#121

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 21.08.2013 19:41
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Ja Lutze, was machbar war, wurde auch gemacht. Aber nicht alle Dinge ließen sich so regeln.

Vierkrug


nach oben springen

#122

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 21.08.2013 19:54
von Lutze | 8.040 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #121
Ja Lutze, was machbar war, wurde auch gemacht. Aber nicht alle Dinge ließen sich so regeln.

Vierkrug

mich würde dazu interessieren,wer für die Kosten aufkam,
der Staat,die Kirche,oder der Tagebau,
viele Bewohner wurden ja auch umgesiedelt,
einer mußte für die Kosten aufkommen,
billig war das bestimmt nicht
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#123

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 21.08.2013 20:50
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #120
einige Dörfer mußten durch den Braunkohleabbau weichen,
die Häuser wurden abgerissen,Kirchen nicht,
so die Brüxer Kirche,die hat man mitgenommen,
das muß ein Akt gewesen sein
Lutze


@Lutze
sowas soll auch heutzutage noch vorkommen.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#124

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 21.08.2013 23:06
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #122
Zitat von Vierkrug im Beitrag #121
Ja Lutze, was machbar war, wurde auch gemacht. Aber nicht alle Dinge ließen sich so regeln.

Vierkrug

mich würde dazu interessieren,wer für die Kosten aufkam,
der Staat,die Kirche,oder der Tagebau,
viele Bewohner wurden ja auch umgesiedelt,
einer mußte für die Kosten aufkommen,
billig war das bestimmt nicht
Lutze


Ich kann nicht für die Dörfer sprechen die vor der Wende umgesiedelt wurden, ich vermute mal da die Versorgung mit Energie ein gesamtgesellschaftliches Problem war wurden die Kosten auch von der Gesellschaft getragen. Wie das im Detail aussah kann vielleicht jemand anders ausführen.

Mit der Wende jedenfalls hat das Bergbauunternehmen (ESPAG, LAUBG und dann Vattenfall) den Großteil der Kosten getragen. Ich sage Großteil weil ich nicht ausschließen kann das da auch andere Gelder geflossen sind. Weil wir gerade bei Kirchen sind. Kausche hatte einen hölzernen Glockenturm und eine kleine Baracke als Kirche, heute haben wir ein Gotteshaus http://mw2.google.com/mw-panoramio/photo...um/49082151.jpg das sogar von der Kirchengemeinde Drebkau als Begegnungszentrum genutzt wird. Wenn vor der Wende die Dörfer auch nicht so umgesiedelt wurden wie heute so waren die Kirchen doch auch damals schon ein Sonderfall. Das kann man insbesondere an der Geschichte der Kirchen von Wolkenberg (der Ort der vor Kausche umgesiedelt wurde) und Pritzen (Tgb. Greifenhain) erkennen http://der-lausitzer.de/2012/06/09/wolkenberger-kirche/.

Gruß Nomex


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
Lutze und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#125

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 22.08.2013 08:13
von Stuelpner | 170 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #120
einige Dörfer mußten durch den Braunkohleabbau weichen,
die Häuser wurden abgerissen,Kirchen nicht,
so die Brüxer Kirche,die hat man mitgenommen,
das muß ein Akt gewesen sein
Lutze

Diese Kirche und das Tagebaugebiet um Most/Bilina kann ich bei unseren Wochenendspaziergängen vom Erzgebirgskamm aus sehen. Die Versetzung der Kirche wurde damals in der Zeitschrift "Jugend und Technik" ausführlich beschrieben.

Gruß Stuelpner


nach oben springen

#126

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 22.08.2013 09:12
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #120
einige Dörfer mußten durch den Braunkohleabbau weichen,
die Häuser wurden abgerissen,Kirchen nicht,
so die Brüxer Kirche,die hat man mitgenommen,
das muß ein Akt gewesen sein
Lutze


