#181

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 29.08.2013 21:08
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #180
@DoreHolm - die "Ofenblase", da fallen mir alle meine Sünden ein.
Das Löwenreiten war verboten, aber gerade deswegen wurde es vollzogen, um dann diese Ordnungswidrigkeit von der VP auch schriftlich bestätigt zu bekommen. Irgendwann muß es dem VPKA Freiberg zu blöd gewesen sein, dort einen Posten zu positionieren und es wurde, wie ich erfahren habe dann zum Schluß auch kein Ordnungswidrigkeitengeld mehr kassiert und kein Beleg mehr dafür ausgehändigt.
Wenn wir mal ganz brav waren, dann gingen wir ins Cafe Hartmann und benahmen uns so, wie man es von den Kursanten seitens der
Institutsleitung erwartete.

Vierkrug


Ein feines Cafe, das Hartmann, links vom Obermarkt die Straße in Richtung Park. Habe da auch ein paar mal einen Kuchen gemampft. Am Untermarkt gibt es auch ein schönes Cafe, direkt an der Ecke, wo es durch die Gassen in Richtung Altstadt geht. Wobei, Untermarkt ist ja auch Altstadt, genaugenommen. Ich hatte öfter im Werner-Bau in der Brennhausgasse zu tun, dort wo die mineralogische Sammlung ist.



nach oben springen

#182

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 30.08.2013 08:47
von furry | 3.569 Beiträge

Hoffentlich langweile ich nicht mit den eingestellten Links aus dem Drehscheibe-Forum.
Heute ein paar Bilder aus Cottbus (1985). Neben den Schienfahrzeugen gibt es auf den Bildern viele interessante Dinge zu sehen.
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,6546219

Sollte der Verweis auf ein anderes Forum unpassend sein, dann bitte löschen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Nomex hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.08.2013 08:52 | nach oben springen

#183

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 30.08.2013 09:36
von Grenzgänger (gelöscht)
avatar

Danke, furry
da lacht des Cottbusers Herz... ... in Zernas "Tante Emma- Laden" (eine Legende..) kann man heute "Kredite kaufen"...

Siggi


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.08.2013 09:38 | nach oben springen

#184

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 30.08.2013 13:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Danke @furry - mußte wie @Grenzgänger auch schmunzeln. Alles bekannte Ecken. Bild 20 müßte der Lausitzer Glas - Laden gewesen sein. Dort habe ich noch meine Petroleumfunzel und manches mehr gekauft.
HO-Gaststätte "Am Stadttor" - Jugendweihe von einer meiner Nichten gefeiert und wie Grenzgänger schon schrieb - Zernas Laden war eine Legende und über Cottbus hinaus bekannt.

Ich gehe heute in meine " große Ruhe" (bergmännisch / 4 Brigade - 3 Schichtsystem) und wünsche euch ein schönes Wochenende

Vierkrug


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#185

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 02.09.2013 12:20
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Das Gaskombinat Schwarze Pumpe und das geistig-kulturelle und sportliche Leben in Hoyerswerda und in Schwarze Pumpe.
In einigen Threads wurden schon die Schriftstellerin Brigitte Reimann und Gundi Gundermann erwähnt, die maßgeblich die kulturelle Szene in der Stadt Hoyerswerda prägten. @Nomex hatte schon den Fanfarenzug Schwarze Pumpe erwähnt, im dem er auch selbst mitspielte. Das Bergmannsblasorchester Schwarze Pumpe fand auch schon seine Erwähnung. Aber das war noch nicht alles an geistig-kulturellem Leben.
Man muß hier zweifelsohne auch das Arbeiterkabarett „Die Hornissen“ erwähnen, das bei den Arbeiterfestspielen schon ein Abonnement für die Goldmedaille besaß und das in seiner Arbeit von den „Akademixern“ aus Leipzig, besonders von Dr. Gisela Oechelhaeuser und Bernd Lutz Lange fachlich betreut wurde.
Besonders groß war das Engagement der Bereiche des Stammbetriebes beim Aufbau und der Gestaltung des Tiergarten Hoyerswerda als Zentrum der Naherholung für die Bürger der Stadt Hoyerswerda. !956 erste zaghafte Ansätze durch den damaligen Museumsdirektor Günter Peters mit der Einbindung der Teiche für Schwäne und Reiher in die Schlossanlage (Schloss der Gräfin von Teschen). Dann der systematische Ausbau auf einem Gelände von 6 ha mit 134 Tierarten .



Der Prof. Dr. Dathe von Hoyerswerda hieß Dr. Werner Jorga, der den Tiergarten Hoyerswerda von 1984 bis 2008 leitete. Der Tiergarten wurde dann 1994 in einen wissenschaftlich begleiteten Zoo umgewandelt. Bekannt wurde der Tierpark Hoyerswerda insbesondere durch seine Fischotterhaltung und – nachzucht. Der Fischotter prägt noch heute das Logo des Zoo´s. Hoyerswerda war eine der ersten Tiergartenanlagen der DDR, die über ein Tropenhaus verfügten.

