#2061

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 14.10.2014 10:05
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,......
Warst schneller, Theo, (und an Jurion hab ich zugegebenerweise nicht gedacht).
Zu verstehen ist das Ganze wohl nur im Kontext der ganzen Berlin nach WK II -Geschichte. Mal davon abgesehen, das wohl ganze Heerscharen von Verwaltungsrechtlern und Juristen ihre Brötchen damit -mit diesen Problemen, verdient haben. So ist das eben, wenn in einem Staat, wo einfach alles juristisch geregelt sein muss, "urplötzlich" ein übergeordnetes Recht übergestülpt wird und die vier "Rechtsgeber" sich dann nicht auf gemeinsame Regeln einigen können, wollen, usw. Mal ganz davon abgesehen, das es da ja noch zwei deutsche Seiten gab.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#2062

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 14.10.2014 15:26
von eisenringtheo | 9.154 Beiträge

Obschon offtopic, ist die finanzielle Situation der Reichsbahn in Westberlin ein interessantes Thema. Die Alliierten übergaben den Betrieb des Eisenbahnbetriebes in Deutschland (logischerweise) der bestehenden Reichsbahn. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Repubik im Jahre 1949 enstand im Westen die Deutsche Bundesbahn. Von da an war die Reichsbahn in einer Art finanzieller Geiselhaft der Westmächte, was den Betrieb in Westberlin anging. Aus politischen Gründen wollte die DDR den Bahnbetrieb in Westberlin weiterbetreiben, sowohl die S-Bahn als auch die Fernbahn von der Zonengrenze bis ins Stadtzentrum. Finanziell wurde das immer mehr zu einem Fass ohne Boden. Es hat schon seine Gründe, warum Westberlin und die BRD nicht den "Rauswurf" der Reichsbahn bei den Westallierten vorwärtsgetrieben hat: Der Nahverkehr war auch in WB seit jeher ein Zuschussgeschäft und den Fernverkehr durch eine WB Gesellschaft von der Zonengrenze ins Stadtzentrum hätte auch ein schönes Sümmchen gekostet. Auch nach dem Mauerbau durfte die S-Bahn unter DR Regie in WB weiterfahren. Um das DR Defizit in die Höhe zu treiben, hat man den S-Bahn Boykott gefördert und parallele U-Bahn und Buslinien zur S-Bahn gebaut und eingerichtet. Auf Westberliner Plätzen und Bahnhöfen der BVG fehlte jegliche Wegweiser zur S-Bahn.
Die zuständigen DDR Behörden haben bis in die 80er Jahre keinen Ausweg aus dieser Bredouille gefunden, 120-140 Milliononen Valutamark pro Jahr war das Defizit pro Jahr. Nun könnte man denken, es sollte möglich gewesen sein, die Zahl der Westberliner Reichsbahner sukzessive zu reduzieren und stattdessen DDR Bürger mit Wohnsitz im Osten anzustellen und in Mark der DDR zu bezahlen. Offenbar war das aber nicht möglich.
Theo


Hans und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2063

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 14.10.2014 17:12
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2062
Obschon offtopic, ist die finanzielle Situation der Reichsbahn in Westberlin ein interessantes Thema. Die Alliierten übergaben den Betrieb des Eisenbahnbetriebes in Deutschland (logischerweise) der bestehenden Reichsbahn. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Repubik im Jahre 1949 enstand im Westen die Deutsche Bundesbahn. Von da an war die Reichsbahn in einer Art finanzieller Geiselhaft der Westmächte, was den Betrieb in Westberlin anging. Aus politischen Gründen wollte die DDR den Bahnbetrieb in Westberlin weiterbetreiben, sowohl die S-Bahn als auch die Fernbahn von der Zonengrenze bis ins Stadtzentrum. Finanziell wurde das immer mehr zu einem Fass ohne Boden. Es hat schon seine Gründe, warum Westberlin und die BRD nicht den "Rauswurf" der Reichsbahn bei den Westallierten vorwärtsgetrieben hat: Der Nahverkehr war auch in WB seit jeher ein Zuschussgeschäft und den Fernverkehr durch eine WB Gesellschaft von der Zonengrenze ins Stadtzentrum hätte auch ein schönes Sümmchen gekostet. Auch nach dem Mauerbau durfte die S-Bahn unter DR Regie in WB weiterfahren. Um das DR Defizit in die Höhe zu treiben, hat man den S-Bahn Boykott gefördert und parallele U-Bahn und Buslinien zur S-Bahn gebaut und eingerichtet. Auf Westberliner Plätzen und Bahnhöfen der BVG fehlte jegliche Wegweiser zur S-Bahn.
Die zuständigen DDR Behörden haben bis in die 80er Jahre keinen Ausweg aus dieser Bredouille gefunden, 120-140 Milliononen Valutamark pro Jahr war das Defizit pro Jahr. Nun könnte man denken, es sollte möglich gewesen sein, die Zahl der Westberliner Reichsbahner sukzessive zu reduzieren und stattdessen DDR Bürger mit Wohnsitz im Osten anzustellen und in Mark der DDR zu bezahlen. Offenbar war das aber nicht möglich.
Theo