Ja, Lutze, ich erinnere mich an die Geschichte:
Unter die Kirche von Most wurde eine riesige Betonwanne gebaut und unter diese dann Rollen. Das Ganze ist dann mit grossen Zugfahrzeugen auf die heutige Stelle gerollt worden. Ein Aufwand wie beim Bau der Ägyptischen Pyramiden - nur eben mit Technik, nicht mit Menschenmassen zum Bewegen der grossen Teile.
Lies hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Most_(Tschechien)
Deutsch-Ossig, ein kleines Dorf südlich von Görlitz, musste auch dem Bergbau weichen. Am Südrand von Görlitz, Ortsteil Weinhübel, wurden 2 Plattenbauten errichtet und die Leute dorthin umgesiedelt. Für die Grundstücke und Häuser in Deusch-Ossig bekamen die Leute ein wenig Entschädigung und auch Gartenland am Stadtrand. Das fand Ende der 80er Jahre statt
Die Ruinen von Deutsch-Ossig stehen heute noch, der Braunkohlenbergbau wurde gleich nach der Wende dichtgemacht und allmählich zurückgebaut.
Heute ist es das Naherholungsgebiet "Bertsdorfer See"
Achja, übrigens: in Weinhübel hab ich meine Kindheit und Jugend verbracht..

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Lutze und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#127

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 22.08.2013 13:13
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@Jobnomade - Hartmut, jetzt hast Du wieder Erinnerungen geweckt. Das BKW Oberlausitz, dass vordergründig Kohle für die Kraftwerke Hirschfelde - "Kraftwerk Friedensgrenze" und Hagenwerder - Kraftwerk "Völkerfreundschaft" lieferte.



Da die Fördermengen für die Versorgung beider Kraftwerke jedoch nicht ausreichten, wurde zusätzlich Rohbraunkohle aus dem benachbartem polnischem Tagebau Turow nach Hirschfelde geliefert. Da gab es ein separates Gleis, dass die Grenze passierte und ein großes Tor, dass nur geöffnet wurde, wenn die Kohlezüge aus Polen (Tagebau Turow) kamen.
1980 stellten die Polen einseitig die Kohlelieferungen aus Turow ein und nahmen auch nicht mehr die anfallende Kraftwerksasche ab. Deshalb wurde die Erweiterung des Abbaues im Berzdorfer Becken in Angriff genommen.

Das Kraftwerk Hagenwerder - Kraftwerk "Völkerfreundschaft" mit einer Kraftwerksleistung von 1.500 MW, wurde durch die Tagebaue Berzdorf und Olbersdorf beliefert.



In Weinhübel hast Du gewohnt - nicht schlecht Herr Specht. Die alte Tuchstadt Görlitz ist wirklich sehr schön geworden. Mußte meinen Kindern den Flüsterbogen - Obermarkt und Untermarkt u.v.a. mehr zeigen. Die Gaststätte "Goldener Baum" am Untermarkt war dann immer Anlaufpunkt, um das "Schlesische Himmelreich" zu speisen.

Vierkrug


Damals87, Jobnomade und Kurt haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#128

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 22.08.2013 13:51
von furry | 3.580 Beiträge

Das Kraftwerk in Hagenwerder durfte ich 1959 schon aus nächster Nähe sehen. Mit meinen Eltern haben wir damals Onkel, der in leitender Stellung im Tagebau Bertzdorf tätig war, und Tante in Hagenwerder besucht. Sie wohnten in unmittelbarer Nähe dieses Kraftwerkes.
Mein Onkel hatte sich wohl einen Tag frei genommen und ist mit mir dann durch den Tagebau und über die Kippe gezogen. Um voran zu kommen, sind wir längere Strecken mit der Grubenbahn mitgefahren. Das war damals ein wahnsinniges Erlebnis, als wir am Rande dieser riesigen Grube standen. In meiner Dorfschule musste ich dann drei lang, drei breit berichten.
Später wechselte mein Onkel in den Tagebau Nochten. Hier durfte ich mich für eine Schicht an seine Fersen heften. Es muss 1965 gewesen sein. Zu der Zeit wurde dort schon von Bahn- auf Bandtransport umgestellt. Nachdem wir Übertage alles abgegrast haben, einschließlich Besuch auf einem Bagger, ging es in die Unterwelt zu der Entwässerung. In einem für mich damals wahsinnig langem Stollensystem sind wir zu den Pumpen, die den Tagebau trocken hielten, vorgedrungen.
Das, was ich damals zu sehen bekam, konnte ich hinsichtlich der wahnsinnigen Dimensionen gar nicht richtig verarbeiten. Aber ich habe es gesehen und konnte in der Schule, wenn das Thema Braunkohle auf dem Plan stand, klug schnacken.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Damals87 und Kurt haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#129

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 22.08.2013 16:31
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

ein schönes Foto vom "Kraftwerk Völkerfreundschaft", @Vierkrug.

Danke dafür - das weckt Erinnerungen an meine Jugend.
Demnächst bin ich mal wieder dort, meine Tochter mit Familie lebt in der Nähe und meine Enkelin hat Geburtstag. Ich werde die Gelegenheit nutzen und ein Foto von dem heutigen Zustand des Kraftwerks machen (Ruinen, leider...) und hier einstellen.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
nach oben springen

#130

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 22.08.2013 18:38
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Nomex im Beitrag #124


Weil wir gerade bei Kirchen sind. Kausche hatte einen hölzernen Glockenturm und eine kleine Baracke als Kirche, heute haben wir ein Gotteshaus http://mw2.google.com/mw-panoramio/photo...um/49082151.jpg das sogar von der Kirchengemeinde Drebkau als Begegnungszentrum genutzt wird. Wenn vor der Wende die Dörfer auch nicht so umgesiedelt wurden wie heute so waren die Kirchen doch auch damals schon ein Sonderfall. Das kann man insbesondere an der Geschichte der Kirchen von Wolkenberg (der Ort der vor Kausche umgesiedelt wurde) und Pritzen (Tgb. Greifenhain) erkennen http://der-lausitzer.de/2012/06/09/wolkenberger-kirche/.

Gruß Nomex



Ein schönes Bürgerhaus habt ihr in Kausche jetzt auch, das es vorher auch nicht gab. Im Foyer steht, wimre ein Glastisch mit dem Geländerelief vom ehemaligem Kausche zur Erinnerung für die Einwohner.

Vierkrug


Nomex hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#131

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 23.08.2013 03:22
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #130
Ein schönes Bürgerhaus habt ihr in Kausche jetzt auch, das es vorher auch nicht gab. Im Foyer steht, wimre ein Glastisch mit dem Geländerelief vom ehemaligem Kausche zur Erinnerung für die Einwohner.


Richtig, die Häuser in in denen ich damals gewohnt habe sich da auch dargestellt und immer wenn Leute davor stehen geselle ich mich dazu und mache den Erklärbär.

Andere Geschichte. Es gab ja auch noch ein Schloss das der Pumpe gehört hat. Es hat in meiner Familie eine entscheidende Rolle gespielt. In den 60er Jahren war da ein Treffen der FDJ. Mein Vater (nie in der FDJ) wurde da hin geschickt weil er der Jüngste im Kollektiv war, da haben sich meine Eltern kennengelernt.

Wir waren oft da im Urlaub. Eine wundervolle Gegend. Naja ich war dann auch noch mal mit der Mutter meins Sohnes dort. .

Ich denke du weißt schon was sich meine, richtig http://de.wikipedia.org/wiki/Reinsberg_%28Sachsen%29!

Wäre schön wenn du da was aus deiner Sicht sagen könntest weil so weit ich weiß hat sich Pumpe nicht nur am Schloß arrangiert sondern z.B. auch an einem Schwimmbad was dort entstanden ist.

Beste Grüße Nomex

Über die Kinderferienlager können wir uns dan später auch noch austauschen. Gehört einfach auch dazu.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
nach oben springen

#132

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 26.08.2013 12:03
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Erst einmal zur Gasspeicherung, bevor ich zu Schloß Reinsberg und den Kinderferienlagern, u.a. in Oppach komme.