Das sind aber keine Fischotter !!!

Der Tiergarten Hoyerswerda war auch die Stätte der regelmäßig stattfindenden internationalen Bildhauersymposien, die vom Ehrenbürger der Stadt Hoyerswerda, Jürgen von Woyski ins Leben gerufen wurden. Jürgen von Woyski studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee und kam 1956 nach Hoyerswerda um an der künstlerischen Gestaltung der Stadt mitzuwirken. Zahlreiche seiner geschaffenen Plastiken und Skulpturen zieren nicht nur den Tiergarten, sondern prägen noch heute das Stadtbild von Hoyerswerda.



Ein weiterer Ehrenbürger der Stadt – Kurt Klinkert.


Der ehemalige Kumpel aus der SDAG Wismut kam 1959 nach Schwarze Pumpe und nahm hier seine Tätigkeit auf. Im selben Jahr wurde er einer der Mitbegründer des Mal- und Zeichenzirkels des Kombinates Schwarze Pumpe. Sein umfangreiches Schaffenswerk befindet sich heute im Fundus der LAUBAG und ist zum Teil auch in Knappenrode zu sehen. Nach seiner Invalidisierung war er freischaffender Maler und Grafiker.
Ebenfalls Ehrenbürger der Stadt Hoyerswerda waren Konrad Zuse und Wilhelm Pieck.
Eine ganz besondere Ehrenbürgerin der Stadt, die nichts mit Computer, der Kohle- und Energiewirtschaft zu schaffen hatte, war Jekatarina Ponomarjowa. Sie kam 1973 zum ersten Mal nach Hoyerswerda auf der Suche nach dem Grab ihres gefallenen Sohnes. Das Schicksal dieser Frau und ihrer jahrelange Suche bewegte die Bürger der Stadt so sehr, dass man ihr 1974 die Ehrenbürgerschaft verlieh. Jekatarina Ponomarjowa fand die letzte Ruhestätte ihres Sohnes im Ehrenhain von Hoyerswerda und nahm als Erinnerung eine Handvoll Erde mit nach Hause.

Nun zum sportlichem Teil, der oftmals die Gemüter bis an die Grenzen erhitzte, mit dem ich aber persönlich nicht viel am Hut hatte – den Fußball.
Der Stammbetrieb war u.a. der Träger der Fußballmannschaft der BSG „Aktivist“ Schwarze Pumpe, die ihre Heimstatt im Jahn-Sportpark von Hoyerswerda hatte.



Die Fußballspieler waren vordergründig planstellenmäßig im Bereich Bau angelegt, dessen Bereichsdirektor ein „Fußballfanatiker“ war. Vorsitzender der BSG war der Hauptbuchhalter des Kombinates W. T.. Hinzu kamen dann noch die „Förderer“ aus den Führungsebenen der Partei und regelrechte Fußballfans, wie der ehemalige stellv. Vorsitzende der IG Bergbau/Energie und spätere stellv. Direktor des Bereiches AV/SÖ. Man wollte auch im DDR-Fußball oben mitmischen, was aber nicht so einfach war, denn es gab da noch die BSG „Aktivist“ Brieske-Senftenberg mit dem Trägerbetrieb Braunkohlenkombinat Senftenberg und den 1.FC „Energie“ Cottbus, dessen Träger das Kombinat Braunkohlenkraftwerke Jänschwalde war – 1.FC „Energie“ Jänschwalde hätte sich wohl etwas bescheiden angehört. Damit waren die Prämissen in Sachen Fußball auch im Kohle- und Energiebezirk gesetzt und die Prioritäten entschieden. Alles für „Energie“ Cottbus, was oftmals zähneknirschend hingenommen und umgesetzt wurde. Ich kann mich noch an das Tauziehen um den damaligen Star, Patrick Sander erinnern. Manchmal musste ich mich auch amüsieren, welche Begründungen dann vorgebracht wurden, um diesen oder jenen Spieler zu bekommen und wie er arbeitsrechtlich anzulegen sei. Die tatsächliche Tätigkeit und die Zeit für Training u.ä. Maßnahmen hielten sich so ungefähr die Waage, wimre.
Mich interessierte mehr die Sektion Judo der SG „Dynamo“ Schwarze Pumpe, die zwar vom BS-Amt Schwarze Pumpe getragen, aber vom Kombinat finanziell und materiell unterstützt wurde. Immerhin hatten wir zwei Dan-Träger dabei.

Ich werde mich dann etwas zurückziehen, da in den nächsten Tagen und Wochen andere Aufgaben und Verpflichtungen mich binden werden.

Vierkrug


Nomex und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.09.2013 14:55 | nach oben springen

#186

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 02.09.2013 13:23
von eclipse1983 | 23 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #185

In einigen Threads wurden schon die Schriftstellerin Brigitte Reimann und Gundi Gundermann erwähnt, die maßgeblich die kulturelle Szene in der Stadt Hoyerswerda prägten.


