#41

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 12:26
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grstungen386 im Beitrag #39
Fritze, so sehe ich das auch, alle diejenigen, Antifa und Kosorten, die das Ansehen unserer Vorfahren in den Dreck ziehen, sollen den Nachweis erbringen, dass sie in vergleichbarer Situation anders gehandelt hätten. Alleine schon die Mutation der Grünen von der Friedenspartei zum Kosovokriegsbefürworter zeigt doch schon, wie diese bei kleinstem Aussendruck ihre Prinzipien verraten....Ich leide jedenfalls immer noch mit unseren Wehrmachtssoldaten mit, wenn ich sie im Stalingrader Winter sehe,ohne dabei unbedingt auf der Seite des Führers zu stehen....


Es sind nur 20 Jahre und 20 Grad Armneigung zwischen
http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/kunst/niewieder/
und
http://www.youtube.com/watch?v=md6lbxsF6J0
und wenn es weitere 20 Jahre später keine gleich starken Blöcke und eine antifaschistische DDR gegeben hätte, wärs 1968 schon wieder so weit gewesen, fakt.
Ich kann nicht glauben, wie man den faulen Esel immer auf den Sack haut, den er den Berg hochschleppen soll ohne über das Transportmittel an sich nachzudenken, genauso verhält es sich mit Deiner Postumsolidarisierung.
Niemals wieder würde man auf solche Demagogen wie Göbbels auch 1944 im Angesicht der Niederlage noch einer war, hereinfallen, dazu sind die heutigen Bilder zu mächtig und seine heutigen Fans zu schmächtig.
Hätte man nach dem Ersten Weltkrieg, auf den sich Käthe Kollwitz mit ihrer Zeichnung bezog, solche Massenmedien im Sinne der Kriegsaufarbeitung den Massen zugänglich machen können, so hätte man Göbbels nach den ersten drei Sätzen schon einen Maiskolben in die Fresse gestopft.



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#42

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 12:42
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Ach, Hackel, Deinen Optimismus will ich haben, Streitigkeiten in der EU und schon ist der Nationalismus wieder da, Merkel in Greece mit Hitlerbärtchen, Verfolgung von Zigeunern in Ungarn/Slowakei/Rumänien inclusive Mollis und Toten, es genügen schon Leute mit weniger Intellekt als Goebbels, um Massen zu begeistern, sogar ein Dieter Bohlen ist bei Krethi und Plethi der Held, Du überschätzt die Weitsicht des allgemeinen einfachen Fussvolk. Wenn Du denen einen Gegner präsentierst, der noch unter ihnen steht, könnte alles wieder losgehen....



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#43

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 12:54
von Udo | 1.267 Beiträge

Ich empfehle mal das Buch "Er ist wieder da." von Timur Vermes.


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#44

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 12:59
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grstungen386 im Beitrag #42
Ach, Hackel, Deinen Optimismus will ich haben, Streitigkeiten in der EU und schon ist der Nationalismus wieder da, Merkel in Greece mit Hitlerbärtchen, Verfolgung von Zigeunern in Ungarn/Slowakei/Rumänien inclusive Mollis und Toten, es genügen schon Leute mit weniger Intellekt als Goebbels, um Massen zu begeistern, sogar ein Dieter Bohlen ist bei Krethi und Plethi der Held, Du überschätzt die Weitsicht des allgemeinen einfachen Fussvolk. Wenn Du denen einen Gegner präsentierst, der noch unter ihnen steht, könnte alles wieder losgehen....