Guten Tag,

Dieser Topic hier beginnt eine finanziell defizitaire Folge für mich zu haben... Ich war zu wenig resistant und habe das folgende Buch gekauft, dessen Lektüre ich zu diesem Thema empfehlen möchte:

Ciesla Birghard: Als der Osten durch den Westen fuhr. Die Geschichte der Deutschen Reichsbahn in Westberlin: Böhlau Verlag (Köln), 2006, ISBN 978-3-412-305305-5

Ich muss auch sagen, dass in meinen Text nur sehr wenig von diesem Problem zu finden sein wird*. Meist nur in den Noten am Ende. Und natürlich zitiere ich auch das Forum, vor allem Hans. Ich hätte in der Zeit an der University nie denken können, dass ich einmal in der Zukunft als Quelle ein virtuelles Netz angeben werde...

Stringer49

* Ich werde also am Ende der Arbeit ein wirkliches Defizit haben wie die Deutsche Reichsbahn mit der S-Bahn in Berlin, freier Teil.


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2064

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.10.2014 12:54
von chantre | 425 Beiträge

Ich möchte mal dem Thema eine neue Facette zufügen, bzw. meine Neugier befriedigen.
im Beitrag #1131 schon mal schwach angedeutet, gab es Buslinien von Westberlin nach Flughafen Schönefeld. Neu ist mir aber, dass es auch andere Linien, wie z. B. die Linie E nach Potsdam gab, auch nach 1961.
Vielleicht können unsere Experten aus Drewitz bzw. auch andere User etwas dazu berichten.

http://www.berliner-verkehrsseiten.de/bu...dy_e-grenz.html


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
zuletzt bearbeitet 16.10.2014 15:44 | nach oben springen

#2065

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.10.2014 13:01
von chantre | 425 Beiträge

sorry, war doppelt geklickt.


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
zuletzt bearbeitet 16.10.2014 13:03 | nach oben springen

#2066

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 00:19
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #1764
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1757





Interessantes Detail im Bild Nr.3 in #1757 von @Harzwanderer:

Man sieht ganz oben rechts im Hintergrund noch die beiden Rundbögen vom Bahnhofsportal des Stettiner Bahnhofes. Hat also Anfang der 60'er noch gestanden. Die Konstuktion der Bahnhofshalle war aber schon weg.

Gruß Kalubke




Habe hier nch ein interessantes Video gefunden mit Bildern aus dem Jahr 86. Bernauer Strasse ist ab Min 4, Entenschnabel ist bei 12:30


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


zuletzt bearbeitet 19.10.2014 00:27 | nach oben springen

#2067

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 10:32
von andyman | 1.871 Beiträge

[quote=der glatte

@der glatte
hallo.ist es dieses Buch,welches du meintst . Lgandyman[/quote]

Positiv!
Ich habe die 3. Auflage von 2007. kannst Du mehr über den Zweck der beschriebenen Fotos sagen?

Gruß Reiner[/quote]

@der glatte
Hallo.Habe es selber noch nicht gelesen, kann dazu noch nichts sagen.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#2068

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 11:16
von eisenringtheo | 9.154 Beiträge

gelöscht. Falscher Thread.
Theo


zuletzt bearbeitet 19.10.2014 11:16 | nach oben springen

#2069

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 16:46
von der glatte | 1.356 Beiträge

Fehler beim Hochladen. SORRY

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 19.10.2014 17:07 | nach oben springen

#2070

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 16:50
von der glatte | 1.356 Beiträge

Und hier gleich noch eine Karte von Berlin 1959.

Fotoquelle wie oben

Wieder ein Fehler. SORRY

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 19.10.2014 17:32 | nach oben springen

#2071

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 16:58
von diefenbaker | 584 Beiträge

[quote=der glatte| ...
Fotoquelle: Es handelt sich hier um Ausschnitte aus der Eisenbahnkarte der DDR vom MfV 1959. Die gesamte Karte wurde hergestellt und bearbeitet in der Kartographie des MfV, Berlin und dem MdI der DDR, Nr. 5730. Redaktionsschluss war der 1.11.1959

Gruß Reiner[/quote]

ich bekomme die Fotos nicht zu sehen,
spinnt mein System oder Deins?



