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#1

Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 02:41
von Batrachos | 1.549 Beiträge | 16 Punkte
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Hallo,
In der DDR gab es damals die Wehrausbildungslager. Ich glaube jeder Schüler der 9. Klasse
mußte daran teilnehmen. Die Mädchen mußten bei bei uns in der Schule Zivielverteidigung machen.
Es gab dann auch noch in der Schule Wehrerziehung,wo man theoretische Grundlagen erlernte.
Das WAL war damals in Straußberg bei Nordhausen im heutigen Kyffhäuser Kreis . ( ist heute ein Affenpark dort)
Ausbilder damals waren Offiziersschüler von der OHS-Suhl. Familienbesuch durfte man damals auch nicht
empfangen. ( ging 2 wochen) Anrede der Ausbilder war: Genosse Offiziersschüler
Als 14 bzw 15 jähriger Schüler fand ich es damals als sehr harten Drill. Auch mit Gasmaske wurde geübt.
Man hatte so eine Art GST Uniform an mit Schiffchen auf, und auf dem Ärmel war ein Aufnäher ich glaube
Schwarz-Gelb und drüber stand in Schwarz WAL.
So nun meine Frage(n):
In welchen Jahr wurden denn diese WAL`eingeführt?
Wo überall gab es diese Übungsstätten in der DDR?
Welche Erlebnisse hattet ihr damals als Schüler im WAL?
Welche Vorraussetzungen gab es um nicht!! teilnehmen zu müssen?
Unter welchen Gesichtspunkten wurden die Offiziersschüler als Ausbilder ausgewählt?
Wo wart ihr damals im WAL?
Was war Sinn und Zweck dieser Vormilitärischen Ausbildung als Jugendlicher?

Edit: Ich glaube politischen Unterricht gab es dort nicht.

Mfg Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
zuletzt bearbeitet 31.07.2013 02:42 | nach oben springen

#2

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 06:49
von Kurt | 933 Beiträge | 2 Punkte
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Hallo Batrachos,

Schau mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrunterricht

Da findest Du schon einige Antworten.

Jetzt zu den persönlichen Fragen.

Von der POS wurden wir in's Wehrlager Gehren (Kreis Luckau) geschickt. Es waren Unterkünfte in Holzbaracken. Die Ausbilder dort kamen vom NVA-Standort Kamenz.

Die EOS schickte uns zuerst mit W50 nach Cottbus und dann per Bahn in ein großes Wehrlager in Storkow. Das waren Plattenbauwohnblöcke. Fast eine echte Kaserne. Die Ausbilder dort kamen vom Standort Doberlug-Kirchhain (ARMTW 13)

Bezüglich der Ausbildung kann ich nur sagen, daß sie der späteren Grundausbildung in den Streitkräften sehr ähnelte. Das war auch der Sinn.
Allerdings wurde mit KK-MPi 69 geschossen und F1 geworfen.

Viele Grüße,

Kurt


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#3

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 07:04
von Harsberg | 3.470 Beiträge | 685 Punkte
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Moin,

auf der früheren Uffz.-Schule Dittrichshütte/Krs. Rudolstadt war auch eine solche Ausbildungstätte


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#4

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 07:37
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Hallo,
wir waren nach der 11. Klasse (EOS) im Lager in Schirgiswalde. Dort ging es allerdings nicht allzu streng zu, wir haben das Ganze von der heiteren Seite gesehen. In Erinnerung ist eigentlich nur das dortige Schwarzbier und dessen Auswirkungen.

Gruß Stuelpner


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#5

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 07:46
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Na Gott sei Dank gabs das bei mir noch nicht

Wikipedia schreibt : Außerdem sollten die Jugendlichen politisch geformt und auf Staatskurs gehalten werden.

Wäre der Traum meines SV gewesen


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#6

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 08:18
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Schließe mich Pit59 an, das gab es erst ab 1978 und da wurde ich eingezogen.


xxx
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#7

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 08:24
von Udo | 1.278 Beiträge | 20 Punkte
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Wir waren in Parchim, in der Nähe eines Sees. Ganz normale Grundausbildung sowie Orientierungsmärsche mit Kompass und Karte.
Ich glaube in Zeiten von GPS und Routenplaner kann mit dem Kompass wohl nur noch die Wenigsten umgehen.