Um seinen Optimismus sollte man Tag für Tag kämpfen, die Antikriegsstimmung, die vom DDR- Relikt Linkspartei seit eh und je in unsere Parlamente hineingetragen wird, ist immerhin dafür verantwortlich, daß Deutsche Soldaten zumindest im 2. Irakkrieg nicht dabei waren, während sich Merkel nach Kriegsausbruch vor Dobble f*** You Bush in den Dreck geschmissen hat, um sich für diese Verweigerung zu entschuldigen.
Schröder verweigerte nicht nur wegen seiner privaten Gazprom- Pläne dem "Verteidigungsbündnis" die Gefolgschaft, sondern auch, weil die Drohkulisse PDS daraus zu Lasten der SPD Kapital geschlagen hätte, das ist nicht vergessen, nicht umsonst erreichte die Linke in dieser Zeit die besten Umfragewerte.
Ich denke, daß unser Volk immer noch wachsam genug ist, solche Gefahren zu sehen, zumal unsere Basiseliten tausend Wege an Herrn Bohlens Sendung vorbei finden.



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#45

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 14:54
von Duck | 1.741 Beiträge

Vieleicht passt das nicht hundertprozentig in diesen Thread aber ich wollte es trotzdem mal erwähnen, wo ich dieses Jahr mit meiner Familie Urlaub auf einen Schwarzwälder Bauernhof gemacht hatte, bin ich über einen Ladewagen der Firma Mengele gestoßen. Die die sich mit Geschichte ein wenig auskennen wissen bestimmen das der Firmengründer von Landmaschinen Karl Mengele der Vater von Josef Mengele gewesen ist den berüchtigten KZ-Arzt aus Auschwitz. Ich denke sowas hätte es in der ehemaligen DDR nicht gegeben, dass bei dieser familären Vergangenheit der Firmennamen bis in die heutige Zeit immer noch weiter beibehalten wird. Sowas wie ein "schlechtes Gewissen" scheinen jedenfalls die Nachkommen nicht gehabt zu haben. Wie ich gelesen hatte wurde der alte Name Mengele erst im November 2011 endgültig abgelegt und die Firma nennt sich jetzt Lely Agrartechnik.
Der Grund des Namenswechsel hatte aber bestimmt nichts mit der geschichtlichen Vergangenheit zu tun sondern hatte er einen finanziellen Hintergrund.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#46

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 16:48
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

@Duck, es war in der BRD ein offenes Geheimnis, zumindest alle maßgeblichen Behörden hatten genügend Hinweise, daß von der Familie Mengele bis zu Mengeles Tod 1979 Unterstützungszahlungen nach Argentinien, Uruguay und zuletzt nach Brasilien flossen.
Dr. Mengele muß unter besonderem Schutz gestanden sein, denn er blieb bis zu seinem Tod weitestgehend unbehelligt. Sogar der Mossad ließ ihn in Ruhe.
Ein ähnlicher Vorgang mit DDR-Beteiligung und unsere Medien hätte monatelang kaum ein anderes Thema gehabt...

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#47

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 17:28
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Damals87 im Beitrag #46
Hallo,

@Duck, es war in der BRD ein offenes Geheimnis, zumindest alle maßgeblichen Behörden hatten genügend Hinweise, daß von der Familie Mengele bis zu Mengeles Tod 1979 Unterstützungszahlungen nach Argentinien, Uruguay und zuletzt nach Brasilien flossen.
Dr. Mengele muß unter besonderem Schutz gestanden sein, denn er blieb bis zu seinem Tod weitestgehend unbehelligt. Sogar der Mossad ließ ihn in Ruhe.
Ein ähnlicher Vorgang mit DDR-Beteiligung und unsere Medien hätte monatelang kaum ein anderes Thema gehabt...

Grüße aus Hessen


Das habe ich aber anders gehört. In einer Doku unter Beteiligung von ex Mossad Agenten wurde dargestellt, dass fieberhaft nach Mengele gesucht wurde, Priorität war gleich nach Eichmann. Jedoch verstand es Mengele geschickt, sich in Südamerika ständig in Bewegung zu halten, sodass seine Spur immer wieder verloren ging. In den 70ern wurde die Mossadaktion abgebrochen, weil wichtiger Dinge anstanden im Nahen Osten, so der Tenor der Interviews mit den ex Agenten. Es ist allerdings richtig, dass die Justiz in D in den 50er und 60er Jahren kaum einen Antrieb hatte, ihn zu finden. Der Prokurist von der Landmaschinenfabrik Mengele traf sich mehrmals mit Josef.M. in der Schweiz und einmal soll er ihn sogar in seine südwestdeutsche Heimat mitgenommen haben, ohne dass ihm etwas passierte. Auch wurde er mit Geld versorgt und hatte in Südamerika deutsche Emigranten, die ihn unterstützten. So ist er eines natürlichen Todes gestorben. Allerdings war seine Strafe nicht gering, er lebte in ständiger Angst von Mossadagenten gefasst zu werden. Die Angst soll ihm sehr heftig zugesetzt haben in seinem Exil. Ist ja auch irgendwie eine Strafe und das über Jahrzehnte.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#48

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 22:26
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Interessant, was man hier so alles zu lesen bekommt..........mal kurz OT: Falls irgendjemand Zweifel haben sollte, was der NS-Staat mit den Juden vor hatte, dem empfehle ich "Mein Kampf" zu lesen. Da steht exakt drinne, was Hitlers Ziele waren.

Das die Quelle der Spiegel war, wurde ja schon festgestellt. Sorry, es war schon spät, ich habs einfach vergessen.
Nach allem bisher Vorgebrachten kann man feststellen, dass es eine wirklich tiefe Entnazifizierung in beiden deutschen Staaten nie gegeben hat. Offensichtlich waren die Sachzwänge so groß, das diese Leute unentbehrlich waren. Ich will auch nicht in Frage stellen, dass es durchaus Fälle gab, wo ehemalige Nazis sich zu Kommunisten wandelten. Dann muss man aber auch zugestehen, dass im Westen sich ehemalige Nazis zu Demokraten wandeln konnten. Aber genau das wurde von der offiziellen Staatsdoktrin der DDR verneint, siehe der Fall Kiesinger. Und noch ein Wort zu "großen Masse" der Mitläufer: Sicherlich kann man heute sich leicht hinstellen und über diese Leute urteilen, weil man nicht in der damaligen Situation war. Allerdings habe ich festgestellt, dass sich die Ideologie und die Verweise auf die vermeintlich "guten Seite" der Nazis sehr lang in den Köpfen gehalten hat bzw. noch hält. Sprüche wie " Es war ja nicht alles schlecht, was die Nazis gemacht haben" hat ja wohl jeder schon mal gehört. Und so etwas bereitet den Boden für die neuen Nazis. Und auch in der DDR hat so der Nährboden für rechte Ideologien überlebt, denn wenn die Entnazifizierung und die antifaschistische Erziehung in der Gesellschaft voll durchgeschlagen hätte, hätten die braunen Rattenfänger nach der Wende, und in einigen Landstrichen noch heute, nicht ein so leichtes Spiel gehabt. Die Situation in der BRD stellt sich etwas anders da, denn dort hat sich die braune Ideologie durch Kameradschaftsverbände ect. eh immer gehalten.


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zuletzt bearbeitet 08.08.2013 22:58 | nach oben springen

#49

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 23:13
von ddr-bürger (gelöscht)
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #48
Interessant, was man hier so alles zu lesen bekommt..........mal kurz OT: Falls irgendjemand Zweifel haben sollte, was der NS-Staat mit den Juden vor hatte, dem empfehle ich "Mein Kampf" zu lesen. Da steht exakt drinne, was Hitlers Ziele waren.

Das die Quelle der Spiegel war, wurde ja schon festgestellt. Sorry, es war schon spät, ich habs einfach vergessen.
Nach allem bisher Vorgebrachten kann man feststellen, dass es eine wirklich tiefe Entnazifizierung in beiden deutschen Staaten nie gegeben hat. Offensichtlich waren die Sachzwänge so groß, das diese Leute unentbehrlich waren. Ich will auch nicht in Frage stellen, dass es durchaus Fälle gab, wo ehemalige Nazis sich zu Kommunisten wandelten. Dann muss man aber auch zugestehen, dass im Westen sich ehemalige Nazis zu Demokraten wandeln konnten. Aber genau das wurde von der offiziellen Staatsdoktrin der DDR verneint, siehe der Fall Kiesinger. Und noch ein Wort zu "großen Masse" der Mitläufer: Sicherlich kann man heute sich leicht hinstellen und über diese Leute urteilen, weil man nicht in der damaligen Situation war. Allerdings habe ich festgestellt, dass sich die Ideologie und die Verweise auf die vermeintlich "guten Seite" der Nazis sehr lang in den Köpfen gehalten hat bzw. noch hält. Sprüche wie " Es war ja nicht alles schlecht, was die Nazis gemacht haben" hat ja wohl jeder schon mal gehört. Und so etwas bereitet den Boden für die neuen Nazis. Und auch in der DDR hat so der Nährboden für rechte Ideologien überlebt, denn wenn die Entnazifizierung und die antifaschistische Erziehung in der Gesellschaft voll durchgeschlagen hätte, hätten die braunen Rattenfänger nach der Wende, und in einigen Landstrichen noch heute, nicht ein so leichtes Spiel gehabt. Die Situation in der BRD stellt sich etwas anders da, denn dort hat sich die braune Ideologie durch Kameradschaftsverbände ect. eh immer gehalten.




Da sehe ich den Hauptgrund in der sozialen Situation in einigen "neuen" Bundesländern. Immer wo soziale Unsicherheit herrscht, ist auch die "Rekrutierung" für diese leute leichter.


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#50

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 23:26
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #49
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #48
Interessant, was man hier so alles zu lesen bekommt..........mal kurz OT: Falls irgendjemand Zweifel haben sollte, was der NS-Staat mit den Juden vor hatte, dem empfehle ich "Mein Kampf" zu lesen. Da steht exakt drinne, was Hitlers Ziele waren.

Das die Quelle der Spiegel war, wurde ja schon festgestellt. Sorry, es war schon spät, ich habs einfach vergessen.
Nach allem bisher Vorgebrachten kann man feststellen, dass es eine wirklich tiefe Entnazifizierung in beiden deutschen Staaten nie gegeben hat. Offensichtlich waren die Sachzwänge so groß, das diese Leute unentbehrlich waren. Ich will auch nicht in Frage stellen, dass es durchaus Fälle gab, wo ehemalige Nazis sich zu Kommunisten wandelten. Dann muss man aber auch zugestehen, dass im Westen sich ehemalige Nazis zu Demokraten wandeln konnten. Aber genau das wurde von der offiziellen Staatsdoktrin der DDR verneint, siehe der Fall Kiesinger. Und noch ein Wort zu "großen Masse" der Mitläufer: Sicherlich kann man heute sich leicht hinstellen und über diese Leute urteilen, weil man nicht in der damaligen Situation war. Allerdings habe ich festgestellt, dass sich die Ideologie und die Verweise auf die vermeintlich "guten Seite" der Nazis sehr lang in den Köpfen gehalten hat bzw. noch hält. Sprüche wie " Es war ja nicht alles schlecht, was die Nazis gemacht haben" hat ja wohl jeder schon mal gehört. Und so etwas bereitet den Boden für die neuen Nazis. Und auch in der DDR hat so der Nährboden für rechte Ideologien überlebt, denn wenn die Entnazifizierung und die antifaschistische Erziehung in der Gesellschaft voll durchgeschlagen hätte, hätten die braunen Rattenfänger nach der Wende, und in einigen Landstrichen noch heute, nicht ein so leichtes Spiel gehabt. Die Situation in der BRD stellt sich etwas anders da, denn dort hat sich die braune Ideologie durch Kameradschaftsverbände ect. eh immer gehalten.




Da sehe ich den Hauptgrund in der sozialen Situation in einigen "neuen" Bundesländern. Immer wo soziale Unsicherheit herrscht, ist auch die "Rekrutierung" für diese leute leichter.



Und warum nicht von der PDS?


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#51

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 23:29
von Fritze (gelöscht)
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Weil die nicht so tolle Nachrichtensprecherinnen wie E.Herrmann haben !


