#41

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 11:46
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Wehrausbildungslager wenn ich so einen Namen schon höre wird mir schlecht. Solchen Firlefanz hätte der Peter nie mitgemacht. Auch in der Berufsschule stand mal GST Lager an,ich bin in der Zeit in den Betrieb. "Du musst daran Teilnehmen" Ich sagte nur "Einen Scheiss muss ich"


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#42

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 13:03
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #41
Wehrausbildungslager wenn ich so einen Namen schon höre wird mir schlecht. Solchen Firlefanz hätte der Peter nie mitgemacht. Auch in der Berufsschule stand mal GST Lager an,ich bin in der Zeit in den Betrieb. "Du musst daran Teilnehmen" Ich sagte nur "Einen Scheiss muss ich"




Haste das später--bei der Einberufung zum Wehrdienst dann auch gesagt.--nimms locker


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#43

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 16:17
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Nee Jürgen,das war ja nun wieder unsere Pflicht obwohl ich die Schauze schon voll hatte als ich gelesen habe gemustert als Mot-Schütze
Grüne Grenze wars dann,und das war gut so.


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#44

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 17:23
von 1941ziger | 1.000 Beiträge

Da will ich mal meinen Senf dazu geben, ich krame mal in meinen Erinnerungen.

Ein großer Radebeuler Betrieb war die Fa. in der ich gearbeitet und auch schon gelernt habe.
Dort bin ich schon nach der Gründung der GST dem Verein beigetreten, war nicht schlecht denn mit 16 Jahren
habe ich da den Führerschein gemacht, für 20 Mark...das war 1957.
Ab 1959 habe ich in Riesa den GST Flugplatz mit aufgebaut und meine ersten Platzrunden geflogen.
War alles noch Sport, den man selber hätte nicht bezahlen können.

Nach meiner Dienstzeit GP/GT von 1960 -1964 habe ich wieder in der Fa. angefangen.
Ich brachte den Fahrlehrerschein mit, so war es normal als Fahrlehrer bei der GST ehrenamtlich zu arbeiten,
es war die wichtige Gesellschaftliche Arbeit und man hatte Ruhe vor allen anderen Dingen.
War eine gut Sache, ich hatte immer ein Auto ........zu transportieren gab es ja viel.

Das mal als Einleitung

Mit der Vormilitärischen Ausbildung wurde es in den Dresdner Betrieben so gehandhabt.
Das aber erst nach 1978, als Erich kam. Die Struktur änderte sich da, aus der Gesellschaft für Sport u. Technik
wurde eine fast paramilitärisch Einheit mit dem Ziel der NVA etwas Ausbildungszeit abzunehmen.

1.Lehrjahr........ die Jungs lernten laufen, minni Sturmbahn und mußten zum Schießen
....... die Mädchen machten DRK
2.Lehrjahr.........ausgesuchte Jungs machten schon etwas in Richtung Laufbahn NVA, das heißt Militärkraftfahrer (FS Kl.V & I), für 50,00 Mark
oder Seesport-Ausbildung in Richtung Marine, auch Funker und Taucher Sparten gab es.
........ die Mädchen DRK

Ein mal im Jahr gab es dann ein GST Lager wo die Ausbildung überprüft wurde und die Führerscheinprüfungen waren.
Das Lager war obligatorisch für alle und fand immer in der 2.Woche September statt.

Für die , die als Militärkraftfahrer gemustert waren gab es kurz vor der Einberufung noch einen Wochenlehrgang auf dem URAL.
Für angehende Offiziersschüler bei der Pateneinheit auch eine Woche TATRA 813

Ich habe das mal so aus der Erinnerung aufgeschrieben, als Ausbilder habe ich das bis 1980 gemacht. Danach war ich mit meiner
politischen Einstellung etwas in die Schieflage geraten.....ist aber ein anderes Thema.

