da im Intershop einkaufen wollte, ein Visum auszustellen.

Gruss

icke





Wie Hans schon sagte, im "Westteil" des Bahnhofs konnte man sich unkontrolliert bewegen, also einkaufen oder umsteigen. Die Kontrolle gabe es erst wenn man sich in Richtung Einreise in die DDR bewegte.

Aber (west)alliierte Soldaten zur Einreise über Fri nach Ostberlin nach dem Zeitraum Sept/Okt 1961 sind mir unbekannt. Einerseits gab es da keine Abfertigung durch sowjetische Organe aber auch keine Möglichkeit der Registrierung der Einreise ihrer Soldaten in den Osten durch westallieierte Kräfte wie am Checkpoint Charlie.

Ich werde mal in der zitierten Seite nachlesen und versuchen Erkenntnisse zu gewinnen.

Gruss Wolfgang



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#2093

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 19:41
von icke46 | 2.593 Beiträge

Mir muss man das nicht erläutern, wie es auf Friedrichstraße ablief, immerhin habe ich den Bahnhof praktisch bei allen meinen Berlin-Aufenthalten als Umsteigestation zum Bahnhof Zoo genutzt - also Humboldthain (Wohnort) rin inne S-Bahn, dann Geisterbahnhöfe Nordbahnhof, Oranienburger Straße, Friedrichstraße raus, dann hoch und die Bahn Richtung Zoo geentert und umgekehrt.

Es irritiert mich nur ein bisschen, was auch echte Zeitzeugen heute so erzählen, denn ich gehe mal davon aus, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Zeitzeugen handelt. Genauso irritierend, aber für mich mangels Kenntnis der Abläufe nicht nachprüfbar, ist die Sache, dass der Alliiertenzug, nachdem er von Helmstedt nach Marienborn eingefahren war, von Hunden unterwärts auf Flüchtlinge überprüft wurde. Sollte wirklich jemand von Helmstedt nach Marienborn flüchten? So eine Überprüfung wäre doch wohl eher bei der Ausreise (Griebnitzsee?) fällig gewesen.

Gruss

icke



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#2094

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 20:13
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,....
Zeitzeugen sind auch nur Menschen. Natürlich verwischt die verflossene Zeit viele Erinnerungen, und wiedergeben kann man eben nur das, was im Gedächtnis geblieben ist. Das ist logischerweise nicht alles, kann es gar nicht sein.
Bekanntestes Beispiel - 100 000 Mal zu lesen, - vom Tränenpalast aus ging man durch einen Tunnel ins Untergeschoss des Bahnhofes. Kommt echt x-mal vor, und ist keineswegs nur abgeschrieben. Schwer zu erklären, ist aber so. -Und es war wirklich kein Tunnel, und man blieb "ebenerdig".
Ich versuch dann immer, "zu filtern" - was ist Erinnerung und was nicht. Manchmal schwierig, manchmal unmöglich. Und dann gibt’s eben noch Fakten, die da eben auch mal widersprechen. Manchmal sogar recht massiv. Dann bleibt eben nur die Frage: was ist Erinnerungslücke , eventuell "schöngefärbt" - das ist kein Vorwurf, soll jeden so gehen- was ist Fantasie, und - der unangenehme Teil : was ist Lüge oder Märchen .
Wobei - Meine ach so geliebten Märchenprinzen erkennt man eigentlich recht gut. Der "Rest" ist schwieriger auseinanderzuhalten.
73, Hans


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josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2095

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 20:25
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #2093


... Es irritiert mich nur ein bisschen, was auch echte Zeitzeugen heute so erzählen, denn ich gehe mal davon aus, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Zeitzeugen handelt. Genauso irritierend, aber für mich mangels Kenntnis der Abläufe nicht nachprüfbar, ist die Sache, dass der Alliiertenzug, nachdem er von Helmstedt nach Marienborn eingefahren war, von Hunden unterwärts auf Flüchtlinge überprüft wurde. Sollte wirklich jemand von Helmstedt nach Marienborn flüchten? So eine Überprüfung wäre doch wohl eher bei der Ausreise (Griebnitzsee?) fällig gewesen.

Gruss

icke



Daß der Hund in der falschen Fahrtrichtung tätig war ist mir auch aufgefallen. Und auch sonst passt nicht alles zusammen. Wenn ich in Friedrichstraße "zufällig" aussteige, werde ich daraus nicht spontan eine Einreise nach Ost-Berlin machen. Vermutlich haben sich in der Erinnerung des Zeitzeugen einige Abfertigungshinweise vom Checkpoint Charlie mit anderen Dingen vermischt.

