#141

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 15:41
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #138
Zitat von Vierkrug im Beitrag #135
Zitat von Lutze im Beitrag #134
@Vierkrug,wohnte dort nicht die Adams Family?
Lutze


Weiß ich nicht und kenne ich auch nicht !!!
Das Schloß ging nach der Wende in Privatbesitz über - ein Schnäppchen für den Käufer, denn er bekam ein zuvor saniertes und komplett rekonstruiertes Schloß - auch wenn der äußerliche Eindruck auf dem Foto es vielleicht nicht erkennen läßt.
Jedenfalls verbringen im diesem Schloß nicht mehr "Arbeitnehmer" und ihre Familien ihren Urlaub.

Vierkrug


Hallo @Vierkrug
Da hast du wohl etwas durcheinander gebracht.
Reinsberg war niemals für das das sogenannte Werktätige Volk zugänglich.
Statt dessen setzte man 200 M weiter einen Stattlichen Neubau hin ,der dem WETÄV (DDR Abkürzung :Wertätigen Volk)zu verfügung stand.
Durfte mich selbst davon überzeugen,da ich 1988 dort gastieren Durfte.
Sei nicht böse aber das ist halt Quark.
Alles was Einigermassen Lohnenswert war ,nicht dem (WETÄ Volk )zuerkannt.
Bitte Sachlich bleiben !!
Kann Dir auch einige Beispiele auf Usedom nennen (gehe ich später ein,siehe Max Schmenkel Mfs Erholungsheim auf Usedom,dies aber zu einem späteren Zeitpunkt)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514262.html

Sorry bin wohl in den falschen Beitrag gerutscht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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#142

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 15:47
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #139
@grenzgänger81 - du scheinst da Schloß Rheinsberg am Ostufer des Grienericksees mit dem Schloß Reinsberg in Sachsen zu verwechseln !!!
Sei mir wegen der Korrektur nicht böse - auch @Nomex und @eclipse1983 haben sich nicht geirrt. Das Reinsberg, das wir meinen, liegt hier



Ich weiß, wovon ich schreibe und bleibe auch weiterhin sachlich !!!

Vierkrug


Ja gut O.K. streue mir Asche aufs Haupt !!!


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#143

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 16:20
von Gelöschtes Mitglied
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@grenzgänger81 - du mußt Dir keine Asche auf Dein Haupt streuen. Du bist nicht der Erste und wirst auch nicht der Letzte sein, der Schloß Reinsberg mit Schloß Rheinsberg verwechselt. Der kleine Buchstabe "h" kann schon große Wirkungen und Auswirkungen haben.
Eine kleine Episode dazu.
Das Kombinat unterhielt auch enge wissenschaftliche Kontakte zum Institut für Erdöl- und Erdgastechnik in Krakow. U.a. war ein wissenschaftliches Symposium an der Bergakademie in Freiberg angesagt. Als Gast war dazu auch der Institutsdirektor und zwei weitere Wissenschaftler über das Kombinat eingeladen worden.
Nachdem man uns bei einem vorausgegangem Arbeitsbesuch im beschaulichem Glasstädt´chen Krosno untergebracht hatte, wollten wir uns mit Schloß Reinsberg entsprechend revanchieren. Alles wartete gebannt auf die Ankunft der polnischen Gäste, die aber nicht erschienen. Wir machten uns schon Gedanken, da klingelte das Telefon. Am anderem Ende Schloß Rheinsberg mit der Information, dass sich für uns Gäste dort befänden.
Also ab in den Wolga und nach Rheinsberg. Dort angekommen, mein Professor vollkommen aufgelöst, wie auch seine Begleiter. Kurzer Dank an die Belegschaft des Schlosses Rheinsberg für die zwischenzeitlich gute Betreuung und dann ab in Richtung unseres Schlosses. Unterwegs schüttelte der Professor den Kopf ob der Namensverwechselung und meinte nur zu mir, er konnte es sich nicht vorstellen, daß das Schloß soweit entfernt von Freiberg liegen sollte.
Wir kamen dann zu später Stunde im Schloß Reinsberg an und es wurde noch eine mitternächtliche Sitzung im Turmzimmer, bei der auch das Mißverständnis mit Wodka weggespült wurde.
Das hatte auch etwas Gutes für sich, denn ab diesem Zeitpunkt gab es auch für die ausländischen Urlauber entsprechende Anfahrskizzen und - hinweise.

Ich sehe noch heute den Prof. vor mir und muß im nachhinein - er war ein überaus liebenswerter Mensch, der die Situation auch mit entsprechendem Humor betrachtete. Zu mir meinte er nur, komme Du das nächste Mal nach Krakow.