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#2072

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 17:00
von der glatte | 1.356 Beiträge

Scheint an mir zu liegen, ich kann sie auch nicht sehen, obwohl alles normal hochgeladen wurde und auch als Text angezeigt wird.

Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 19.10.2014 17:32 | nach oben springen

#2073

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 17:30
von der glatte | 1.356 Beiträge

Ich veruche nun nochmals die Zeichenerklärungen zu den Kartenausschnitten hochzuladen. Kann es sein das meine Datei mit 1,2 Mb zu groß ist?

Gruß Reiner

Fehlanzeige. Ich gebe es nun auf.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 19.10.2014 17:32 | nach oben springen

#2074

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 19:00
von andyman | 1.871 Beiträge

[quote=der glatte

Fehlanzeige. Ich gebe es nun auf.

Gruß Reiner[/quote]

Hallo.Habt ihr getrunken?Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
zuletzt bearbeitet 19.10.2014 19:01 | nach oben springen

#2075

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 19:07
von Hans | 2.166 Beiträge

Na, Reiner, ich kann jetzt zwar nur raten, aber meinst Du eventuell diese :
( nur Ausschnitte , Streckenkarte DR )
Wenn ja : Es liegt nicht an dir.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 20.10.2014 09:33 | nach oben springen

#2076

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.10.2014 20:12
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Die Geister der Bahnhöfe wollen wohl ebenso wie mein Sonntagsessen nicht sichtbar werden !


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#2077

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 15:44
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

nach Deutschland wo hart gestreikt wird...

Nach 104 Seiten, habe ich Zweifel ob diese Frage schon beantwortet wurde:
U-Bahnlinie D = 8, BF Heinrich-Heine-Strasse, gab es dort eine «Verbunkerung» der GT mit Schiessscharten und wo befand sich diese?

Danke für eine Antwort oder den Hinweis auf Seite ...

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2078

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 15:57
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte.....

Wie bastelt man ein überzeugendes Fake und verkauft es an die Presse?

Mal wieder : Bööööse Journalisten, „Historiker“ und sonstige „geliebte“ Mitbürger. Könnte auch in den Thread „Wie glaubwürdig sind unsere Medien“ stehen, aber keine Angst, wir bleiben bei den Geistertunneln, genauer –im Waisentunnel.
Als Barbara bei dem oft erwähnten „Rundgang mit Hans“ ein besonderes Interesse an der Fluchtgeschichte Wendt durch den Waisentunnel zeigte, versprach ich ihr, die „Akte“ mitzubringen. Natürlich nicht das Original. Und zur „Abrundung der ganzen Geschichte“ hab ich mich dann noch mit der Tagespresse zum Thema befasst, war ja nicht so lange her, der 13.08. wo solche Geschichten ja bekanntlich durch die Presse gehen. Na, und so ein wenig haben wir ja schon drüber diskutiert, bei #1882 ff und etwas vorher. Also – möglichst alle Zeitungen mit dem betreffenden Datum und der entsprechenden Story mal gelesen. Es rollten sich die Fußnägel! Ich muss ganz ehrlich sagen, die halbwegs „genauen“ Berichte haben wir (ich war`s wirklich nicht alleine) ja „zerpflückt“ na ja- verbessert, korrigiert. Oder meinetwegen – kritisiert. Die allerbesten vor dem Herren hab ich zu dem Zeitpunkt gar nicht gekannt. Ich empfehle also mal : Welt ,13.08.14; BZ, den Artikel von Frau Backes, Potsdamer neuste Nachrichten vom 14. ; MOZ vom 13.08. ;Morgenpost vom 14.; ach , es sind noch mehr. (Einfach mal Tante G. bemühen „Presse über Waisentunnel z.B.)
Natürlich stell ich die versammelte unabhängige Presse hier nicht ein, das wär echt zu viel, aber so ein paar „kleine Ausrutscher“ – gerne. Übrigens – der eigentliche Vorwurf geht gar nicht an die im Waisentunnel versammelte Journalistenschar. Die haben, so mein Eindruck, das geschrieben und fotografiert, was ihnen gezeigt bzw. erzählt wurde. Und da kommt der „BVB-Historiker“ (das ist kein Schreibfehler, sondern ein Zitat) , Herr Gorell, ins Spiel. Offensichtlich ist er die „Quelle“ der schönen, hochinteressanten Fakes. Nur ein paar Beispiele. Grenzverlauf im Waisentunnel – wo denn ? (– hatten wir schon ?) Das „Falsche „ Schütz – also die Fluchtstelle der Fam. Wendt. Kleinkram ? ne – mir Fotos – und Kommentar „hier hat D.Wendt seine Flucht…. Und wenn man sich die Fotos anschaut – eh – da geht’s doch gar nicht.
Text dazu: MOPO : Dieter Wendt floh mit seiner Familie, indem er das Wehrtor öffnete. Bemerkung von mir -ne-er ist "über" das Schütz, durch eine Wehrkammer-und zwar die Wehrkammer des Schachtes -D 14-
( Ach ja, Quelle der Bilder : Kurier, Fotograf im Bild.)
Text dazu : MOPO : Hier also. Das Stahltor, das bei einer Havarie das Wasser aus der Spree vom Tunnel der U-Bahn fernhalten soll, hängt eingeklappt an der Decke. Ganz unauffällig. Zu Mauerzeiten war dies völlig anders. Das Tor war stets geschlossen. Die letzte Barriere vor dem Zugang nach Westen. Eigentlich unüberwindbar. ( naja, also dieses Schütz war nicht zu)
Nun, den „übrigen“ Müll spar ich mir. Nur eines noch – die höchst amüsante Geschichte von dem geheimen Raum, in dem die Trapo saß , um das Schütz zu bewachen. Da musste ich echt überlegen, wo diese Hütte war.- Und konnte mich vor Lachen kaum halten. Na ja, toll, aber leider ist diese Hütte für den genannten Zweck kaum geeignet, weil – an der völlig falschen Stelle.

