#41

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 30.04.2016 07:52
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #40
Habe es irgentwo schon mal geschrieben,zu meiner Zeit 78/80 hatten wir einige Stabsgefreite waren aber Resis und diese wurden nach Rückversetzung in die Reserve zum Unteroffizier befördert


Nicht nur nach Stabsgefreiter. Zwei Gefreite aus unserer GK, die mit mir heimgingen, wurden mit der Entlassung ebenfalls, soz. als Auszeichnung, zum Uffz befördert. Aber das wird es wohl überall in den GKs gegeben haben.



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#42

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 30.04.2016 08:37
von Mario87_2 | 76 Beiträge

Ja das ist richtig.
Beim Entlassungsapell wurde je Zgg ein Gefreiter zum Uffz. befördert.


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#43

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 30.04.2016 09:36
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #41
Nicht nur nach Stabsgefreiter. Zwei Gefreite aus unserer GK, die mit mir heimgingen, wurden mit der Entlassung ebenfalls, soz. als Auszeichnung, zum Uffz befördert. ...
Zitat von Mario87_2 im Beitrag #42
... Beim Entlassungsapell wurde je Zgg ein Gefreiter zum Uffz. befördert.
Als für mich 1980 der Grundwehrdienst endete, gab es zwei Gefreite in der Kompanie, die als Unteroffiziere in die Reserve versetzt wurden (eine direkte Beförderung gab es nicht, es stand lediglich in deren Wehrdienstausweisen). Es hing sicher damit zusammen, dass die beiden anschließend ein Studium aufnahmen.
... und wie das zu Zeiten der immer stärker werdenden Militarisierung in der DDR war, machte man ja Studierende zu militarischen Vorgesetzten bis hin zum Offizier, ohne dass diese Leute je eine solche Laufbahn einschlugen.
Ich kann mich noch ans Abstinken und Zapfenausfahren einiger für drei Jahre dienstverpflichteter Unteroffiziere erinnern, die nur wegen eines erhofften Studums länger dienten und nun erleben mussten, wie andere angehende Studenten fix und simpel den Uffz.-Dienstgrad sozusagen aus politischem Prinzip an die Backe genagelt bekamen.
Die Häme unter uns Grundwehrdienstlern war da natürlich ziemlich groß.
Übrigens wurden die zwei Uffz.-Kandidaten nicht mit uns "normalen" Heimgängern von der Grenzkompanie zum Regimentsstab gekarrt, um endlich nach Hause gelassen zu werden, sondern vorher abgeholt, damit man sie mit den zu entlassenden U.a.Z. zeremoniell verabschieden konnte. Die Betroffenen waren darüber nicht erfreut.

Dass aus jedem Zug jemand zum Unteroffier der Reserve gemacht wurde, kann ich nicht bestätigen. Zu meiner Zeit und dort, wo wo ich diente, waren es halt nur zwei aus vier Zügen.

Was Stabsgefreite angeht, so habe ich nie einen im aktiven Grenzdienst erlebt, lediglich im Stab des Grenzkommandos Süd (Erfurt) habe ich mal einen gesehen.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#44

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 30.04.2016 13:44
von eisenringtheo | 9.187 Beiträge

Zitat von Mario87_2 im Beitrag #42
Ja das ist richtig.
Beim Entlassungsapell wurde je Zgg ein Gefreiter zum Uffz. befördert.

Hatten diese Beförderungen Konsequenzen, zum Beispiele häufige Einberufungen zum Reservistenwehrdienst??
Theo


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#45

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 30.04.2016 14:21
von Mario87_2 | 76 Beiträge

Da fehlen mir die Informationen, ich denke eher nein.
Die Auswahl der Kameraden, die mit der Entlassung befördert worden, erschien mir als Anerkennung der "Pflegeleichtigkeit". Es waren nach meiner Einschätzung die Kamersaden, die aus Sicht der Kompanieführung, korrekt und unauffällig ihre Dienste abgerissen haben. Übereifrige Genossen (ich meine hier auch SED-Mitglieder unter den Soldaten) und politisch besonders aktive Kameraden (Abzeichen für gutes Wissen in Gold etc.) wurden nicht berücksichtigt.
Ein Stabsgefreiter ist mir auch nicht untergekommen.