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#8

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 09:18
von Jobnomade | 1.380 Beiträge | 2 Punkte
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Zitat von Stuelpner im Beitrag #4
Hallo,
wir waren nach der 11. Klasse (EOS) im Lager in Schirgiswalde. Dort ging es allerdings nicht allzu streng zu, wir haben das Ganze von der heiteren Seite gesehen. In Erinnerung ist eigentlich nur das dortige Schwarzbier und dessen Auswirkungen.

Gruß Stuelpner



Hallo,

ich erinnere mich ebenfalls: Schirgiswalde, nach der 11.Klasse der EOS.
Haben wir damals jedoch völlig locker genommen und als Abenteuer betrachtet.
Ein bisschen Kleinkaliberschiessen und ein paar Orientierungsmärsche mit Karte und Kompass, auch mal nachts durch den Wald..
In irgendwelchen GST-Uniformen, wenn mich die Erinnerung nicht trügt.
Das war, was irgendwelche Härten oder Schikanen betrifft, Lichtjahre von der späteren Rekrutenausbildung beit den GT in Eisenach entfernt,

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#9

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 09:24
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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In der Schule war's noch friedlich und im 2. Lehrjahr wurden mal zwei Tage angesetzt wo man mit GST-Uniform etwas durchs Gelände gehampelt ist.


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#10

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 09:47
von hardi24a | 331 Beiträge | 1 Punkte
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Ja, ab so 1972 während der Lehre, waren wir in Tambach-Dietharz - GST Lager.
Wie schon beschrieben, Drill, Karte und Kompass, Nachtmärsche und KK Schießen.
Irgendwo habe ich noch ein paar Fotos, stelle sie bei Gelegenheit in der "Galerie" rein.


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#11

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 10:06
von Kimble | 397 Beiträge | 3 Punkte
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Zitat von Batrachos im Beitrag #1
Hallo,
In der DDR gab es damals die Wehrausbildungslager. Ich glaube jeder Schüler der 9. Klasse
mußte daran teilnehmen. Die Mädchen mußten bei bei uns in der Schule Zivielverteidigung machen.
Es gab dann auch noch in der Schule Wehrerziehung,wo man theoretische Grundlagen erlernte.
Das WAL war damals in Straußberg bei Nordhausen im heutigen Kyffhäuser Kreis . ( ist heute ein Affenpark dort)
Ausbilder damals waren Offiziersschüler von der OHS-Suhl. Familienbesuch durfte man damals auch nicht
empfangen. ( ging 2 wochen) Anrede der Ausbilder war: Genosse Offiziersschüler
Als 14 bzw 15 jähriger Schüler fand ich es damals als sehr harten Drill. Auch mit Gasmaske wurde geübt.
Man hatte so eine Art GST Uniform an mit Schiffchen auf, und auf dem Ärmel war ein Aufnäher ich glaube
Schwarz-Gelb und drüber stand in Schwarz WAL.
So nun meine Frage(n):
In welchen Jahr wurden denn diese WAL`eingeführt?
Wo überall gab es diese Übungsstätten in der DDR?
Welche Erlebnisse hattet ihr damals als Schüler im WAL?
Welche Vorraussetzungen gab es um nicht!! teilnehmen zu müssen?
Unter welchen Gesichtspunkten wurden die Offiziersschüler als Ausbilder ausgewählt?
Wo wart ihr damals im WAL?
Was war Sinn und Zweck dieser Vormilitärischen Ausbildung als Jugendlicher?

Edit: Ich glaube politischen Unterricht gab es dort nicht.

Mfg Batrachos



Wehrkundeunterricht und Wehrausbildungslager müßte man getrennt sehen.
ich kenne das für Anfang der 80er so:
Wehrkundeunterricht in der Schule, 9. und 10. Klasse, schon mit Ausgabe einer GST- Uniform.
Wehrausbildungslager war gleich zu Beginn der Lehrlingsausbildung.
Das kann ich gut erinnern, weil dafür unsere Arbeitsschutzschuhe zum ersten mal zum Einsatz kamen.