Vierkrug


grenzgänger81 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.08.2013 16:26 | nach oben springen

#144

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 08:22
von eclipse1983 | 23 Beiträge

gelöscht


zuletzt bearbeitet 28.08.2013 09:13 | nach oben springen

#145

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 08:26
von eclipse1983 | 23 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #133
Betriebliches Ferienwesen im Gaskombinat Schwarze Pumpe.




[[File:Schloß Reinsberg.pdf]]


Dateianlage:
Nomex hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.08.2013 09:13 | nach oben springen

#146

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 12:11
von Gelöschtes Mitglied
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@Nomex - Kühlungsborn konntest Du noch nicht kennen, denn es wurde erst vor der Wende angekauft und sollte analog Reinsberg umfangreich rekonstruiert und saniert werden. Das Heim hatte aber eine sehr schöne Lage in Kühlungsborn.

Kinderferienlager - da war die Buschmühle Rennersdorf von der Lage her, nicht zu überbieten. Ich habe noch ein paar Fotos im Netz gefunden.



Oppach war das größte aller betreiblichen Kinderferienlager. Seine Lage war ja in unmittelbarer Grenznähe zur CSSR. Landschaftlich aber auch sehr schön gelegen.



Das GST-Lager des Gaswerkes in Stolpen ist mir auch noch geläufig, wie auch Schirgiswalde, wo ihr seitens der BBS im Lager für vormilitärische Ausbildung gewesen seid. In Schirgiswalde mußte ich einmal im Auftrag einen Arbeitsbesuch machen. Bin dann dort zusammen mit euren BBS - Direktor, Dr. Sch. gewesen.
Meine Tochter weilte sowohl in Rennersdorf, wie auch in Oppach - fuhr aber immer gern nach Ustron (Polen). Das Dilemma bestand dann für uns Eltern darin, dass wir nach ihren Aufenthalten in Ustron, ihr immer neue Pionierkleidung kaufen mußten. Zum Abschluß des Ferienlagers tauschte sie diese immer gegen die polnische Pfadfinderkleidung bzw. die Pionierkleidung anderer Pionierorganisationen ein.



Da von zahlreichen Eltern auch der Wunsch geäußert wurde, die Kinder in anderen Gegenden der DDR die Ferien verbringen zu lassen, wurden in den letzten Jahren die Möglichkeiten des Austausches innerhalb der Kombinatsbetriebe stärker genutzt, wie auch die Kooperation mit anderen Kombinaten der DDR in dieser Richtung verstärkt.
U.a. wurde dieses mit dem Kombinat für See- und Hafenwirtschaft Rostock erfolgreich praktiziert. Ansätze gab es auch mit dem Kombinat Schiffbau, die aber dann nicht mehr zur Realisierung kamen.

Vierkrug


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#147

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 13:18
von eclipse1983 | 23 Beiträge

[quote=Vierkrug|p284638

Kinderferienlager - da war die Buschmühle Rennersdorf von der Lage her, nicht zu überbieten.

[/quote]

War m.E. nicht nur Kinderferienlager, in den Herbstferien mußte ich da auch mal mit meinen Eltern hin
Der Urlaub war, bestimmt auch wegen der Umgebung, dann wider Erwarten wirklich toll


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#148

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 13:30
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ist den von der konvertiertenTechnik noch was im Einsatz?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#149

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 13:34
von damals wars | 12.113 Beiträge

Reinsberg erstes KKW der DDR,der sauberste und ordenstliche Betrieb,den ich zu DDR Zeiten gesehen habe.War dort zur KKW Ausbildung.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#150

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 13:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #148
Ist den von der konvertiertenTechnik noch was im Einsatz?


Wir sprechen hier nicht vom KKW Reinsberg - sondern von Reinsberg bei Siebenlehn in Sachsen.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 28.08.2013 17:37 | nach oben springen

#151

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 14:24
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #150
Zitat von damals wars im Beitrag #148
Ist den von der konvertiertenTechnik noch was im Einsatz?


Wir sprechen hier nicht vom KKW Reinsberg bei Greifswald - sondern von Reinsberg bei Siebenlehn in Sachsen.

Vierkrug



Nur mal so: Das KKW hatte noch ein "h" extra, dass den Schloß fehlt:
Also: KKW Rheinsberg,
aber Schloß Reinsberg.

Gruss

icke



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#152

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 14:32
von Gelöschtes Mitglied
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@icke46 - danke !!!