Übrigens, bei uns waren nie Angehörige der NVA dabei, ich hatte nur für alle Fälle ein Tatra 813 von der Pateneinheit da.
GST Uniformen hatten alle, geschossen wurde mit der KK-Kalaschnikow.

Jürgen


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
zuletzt bearbeitet 10.01.2015 17:31 | nach oben springen

#45

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 18:45
von Gelöschtes Mitglied
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Gleich zum Anfang der Lehre ging es im September 1978 ins GST-Lager.
Ich glaube, es dauerte 2 Wochen?
Dies befand sich für unseren Betrieb in Dabel / Meck/Pomm, nahe Sternberg. (Heute heißt das Lager "Storchennest" und man kann dort Urlaub machen)
Direkt an einem See gelegen,stand dort das Bungalowdorf,welches sonst ein Ferienlager war.

Ich erinnere mich daran,wie sich die damaligen Lehrmeister als (Gruppenführer,Zugführer und Kommandanten?) ereiferten,um mit uns Krieg zu spielen.
Frühsport,Nachtalarm,Einbuddeln,Gaaaaaas,Fliegeralarm,Orientierungslauf,Stil-Handgranatenweitwurf...schießen mit KK.......das volle Programm.......
Natürlich musste auch jeder mal "Objektwache" stehen und zwar mit einem Holzgewehr,...auch Nachts......
Na das kam gut, bei 16-18 Jährigen.......

(Zur Wache:Da ist mir 2x der Ar... geplatzt,1x gepennt und einmal Spinne im Spinnennetz mit Kleingetier versorgt....)
Musste ich zum "Lagerkommandanten" und wurde vor der ganzen Truppe zusammengefaltet,war mir aber Shitegal und die Anderen fanden es auch lustig.

Natürlich musste marschiert und gesungen werden und die Sturmbahn war unser "Sportplatz",auf dem man sich meist kriechend fortbewegte.
Auf dieses blöde Lager hätte nicht nur ich gern verzichtet.

Ich las hier,dass es diese Lager erst ab 1978 gab,stimmt das wirklich?
Kumpels von mir mussten dort auch schon teilnehmen und zwar 1976.
Ein Besuch bei der "Paten-NVA" war auch so ein Muss.
Nun überlege ich gerade,wieviel Lehrlinge wir waren?
Auf jeden Fall mindestens 60 wenn nicht sogar 80-90.


Quelle:https://de-de.facebook.com/DdrFerienlage...78950238834157/



Edit: Foto (Komisch,wollte ein Bild löschen,da doppelt,habe nur vier hochgeladen und hier eingefügt,in der Vorschau erscheinen 4,trotzdem werden 5 nach dem speichern angezeigt.)

Gruß ek40

Angefügte Bilder:
2724o11.JPG

zuletzt bearbeitet 10.01.2015 18:53 | nach oben springen

#46

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 18:45
von Gelöschtes Mitglied
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Wir mussten im Rahmen der Lehrausbildung eine Woche in ein GST Lager. Untergebracht in einer Jugendherberge in Martinfeld im Kreis Heiligenstadt. Der eine Lehrer war der Hundertschaftskommandeur.

Von der Organisation wie ein billiger Abklatsch der HJ. Die Ausbildung war Pillepalle. Wir bekamen GST Uniformen. Geschossen haben wimre dort nicht. Das haben wir zu einem anderen Zeitpunkt auf einem alte Schießstand unweit der Berufsschule mit KK Gewehren gemacht.

Die ganze Sache wurde von den Meisten nicht für voll genommen und so waren auch die Ergebnisse.

Der Hesselfuchs


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#47

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 18:58
von Hansteiner | 1.419 Beiträge

Die Jugendherberge kenne ich auch. 2 oder 3 mal da gewesen, aber nur zur Klassenfahrt !
Einmal haben sie unsere halbe Klasse "zugeführt zur Klärung eines Sachverhalts".
Die hatten sich nur verlaufen auf der Straße nach Ershausen und da wurde alles "hops" genommen.