Gruss Wolfgang



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#2096

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.10.2014 23:05
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2094
Abend, Gemeinde,....
[...]
Bekanntestes Beispiel - 100 000 Mal zu lesen, - vom Tränenpalast aus ging man durch einen Tunnel ins Untergeschoss des Bahnhofes. Kommt echt x-mal vor, und ist keineswegs nur abgeschrieben. Schwer zu erklären, ist aber so. -Und es war wirklich kein Tunnel, und man blieb "ebenerdig".
[...]
73, Hans



Guten Abend,

ich gestehe, dass ich auch fast geschrieben das hätte, weil der Bahnhof über der Strasse gebaut ist und alte Fotos denken lassen, dass es sich um einen Tunnel handelt. Dass ich jetzt wirklich die Dinge richtig beschreiben kann, sollte ich allen hier danken. Ich sollte das einfach einmal sagen.

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2097

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.10.2014 06:55
von icke46 | 2.593 Beiträge

Wobei genaugenommen war ja die Verbindung zwischen Tränenpalast und Bahnhof ein Tunnel - nur halt ebenerdig. Am Ende des Tränenpalasts - also hinter den Kontrollkabinen - hängt ja ein Foto in Originalgröße, dass zeigt, wie es nach der Kontrolle weiterging.

Das Bild war auch der Anlass, dass ich mir nach dem Besuch im Tränenpalast den Bau mal von hinten angesehen habe - nun geht ja eine Strasse zwischen Bahnhof und Tränenpalast durch. Danach wurde das schon ein bisschen klarer.

Ansonsten bin ich ja froh, dass wenigstens die U-Bahnstation und der Bahnhof der Tunnel-S-Bahn noch etwas Ähnlichkeit mit früher haben. Denn im Bahnhof selber kann ich zumindest keine Stellen mehr mit dem Bild in Deckung bringen, dass ich von früher im Kopf habe.

Gruss

icke



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#2098

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.10.2014 07:39
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,....
Da kann ich nur laut Ausrufen:
ES LEBE ICKE, DER ERFINDER DES OBERIRDISCHEN TUNNELS!

Im Übrigen, ich hab mal in der Fotokiste gekramt, es gibt tatsächlich nur ein (!) Foto, wo das Ding - von außen, mit drauf ist. Ok. es ist unattraktiv als Motiv, sieht aus wie eine Mauer mit Gestrüpp davor, wer fotografiert so was schon.
Mit dem Bahnhof nicht mehr mit dem Bild in Deckung bringen -hast Du natürlich recht. Ist eben kaum vorstellbar. Sogar die "Erschaffer" des Modells im TP hatten da erhebliche Probleme, wie sie freimütig zugeben. Zumal - ja, welches Jahr stellt das Modell denn dar? Da gab es ja auch einige Veränderungen. Trotzdem - und trotz der eingebauten Fehlerchen- das Modell ist sehr gut! Eine genaue - oder zumindest verstehbare - Darstellung des Bf. und der Abläufe darin ist ohne dieses Ding kaum möglich. Man braucht’s ja nur mal mit dem Bild von "Robinson" - Pressezeichner mit "fotografischen " Gedächtnis, - hängt über dem Modell und man kann es als Postkarte kaufen, - vergleichen, da geht einen ein Seifensieder auf.
Übrigens- halbwegs Original ist der Bf. Oranienburger Straße erhalten, da muss man sich nur den zweiten Zugang samt Fahrstuhl "wegvorstellen.
73, Hans


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#2099

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.10.2014 09:41
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #2097
Wobei genaugenommen war ja die Verbindung zwischen Tränenpalast und Bahnhof ein Tunnel - nur halt ebenerdig. Am Ende des Tränenpalasts - also hinter den Kontrollkabinen - hängt ja ein Foto in Originalgröße, dass zeigt, wie es nach der Kontrolle weiterging.

Das Bild war auch der Anlass, dass ich mir nach dem Besuch im Tränenpalast den Bau mal von hinten angesehen habe - nun geht ja eine Strasse zwischen Bahnhof und Tränenpalast durch. Danach wurde das schon ein bisschen klarer.

Ansonsten bin ich ja froh, dass wenigstens die U-Bahnstation und der Bahnhof der Tunnel-S-Bahn noch etwas Ähnlichkeit mit früher haben. Denn im Bahnhof selber kann ich zumindest keine Stellen mehr mit dem Bild in Deckung bringen, dass ich von früher im Kopf habe.

Gruss

icke




vielleicht sollte ja der Eindruck entstehen, das man sich in einem "Tunnel" befindet, Einschüchterung wäre ja nichts neues. War zu der zeit nie da. Hätte mich wohl auch nicht drum gerissen...


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


zuletzt bearbeitet 22.10.2014 09:42 | nach oben springen

#2100

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.10.2014 10:34
von Hans | 2.166 Beiträge

Hm,
Nachdem man schon durch die Kontrolle durch war ? Etwas spät.
Und dann war das Ding mal gerade ca. 15 m lang.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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