In der Schule war das immer ein ganzer Tag, da kamen welche von der NVA als "Dozenten" in die Schule.
War für beide Seiten immer eine willkommene Abwechslung.
Das Wort Gasmaske war im WK- Unterricht der Schule verpönt. Wir durften nur Bevölkerungsschutzmaske dazu sagen.
Praktische Übungen wurden damit aber nicht gemacht. Auch später im Lager nicht.

Ausnahmen wären, etwa für Kinder aus kirchlichen Familien, möglich gewesen.
Die hätten sich wimre dann im Schulgarten mit Unkraut zupfen beschäftigen können. Hat natürlich so gut wie keiner gemacht.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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zuletzt bearbeitet 31.07.2013 10:39 | nach oben springen

#12

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 10:26
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #9
In der Schule war's noch friedlich und im 2. Lehrjahr wurden mal zwei Tage angesetzt wo man mit GST-Uniform etwas durchs Gelände gehampelt ist.


Bei mir war es ähnlich, in der Lehre zwei Tage in Baracken in Ruhla. Vor dem richtigen GST Lager habe ich mich gedrückt. Kann mich noch an den namen erinnern "Rote Jungfront", ich habe daraus immer "Rote Jungfrau" gemacht und das als "Freudscher Versprecher" getarnt. So gesellschaftskonform ich auch war, mit dem Kriegsgespiele hatte ich nichts am Hut. Ich war eigentlich irgendwo Individualist. Ich kam mit dem Widerspruch "Individualist - soz. Massenbewegung" gut zurecht. Ich nahm mir meine kleinen persönlichen Freiheiten ohne das System anzuzweifeln (wird jetzt OT)

Aber die GST Klamotten waren gut zum Motorrad fahren......


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#13

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 10:54
von werner | 1.591 Beiträge | 3 Punkte
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Das hatten wir hier schon mal gestreift:

Wehrsport in der DDR für Jugendliche (4)


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#14

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 11:03
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In der Schulzeit gab es wohl einerseits einen Lehrgang Zivilverteidigung und parallel dazu eine Art GST- Lager, das alle 15-16 jährigen zu absolvieren hatten, die Schule fiel da komplett aus wobei ich nicht weiß, ob es die ganze Woche ging.
Sehr gut in Erinnerung ist mir aber das GST- Lager (so nannten wir das eigentlich nur) während der Lehrzeit in Plattenburg, dort war schon Exerzieren, KK- Ballerei und Langlauf im Gelände angesagt, was mich aber ehrlich gesagt nicht weiter gefordert oder gar verärgert hat.
Dort war auch mein Gartennachbar Hundertschaftskommandeur, davon hatte ich allerdings nichts, ich grüßte ihn nur wenn ich ihm zu Hause mal begegnete, in Plattenburg selber wahrte ich aber den Abstand.
Nie vergessen werde ich aber die Episode auf dem Schießplatz, denn die Ballerei lag mir überhaupt nicht, viel lieber lief ich kilometerweit durch die Wälder aber das konnte man sich ja nicht aussuchen.
Bei der Auswertung der Schießergebnisse hatte man eine sagenhaft schöne Lady engagiert, zu welcher Einheit die gehörte und was das überhaupt sollte, vermag ich heute nicht mehr zu sagen, der Lebensläufer hätte dort aber auf alles geschossen, um bei der zu landen.
Leider erregte ich nur mit einer lausigen Trefferquote Aufsehen, das war aber echtes Unvermögen und kein Pazifismus.
Es machte schlichtweg keinen Spaß und so ging ich dann auch an die Sache heran, wenn es Zensuren gegeben hätte, wäre es vielleicht besser gelaufen aber auch das ist nicht sicher aber später mit dem Luftgewehr als wir freiwillig im Bahnbetriebswerk Schießübungen machten, war es wegen der regelmäßigen Sportwettbewerbe schon deutlich besser.
Ich glaube aber auch, daß die Lager festen Bildungseinrichtungen zugeteilt waren, da meine späteren und vorherigen Lehrlingskollegen der BBS "DSF" RBD Halle (so hieß die Berufsschule wirklich !) auch nur dort waren.



