#21

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 12:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #19

Es war aber doch ím DDR-Alltag normal, das das MfS sich in Direktorenzimmern oder Personalabteilungen Informationen holte. Die gingen da eben rein, legetimierten sich, holten, was sie brauchten. Kannte ich gar nicht anders. Besonderheiten mussten immer sofort gemeldet werden.


Ich denke wir sollten bei diesem Thema bei den Schulen bleiben. Und da insbesondere bei den erweiterten Oberschulen. Auch um den Eindruck zu vermeiden, dass wenn ein Schüler der 5. Klasse Pioniernachmittage schwänzte oder die Einnahmen bei der Altsoffsammlung nicht spendete, sondern für einen neuen Fahrradschlauch verwendete, schon Besonderheiten waren, die in der Schülerakte vermerkt und gemeldet wurden.

Ich fände es viel interessanter über die Rolle des Ministeriums für Volksbidung in diesem Zusammenhang nach zu denken. Das ist schon schwierig genug, weil ich befürchte, dass sofort das Faß mit Pauschalverurteilung der Lehrer in der DDR aufgemacht wird.

LG von der grenzgaengerin


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#22

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 13:46
von SET800 | 3.102 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #20

@Udo
wenn du eine solchen Vorgang als normal bezeichnest, dann war der ganze Staat abnormal, in dem solche Vorkommnisse als Normalität klassifizert werden, zumindest von ausserhalb der DDR betrachtet.



Hallo, egal ob das gefällt oder nicht, solche Vorgehensweisen sind der weltweite Normalfall, mehr oder weniger für jeden Staat.
Daß zeigen ja aktuell die Vorgänge um die NSA, vor 35 Jahren die Berufsverbote oder "Radikalenerlass" usw.

Wenn es um die Staatsexistens ging,...... und bei Ärtzeabwanderung hört für eine Volkswirtschaft der Spaß auf....



zuletzt bearbeitet 31.07.2013 13:48 | nach oben springen

#23

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 13:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #22
Zitat von Gert im Beitrag #20

@Udo
wenn du eine solchen Vorgang als normal bezeichnest, dann war der ganze Staat abnormal, in dem solche Vorkommnisse als Normalität klassifizert werden, zumindest von ausserhalb der DDR betrachtet.



Hallo, egal ob das gefällt oder nicht, solche Vorgehensweisen sind der weltweite Normalfall, mehr oder weniger für jeden Staat.
Daß zeigen ja aktuell die Vorgänge um die NSA, vor 35 Jahren die Berufsverbote oder "Radikalenerlass" usw.

Wenn es um die Staatsexistens ging,...... und bei Ärtzeabwanderung hört für eine Volkswirtschaft der Spaß auf....



@SET800 sach ma, hast du eigentlich verstanden, worüber in diesem Thread gesprochen wird ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#24

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 14:38
von SET800 | 3.102 Beiträge

Ja,
Kräfte des Ministerium für Statssicherheit wollten über den Umweg des Sohnes des Ärzteehepaares Informationen über
die Absicht einer eventuellen Republikflucht.

Ob im Detail die junge Frau aufgefördert, genötigt, ermuntert, zwinkernd auf die Möglichkeit eingewiesen oder
schicht eine Schülerliebe lebte, daß ist eine andere Frage.

Also ob Regeln des Jungenrechtes der DDR von amtswegen verletzt wurden, aber eben nur im Bezug auf
Sexualverkehr einer nicht erwachsenen Frau, ggf. eine Form der Zuhälterei..