Text dazu (MOZ) "Wir befinden uns jetzt unter der Spree", erklärt BVG-Mitarbeiter Joachim Gorrel. "Mit dem Mauerbau war das hier die einzige Schnittstelle zwischen dem West- und dem Ost-U-Bahnnetz." Von der "Staatsgrenze" zeugen noch zwei Eisentore an der Tunneldecke. "Zu DDR-Zeiten waren die heruntergeklappt", berichtet Gorrel und zeigt auf eine schmale Wachkammer mit kahlen Wänden. "Hier mussten immer zwei Vopos Dienst schieben und zwar im Dunkeln." Definitiv: Ich hab ja schon in ganz hässlichen Buden rumgesessen, aber in dieser - ne, und im Dunkeln ?

Wie bastele ich also ein überzeugendes Fake ?
Man nehme eine geeignete Stelle, möglichst wenig Leuten bekannt, suche eine Story, die drauf passt und möglichst, wenigstens ein bisschen, damit zu tun hat. Grenze, Bunker, U-Bahn-Schächte sind sehr geeignet, und einen „Historiker“ der das ganze durcheinander rührt, und der staunenden Journalistenschar verklickert. Wenn dann noch das Datum passt- der geneigte Leser kann dann Staunen.
Fazit: DANKE, Herr Gorell – echt begeisternd.
Im Übrigen – Herr G. muss gewusst haben wo die Fehler seiner Darstellung sind. Bei mehreren „Tunnelbegehungen“ wurde –auch von mir, aber natürlich nicht nur, gegenüber den „Fremdenführern“ der BVG-Öffentlichkeitsarbeit auf die offensichtlichen Fehler hingewiesen. (Auch schriftlich) Schade für die BVG –Öffentlichkeitsarbeit, die ist sonst besser als die der „Konkurrenz“.
Bei Interesse – einfach mal die Zeitungen lesen. Erbauend! Übrigens – Die wahre Geschichte kann man natürlich nachlesen: Auf den Berliner Verkehrsseiten.( http://www.berliner-verkehrsseiten.de ) Oder eben hier im Forum.
73, Hans
Ach so, fast vergessen : Danke an den Fotografen - echt gute Bilder. Und das ist jetzt ernst gemeint. H.


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 22.10.2014 12:56 | nach oben springen

#2079

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 16:11
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Stringer,
Ja, gab es. Wobei Verbunkerung und Schießscharten- besonders das zweite bezweifele ich doch arg. Meiner Meinung nach waren die Fenster eher so Schmal-eigendlich flach, damit keiner durchklettern konnte.
Standort : Immer auf der , der Grenze abgewanten Seite, also in Ri. Jannowitzbrücke. ( Trifft auf die gesamten U-Bahnhöfe der GT zu)
Q: Forum
Blickrichtung ist auf dem Bild also in Ri. JB., das grau verputzte ist die Verbunkerung.
73, Hans


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Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2080

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.10.2014 16:18
von Barbara (gelöscht)
avatar

Die Frage ist ja Hans: meinst du es wird bewusst und absichtlch ein Fake erzeugt, oder liegen diese falschen Infos eher an Oberflächlichkeit, Ignoranz spricht jemand macht seinen Job nicht vernünftig? Das wirst du besser beurteilen können als ich.
"Vopos in Kammer ohne Licht" ist definitiv tendenziös.


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