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zuletzt bearbeitet 31.07.2013 11:39 | nach oben springen

#15

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 11:05
von Ex-Huf (gelöscht)
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Wir waren nach der 11. Klasse im GST-Lager in Prerow, das war 1976.
Ich erinnere mich an Drill und Sackstand, im Ernst. Auch mit PSA.

Teilweise nachts eingeteilt am Strand von Prerow zur Hinterlandsbeobachtung.

Wir waren nach 2 Wochen ziemlich kaputt, wir Salonsoldaten...

VG Ex-Huf


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#16

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 11:09
von Udo | 1.278 Beiträge | 20 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #14
In der Schulzeit gab es wohl einerseits einen Lehrgang Zivilverteidigung und parallel dazu eine Art GST- Lager, das alle 15-16 jährigen zu absolvieren hatten, die Schule fiel da komplett aus wobei ich nicht weiß, ob es die ganze Woche ging.
Sehr gut in Erinnerung ist mir aber das GST- Lager (so nannten wir das eigentlich nur) in Plattenburg, dort war schon Exerzieren, KK- Ballerei und Langlauf im Gelände angesagt, was mich aber ehrlich gesagt nicht weiter gefordert oder gar verärgert hat.
Dort war auch mein Gartennachbar Hundertschaftskommandeur, davon hatte ich allerdings nichts, ich grüßte ihn nur wenn ich ihm zu Hause mal begegnete, in Plattenburg selber wahrte ich aber den Abstand.
Nie vergessen werde ich aber die Episode auf dem Schießplatz, denn die Ballerei lag mir überhaupt nicht, viel lieber lief ich kilometerweit durch die Wälder aber das konnte man sich ja nicht aussuchen.
Bei der Auswertung der Schießergebnisse hatte man eine sagenhaft schöne Lady engagiert, zu welcher Einheit die gehörte und was das überhaupt sollte, vermag ich heute nicht mehr zu sagen, der Lebensläufer hätte dort aber auf alles geschossen, um bei der zu landen.
Leider erregte ich nur mit einer lausigen Trefferquote Aufsehen, das war aber echtes Unvermögen und kein Pazifismus.
Es machte schlichtweg keinen Spaß und so ging ich dann auch an die Sache heran, wenn es Zensuren gegeben hätte, wäre es vielleicht besser gelaufen aber auch das ist nicht sicher aber später mit dem Luftgewehr als wir freiwillig im Bahnbetriebswerk Schießübungen machten, war es wegen der regelmäßigen Sportwettbewerbe schon deutlich besser.
Ich glaube aber auch, daß die Lager festen Bildungseinrichtungen zugeteilt waren, da meine späteren und vorherigen Lehrlingskollegen der BBS "DSF" RBD Halle (so hieß die Berufsschule wirklich !) auch nur dort waren.


Kurze Nachfrage: Plattenburg in der Prignitz??? Wenn ja, wo war der Schießstand?


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#17

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 11:12
von Vogtländer (gelöscht)
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2 Wochen im Mai 89 in Biesental bei Bernau.Entspannt wars und durch die folgende Ferienwoche war der Wonnemonat irgendwie gerettet.
Der Samstag war Besuchstag,aber gegen den jugendlichen Hormonstau konnte in der kurzen Zeit und mangels Rückzugsmöglichkeiten nichts gemacht werden.War ja auch keinPuff.
War letztens mal dort,wo das Objekt war.Plattgemacht und zugewucherte Betonwege sind noch da.Die Natur holt sich was wieder.