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#153

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 17:02
von küchenbulle | 196 Beiträge

Hallo @ Vierkrug

Das mit dem ersten KKW in Rheinsberg ist schon richtig , liegt aber nicht bei Greifswald in der Nähe .
Das ist das ehemalige KKW Lubmin ,also so ist es mir aus einem Urlaub dort in Erinnerung .

" So weisse Bescheid " würde Horst Schlämmer sagen


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#154

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 17:37
von Gelöschtes Mitglied
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@küchenbulle - danke, hatte ich mit Lubmin verwechselt. Das KKW "Bruno Leuschner" Lubmin bei Greifswald. Das KKW Rheinsberg hatte wimre einen Reaktor, der zweite wurde auf Grund der hohen Baukosten nicht realisiert.
Aber die KKW waren auch nicht meine Baustelle und manchmal ist man auch schon tüddelig.

Ich habe es im nachhinein korrigiert.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 28.08.2013 17:39 | nach oben springen

#155

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 18:38
von Gelöschtes Mitglied
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Der Tag des Bergmannes und des Energiearbeiters in der DDR. Erstmals begangen im September 1950 und ab 1951 am jedem 1. Sonntag im Monat Juli.
Begangen wurde dieser Tag von allen Werktätigen der Kohle- und Energiewirtschaft, des Erzbergbaus, der Kaliindustrie, der SDAG Wismut und der geologischen Industrie der DDR. Zu diesen u.a. Festakten trug man das Bergmannsehrenkleid (siehe Berufsgradabzeichen - ich durfte u.a. die Stufe M II tragen).
Der zentrale Festakt der DDR 1985 fand im Haus der Berg- und Energiearbeiter - heute Lausitzhalle in Hoyerswerda statt.



Das Wandrelief am HBE / Lausitzhalle widerspiegelt auch den Bezug zur Kohle- und Energiewirtschaft. Der kleine Saal erhielt den Ehrennamen "Fritz Selbmann", den das Gaskombinat schon erhaklten hatte. Also großer Bahnhof zum Festakt und für die Bevölkerung ein riesiges Volksfest. Für mich war dieser Tag mit viel Arbeit verbunden, ebenso für @Nomex sein Vater. Denn ich war mit für die protokollarische Fragen zuständig und hatte dann noch den Besuch der Minister u.a. Ehrengäste in Leipe / Spreewald organisatorisch und betreuungsmäßig am Hut.
Lieber einen Sack Flöhe hüten, als an so einem Tag für solche Dinge zuständig sein - überall stehen die berühmten Fettnäpfchen, in die man ganz schnell hineintappen kann.
Leider finde ich momentan meine Fotomappe nicht. Habe im Netz nur dieses gefunden .

Für die Werktätigen spielte der Festakt eine eher untergeordnete Rolle - außer für diejenigen, die am diesem Tag hohe staatliche Auszeichnungen erhielten. Für Berg-und Energiearbeiter war die Zahlung der Bergmannsgeldes (richtig muß es Bergmanntreueprämie heißen) wichtiger, dass bereits einige Tage zuvor gezahlt wurde - auch 14. Monatsgehalt genannt. Wobei die Höhe wesentlich mehr wie ein Monatsgehalt war - sie richtete sich nach den Jahren der Bergbauzugehörigkeit.

Vierkrug


Dateianlage:
Kurt, silberfuchs60, Nomex und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.08.2013 19:19 | nach oben springen

#156

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 18:49
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #151
Zitat von Vierkrug im Beitrag #150
Zitat von damals wars im Beitrag #148
Ist den von der konvertiertenTechnik noch was im Einsatz?


Wir sprechen hier nicht vom KKW Reinsberg bei Greifswald - sondern von Reinsberg bei Siebenlehn in Sachsen.

Vierkrug



Nur mal so: Das KKW hatte noch ein "h" extra, dass den Schloß fehlt:
Also: KKW Rheinsberg,
aber Schloß Reinsberg.

Gruss

icke



@Icke46 und nun unterschlag nicht mein schönes Schloß Rheinsberg http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rheinsberg
sowas aber auch.....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#157

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 28.08.2013 19:59
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #155
Der Tag des Bergmannes und des Energiearbeiters in der DDR. Erstmals begangen im September 1950 und ab 1951 am jedem 1. Sonntag im Monat Juli.
Begangen wurde dieser Tag von allen Werktätigen der Kohle- und Energiewirtschaft, des Erzbergbaus, der Kaliindustrie, der SDAG Wismut und der geologischen Industrie der DDR. Zu diesen u.a. Festakten trug man das Bergmannsehrenkleid (siehe Berufsgradabzeichen - ich durfte u.a. die Stufe M II tragen).
Der zentrale Festakt der DDR 1985 fand im Haus der Berg- und Energiearbeiter - heute Lausitzhalle in Hoyerswerda statt.

