#1

Windwurf/ Windbruch durch Orkane im Bereich der Grenzsicherungsanlagen

in Grenztruppen der DDR 06.08.2013 21:02
von Wossi EK 83 1 | 59 Beiträge

Als Forstmann ( in Ost und West ) schaue ich mit Unbehagen auf Katastrophenwarnungen bezüglich Sturm/ Orkan.

Das bedeutet in den Wäldern extrem viel Arbeit, ich erinnere an die beiden Stürme Vivian und Wiebke 1990 bzw. Lothar zum Weihnachtsfest 1999.

Mit heutigem Wissen denke ich, derartige Tage wären eigentlich gute " Fluchttage " gewesen, so man sich denn schon in Grenznähe aufhalten konnte.

Mit ausgewählten Waldarbeitern führte ich bis Sommer 1989 mehrfach Holzeinschlagsarbeiten im Schutzstreifen ( Oberförsterei Vacha ) durch, zum Teil durften wir auch Holzrücketechnik ( LKT 80 oder LKT 81 ) zum Einsatz bringen. Meine Forstarbeiter fällten zu 90 % Kiefern, das Kiefernstammholz wurde auf maximal 21 m Länge ausgehalten.

Wie war das Vorgehen bei Sturmereignissen, denn sicher haben umstürzende Bäume auch Grenzanlagen/ Signalzäune beschädigt?

Gab es entsprechende Technik ( Holzrückeschlepper ) und auch genügend einsatzfähige Motorsägen??

Aktuell nehmen die schweren Sommergewitter mit jedem Jahr zu, haben Gewitter auch die Telekommunikation im Grenzdienst behindert/ gestört???

2013 hat ja schon fast jedes Kind ein Handy. Gäbe es noch zwei deutsche Staaten, wären dann dienstliche Handys im Grenzdienst im Einsatz?

Oder wäre der Trend an der DDR vorbei gegangen bzw. hätte man das DDR- Handy " Sehnsucht " in einem extra Rucksack tragen müssen???

Bestimmt hätte dann so mancher Grenzer seine Westomi angerufen!?!?!?

P.S. Zu DDR- Zeiten wurde ein LKW- Fahrer mit einer Fuhre Langholz angehalten. Warum er denn am längsten Stamm ein Bild von Erich H. zu hängen hätte? Darauf antwortete er ganz trocken:" Ist doch Vorschrift der rote Lumpen an der überhängenden Wagenladung!"


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Windwurf/ Windbruch durch Orkane im Bereich der Grenzsicherungsanlagen

in Grenztruppen der DDR 06.08.2013 21:38
von Hansteiner | 1.414 Beiträge

In meiner DZ kann ich mich nicht an große Sachen mit Windwurf/Windbruch erinnern. So extreme Witterungserscheinungen gabs nicht so häufig.Es war ja Mitte der 70er Jahre ! Außerdem standen GSZ und GZ ja nicht in unmittelbaren Gefahrenbereich.
Zum GMN - unsers mit Freileitung war schon störanfällig, vorallem bei großer Feuchtigkeit ( Nassschnee u. Nebel ).

H.



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#3

RE: Windwurf/ Windbruch durch Orkane im Bereich der Grenzsicherungsanlagen

in Grenztruppen der DDR 07.08.2013 22:15
von Kussi | 10 Beiträge

wir mußten im Frühjahr 1988 am GSZ Isolatoren für die Drahthalterung austauschen , Nasschnee hatte sie angeblich abgerissen und ich hatte mir zu der Zeit , die ersten Sonnenstrahlen , nen Sonnenstich geholt hab mir ne Woche Med-Punkt gegönnt



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#4

RE: Windwurf/ Windbruch durch Orkane im Bereich der Grenzsicherungsanlagen

in Grenztruppen der DDR 08.08.2013 01:02
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von Wossi EK 83 1 im Beitrag #1
Als Forstmann ( in Ost und West ) schaue ich mit Unbehagen auf Katastrophenwarnungen bezüglich Sturm/ Orkan.

Das bedeutet in den Wäldern extrem viel Arbeit, ich erinnere an die beiden Stürme Vivian und Wiebke 1990 bzw. Lothar zum Weihnachtsfest 1999.

Mit heutigem Wissen denke ich, derartige Tage wären eigentlich gute " Fluchttage " gewesen, so man sich denn schon in Grenznähe aufhalten konnte.

Mit ausgewählten Waldarbeitern führte ich bis Sommer 1989 mehrfach Holzeinschlagsarbeiten im Schutzstreifen ( Oberförsterei Vacha ) durch, zum Teil durften wir auch Holzrücketechnik ( LKT 80 oder LKT 81 ) zum Einsatz bringen. Meine Forstarbeiter fällten zu 90 % Kiefern, das Kiefernstammholz wurde auf maximal 21 m Länge ausgehalten.

Wie war das Vorgehen bei Sturmereignissen, denn sicher haben umstürzende Bäume auch Grenzanlagen/ Signalzäune beschädigt?

Gab es entsprechende Technik ( Holzrückeschlepper ) und auch genügend einsatzfähige Motorsägen??

Aktuell nehmen die schweren Sommergewitter mit jedem Jahr zu, haben Gewitter auch die Telekommunikation im Grenzdienst behindert/ gestört???

2013 hat ja schon fast jedes Kind ein Handy. Gäbe es noch zwei deutsche Staaten, wären dann dienstliche Handys im Grenzdienst im Einsatz?

Oder wäre der Trend an der DDR vorbei gegangen bzw. hätte man das DDR- Handy " Sehnsucht " in einem extra Rucksack tragen müssen???

Bestimmt hätte dann so mancher Grenzer seine Westomi angerufen!?!?!?
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