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#25

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 15:11
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #17
Mal allgemein gesprochen, für die Kinder ist es gleich, wer die Verursacher dieses seelischen Mißbrauchs sind.
Ob sie heute in einen Scheidungskrieg mit einbezogen werden oder als Jung- FDJler auf Mitschüler angesetzt wurden bleibt vom Effekt her das Gleiche.
Wenn man Kinder wie Kinder behandeln würde, so wären sie weder Spitzel noch eine Partei in juristischen Auseinandersetzungen geworden.
Auch steckt nicht immer die Stasi dahinter, wenn DDR- Schüler in grenzwertige Situationen geraten, deren Ausgang ihnen heute noch leid tut.
So war ich mal als FDJ- Sekretär der 9. Klasse mit meiner Klassenlehrerin unterwegs, um die Eltern "problematischer" Schüler zu Hause zu besuchen, um in deren Abwesenheit über diese Mitschüler zu sprechen.
Allein diese Konstellation war nach meiner heutigen Erinnerung schon ein Waterloo für den täglichen Umgang miteinander, konkret erinnern kann ich mich nur noch daran, daß einer dieser Schüler mit seinen Eltern ein Jahr später die DDR verlassen sollte, was zumindest ich damals nicht wußte.
Ich sprach also mit dessen Eltern und meiner Lehrerin darüber, daß ich ihn zum Schwarzangeln mitnahm (ich selbst hatte aber den Angelschein), daß er manchmal ein Heimlichtuer war und eigentlich bessere Noten haben könnte, wenn er sich mehr anstrengen würde.
Nach solchen TV- Berichten frage ich mich einmal mehr,
1. ob wirklich jeder Handlanger der Stasi auch ordentlich zertifiziert war,
2. ob man nicht irrsinniger Weise jeden Alltagskram gleich an die Stasiglocke hängen muß,
3. ob hysterische Reaktionen (siehe Schuldirektorin und den Brief aus Frankreich) vieles noch schlimmer als notwendig gemacht haben, immerhin hat
sie das MfS praktisch in Zugzwang versetzt, die hätten das in anderen Situationen möglicherweise übergangen,
4. was Filmschaffende überhaupt dazu veranlasst, solche Randthemen nach Jahrzehnten zu thematisieren, (sind es nur die Quoten ?)
Trotzdem finde ich die Speisung der Medien sehr hilfreich bei der Befeuerung unseres Forums, auch mal allgemein gesprochen.





Es ist eben nicht das Gleiche,ob ein Kind oder Jugendlicher Zeuge des Scheiterns der Ehe seiner Eltern wird oder ob es angehalten, gezwungen oder aufgefordert wird die eigenen Klassenkameraden zu täuschen oder zu verraten.
Für mich war kaum ein Lehrer und der Schuldirektor schon garnicht ,Personen denen ich hätte vertrauen können.
Ich hatte keinerlei Hilfe aus der Lehrerschaft.Im Nachhinein muß ich sagen, die hatten alle Schiss, da in was reinzugeraten und haben sich lieber weggeduckt.Mit der Stasi wollte doch lieber keiner was zu tun haben. Konnte nur schaden.So wars doch.
Um mich meine regelmäßigen Erklärungen für die Ausreiseverbote aus dem Kreis unterschreiben zu lassen, hatte mich der ABV immer schön am Schulhofausgang abgefangen.


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#26

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 15:23
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

@ Gert Mich wundert ja, dass nicht schon wieder der Knoppsche Revanschismus in die Disskusion geworfen wurde und dir "Eindimensonalität" des Denkens vorgewurfen wurde........ Hab die Doku verpasst, werde dass aber nachholen!


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#27

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 15:37
von Kurt | 933 Beiträge

Hallo Schuddelkind,

Diese sogenannte "Doku" wird ständig wiederholt. Da hast Du gute Chancen, Dir das anzusehen.

Gruß,

Kurt


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#28

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 15:44
von KID | 234 Beiträge

@Gert Das war nicht nur in der DDR so. Als Nicht-Deutscher moechte ich Dich auf die NS-Zeit auch aufmerksam machen. Das interessiert Dich wohl nicht. Selbst der Papst Benedikt war bei der HJ, und wurde ebenso indoktriniert. Helmut Kohl war Flakhelfer, und Kurt Waldheim wohl bei der SS. Diese Menschen hatten auch im spaeteren Leben gezeigt, wie diese Indoktrination Fuss fast.