Hättest lieber die "Brigade Feuerstein" erwähnen sollen, als diesen streitbaren Baggerfahrer.
Was hat er 1995 von sich gegeben: „Ich sehe mich nicht als Opfer und auch nicht als Täter. Ich habe mich mit der DDR eingelassen – mit wem sonst? – und ich habe ausgeteilt und eingesteckt. Und ich habe gelernt. Deswegen bin ich auf der Welt.“ , als heraus kam, dass er seit 1976 als IM mit Decknamen Grigori für das MfS tätig war.

Das ist meine Meinung und soll nicht zu weiteren Diskussionen führen.

Ansonsten vielen Dank für den Beitrag. Ich hatte selbst, bei einen der zahlreichen Subotnics im Tierpark, die Gelegenheit Herrn Peters kennen zu lernen. Obwohl ich noch Kind war, kann ich mich erinnern mit welcher Leidenschaft er über seine Arbeit gesprochen hat.


nach oben springen

#187

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 02.09.2013 13:51
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@eclipse1983 - danke für die Erwähnung der "Brigade Feuerstein" - Jugendclubhaus WK I. Zu Gundermann werde ich mich auch nicht weiter äußern. Wurde schon zu Genüge in einem anderem Thread diskutiert. Die Haltungen und Positionen zur Person und seinem Werk können nicht unterschiedlicher sein.
Nicht ohne Grund ging er von Hoywoy nach Spreetal.

So kann ich auch noch eine Ergänzung anfügen. Der Jules Verne der DDR - Alexander Kröger - Dr.- Ing. Helmut Routschek, war ja auch Kombinatsangehöriger. U.a. im Bereich F/E tätig in Fragen Automatisierung und UGS. Er ging dann später zum Rat des Bezirkes Cottbus. In der Zeit von 1969 - 1990 veröffentlichte er zwölf utopische Romane mit einer Gesamtauflage von 1,6 Mio Exemplaren. "Sieben fielen vom Himmel" habe ich noch bei mir stehen.

Vierkrug


Nomex, Damals87 und eclipse1983 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#188

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 11.09.2013 09:48
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #127
@Jobnomade - Hartmut, jetzt hast Du wieder Erinnerungen geweckt. Das BKW Oberlausitz, dass vordergründig Kohle für die Kraftwerke Hirschfelde - "Kraftwerk Friedensgrenze" und Hagenwerder - Kraftwerk "Völkerfreundschaft" lieferte.



Da die Fördermengen für die Versorgung beider Kraftwerke jedoch nicht ausreichten, wurde zusätzlich Rohbraunkohle aus dem benachbartem polnischem Tagebau Turow nach Hirschfelde geliefert. Da gab es ein separates Gleis, dass die Grenze passierte und ein großes Tor, dass nur geöffnet wurde, wenn die Kohlezüge aus Polen (Tagebau Turow) kamen.
1980 stellten die Polen einseitig die Kohlelieferungen aus Turow ein und nahmen auch nicht mehr die anfallende Kraftwerksasche ab. Deshalb wurde die Erweiterung des Abbaues im Berzdorfer Becken in Angriff genommen.

Das Kraftwerk Hagenwerder - Kraftwerk "Völkerfreundschaft" mit einer Kraftwerksleistung von 1.500 MW, wurde durch die Tagebaue Berzdorf und Olbersdorf beliefert.



In Weinhübel hast Du gewohnt - nicht schlecht Herr Specht. Die alte Tuchstadt Görlitz ist wirklich sehr schön geworden. Mußte meinen Kindern den Flüsterbogen - Obermarkt und Untermarkt u.v.a. mehr zeigen. Die Gaststätte "Goldener Baum" am Untermarkt war dann immer Anlaufpunkt, um das "Schlesische Himmelreich" zu speisen.

Vierkrug



so.... da möchte ich mein Versprechen mal einlösen:
So sieht das Kraftwerk in Hagenwerder und sein Umfeld heute aus:

Gruss Hartmut


Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft
P1010001
P1010002
P1010003
P1010004
P1010005
P1010006
P1010007
P1010008
P1010009
P1010010
P1010011
P1010012
P1010013
P1010014
P1010015
P1010016
P1010017
P1010018


u3644_Jobnomade.html
nach oben springen

#189

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 11.07.2014 21:55
von Kurt | 933 Beiträge

Hallo liebe Forumsfreunde,

Heute ist mir in Berlin ein interessantes Buch in die Hände gefallen, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte.

die Begegnung zweier Präsidenten anläßlich des 17. Weltgaskongresses vom 06. – 10. Juni 1988 in Washington.

Einleitend schreibt der Autor „Man muß es nicht lesen – Aber man kann“. Sehr interessant und vermittelt doch einige Eindrücke zum und über das Gaskombinat Schwarze Pumpe.



Zum Vergrößern, bitte klicken. Ronald Reagan und Herbert Richter, der gebürtige Klettwitzer, sozusagen von Präsident zu Präsident...

Gruß, Kurt


Nomex und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
30 Mitglieder und 77 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 1161 Gäste und 119 Mitglieder, gestern 3810 Gäste und 192 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14365 Themen und 557499 Beiträge.

Heute waren 119 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen