#21

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.08.2013 08:46
von Gohrbi | 574 Beiträge

...es muss da auch so Einsatzsätze gegeben haben, wie für unsere Technik.
Das Feinste vom Feinen. Unsere San-Staffel hatte neben Zelten auch
San-Einrichtungen auf LO und W-50...ausklappbar mit kompletten OP Einrichtungen.
Der Zahnarzt in Ashuluk hatte 2 Schrankkoffer für seinen Einsatz mit,
einschließlich Bohrmaschine usw.


silberfuchs60 und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.08.2013 11:21
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

hallo zusammen, weiß eigentlich jemand aus dem Fourm was ganz genau in diesem Päckchen mit Einmal-Spritzen welches öfter mal Verteilt wurde und nur im E-Fall bei Bedarf und auf Befehl zu benutzen war?? Es war in einem zusammenrollbaren Stoffpäckchen etwa so groß wie das Waffenreingungsset und beinhaltete 4-5 Ampullen aus Weichplaste mit einer Kanüle vorn dran. Die Ampullen waren verschieden farbig. Es war so gedacht, die Injektionen durch die Uniform ohne !!Desinfektio!! zu setzen.....
Es wurde gemunkelt, daß Morphium, Aufputschmittel usw. den Farben zugeordnet waren.
Ganz Genaues wusste keiner..... Ganz kurz war es auch mal Ausbildungsstoff im GAR7...

Wäre toll wenn einer was wüßte
Freue mich auf Eure Reaktionen

hundemuchtel


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#23

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.08.2013 11:35
von suentaler | 1.923 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #22
hallo zusammen, weiß eigentlich jemand aus dem Fourm was ganz genau in diesem Päckchen mit Einmal-Spritzen welches öfter mal Verteilt wurde und nur im E-Fall bei Bedarf und auf Befehl zu benutzen war?? Es war in einem zusammenrollbaren Stoffpäckchen etwa so groß wie das Waffenreingungsset und beinhaltete 4-5 Ampullen aus Weichplaste mit einer Kanüle vorn dran. Die Ampullen waren verschieden farbig. Es war so gedacht, die Injektionen durch die Uniform ohne !!Desinfektio!! zu setzen.....
Es wurde gemunkelt, daß Morphium, Aufputschmittel usw. den Farben zugeordnet waren.
Ganz Genaues wusste keiner..... Ganz kurz war es auch mal Ausbildungsstoff im GAR7...

Wäre toll wenn einer was wüßte
Freue mich auf Eure Reaktionen

hundemuchtel


Das hatten wir vor langer Zeit schon mal:
Spritzenpack für den Gefechtsfall?


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#24

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.08.2013 12:08
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Hallo suentaler, herzlichen Dank für die Antwort ich bin nun wieder n` bischen schlauer....

mfg. hundemuchtel


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#25

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.08.2013 12:19
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #3
Grenzdienst härtet ab,da wird man nicht so einfach krank.
war nur einen Tag krank (39 Fieber),eine Schicht Pause,24 h Bettruhe und man war wieder fit.


Das kenne ich auch, hatte in einer Nachtschicht Fieber/Infekt bekommen, habe dann von jemanden eine ziemlich starke Tablette bekommen und habe den ganzen Tag durchgeschlafen, sogar als Grenzalarm war haben mich meine Leute aus meiner Stube schlafen lassen. Zu nächsten "Tagschicht" war ich wieder einigermaßen fit. Heute bräuchte ich um solchen Infekt auszukurieren mindestens zwei Wochen, nun ja man ist halt keine zwanzig mehr.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#26

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 19:35
von Gelöschtes Mitglied
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Was ich noch in Erinnerung habe, mag zunächst etwas aufgesetzt klingen...
Neu eingezogene Wehrpflichtige im GAR haben recht schnell den Med-Dienst personell kennengelernt, nämlich bei der Einberufungs-US, bei Impfungen und bei den zahlreichen verständlichen Konsultationen wegen Marschblasen oder sonstiger Umstellungsbeschwerden.

Die Monate vergingen, die Genossen hatte sich eingelebt, man traf sich auch mal im Ausgang usw., jedenfalls saß man manchen Abend im Freizeitbereich der Kompanie (Sommerhalbjahr!), weil irgendein Soldat dazu eingeladen hatte. Man klönte mal völlig ab vom Dienst, woher man kam, was einen so bedrückte...
In diesen Zeiten, das wurde mir erst später bewußt, traf man also Leute mit wohltuender sozialer Kompetenz und Teamfähigkeit, die erst die Voraussetzungen bildeten, an der Grenze als junge Leute eingesetzt zu werden...

VG Klaus


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#27

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 19:50
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Lutze, um auf deine Ausgangsfrage zu kommen. Ja, ich habe schon mal krank gemacht, etwa zwei Wochen. In der Grundausbildung Wegen einer Blase an der Hackse ! Kaum zu glauben, was ? Abschlußübung, ausgerechnet da gingen meine eingelatschen Stiefel kaputt. Also neue angezogen, sicher wohl auch die frisch gewaschenen Socken. Jedenfalls hatte ich mir dermaßen Blasen gelaufen, daß der Arzt ein Einrücken in den Medpunkt für ratsam hielt. Es war dort ein jüngerer Arzt und eine ältere Oberschwester. Ab sie auch Ärztin war, weiß ich nicht. Jedenfalls waren sie sich nicht über die Behandlungsart einig. Einer wollte das "Trockenverfahren", also Puder, Wunde offen, IR-Strahlen u.ä. Der andere wollte die nasse Variante, also Verband, Salben. Kann jetzt aber nicht mehr sagen, welche schließlich zum Erfolg führte, es wurden jedenfalls beide ausprobiert. Vielleicht waren es auch nur meine Selbstheilungskräfte. Persönlich hätte ich die Trockenvariante vorgezogen, wie ich es auch heute noch bei kleineren Verletzungen handhabe.
War jedenfalls eine lustige Zeit, mit den Kameraden aus anderen Einheiten zu quatschen.



Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.11.2013 19:51 | nach oben springen

#28

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:05
von utkieker | 2.916 Beiträge

Ich war zweimal Patient im Med. Punkt. Einmal wegen einer Angina (in der Ausbildung) und zum anderen vier Wochen wegen einer Sprunggelenksverletzung im Med. Punkt Salzwedel GR 24.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#29

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:09
von jecki09 | 422 Beiträge

Während meiner Zeit an der OHS war ich einmal länger im Med-Punkt. Dort wurde mir ein eingewachsener Zehnagel herausoperiert.

Zum Anfang hat der Doc mich als "Selbstverstümmler" beschimpft und es gab ein paar Tage Fußbäder. Aber die halfen nicht mehr. Als ich ein Bett zugewiesen bekam war er schon ganz ruhig. Bei der OP am nächsten Tag konnten wir uns schon ganz gut über das Thema Jagd unterhalten.

In Plauen war es schon ziemlich schwer ein Bett im Med-Punkt zu bekommen. Aber der Doc war echt fähig auf seinem Gebiet.


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#30

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:15
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Ich war zwar nie im Med.- Punkt stationär, dafür aber 3 Wochen im Militärkrankenhaus in Potsdam, mir musste ein Enchondrom (Geschwulst) aus dem kleinen Finger ausgeräumt werden. Das war im Mai/ Juni, wie Urlaub, jeden Tag abgammeln auf der Sonnenterassse, ich sah anschließend aus, als käme ich aus der Karibik.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#31

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:27
von Gelöschtes Mitglied
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Es war schon zu allen Zeiten so, dass sich Soldaten einer Armee, die sich aus medizinischen Gründen dem Med.-Dienst anvertrauten, zunächst als potentielle Drückeberger beschimpfen lassen mussten.

Das war eigentlich zu meiner Zeit recht pragmatisch geklärt...
Wer sich krank fühlte, schrieb sich bis 07:00 Uhr in ein Krankenbuch ein, um dann ab 07:00 Uhr vom GUvD seiner Einheit zum Med.-Punkt geführt zu werden...
Vom Leiter Med.-Punkt wurde in jenes Buch nach der Untersuchung die Verwendung des sich krank gemeldeten AGT empfohlen, z.B. "Für 5 Tage Innendienstkrank".
AGT, deren Gesundheitszustand ernster einzuschätzen war, Z.B. Fieber, Bronchitis, infizierte Marschblasen o.ä. wurden im Med.-Punkt stationär aufgenommen.

Eigentlich gab es zu meiner Zeit kein verbreitetes Drückebergertum, auch nicht vor dem Härtetest...

Allerdings, das schrieb ich hier schon mal früher, gab es schwer Erkrankte und auch Todesfälle, was im Alter von 22 Jahren immer eine persönliche Katastrophe war und unsägliche Berichterstattungen für den Regimentsarzt zur Folge hatte.