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#46

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 30.04.2016 15:51
von schulzi | 1.764 Beiträge

Ich kenne zwei Fälle der eine von unseren "alten" hatte wegen zuwening Unteroffizieren den Posten eines Gruppenführers inne.Der zweite aus unseren Diensthalbjahr war im Zivilleben Lehrer an einer EOS und wurde oft an die Knüppelakademie komandiert.Beide wurden bei der versetzung in die Reserve zum Uffz. befördert


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#47

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 01.05.2016 19:37
von Sonne | 510 Beiträge

Stabsgefreite mit 3 jähriger Dienstzeit waren die die zu dumm waren ein Unteroffizier zu werden.


Gruß Sonne

05/66-10/67
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#48

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 03.05.2016 10:48
von LO-Fahrer | 607 Beiträge

Ich glaube, eine Intelligenzuntergrenze für Unteroffiziere gab es nicht. Wir hatten einen Uffz in der GK, bei dem ich bezweifelt habe, daß er unter normalen Umständen den Abschluss 8. Klasse geschafft hätte.


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#49

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.05.2016 15:00
von Sonne | 510 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #48
Ich glaube, eine Intelligenzuntergrenze für Unteroffiziere gab es nicht. Wir hatten einen Uffz in der GK, bei dem ich bezweifelt habe, daß er unter normalen Umständen den Abschluss 8. Klasse geschafft hätte.


Doch, doch es gab bei uns ein UO der wollte seine 3 Jahre abschrubben und dann studieren. Er war auch menschlich ein feiner Kerl.


Gruß Sonne

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#50

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.05.2016 15:08
von Hanum83 | 4.798 Beiträge

Einen den wir eigentlich als Schleif-Uffz auf der Knolle hatten vergesse ich nie, also der war das ganze Gegenteil von seinen Sado-Kollegen wie z.B. der eine den wir "Wolzow" nannten , ein dürrer Zwerg der in den Knobelbechern stand wie die Ziege im Melkeimer, der konnte auch nicht brüllen selbst wenn er gewollt hätte und das beste war, wenn der zählte kam immer nach der 11 die 13, war natürlich auch sofort sein Spitznahme "11/13".
Mir tat der ehrlich leid, die anderen Uffze schnitten den auch und er machte einen tieftraurigen Eindruck.
So einen hätten sie wohl lieber nach Hause schicken sollen als das er sich 3 Jahre voll zum Obst macht.
Aber als GWDler hätte der gleich gar nichts zu lachen gehabt, da wurde er wohl so einfach mit durchgeschliffen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 04.05.2016 16:11 | nach oben springen

#51

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.05.2016 23:46
von Greso | 2.377 Beiträge

In der Ausbildung waren die Kapos so richtige Idioten,Schleifer und Menschenschinder.Ich hatte es gut abgefasst in Mönchshai,weil ich die Fahrzeuge der Uffz. immer in Pflege hatte.Aber der Rest der Leute war beschissen dran.Wir waren eigentlich eine gute Truppe,Hallenser und Berliner.Uns wurde gesagt,das wird es nie wieder geben.Wer zu meiner Zeit dort war,wird es wissen warum.Das war Winter 1965.
Greso


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#52

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.05.2016 23:51
von Greso | 2.377 Beiträge

Ich habe auch erlebt,das einer aus der angetretenen Gruppe einen Uffz. eine gegeben hat.Der Kapo machte einen Satz nach hinten und lag am Boden.Das arme Schwein von Soldat, wurde abgeholt.(Bautzen)


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#53

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 05.05.2016 07:32
von Hanum83 | 4.798 Beiträge

Mönchhai der vollkommene Arsch der Welt, besonders im Winter drückte dich das noch zusätzlich nieder.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 05.05.2016 07:37 | nach oben springen