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#52

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 23:39
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Fritze im Beitrag #51
Weil die nicht so tolle Nachrichtensprecherinnen wie E.Herrmann haben !


In ihrem Buch hat die Eva geschrieben sie könnte sogar kochen, also ich muss gestehen das Gesamtpaket hätte ich auch nicht einfach so in die Tonne gekloppt


zuletzt bearbeitet 08.08.2013 23:40 | nach oben springen

#53

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 08.08.2013 23:42
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #52
Zitat von Fritze im Beitrag #51
Weil die nicht so tolle Nachrichtensprecherinnen wie E.Herrmann haben !


In ihrem Buch hat die Eva geschrieben sie könnte sogar kochen, also ich muss gestehen das Gesamtpaket hätte ich auch nicht einfach so in die Tonne gekloppt



Wir als ehemalige DDR Bürger haben doch Erfahrung mit regenerierten Teilen .


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#54

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 12.08.2013 19:45
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

So 'ne Logik hat auch was für sich.........

"Nach der in der DDR üblichen Geschichtsschreibung war der Nationalsozialismus, der hier, um den Begriff Sozialismus nicht zu diskreditieren, ausschließlich Faschismus genannt wurde, lediglich eine besonders perfide Ausprägung des Kapitalismus.
Walter Ulbricht, SED- und Staatsratschef bis 1971, definierte ihn 1968 so: Er sei "das Werk der aggressivsten, expansionistischsten Kräfte des Monopolkapitals, das mit den Mitteln der Militarisierung, der staatlich formierten Herrschaft und der Manipulierung der Menschen ein unmenschliches System geschaffen" habe.
Da aber durch den gesellschaftlichen Umsturz in der DDR der Kapitalismus überwunden worden sei, so die Logik, könnten hier die übriggebliebenen Nazis auch kein Unheil mehr anrichten. Für sie wurde sogar eine eigene Partei, die Nationaldemokratische Partei (NDPD), geschaffen, die freilich, wie auch die anderen "Blockparteien", die Ost-CDU, die angeblich "liberale" LDPD und die Demokratische Bauernpartei, die Politik der SED unterstützen musste."
Tja, wie einfach doch die Welt sein kann......da dreht man die Vorzeichen um und schwupp.....kann nix mehr böses passieren. Und ob die Ideologie noch in den Köpfen steckte, war doch egal.
Aber es wird noch lustiger:
"Judt erinnert daran, wie in der DDR mühelos Einzelpersonen wie Institutionen "von Nationalsozialismus bzw. Faschismus auf Kommunismus umschalteten". So habe die Staatssicherheit ("Stasi") "nicht nur die Funktion und Praxis der Gestapo, sondern auch viele ehemalige Gestapoleute und Informanten" übernommen.

Judt: "Politische Opfer des neuen Regimes, oft pauschal als 'Naziverbrecher' bezeichnet, wurden von Ex-Nazipolizisten verhaftet, von Ex-Nazirichtern verurteilt und in Zuchthäusern und Konzentrationslagern, die der neue Staat en bloc übernommen hatte, von ehemaligen KZ-Wärtern bewacht."

Zitate: http://www.sueddeutsche.de/politik/jahre...chen-1.406720-3


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#55

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 12.08.2013 19:55
von Gert | 12.356 Beiträge

zitat süddeutsche Egon Krenz : Die DDR-Westgrenze "war faktisch zugleich auch die Außengrenze der UdSSR", schreibt Krenz heute. Für ein solches Statement hätte sich ein DDR-Bürger eine Menge Schwierigkeiten eingehandelt.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, denn das mundet besser als manche Lindt Schokospezialität

Frage an @Feliks D. zum letzten Satz des Zitates : stimmt das ?


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#56

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 12.08.2013 20:33
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #54
So 'ne Logik hat auch was für sich.........