VG Klaus


jecki09, 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:29
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #29
Während meiner Zeit an der OHS war ich einmal länger im Med-Punkt. Dort wurde mir ein eingewachsener Zehnagel herausoperiert.

Zum Anfang hat der Doc mich als "Selbstverstümmler" beschimpft und es gab ein paar Tage Fußbäder. Aber die halfen nicht mehr. Als ich ein Bett zugewiesen bekam war er schon ganz ruhig. Bei der OP am nächsten Tag konnten wir uns schon ganz gut über das Thema Jagd unterhalten.

In Plauen war es schon ziemlich schwer ein Bett im Med-Punkt zu bekommen. Aber der Doc war echt fähig auf seinem Gebiet.


Grün: Oh, kenne ich. Zwar OT, aber kurz geschildert. Auf Arbeit schwere Kanne auf Zeh. alles blau. Zwei Tage später zum Chirurgen. Örtl. Beteubung und Nagelextraktion. War interessant, da ich zugucken konnte. Mit dem Verband mich wieder in den Trabi gesetzt und selbst heimgefahren. Mitgegebene Schmerztabletten nicht benötigt. Halbes Jahr später wuchs der Nagel wieder ein. Höllenstift half nichts, aber Höllenschmerzen, wenn jemand daran stieß (habe deshalb meiner Nichte mal eine gescheuert, als sie mir auf den Fuß trat). Wieder Nagelextraktion, wieder pünktlich nach 6 Monaten eingewachsen. Waren immer 14 Tage Krankschreibung. Ich konnte die da schon im Halbjahr im Voraus planen. War schön, nach jeweils drei Tagen wieder auf den Beinen, auf der Ferse eben aufgesetzt. Irgendwann wurde es meinem Chef zu viel und ich habe mir den ganzen Zehennagel rausoperieren lassen. Hat nicht ganz geklappt, ist ein Krüppel, aber es wächst nichts mehr ein. Übrigens, wem es mal wiederfährt. Sooo schlimm ist das nicht. Am meisten tun die beiden Spritzen links und rechts des Nagels weh, danach ist es so, als wenn man einen dicken Verband drum hat und der Chirurg schnippelt nur in dem Stoff rum.



jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #32
Zitat von jecki09 im Beitrag #29
Während meiner Zeit an der OHS war ich einmal länger im Med-Punkt. Dort wurde mir ein eingewachsener Zehnagel herausoperiert.

Zum Anfang hat der Doc mich als "Selbstverstümmler" beschimpft und es gab ein paar Tage Fußbäder. Aber die halfen nicht mehr. Als ich ein Bett zugewiesen bekam war er schon ganz ruhig. Bei der OP am nächsten Tag konnten wir uns schon ganz gut über das Thema Jagd unterhalten.

In Plauen war es schon ziemlich schwer ein Bett im Med-Punkt zu bekommen. Aber der Doc war echt fähig auf seinem Gebiet.


Grün: Oh, kenne ich. Zwar OT, aber kurz geschildert. Auf Arbeit schwere Kanne auf Zeh. alles blau. Zwei Tage später zum Chirurgen. Örtl. Beteubung und Nagelextraktion. War interessant, da ich zugucken konnte. Mit dem Verband mich wieder in den Trabi gesetzt und selbst heimgefahren. Mitgegebene Schmerztabletten nicht benötigt. Halbes Jahr später wuchs der Nagel wieder ein. Höllenstift half nichts, aber Höllenschmerzen, wenn jemand daran stieß (habe deshalb meiner Nichte mal eine gescheuert, als sie mir auf den Fuß trat). Wieder Nagelextraktion, wieder pünktlich nach 6 Monaten eingewachsen. Waren immer 14 Tage Krankschreibung. Ich konnte die da schon im Halbjahr im Voraus planen. War schön, nach jeweils drei Tagen wieder auf den Beinen, auf der Ferse eben aufgesetzt. Irgendwann wurde es meinem Chef zu viel und ich habe mir den ganzen Zehennagel rausoperieren lassen. Hat nicht ganz geklappt, ist ein Krüppel, aber es wächst nichts mehr ein. Übrigens, wem es mal wiederfährt. Sooo schlimm ist das nicht. Am meisten tun die beiden Spritzen links und rechts des Nagels weh, danach ist es so, als wenn man einen dicken Verband drum hat und der Chirurg schnippelt nur in dem Stoff rum.



Okay, @DoreHolm , die von Dir beschriebenen seitlichen Spritzen nennen wir OBERST-Anaesthesie (nüscht mit Militär zu tun!), die gewährleistet einen schmerzfreien Op.-Verlauf an Zeh oder Finger.
Dass man die Nagelplatte völlig entfernt, ist heute obsolet, sonst bekommt der Pat., wie Du vermutlich beschreibst, Restnagelwachstum aus belassenen Nagelzellnestern?

Ich höre auf, sonst denkt hier jemand, der Huf macht ne Sprechstunde...

VG Klaus


jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:45
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Während meiner Resevistenausbildung bin ich kurz vor Ende schwer krank geworden (Nasenebenhöhlenentzündung mit über 40 Fieber). Es war im Oktober und wir waren zu einem Freundschaftstreffen bei den Freunden mit dem W50. Das hatte mir den Rest gegeben. Ich bin in den Med.- Punkt und der wollte mich da behalten, ich habe kategorisch abgelehnt, es war ein paarTage vor der Entlassung. Hab mir Fiebermittel geben lassen. Zu Hause lag ich dann mit 41 Fieber rum, war nicht angenehm, ich wollte aber auf keinen Fall länger dort bleiben, bei der Schwere meiner Erkrankung wäre das sicher eine Woche geworden.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#35

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:55
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #34
Während meiner Resevistenausbildung bin ich kurz vor Ende schwer krank geworden (Nasenebenhöhlenentzündung mit über 40 Fieber). Es war im Oktober und wir waren zu einem Freundschaftstreffen bei den Freunden mit dem W50. Das hatte mir den Rest gegeben. Ich bin in den Med.- Punkt und der wollte mich da behalten, ich habe kategorisch abgelehnt, es war ein paarTage vor der Entlassung. Hab mir Fiebermittel geben lassen. Zu Hause lag ich dann mit 41 Fieber rum, war nicht angenehm, ich wollte aber auf keinen Fall länger dort bleiben, bei der Schwere meiner Erkrankung wäre das sicher eine Woche geworden.


Entlassungsbedingt sicher sofort nachfühlbar, haste aber auch danach noch gelitten, oder?

VG Klaus


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#36

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 20:59
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Von der Heimfahrt hab ich nicht mehr viel in Erinnerung, und weiß Gott nicht wegen Alkohol, danach stand mir nicht der Sinn.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#37

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 21:25
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Wossi EK 83 1 im Beitrag #4
Hallo Lutze,

ich kann mich noch genau an den SMP ( Schul Med- Punkt ) der US Delitzsch erinnern. Dort rückten wir fachrichtungsweise/ kompanieweise zur obligatorischen Grippeschutzimpfung ein.
Das war ja eine Art Massenimpfung ( wie bei Rindern ) mit einer Impfpistole.

Ähnlich lief es auch in meinem Panzerregiment 8 Goldberg ab, auch dort erfolgten die Grippeschutzimpfungen in den Monaten November bzw. Dezember im Med- Punkt.

Gerade schaue ich auf die Seiten 49 und 51 meines Wehrdienstausweises Nr. 76/ 0327490, dort sind jeweils 2 Grippe- und Tetanusimpfungen von je 0,5 ml eingetragen.

Verwundungen/ ernste Erkrankungen, stationäre Behandlung und meldepflichtige übertragbare Krankheiten (?) jeweils kein Eintrag im WDA.

Nun wird es aber schlüpfrig, hoffentlich verprelle ich die werte weibliche Userschaft nicht!?. Während meiner Zeit an der US ( 05- 10/1980 ) mussten alle Unteroffiziersschüler, so ca. 120 Männer, mitten in der Nacht vor den Stuben antreten. Dort erfolgte eine Kontrolle der hoffentlich gereinigten Vorhaut. Wer dann zum Waschraum geschickt wurde, der hatte ja schon seine Höchststrafe.

Bin mir nicht ganz sicher, ob wir in Delitzsch 2x die Woche zum Gemeinschaftsduschen gegangen sind. Sehr beliebt war sonst das sogenannte " Abschüsseln" im Waschraum. Den Einsatz aus dem Stahlhelm raus, mit warmem Wasser gefüllt und los ging die lustige Ersatzduscherei.

Eine letzte Bemerkung zur medizinischen Versorgung, die ich eher sehr unangenehm in Erinnerung habe. Wir hatten einen ganz offensichtlichen Simulanten, der dann sogar in ein Militärkrankenhaus nach/ bei Leipzig kam. Seine ganz offene Parole:" Wer nicht simuliert, ist doch selber schuld!"

Nur haben andere Kameraden dann seinen Dienst/ Dienste übernehmen müssen. Nach meiner Erinnerung hatte der aktuelle Krankenstand auch Einfluss auf die Anzahl der Ausgänger/ Urlauber. Wenn nicht, so korrigiert mich bitte.

Wossi EK 83 1 ( gesund und mit sauberer Vor---- )


Das meinst Du nicht im Ernst, oder???



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#38

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 21:28
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #31
Es war schon zu allen Zeiten so, dass sich Soldaten einer Armee, die sich aus medizinischen Gründen dem Med.-Dienst anvertrauten, zunächst als potentielle Drückeberger beschimpfen lassen mussten.

Das war eigentlich zu meiner Zeit recht pragmatisch geklärt...
Wer sich krank fühlte, schrieb sich bis 07:00 Uhr in ein Krankenbuch ein, um dann ab 07:00 Uhr vom GUvD seiner Einheit zum Med.-Punkt geführt zu werden...
Vom Leiter Med.-Punkt wurde in jenes Buch nach der Untersuchung die Verwendung des sich krank gemeldeten AGT empfohlen, z.B. "Für 5 Tage Innendienstkrank".
AGT, deren Gesundheitszustand ernster einzuschätzen war, Z.B. Fieber, Bronchitis, infizierte Marschblasen o.ä. wurden im Med.-Punkt stationär aufgenommen.

Eigentlich gab es zu meiner Zeit kein verbreitetes Drückebergertum, auch nicht vor dem Härtetest...

Allerdings, das schrieb ich hier schon mal früher, gab es schwer Erkrankte und auch Todesfälle, was im Alter von 22 Jahren immer eine persönliche Katastrophe war und unsägliche Berichterstattungen für den Regimentsarzt zur Folge hatte.

VG Klaus


Junge Männer, die während des Dienstes starben? Warum, woran?



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#39

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 21:29
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

das verschieben wir mal in die Rubrik Grenzerlatein, und wenn es wirklich stattgefunden hat, dann wäre das eine Anzeige wert gewesen


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#40

RE: der medizinische Stützpunkt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2013 22:13
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Im GR 23 Glöwen -med .Punkt 1969 . Eintrag im Gesundheitsbuch -Seite -44- Tag der Aufnahme 02.07 69 RMP/GAR- 5 Distorsion re. ob. Sprunggelenk Tag der Entlassung 25.07 69 . Die erste Nacht im weichen Bett, das war ein Erlebniss, trotz Schmerzen ,trotz Hängolin , so etwas vergisst man nicht. Von den Strohsäcken in ein Matratzenbett , da schlief, man wie im Himmel.
Kann mich auch noch daran erinnern , alle Patienten hatten Nachthemden an . Die Patienten die aufstehen durften, mußten zum Essensaal und unsere Verpflegung holen .
Viel wurde an uns ja nicht herumgebastelt , es wurde nur das notwendigste getan .
Wer als gehfähig eingestuft wurde , durfte die Krankenschwester bei ihrer tägliche Arbeit unterstützen.
Nach der Entlassung zur Kompanie , war man ja nur Innendienst tauglich , das war beschissen , denn man mußte , Stuben und Revier reinigen ,oder als GuvD 24 Std Dienst schieben.

@Hufklaus , war wohl typisch Glöwen , haste den Hauptmann Pab.. noch kennengelernt? Ratata

Am 16.06.70 RMP/ GR 23 Distorsion r. Sprunggelenk . 18.07.70 Entlassung in die GK 14 Tage Innendienst .
In Gardelegen , hat man auch nur ab geruht . In der GK war die Ruhe vorbei , nur zum Grenzdienst brauchte man nicht raus.

Auch schon damals passierte es , das in den Gesundheitsbüchern verkehrte Eintragungen vorgenommen wurden . Denn bei mir im Gesundheitsbuch wurden Verletzungen eingetragen , welche ich mir nie zugezogen habe . Kommt davon der Name FÄLSCHER . MfG ratata


zuletzt bearbeitet 07.11.2013 22:31 | nach oben springen


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