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zuletzt bearbeitet 31.07.2013 11:14 | nach oben springen

#18

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 11:14
von Hackel39 | 3.123 Beiträge | 8 Punkte
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Erwähnenswert ist jedoch auch, daß bei diesen Veranstaltungen auch der NVA- Werbezirkus anwesend war.
Dort wurden alle einzeln nochmal in die Mangel genommen, ob man sich denn vorstellen könnte, so etwas länger haben zu wollen.
Man machte uns die anderen Sparten schmackhaft, dabei signalisierte ich meine Affinität zum Tauchsport und man stellte in Aussicht, daß länger dienende Personen durchaus auch Wünsche äußern durften.
Dafür aber später oder gar überhaupt nicht in dem eigentlichen Traumberuf Lokführer anzukommen, kam für micht nicht in Frage woraufhin der dekorierte Genosse mir zu verstehen gab, daß es dann wohl nur für die Mot.- Schützen reichen würde.
Damit konnte ich überhaupt nichts anfangen, später erfuhr ich, daß man die auch Sandlatscher nannte aber ob das tatsächlich diesem Tätigkeitsfeld entsprach, weiß ich mangels Wehrdiensterfahrung bis heute nicht.
Etwas gewöhnungsbedürftig war auch der temporär veränderte Umgang miteinander.
Irgendwie sprach ich dort nach der 58. Ermahnung wohl auch lauter als sonst und meine Kollegen und Herren Lehrer waren nun plötzlich alles Kameraden, naja sei es drum es gehörte halt dazu und verlieh etwas mehr Sicherheit für den Ernstfall, immerhin wußte man jetzt wie die Gasmaske aufzusetzen und das Gewehr zu montieren und zu laden war.



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zuletzt bearbeitet 31.07.2013 11:36 | nach oben springen

#19

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 11:15
von Udo | 1.278 Beiträge | 20 Punkte
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@ Hackel39 Kurze Nachfrage: Plattenburg in der Prignitz??? Wenn ja, wo war der Schießstand?


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#20

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 31.07.2013 11:18
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Zitat von Udo im Beitrag #16
Zitat von Hackel39 im Beitrag #14
In der Schulzeit gab es wohl einerseits einen Lehrgang Zivilverteidigung und parallel dazu eine Art GST- Lager, das alle 15-16 jährigen zu absolvieren hatten, die Schule fiel da komplett aus wobei ich nicht weiß, ob es die ganze Woche ging.
Sehr gut in Erinnerung ist mir aber das GST- Lager (so nannten wir das eigentlich nur) in Plattenburg, dort war schon Exerzieren, KK- Ballerei und Langlauf im Gelände angesagt, was mich aber ehrlich gesagt nicht weiter gefordert oder gar verärgert hat.
Dort war auch mein Gartennachbar Hundertschaftskommandeur, davon hatte ich allerdings nichts, ich grüßte ihn nur wenn ich ihm zu Hause mal begegnete, in Plattenburg selber wahrte ich aber den Abstand.
Nie vergessen werde ich aber die Episode auf dem Schießplatz, denn die Ballerei lag mir überhaupt nicht, viel lieber lief ich kilometerweit durch die Wälder aber das konnte man sich ja nicht aussuchen.
Bei der Auswertung der Schießergebnisse hatte man eine sagenhaft schöne Lady engagiert, zu welcher Einheit die gehörte und was das überhaupt sollte, vermag ich heute nicht mehr zu sagen, der Lebensläufer hätte dort aber auf alles geschossen, um bei der zu landen.
Leider erregte ich nur mit einer lausigen Trefferquote Aufsehen, das war aber echtes Unvermögen und kein Pazifismus.
Es machte schlichtweg keinen Spaß und so ging ich dann auch an die Sache heran, wenn es Zensuren gegeben hätte, wäre es vielleicht besser gelaufen aber auch das ist nicht sicher aber später mit dem Luftgewehr als wir freiwillig im Bahnbetriebswerk Schießübungen machten, war es wegen der regelmäßigen Sportwettbewerbe schon deutlich besser.
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Kurze Nachfrage: Plattenburg in der Prignitz??? Wenn ja, wo war der Schießstand?


Das war irgendwo bei Schwerin/ Ludwigslust im Frühherbst 1983, Anfang des 2. Lehrjahres.



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