"Nach der in der DDR üblichen Geschichtsschreibung war der Nationalsozialismus, der hier, um den Begriff Sozialismus nicht zu diskreditieren, ausschließlich Faschismus genannt wurde, lediglich eine besonders perfide Ausprägung des Kapitalismus.
Walter Ulbricht, SED- und Staatsratschef bis 1971, definierte ihn 1968 so: Er sei "das Werk der aggressivsten, expansionistischsten Kräfte des Monopolkapitals, das mit den Mitteln der Militarisierung, der staatlich formierten Herrschaft und der Manipulierung der Menschen ein unmenschliches System geschaffen" habe.
Da aber durch den gesellschaftlichen Umsturz in der DDR der Kapitalismus überwunden worden sei, so die Logik, könnten hier die übriggebliebenen Nazis auch kein Unheil mehr anrichten. Für sie wurde sogar eine eigene Partei, die Nationaldemokratische Partei (NDPD), geschaffen, die freilich, wie auch die anderen "Blockparteien", die Ost-CDU, die angeblich "liberale" LDPD und die Demokratische Bauernpartei, die Politik der SED unterstützen musste."
Tja, wie einfach doch die Welt sein kann......da dreht man die Vorzeichen um und schwupp.....kann nix mehr böses passieren. Und ob die Ideologie noch in den Köpfen steckte, war doch egal.
Aber es wird noch lustiger:
"Judt erinnert daran, wie in der DDR mühelos Einzelpersonen wie Institutionen "von Nationalsozialismus bzw. Faschismus auf Kommunismus umschalteten". So habe die Staatssicherheit ("Stasi") "nicht nur die Funktion und Praxis der Gestapo, sondern auch viele ehemalige Gestapoleute und Informanten" übernommen.

Judt: "Politische Opfer des neuen Regimes, oft pauschal als 'Naziverbrecher' bezeichnet, wurden von Ex-Nazipolizisten verhaftet, von Ex-Nazirichtern verurteilt und in Zuchthäusern und Konzentrationslagern, die der neue Staat en bloc übernommen hatte, von ehemaligen KZ-Wärtern bewacht.
"Zitate: http://www.sueddeutsche.de/politik/jahre...chen-1.406720-3



Schulnote für den Verfasser dieser Mär 6, Versetzungsgefährdet!!!


passport


zuletzt bearbeitet 12.08.2013 20:34 | nach oben springen

#57

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 12.08.2013 20:48
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #56
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #54
So 'ne Logik hat auch was für sich.........

"Nach der in der DDR üblichen Geschichtsschreibung war der Nationalsozialismus, der hier, um den Begriff Sozialismus nicht zu diskreditieren, ausschließlich Faschismus genannt wurde, lediglich eine besonders perfide Ausprägung des Kapitalismus.
Walter Ulbricht, SED- und Staatsratschef bis 1971, definierte ihn 1968 so: Er sei "das Werk der aggressivsten, expansionistischsten Kräfte des Monopolkapitals, das mit den Mitteln der Militarisierung, der staatlich formierten Herrschaft und der Manipulierung der Menschen ein unmenschliches System geschaffen" habe.
Da aber durch den gesellschaftlichen Umsturz in der DDR der Kapitalismus überwunden worden sei, so die Logik, könnten hier die übriggebliebenen Nazis auch kein Unheil mehr anrichten. Für sie wurde sogar eine eigene Partei, die Nationaldemokratische Partei (NDPD), geschaffen, die freilich, wie auch die anderen "Blockparteien", die Ost-CDU, die angeblich "liberale" LDPD und die Demokratische Bauernpartei, die Politik der SED unterstützen musste."
Tja, wie einfach doch die Welt sein kann......da dreht man die Vorzeichen um und schwupp.....kann nix mehr böses passieren. Und ob die Ideologie noch in den Köpfen steckte, war doch egal.
Aber es wird noch lustiger:
"Judt erinnert daran, wie in der DDR mühelos Einzelpersonen wie Institutionen "von Nationalsozialismus bzw. Faschismus auf Kommunismus umschalteten". So habe die Staatssicherheit ("Stasi") "nicht nur die Funktion und Praxis der Gestapo, sondern auch viele ehemalige Gestapoleute und Informanten" übernommen.