H.



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#48

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 21:33
von Stuelpner | 170 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #45


Ich las hier,dass es diese Lager erst ab 1978 gab,stimmt das wirklich?
Kumpels von mir mussten dort auch schon teilnehmen und zwar 1976.

Gruß ek40

Im Sommer 1974 nach der 11. Klasse, nach zweiwöchiger Klassenfahrt zum Zelten in Neukloster. Am nächsten Tag für 2 Wochen ab ins GST-Lager Schirgiswalde.

Gruß Stuelpner


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#49

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 21:39
von Gelöschtes Mitglied
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Also was ich beschrieben habe das war schon 74.

Der Hesselfuchs


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#50

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 10.01.2015 23:28
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Ich kenne aus meiner Schulzeit (10. Klasse Abschluss 1977) keine Wehrausbildung und keine Wehrausbildungslager. Erst nach Beginn der Lehre gab es dann GST-Lager. Diese gab es meines Wissens nach auch an Erweiterten Oberschulen ab der 11. Klasse. Die eigentlichen Wehrausbildungslager am Ende der 9. Klasse im Rahmen des Wehrkundeunterrichts kamen erst später auf. Ich erhielt erste Kenntnis davon, als ich im Sommer 1981 als Zugführer in ein solches Lager in der Nähe von Morgenröthe-Rautenkranz musste. Ich war damals Offiziersschüler zum Ende des 2. Lehrjahrs.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#51

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 11.01.2015 03:01
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #50
Ich kenne aus meiner Schulzeit (10. Klasse Abschluss 1977) keine Wehrausbildung und keine Wehrausbildungslager. Erst nach Beginn der Lehre gab es dann GST-Lager. Diese gab es meines Wissens nach auch an Erweiterten Oberschulen ab der 11. Klasse. Die eigentlichen Wehrausbildungslager am Ende der 9. Klasse im Rahmen des Wehrkundeunterrichts kamen erst später auf. Ich erhielt erste Kenntnis davon, als ich im Sommer 1981 als Zugführer in ein solches Lager in der Nähe von Morgenröthe-Rautenkranz musste. Ich war damals Offiziersschüler zum Ende des 2. Lehrjahrs.

ciao Rainman


Gemeint ist die zweiwöchige Ausbildung, im Rahmen des Wehrkundeunterrichtes, zum Ende des 9. Schuljahres. Diese fanden, für einen Teil der Schüler und stets freiwillig, in einem "Lager" statt.
Ich habe 1979 an solch einer "Maßnahme" teilgenommen und meine Freiwilligkeit ganz schnell bereut. Das ganze fand im damaligen " Lager für Erholung und Arbeit Gusow", dem späteren Schauplatz zweier Forentreffen, statt. Der große Bungalow in dem wir Jahrzehnte später gemeinsam feierten, diente damals als Schulungs und Fernsehraum.
Aber das nur nebenbei! Der zweiwöchige Spezialunterricht wurde von Berufssoldaten der NVA, darunter Offiziersschülern, abgehalten. Zum Programm gehörten Exerzieren, Geländeausbildung, Schießen, Schutzausbildung und das Absolvieren der Sturmbahn. Und das mit fünfzehn Jahren-wat waren wir doch für Helden

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 11.01.2015 13:21
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #51
Zitat von Rainman2 im Beitrag #50
Ich kenne aus meiner Schulzeit (10. Klasse Abschluss 1977) keine Wehrausbildung und keine Wehrausbildungslager. Erst nach Beginn der Lehre gab es dann GST-Lager. Diese gab es meines Wissens nach auch an Erweiterten Oberschulen ab der 11. Klasse. Die eigentlichen Wehrausbildungslager am Ende der 9. Klasse im Rahmen des Wehrkundeunterrichts kamen erst später auf. Ich erhielt erste Kenntnis davon, als ich im Sommer 1981 als Zugführer in ein solches Lager in der Nähe von Morgenröthe-Rautenkranz musste. Ich war damals Offiziersschüler zum Ende des 2. Lehrjahrs.

ciao Rainman


Gemeint ist die zweiwöchige Ausbildung, im Rahmen des Wehrkundeunterrichtes, zum Ende des 9. Schuljahres. Diese fanden, für einen Teil der Schüler und stets freiwillig, in einem "Lager" statt.
Ich habe 1979 an solch einer "Maßnahme" teilgenommen und meine Freiwilligkeit ganz schnell bereut. Das ganze fand im damaligen " Lager für Erholung und Arbeit Gusow", dem späteren Schauplatz zweier Forentreffen, statt. Der große Bungalow in dem wir Jahrzehnte später gemeinsam feierten, diente damals als Schulungs und Fernsehraum.
Aber das nur nebenbei! Der zweiwöchige Spezialunterricht wurde von Berufssoldaten der NVA, darunter Offiziersschülern, abgehalten. Zum Programm gehörten Exerzieren, Geländeausbildung, Schießen, Schutzausbildung und das Absolvieren der Sturmbahn. Und das mit fünfzehn Jahren-wat waren wir doch für Helden

Gruß an alle
Uwe



dann hatten die beiden Forentreffen bestimmt auch Hintergedanken,
wollte denn keiner der Teilnehmer noch mal zeigen,
was so alles von der Wehrausbildung hängen geblieben ist?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 11.01.2015 13:22 | nach oben springen

#53

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 11.01.2015 14:15
von FRITZE (gelöscht)
avatar

@Lutze Du hast doch im Herbst 2013 die Bilder und das Video gesehen ! da ging es ausschliesslich um Musik !

Für Dich noch mal eins aus meiner Privatgalerie !

Angefügte Bilder:
Handybilder Papa 093.JPG

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#54

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 11.01.2015 17:15
von PF75 | 3.294 Beiträge

Also ich kenne vormilitärische Ausbildung auch nur aus der Lehrzeit (72-74),im1.Lehrjahr hatten wir alle paar Monate nur immer einen Tag Ausbildun(meistens Burgholz in NBDG) und im 2.Lehrjahr wurde dann für eine Woche alle Lehrlinge im Lehrlingswohnheim zusammen gefasst(war da aber dummerweise gerade krank geworden ).


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#55

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 07.04.2015 02:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Udo im Beitrag #19
@ Hackel39 Kurze Nachfrage: Plattenburg in der Prignitz??? Wenn ja, wo war der Schießstand?


Glöwen, hinter dem Waldstadion, an der Sandgrube.
Micha


Udo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 07.04.2015 23:11
von Häuptling | 77 Beiträge

Zitat von hardi24a im Beitrag #10
Ja, ab so 1972 während der Lehre, waren wir in Tambach-Dietharz - GST Lager.
Wie schon beschrieben, Drill, Karte und Kompass, Nachtmärsche und KK Schießen.
Irgendwo habe ich noch ein paar Fotos, stelle sie bei Gelegenheit in der "Galerie" rein.


Da durfte ich als OS Ende 1. Lj (1976) "Ausbilder" spielen. Zur nächsten Kneipe war es ein ganzes Stück. Im 2. Lj mussten wir den Frischlingen in Perleberg eine hübsche Grundausbildung verpassen...


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#57

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 08.04.2015 09:51
von Schakal | 271 Beiträge

Wehrausbildungslager am Ende der 9. Klasse war bei uns wenn ich mich nicht irre in den ersten beiden Wochen der Sommerferien. In der zehnten Klasse war nochmal in den Winterferien eine Woche so ein Mist, dann allerdings an der Schule. Habe letzteres damals "geschwänzt", was mir meinen ersten Verweis in zehn Jahren Schule einbrachte.

Ich bin glücklicherweise nicht mehr zur NVA gezogen worden, da ich erst 1988 ausgelernt hatte und ein Jahr später war eh alles vorbei. Als ich dann 1991 zur BW gezogen wurde, kam mir und den anderen Ossis unsere Wehr-und GSTLagerausbildung sehr zu Gute.
Um es mal vorsichtig auszudrücken, die Wessis mussten in der Grundausbildung noch sehr viel lernen, was wir schon in der Schule konnten.
Viele der 1991 Eingezogenen Altersgenossen hatten schon dank der GST ihren LKW-Führerschein. Davon konnten die Westdeutschen nur träumen.


--- Ex oriente lux.---
zuletzt bearbeitet 08.04.2015 09:52 | nach oben springen

#58

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 08.04.2015 12:34
von RiFu | 203 Beiträge

Unser Wehrlager war am Ende der 9.Klasse(1983) für 2 Wochen. Die Jungs mußten nach Limbach-Oberfrohna in das Pionierlager und die Mädels blieben in der Schule zum ZV_Lehrgang. Mein Heuschnupfen reichte damals aus um bei den Mädels zu bleiben . Der ZV-Lehrgang in der Schule war hauptsächlich Erste Hilfe und dann ABC-Grundlagen. Wir musten uns Schutzkleidung selber basteln und den Schulkeller zum Schutzraum umrüsten(als wenn das was geholfen hätte...). Die Jungs wurden von O-Schülern 2 Wochen durch die Gegend gejagt, Exerzieren, Marsch teilweise mit Gasmaske, Sturmbahn, KK-Schießen und Rotlichtbestrahlung.

Karsten


EK 88 I


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#59

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 08.04.2015 21:57
von Rothaut | 400 Beiträge

Die Jungs wurden von O-Schülern 2 Wochen durch die Gegend gejagt, Exerzieren, Marsch teilweise mit Gasmaske, Sturmbahn, KK-Schießen und Rotlichtbestrahlung.

Ja...RiFu....so kenne ich das auch..ich war in Göhren auf Rügen.
Mein Zug hatte den 1.Platz bei der Abschlußübung belegt..und wir bekamen..jeder eine Taschenlampe!
Ich wurde dann noch Bester meines Zuges......damals war ich innerlich schon ein bißchen Stolz.
"Beliebt" was das marschieren mit einem Lied auf den Lippen...kann man sich ja vorstellen..wie das bei 15jährigen geklappt hat.
Ich weiß gar nicht wie oft wir die Strasse rauf und runter marschieren mußten..bis der O-Schüler zufrieden war.
Ich muss sagen..mir persönlich hat das alles nichts ausgemacht...ich fand es ok und man hat viele neue Jungs kennengelernt.
Das ganze passte damals auch zu meinem Berufswunsch...ich konnte etwas reinschnuppern.

Gruß Rothaut


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#60

RE: Wehrausbildungslager

in Leben in der DDR 09.04.2015 08:20
von Schakal | 271 Beiträge

Stelle mir gerade die Frage, was uns diese Wehrlager gebracht haben, ausser natürlich milit. Grundkenntnisse?
Was ich meine ist, man vergleicht ja gerne die Jugend von heute mit seiner eigenen.
Heute entsteht ja schnell der Eindruck, die Jugend ist respektlos gegenüber Lehrern, kriminell und weiß nichts so recht was mit sich anzufangen.
Was wäre, wenn es heute noch solche "Lager" geben würde ? Die sogenannten Bootcamps sollen ja angeblich auch etwas zur Disziplinierung von Menschen beitragen.

Kurz um, waren wir in der DDR grundsätzlich disziplinierter auf Grund der allgemeinen (soz.-) Erziehung oder haben uns diese militärischen Spielchen in den jungen Jahren auch in unserer Entwicklung geprägt?

Es ist natürlich klar, dass es auch in der DDR "böse" Jugendliche gab, aber im Wehrlager waren wir doch irgendwie alle gleich.


--- Ex oriente lux.---
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