#54

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 22.10.2016 22:37
von Greso | 2.377 Beiträge

Ist zwar etwas verspätet aber macht nichts.Mich hatte eigentlich der ganze gezwungene Wehrdienst nieder gemacht.Ich frisch verheiratet, und am 22,11,65 eingezogen,am 25.11. mein Sohn geboren,ich durfte gleich nachhause(die haben mich vor der Vereidigung gelassen). Haben sie erst danach gemerkt.Aber das war schon hart in Mönchshai.
@ Hanum83, Gruss Greso


zuletzt bearbeitet 22.10.2016 22:45 | nach oben springen

#55

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 22.10.2016 22:43
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Greso im Beitrag #54
Ist zwar etwas verspätet aber macht nichts.Mich hatte eigentlich der ganze gezwungene Wehrdienst nieder gemacht.Ich frisch verheiratet, und am 22,11,65 eingezogen,am 25.11. mein Sohn geboren,ich durfte gleich nachhause(die haben mich vor der Vereidigung gelassen). Haben sie erst danach gemerkt.Aber das war schon hart in Mönchshai.
@Hanum83, Gruss Greso


nun liest auch der @Hanum83 wirklich.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


Greso hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.10.2016 22:43 | nach oben springen

#56

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.10.2016 02:31
von Hanum83 | 4.798 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #55
Zitat von Greso im Beitrag #54
Ist zwar etwas verspätet aber macht nichts.Mich hatte eigentlich der ganze gezwungene Wehrdienst nieder gemacht.Ich frisch verheiratet, und am 22,11,65 eingezogen,am 25.11. mein Sohn geboren,ich durfte gleich nachhause(die haben mich vor der Vereidigung gelassen). Haben sie erst danach gemerkt.Aber das war schon hart in Mönchshai.
@Hanum83, Gruss Greso


nun liest auch der @Hanum83 wirklich.

gruß vs


Und du kannst dazu was tippen auch wenn es dich eigentlich null tangiert, schön für dich, wirklich


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
EK87II hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.10.2016 02:40 | nach oben springen

#57

RE: Stabsgefreiter

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.10.2016 09:51
von Beethoven | 137 Beiträge

Zitat von Sonne im Beitrag #47
Stabsgefreite mit 3 jähriger Dienstzeit waren die die zu dumm waren ein Unteroffizier zu werden.


Da muss ich widersprechen. Es gab sogar Uffze in unserem Truppenteil, die machten noch kurz vor der Versetzung in die Reserve ein BV um degradiert zu werden und als Stabsgefreite nach Hause zu gehen. Ein absoluter Ehrendienstgrad in den Landstreitkräften. Es gab wohl weniger Stabsgefreite als Generale in den Landstreitkräften. Das nehme ich allerdings nur an. Habe es nicht erforscht.

Außerdem, wo gab es denn noch Stabsgefreite, sagen wir mal ab 1965, wenn diese nicht davor oder als Reservisten ihren Dienst taten?

Die Uffze wurden im FJB / LStR innerhalb des Truppenteils ausgebildet. Es gab mal eine Ausnahme dies an einer U-Schule der LaSK auszubilden.
Das ging schief, weil es nur Stunk gab zwischen den U-Schööölern der US und unserem U-Ausbildungszug und auch den Ausbildern der U-Schule, die die Ausbildung der FJ-U-Schüler als zu hart oder Menschenverachtend, ansahen.

Die U-Schüler wurden in unserem Falle, nach der Grundausbildung, durch die Ausbilder der A-Kompanie, aus allen Rekruten ausgewählt und in den Unteroffiziersausbildungszug versetzt, wo sie dann 10 Monate lang (nicht 6 wie sonst wohl üblich) zum Uffz herangebildet wurden. Danach wurden sie dann auf die Kompanien verteilt.
Ich habe diese Tretmühle auch durchgemacht. 1974 / 75, war ich im UAZ. Danach war man fit wie ein Turnschuh.

Gruß

Angefügte Bilder:
UAZ74.JPG

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