@Vierkrug, ich hab Hoywe und das HBE 1985 gesichtet...und den Rest kennst Du.
Bin mit dem Bus zum Betonwerk gefahren und die Ansagen der Haltestellen....
WW hab ich auch beehren dürfen. War eine schöne Zeit.
Gruß sf60



Das Wandrelief am HBE / Lausitzhalle widerspiegelt auch den Bezug zur Kohle- und Energiewirtschaft. Der kleine Saal erhielt den Ehrennamen "Fritz Selbmann", den das Gaskombinat schon erhaklten hatte. Also großer Bahnhof zum Festakt und für die Bevölkerung ein riesiges Volksfest. Für mich war dieser Tag mit viel Arbeit verbunden, ebenso für @Nomex sein Vater. Denn ich war mit für die protokollarische Fragen zuständig und hatte dann noch den Besuch der Minister u.a. Ehrengäste in Leipe / Spreewald organisatorisch und betreuungsmäßig am Hut.
Lieber einen Sack Flöhe hüten, als an so einem Tag für solche Dinge zuständig sein - überall stehen die berühmten Fettnäpfchen, in die man ganz schnell hineintappen kann.
Leider finde ich momentan meine Fotomappe nicht. Habe im Netz nur dieses gefunden .

Für die Werktätigen spielte der Festakt eine eher untergeordnete Rolle - außer für diejenigen, die am diesem Tag hohe staatliche Auszeichnungen erhielten. Für Berg-und Energiearbeiter war die Zahlung der Bergmannsgeldes (richtig muß es Bergmanntreueprämie heißen) wichtiger, dass bereits einige Tage zuvor gezahlt wurde - auch 14. Monatsgehalt genannt. Wobei die Höhe wesentlich mehr wie ein Monatsgehalt war - sie richtete sich nach den Jahren der Bergbauzugehörigkeit.

Vierkrug


xxx
Wahlhausener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#158

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 29.08.2013 01:49
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #155
Der Tag des Bergmannes und des Energiearbeiters in der DDR. Erstmals begangen im September 1950 und ab 1951 am jedem 1. Sonntag im Monat Juli.
Begangen wurde dieser Tag von allen Werktätigen der Kohle- und Energiewirtschaft, des Erzbergbaus, der Kaliindustrie, der SDAG Wismut und der geologischen Industrie der DDR. Zu diesen u.a. Festakten trug man das Bergmannsehrenkleid (siehe Berufsgradabzeichen - ich durfte u.a. die Stufe M II tragen).


Man da kommst du ja wieder mit Sachen die bei mir schon fast in der Versenkung verschwunden waren. Von wegen der Tag war für uns nicht so bedeutend. Ich hatte jedenfalls oft damit zu tun. In der zweiten Hälfte der 70er Jahre war ich Mitglied im Fanfarenzug des GSP. Da war der Bergmannstag natürliche der Höhepunkt im Jahr. Erst als Trommler und später als Fanfarenbläser hatte ich mit meinen Mitstreitern dort reichlich Auftritte. Da wir die dort noch mit Show-Einlagen garniert haben war das Training vorher natürlich entsprechend. Unsere Probenräume waren übrigens im Wohnlager II, genial wenn >10 Seiltrommler in einem Raum von der Größe eines Klassenzimmer üben , wenn ich heute was schwer verstehe habe ich jedenfalls eine Ausrede.

Als ich dann 1980 zur Freiwilligen Feuerwehr des GSP wechselte war der Einsatz beim Bergmannstag damit nicht beendet. Unsere Kommandostelle war jedes Jahr dafür zuständig das Festgelände rund um das HBE brandschutztechnisch abzusichern. Daher waren wir das ganze Wochenende mit mind. einem Fahrzeug vor Ort. War zwar belastend aber auch nicht schlecht, da wir zu fast jedem Bereich Zutritt hatten.

Von dem Trubel 1985 habe ich zum Glück nur am Rande mitbekommen, da ich zu der Zeit ja noch bei den Grenztruppen war (so schließt sich der Kreis ;) )

Der Bergmannstag wird hier in der Gegend in letzter Zeit übrigens wieder verstärkt gefeiert, siehe http://is.gd/Qm6dgu. Die alten Traditionen werden ohnehin wieder neu gelebt. Neben dem von @Vierkrug genannten Sprung übers Arschleder http://www.lr-online.de/regionen/sprembe...art1050,4092571 ist das erste was die neuen Lehrlinge in der beschriebenen Einführungswoche in Sebnitz lernen das Steigerlied.