Judt: "Politische Opfer des neuen Regimes, oft pauschal als 'Naziverbrecher' bezeichnet, wurden von Ex-Nazipolizisten verhaftet, von Ex-Nazirichtern verurteilt und in Zuchthäusern und Konzentrationslagern, die der neue Staat en bloc übernommen hatte, von ehemaligen KZ-Wärtern bewacht.
"Zitate: http://www.sueddeutsche.de/politik/jahre...chen-1.406720-3



Schulnote für den Verfasser dieser Mär 6, Versetzungsgefährdet!!!


passport


Och, die Versetzung hat er geschafft, sonst hätte er es wohl nicht soweit gebracht............http://www.zzf-pdm.de/site/396/default.aspx


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#58

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 12.08.2013 20:59
von passport | 2.640 Beiträge

Naja, Unwissenheit wird noch belohnt bzw. gefördert, typisch deutsch, oder ?

Hier ein Auszug Bstu. Hauptamtliche MA

"Das Einstellungsverbot für ehemalige Nationalsozialisten wurde offenbar grundsätzlich eingehalten"

"Hatten MfS-Mitarbeiter bei der Einstellung eine NS-Belastung verschwiegen, so zog dies bei späteren Hinweisen eine intensive Überprüfung und gegebenenfalls die Entlassung nach sich. Eine systematische Übernahme von einschlägigem Personal aus NS-Organisationen hat es im MfS nicht gegeben
."

passport


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#59

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 12.08.2013 21:29
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #58
Naja, Unwissenheit wird noch belohnt bzw. gefördert, typisch deutsch, oder ?

Hier ein Auszug Bstu. Hauptamtliche MA

"Das Einstellungsverbot für ehemalige Nationalsozialisten wurde offenbar grundsätzlich eingehalten"

"Hatten MfS-Mitarbeiter bei der Einstellung eine NS-Belastung verschwiegen, so zog dies bei späteren Hinweisen eine intensive Überprüfung und gegebenenfalls die Entlassung nach sich. Eine systematische Übernahme von einschlägigem Personal aus NS-Organisationen hat es im MfS nicht gegeben
."

passport


Zumindest bei den IM's war man dann schon nicht mehr so wählerisch: ""Wenn die Stasi ein geheimdienstliches Interesse an einer Person hatte, die im "Dritten Reich" für die Nazis gearbeitet hat, dann ist ihr nichts passiert." Wie mit ehemaligen NS-Verbrechern umgegangen wurde, sei reine politische Willkür gewesen. "Das hauptamtliche Stasi-Personal war relativ sauber, bei den Inoffiziellen Mitarbeitern war das ein ganz anderer Schnack", sagt Leide. Und dann erzählt er von seiner Arbeit. "
[urlhttp://www.spiegel.de/kultur/gesellsc...r-a-397473.html][/url]


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#60

RE: FASCHISTEN IN DER DDR UND ANTIFASCHISTISCHER WIDERSTAND

in DDR Staat und Regime 12.08.2013 22:33
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Ich hab eben noch was Interessantes gefunden. Ist aus dem ersten KPD-Aufruf nach dem Kriegsende. Also bei der Stelle musste ich mir erstmal die Augen reiben..........: "Wir sind der Auffassung, daß der Weg, Deutschland das Sowjetsystem aufzuzwingen, falsch wäre,
denn dieser Weg entspricht nicht den gegenwärtigen Entwicklungsbedingungen in Deutschland.
Wir sind vielmehr der Auffassung, daß die entscheidenden Interessen des deutschen Volkes in
der gegenwärtigen Lage für Deutschland einen anderen Weg vorschreiben, und zwar den Weg der
Aufrichtung eines antifaschistischen, demokratischen Regimes, einer parlamentarisch-demokratischen Republik mit allen demokratischen Rechten
und Freiheiten für das Volk."
http://www.kaz-online.de/pdf/312/312_7.pdf


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