"Wer gegen den Wolf spricht, muss auch fuer ihn sprechen."

Jens


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#29

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 16:58
von connies9 | 78 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #13
Ich habe mir den thread von 2012 nach der ersten Ausstrahlung des Filmes "Stasi auf dem Schulhof" Beitrag für Beitrag durchgelesen. Zum Thema war da nichts zu lesen. Es war keine Sternstunde unseres Forums. Und ich habe die arge Befürchtung, dass es dieses Mal auch so enden könnte.

Leider wird die Dokumentation nicht in der Mediathek der ARD angeboten. Daher muss ich aus dem Gedächtnis schreiben.



Nein, das musst du nicht. Und jeder hier kann, wenn er will, sich ein Bild über die Sendung machen.

http://www.youtube.com/watch?v=bJci5Q_-bso

Nachdem ich sie mir angesehen habe, konnte ich mir ein Urteil bilden. Anfangs erschließt sich mir nicht, was die Stasi wirklich beabsichtigt. Einmal schmeichelt man den Opfern (Schüler), dann macht man ihnen Angst. Nur, warum? Jede Abweichung vom sozialistischen Weg wurde mit Argwohn betrachtet. War sie zu groß, zeigte man seine Macht. Diese konnte Lebensträume zerstören.

Am Ende ist es eindeutig. Man muss vor den Jugendlichen Angst gehabt haben, große Angst davor, dass sich eine Jugend mit einer eigenen Meinung entwickelt, welche von der Staatsdoktrin der älteren Herrschaften abweicht. Auch die Lehrer hatten Angst vor einer Verselbständigung der zugelassenen Optionen. Schnell war ein persönlicher Vorwurf des Fehlverhaltens konstruiert, schnell konnten sie auch am Pranger der Stasi stehen. Selbst im Fall einer nicht überwachten Brieffreundschaft.

Schade, dass man so wenig Vertrauen hatte. Wem fehlte die Überzeugung tatsächlich?

Danke Gert für den Thread. Auch danke der Grenzgängerin!



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#30

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 18:40
von Moskwitschka (gelöscht)
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Weil hier schon viele „Schlagworte“ gefallen sind, fange ich mit meinem Bericht über Wiesenburg 1945 an.

Schon vor Beendigung des 2. Weltkrieges waren sich die alliierten Mächte einig, dass im Nachkriegsdeutschland eine grundlegende Reeducation geplant und umgesetzt werden muss. Ziel war es, Deutschland, nach dem militärischen Sieg der Alliierten, zu einer demokratischen Gesellschaft umzuformen. Und dabei stand u.a.das Bildungswesen im Mittelpunkt. Reeducation war der Begriff den die Amerikaner verwandten. In den anderen Besatzungszonen wurden auch andere Begriffe verwendet: „Reconstruction“ bei den Briten, „mission civilisatrice“ bei den Franzosen und „antifaschistisch-demokratische Umgestaltung“ in der Sowjetischen Besatzungszone.

Die grundlegendste und umfassendste Umwälzung im Bereich Bildung fand meiner Meinung nach in der sowjetischen Besatzungszone statt.

Gekennzeichnet war diese Entwicklung durch die Neulehrer – Bewegung, die sofort nach Beendigung des Krieges in der sowjetischen Besatzungszone einsetzte. Unbelastete Personen wurden in 4 - bzw. 8 - Monatskursen auf den Schuldienst vorbereitet. Diese ersetzten die alte Lehrerschaft. Am 1. Oktober 1945 begann in der SBZ wieder der Unterricht.