Für mich Musik bei der ich regelmäßig ein Gänsehautgefühl bekomme.

Viele Grüße Nomex
Berufsgrad U I ;)


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#159

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 29.08.2013 08:06
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Nomex im Beitrag #158
Zitat von Vierkrug im Beitrag #155
Der Tag des Bergmannes und des Energiearbeiters in der DDR. Erstmals begangen im September 1950 und ab 1951 am jedem 1. Sonntag im Monat Juli.
Begangen wurde dieser Tag von allen Werktätigen der Kohle- und Energiewirtschaft, des Erzbergbaus, der Kaliindustrie, der SDAG Wismut und der geologischen Industrie der DDR. Zu diesen u.a. Festakten trug man das Bergmannsehrenkleid (siehe Berufsgradabzeichen - ich durfte u.a. die Stufe M II tragen).


Man da kommst du ja wieder mit Sachen die bei mir schon fast in der Versenkung verschwunden waren. Von wegen der Tag war für uns nicht so bedeutend. Ich hatte jedenfalls oft damit zu tun. In der zweiten Hälfte der 70er Jahre war ich Mitglied im Fanfarenzug des GSP. Da war der Bergmannstag natürliche der Höhepunkt im Jahr. Erst als Trommler und später als Fanfarenbläser hatte ich mit meinen Mitstreitern dort reichlich Auftritte. Da wir die dort noch mit Show-Einlagen garniert haben war das Training vorher natürlich entsprechend. Unsere Probenräume waren übrigens im Wohnlager II, genial wenn >10 Seiltrommler in einem Raum von der Größe eines Klassenzimmer üben , wenn ich heute was schwer verstehe habe ich jedenfalls eine Ausrede.

Als ich dann 1980 zur Freiwilligen Feuerwehr des GSP wechselte war der Einsatz beim Bergmannstag damit nicht beendet. Unsere Kommandostelle war jedes Jahr dafür zuständig das Festgelände rund um das HBE brandschutztechnisch abzusichern. Daher waren wir das ganze Wochenende mit mind. einem Fahrzeug vor Ort. War zwar belastend aber auch nicht schlecht, da wir zu fast jedem Bereich Zutritt hatten.

Von dem Trubel 1985 habe ich zum Glück nur am Rande mitbekommen, da ich zu der Zeit ja noch bei den Grenztruppen war (so schließt sich der Kreis ;) )

Der Bergmannstag wird hier in der Gegend in letzter Zeit übrigens wieder verstärkt gefeiert, siehe http://is.gd/Qm6dgu. Die alten Traditionen werden ohnehin wieder neu gelebt. Neben dem von @Vierkrug genannten Sprung übers Arschleder http://www.lr-online.de/regionen/sprembe...art1050,4092571 ist das erste was die neuen Lehrlinge in der beschriebenen Einführungswoche in Sebnitz lernen das Steigerlied.



Für mich Musik bei der ich regelmäßig ein Gänsehautgefühl bekomme.

Viele Grüße Nomex
Berufsgrad U I ;)



Danke @Nomex. Spätestens beim Steigerlied kommt das Gänsehautgefühl. Noch heute !!!
Ich habe versucht viele Bergbautraditionen auch an meine Kinder weiter zu vermitteln. Für den Sohn ist es nach wie vor selbstredend, in der Vorweihnachtszeit den Besuch in Seiffen mit der großen Bergparade zu verbinden und seine Nußknackersammlung in Bergmannstrachten hat auch schon einen beachtlichen Umfang erreicht.
Wenn ich ihn Dresden besuche, dann gibt es auch den obligatorischen Abstecher nach Freiberg. Er muß sich dann immer amüsieren, wenn wir am Obermarkt vor dem Brunnen stehen und auf die blanken Rücken der Löwen sehen - er weiß, das sowohl seine Mutter, wie auch ich in unserer Freiberger Zeit für das traditionelle Löwenreiten eine Ordnungsstrafe zahlen mußten.
Mein Arschleder, die polnische Steigerbarte und die polnische Grubenlampe (ist die mit dem großem Reflektionsspiegel), wie auch andere Erinnerungen hat er auch schon übernommen.

Vierkrug


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#160

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 29.08.2013 12:31
von Nomex | 254 Beiträge

Passend zum Thema habe ich mal eine kleine Auswahl von Bildern meines Besuches in der Energiefabrik Knappenrode in die Bildergalerie gestellt.

g593-Energiefabrik-Knappenrode.html

Gruß Nomex

@Vierkrug für dich dürfte das letzte Bild interessant sein.


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