Das war aber nur der Anfang, um den Unterricht zu sichern. In der weiteren Entwicklung entstanden zahlreiche Lehrerbildungsinstitute um den hohen Bedarf an neuen Lehrkräften auszubilden. Eines dieser vielen Einrichtungen zur Lehrerfortbildung wurde auch im Schloß Wiesenburg eingerichtet. Im Verlaufe der Zeit, spätestens seit 1946 und der Gründung der SED, orientierte sich die das Schulwesen immer mehr an der sowjetischen Pädagogik. Russisch wurde auch 1. Fremdsprache. Dafür brauchte man natürlich entsprechend ausgebildete Lehrer. Schloß Wiesenburg wurde eine Bildungseinrichtung mit Schwerpunkt Russisch.

In den 50-er Jahren wurden in der DDR die R – Klassen gebildet, in denen die Schüler schon ab 3.Klasse Russischunterricht hatten. Dies war eine Förderung mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche frühzeitig an die russische Sprache heranzuführen, die im sozialistischen Wirtschaftsraum immer größere Bedeutung erlangte. In diesem Zuge wurde aus der Lehrerbildungseinrichtung in Wiesenburg eine Spezialschule - eine Erweiterte Oberschule zur Vorbereitung auf das Russischlehrerstudium. Parallel dazu entstand die Spezialschule in Wickersdorf. Zugangsberechtigt waren nur Schüler, die ab 3. Klasse Russischunterricht hatten.

In beiden Schulen kamen die Schüler aus der gesamten DDR. In Wickersdorf aus den südlichen Bezirken der DDR und in Wiesenburg überwiegend aus den mittleren und nördlichen Bezirken der DDR. Ein Jahrgang bestand aus 2 Klassen mit je 25 Schülern.

Beworben hat man sich, wenn ich mich recht erinnere in der 8.Klasse. Wer mich damals auf Wiesenburg aufmerksam gemacht hat, weiß ich nicht mehr. Ich persönlich war sehr froh, dass es eine solche Schule gab. Als Muttersprachlerin fühlte ich mich in der R – Klasse unterfordert und so hoffte ich in Wiesenburg mehr Möglichkeiten zu erhalten um meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Und vor allem auf gleichgesinnte zu treffen, denen die russische Sprache nicht nur Pflichtunterricht war.

Mit den Bewerbungsbogen erhielten die Antragssteller auch eine Verpflichtungserklärung. Man verpflichtete sich, dass man nach Abschluss der Spezialschule ein Russischlehrerstudium aufnahm. Für 13- bis 14– jährige eine Entscheidung, deren Konsequenzen die wenigsten damals überblickt haben. Es wurde schon frühzeitig eine berufliche Festlegung getroffen, die von den wenigsten während der Schulzeit revidiert wurde bzw. werden konnte. Ich habe damals diese Entscheidung bewusst getroffen. Zum einen, weil es in meinem Verwandtenkreis einige Lehrer gab, zum anderen weil es für mich keine Alternative für meine sprachliche Entwicklung gab. Aber auch den Eltern zu „entfliehen“ hat eine Rolle gespielt.

Heute würde man sagen, es war eine Elite – Schule. Damals als ich 1972 in Wiesenburg Schülerin wurde, habe ich das nicht so empfunden. Im Gegenteil. Es wurde mir gegenüber von einem ehemaligen Mitschüler sogar geäußert, dass nur Abschaum diesen Weg wählt.

Ich hoffe, ich konnte über den speziellen Charakter dieser Spezialschulen ein wenig aufklären und ansatzweise auch erste Aspekte über den Druck vermitteln, unter dem nicht wenige in der Zeit standen. Und das hatte erst einmal überhaupt nichts mit dem MfS zu tun.

Im zweiten Teil, werde ich über den Alltag in Schule und Internat schreiben. Dazu brauch ich aber noch ein wenig Zeit.

LG von der grenzgaengerin


furry, Heckenhaus, Kurt, passport und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.07.2013 18:41 | nach oben springen

#31

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 19:07
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #30
Ich hoffe, ich konnte über den speziellen Charakter dieser Spezialschulen ein wenig aufklären

Am Rande ist mitzuteilen, dass es weitere Spezialschulen im Sinne von spezialisierten EOS gab, so beispielsweise für Chemie in Merseburg und der Sonderfall ABF-2 für künftige Auslandsstudenten in Halle.


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#32

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 19:10
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #31
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #30
Ich hoffe, ich konnte über den speziellen Charakter dieser Spezialschulen ein wenig aufklären

Am Rande ist mitzuteilen, dass es weitere Spezialschulen im Sinne von spezialisierten EOS gab, so beispielsweise für Chemie in Merseburg und der Sonderfall ABF-2 für künftige Auslandsstudenten in Halle.



Hallo Mart,

da gab es noch etliche Spezial-EOS, wie zum Beispiel für Mathematik in Kleinmachnow.

Viele Grüße,

Kurt


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#33

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 19:43
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Da kann man es nun nachträglich drehen und wenden wie man mag, 1989 wurden diese Truppenteile verdient auf den Abfallhaufen der Geschichte entsorgt und das war auf jeden Fall überaus gut so.


zuletzt bearbeitet 31.07.2013 19:43 | nach oben springen

#34

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 19:49
von Gelöschtes Mitglied
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Na dann brauchen wir auch nicht mehr auf Deine Fragen und Anfragen antworten. Hat auch etwas für sich.


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 19:50
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #33
Da kann man es nun nachträglich drehen und wenden wie man mag, 1989 wurden diese Truppenteile verdient auf den Abfallhaufen der Geschichte entsorgt und das war auf jeden Fall überaus gut so.


Dafür werden die Kinder heute nach sozialer Herkunft sortiert, wer Geld hat, dem steht jede Schule offen, unabhängig davon, wie es mit der Intelligenz aussieht.
Wer kein Geld hat, kommt sehr selten in höhere Bildungsgrade, trotz Intelligenz.

.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 20:03
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #35
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #33
Da kann man es nun nachträglich drehen und wenden wie man mag, 1989 wurden diese Truppenteile verdient auf den Abfallhaufen der Geschichte entsorgt und das war auf jeden Fall überaus gut so.


Dafür werden die Kinder heute nach sozialer Herkunft sortiert, wer Geld hat, dem steht jede Schule offen, unabhängig davon, wie es mit der Intelligenz aussieht.
Wer kein Geld hat, kommt sehr selten in höhere Bildungsgrade, trotz Intelligenz.

.

Da muss ich dir widersprechen. Es gibt eine Schule in Sachsen (Sankt Afra), an der hochbegabte Kinder aus der ganzen Bundesrepublik und auch Kinder aus den Ausland zusammen lernen.
Das ist eine staatliche Schule, den Mietvertrag für das Internat macht man mit dem Land Sachsen.

Die Eltern der hochbegabten Schüler, die es nicht finanzieren können, bekommen Zuschüsse bzw. wird die Ausbildung
der Kinder durch die dortig ansässige Stiftung getragen.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#37

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 20:14
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von KID im Beitrag #28
@Gert Das war nicht nur in der DDR so. Als Nicht-Deutscher moechte ich Dich auf die NS-Zeit auch aufmerksam machen. Das interessiert Dich wohl nicht. Selbst der Papst Benedikt war bei der HJ, und wurde ebenso indoktriniert. Helmut Kohl war Flakhelfer, und Kurt Waldheim wohl bei der SS. Diese Menschen hatten auch im spaeteren Leben gezeigt, wie diese Indoktrination Fuss fast.

"Wer gegen den Wolf spricht, muss auch fuer ihn sprechen."

Jens




@ KID
Also meiner Kenntniss nach hat sich die Gestapo nicht auf den Schulhöfen rumgetrieben. Musste sie auch nicht, wegen der von dir angesprochenden Indoktrination. Gehässig könnte man sagen, da hat die SED wohl versagt, wenn die Stasi da einspringen musste. Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn jemand Flakhelfer war? Gut, SS ist eine andere Hausnummer, aber Flakhelfer.......bei den Jahrgängen war doch jeder irgendwie in der Wehrmacht. Genscher übrigens auch. Aber sie hatten ja auch keine Wahl. Aber wenn wir schon bei dem Thema sind: In der SED waren ebenfalls zahlreiche NSDAP-Mitglieder, auch Angehörige der SS. Beispiel gefällig: Karl-Heinz Bartsch( 1954–1960 Mitglied der SED-Bezirksleitung Erfurt; ab 1963 stellvertretender Landwirtschaftsminister, Vorsitzender des Landwirtschaftsrats beim DDR-Ministerrat, Mitglied des Präsidiums des Ministerrats, Kandidat des Politbüros und Mitglied des ZK; 1981–1988 LPG-Vorsitzender eines Färsenaufzuchtbetriebs), Ernst Großmann( Mitglied des ZK der SED (1959 ausgeschlossen wegen Falschangaben zur Vergangenheit), weiterhin SED-Mitglied und LPG-Vorsitzender in Merxleben) und Herbert Kröger( Direktor des Instituts für Internationale Beziehungen der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ in Potsdam-Babelsberg. 1950–1963 Abgeordneter der Volkskammer). Nur mal um einige zu nennen. Ist zwar OT, musste aber mal sein.


Intellektuelle spielen Telecaster
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.07.2013 21:08 | nach oben springen

#38

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 20:16
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #36

Da muss ich dir widersprechen. Es gibt eine Schule in Sachsen (Sankt Afra), an der hochbegabte Kinder aus der ganzen Bundesrepublik und auch Kinder aus den Ausland zusammen lernen.
Das ist eine staatliche Schule, den Mietvertrag für das Internat macht man mit dem Land Sachsen.

Die Eltern der hochbegabten Schüler, die es nicht finanzieren können, bekommen Zuschüsse bzw. wird die Ausbildung
der Kinder durch die dortig ansässige Stiftung getragen.

Andreas


Es mag Ausnahmen geben, betrifft aber nicht die Masse. Kinder aus sozial benachteiligtem Umfeld haben fast immer ein Makel in Bezug auf höhere Bildung.
Sankt Afra ist, der Name läßt darauf schließen, eine ursprünglich kirchliche Einrichtung, heute eine Stiftung für hochbegabte Schüler.

http://www.dornierstiftung.de/ds/internate/sankt-afra.php


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 20:38
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #38
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #36

Da muss ich dir widersprechen. Es gibt eine Schule in Sachsen (Sankt Afra), an der hochbegabte Kinder aus der ganzen Bundesrepublik und auch Kinder aus den Ausland zusammen lernen.
Das ist eine staatliche Schule, den Mietvertrag für das Internat macht man mit dem Land Sachsen.

Die Eltern der hochbegabten Schüler, die es nicht finanzieren können, bekommen Zuschüsse bzw. wird die Ausbildung
der Kinder durch die dortig ansässige Stiftung getragen.

Andreas


Es mag Ausnahmen geben, betrifft aber nicht die Masse. Kinder aus sozial benachteiligtem Umfeld haben fast immer ein Makel in Bezug auf höhere Bildung.
Sankt Afra ist, der Name läßt darauf schließen, eine ursprünglich kirchliche Einrichtung, heute eine Stiftung für hochbegabte Schüler.

http://www.dornierstiftung.de/ds/internate/sankt-afra.php

Genau das ist die Schule.
Es gibt dort eine Aufnahmeprüfung über drei Tage.
Vom IQ Test bis zum Psychologen. Und das eben auch für "ale" hochbegabten Schüler, ohne den Geldbeutel der Eltern
zu betrachten.

Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#40

RE: MfS überwacht, wirbt und manipulierte Kinder und Jugendliche

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.07.2013 20:39
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Ich war Mitglied einer Jungschargruppe Eisenach -Mitte und habe von keinem MfS was gemerkt. (1958-1962)
Ich rede nicht vom Kirchenkrieg an den Oberschulen 1953


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