Die Gaserzeugung, Gasfortleitung und – speicherung gaben dem Gaskombinat Schwarze Pumpe in der DDR letztlich seinen Namen. Neben der Stadtgaserzeugung im Stammbetrieb Schwarze Pumpe, spielte für die stabile bedarfs-und zeitpunktgerechte Gasversorgung der Bevölkerung und der Volkswirtschaft die Gasspeicherung eine bedeutende Rolle. Sowohl die Speicherung von Stadtgas, wie auch die Speicherung von Importerdgas aus der Sowjetunion.
Es gab zwar Lieferverträge mit der Sowjetunion über den Umfang der Erdgaslieferungen, aber diese erfolgten nicht immer zeitpunkt-und bedarfsgerecht, so dass bei größeren Lieferumfängen entsprechende Lager- und Speicherkapazitäten notwendig waren. Das waren die UGS (Untergrundgasspeicher). Diese Aufgabe, Gasspeicherung und Gasfortleitung lag im Verantwortungsbereich des Kombinatsbetriebes VNG (Verbundnetz Gas), damals in Boehlitz-Ehrenberg. Neben den UGS gab es entsprechende Verdichterstationen und Gasleitungssysteme. U.a. verfügte die DDR über ein Erdgasleitungssystem von über 7.000 km. Das Stadtgasnetz wurde nur in einer bestimmten Nennweite und Druckstufe seitens VNG betrieben und dann an die Stadtgasnetze der Energieversorgungskombinate übergeben.
Das Gaskombinat Schwarze Pumpe betrieb 6 UGS, in Bad Lauchstädt, Bernburg, Buchholz, Ketzin, Kirchheiligen und in Burggraf-Bernsdorf. Es waren Erdgasspeicher bzw. Stadtgasspeicher, wie der zwischenzeitlich geschlossene UGS in Ketzin.
Die nachfolgende Karte zeigt einen Überblick des Erdgasleitungsnetzes und der Standorte der Gasübergabestationen, Verdichterstationen und der UGS. Das Gasleitungsnetz wurde ebenfalls durch einen Kombinatsbetrieb errichtet, den Ferngasleitungsbau Leipzig-Engelsdorf.



Bevor ich jedoch zu den UGS komme – einige Vorbemerkungen zum Gastransit. Entscheidend dafür sind nicht nur Gasleitungen mit bestimmten Durchmessern und Druckstufen, sondern auch Gasübergangsstellen und Verdichterstationen. Die wichtigste Verdichterstation der DDR befand sich in Sayda, wo sie auch noch heute in Betrieb ist. Warum Sayda ???
Was früher die Alte Salzstraße für Sayda war, ist heute die Erdgasleitung mit der Verdichterstation. Händler wählten vor über 1000 Jahren den Weg über Sayda und den Pass bei Deutschneudorf weil er der bequemste Übergang über das Erzgebirge war. Aus demselben Grund wurde dieser Pass im 20. Jahrhundert für Erdgasleitungen ausgewählt.
1972 wurde eine Erdgashochdruckleitung mit 900 mm Durchmesser über diesen Pass bei Sayda gebaut. Sie kommt von Russland und Tschechien und führt weiter nach Leipzig. An dieser Erdgasleitung wurde 1977 in Sayda eine Verdichterstation gebaut und in Betrieb genommen. Verdichterstationen gleichen in Gastransportsystemen den Gasdruckabfall aus, der beim Erdgastransport durch Reibung und Entnahme entsteht. In den folgenden Jahren erfolgte eine ständige Erweiterung. 1973 wurde eine zweite Leitung mit einem Durchmesser von 600 mm über Lauchhammer nach (Ost-)Berlin errichtet, die 1985 bis nach West-Berlin verlängert wurde. In Sayda wurden drei Gastrocknungsanlagen errichtet und 1989 zwei Gasverdichter für die Versorgung von Westberlin in Betrieb genommen. Hier ein Foto der Verdichterstation in Sayda.



Die Vedichterstation Sayda gehört noch heute zu den der leistungsfähigsten und umweltschonendsten Importstation für russisches Erdgas in Europa.. Die VNG übernimmt dieses Gas bereits an der ukrainisch-slowakischen Grenze bei Ushgorod. Bekannt auch durch die DDR-Beteiligung am Erdgasleitungsbau in der damaligen Sowjetunion.

Bevor aber das Gas weitergeleitet wurde, muß das ankommende Erdgas erst einmal getrocknet werden. Erdgas nimmt ständig aus der Luft Feuchtigkeit auf, diese würde ohne die Gastrocknung zu Korrosionsschäden an den Leitungssystemen führen. Nach diesen Prozeßstufen kann dann das Erdgas weitergeleitet werden.
In der Verdichterstation Sayda kam es am 4.Juli 1978, 19:25 Uhr zu einer schweren Havarie mit Explosionen, bei der zwei Beschäftigte ihr Leben verloren. Daraufhin wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und die Sicherheitsbestimmungen verschärft.

Zu den UGS – Untergrundgasspeichern
Untergrundgasspeicher werden benötigt, um jahreszeitliche Bedarfsschwankungen und Importstörungen auszugleichen und kurzfristigen Spitzenbedarf abzusichern. Als Untergrundgasspeicher dienen Kavernen- und Porenspeicher. Siehe nachfolgende Schemen.



Die UGS Bad Lauchstädt, Bernburg waren klassische Kavernenspeicher. Hier einige 3dk-Animationen zur Karvernenspeicherung.
http://www.3dk-animation.de/vng-verbundnetz-gasspeicher.html
Die Herstellung von Kavernenspeichern setzt ausreichend mächtige Salzformationen, in der Regel Salzstöcke, voraus. Die Hohlräume werden mittels Bohrungen von über Tage in Teufen bis 2500 Meter ausgesolt. Je nach geologischen Verhältnissen und betrieblichen Erfordernissen erreichen Salzkavernen Speichervolumen von 100.000 bis größer 500.000 m³.
Diese künstlich erzeugten Hohlräume in Salzstöcken werden durch Bohren und Aussolen geschaffen und über Kompressoren mit Erdgas befüllt. Sie sind zylinderförmig, können Durchmesser bis zu 80 m und Höhen zwischen 50 und 500 m haben und liegen Hunderte von Metern unter der Erdoberfläche, in Deutschland zum Teil in Tiefen (bergmännisch Teufen) bis zu 2.500 m.
Die fertig gesolte Kaverne wird nach Erreichen des geplanten Volumens mit Gas befüllt. Dabei wird die in der Kaverne befindliche Sole, sofern sie nicht verarbeitet wird, in untertägige Speicherhorizonte oder in das Meer verbracht. Der Salzstock und die überlagernden Deckschichten garantieren die Dichtheit der Kavernen. Die gespeicherten Gasmengen variieren zwischen 40 und 100 Millionen Kubikmeter pro Einzelkaverne. Die petrophysikalischen Eigenschaften von Salz garantieren die natürliche Dichtheit der Steinsalzkavernen und machen eine zusätzliche Auskleidung, wie bei bergmännisch geschaffenen Felskavernen, unnötig. Der Gasinhalt eines jeden Speichers unterteilt sich grundsätzlich in Kissengas und Arbeitsgas. Das Kissengas besteht aus dem Gasvolumen, das in einem Speicher erforderlich ist, um den minimal notwendigen Speicherdruck für eine optimale Ein- und Ausspeicherung zu ermöglichen. In Kavernen ist das Kissengas auch zur Gewährleistung der Standfestigkeit erforderlich. Der Kissengasanteil beträgt etwa 1/3 bis 1/2 vom maximalen Speichervolumen und verbleibt permanent im Speicher. Als Arbeitsgas definiert man das Gasvolumen, das zusätzlich zum Kissengas jederzeit eingelagert oder entnommen werden kann.

Beim Porenspeicher wird das Erdgas in den Porenräumen geeigneter Gesteinshorizonte gelagert. Hierzu nutzt man ausgeförderte Erdöl- und Erdgaslagerstätten oder Aquiferstrukturen, wobei das natürlich vorhandene Wasser durch das Gas aus den Poren verdrängt wird.



Bei der Anlage wird auf vorhandene geologische Formationen zurückgegriffen. In den Poren und Klüften unterirdischer Kalk- und Sandsteinschichten sammelte sich vor Millionen von Jahren Erdgas. Nachdem dieses bereits gefördert wurde, dienen diese Porenspeicher nun als natürliche Lagerstätten. Nach oben dichtet eine geschlossene, dichte Gesteinsschicht den Speicher ab, damit kein Gas ausströmen kann. Ihre Dichtigkeit haben sie über den langen Zeitraum von Jahrmillionen bewiesen.
Porenspeicher in Gesteinsschichten, aus denen Wasser durch eingepresstes Erdgas verdrängt wurde, bezeichnet man als Aquifer- Speicher. Durch die großen Lagerungsmengen dient das Erdgas in Porenspeichern vorwiegend zur Abdeckung saisonaler Bedarfsschwankungen.

Bekannt dürfte noch der Gasunfall von 1988 in der Nähe von Teutschenthal sein, verursacht durch mehrere Lecks bei der Kaverne 5 infolge Schädigungen im Deckgebirge. Es kam trotz des Austrittes von ca. 8.000 t Ethylen nicht zu Personenschäden.
Am Morgen des 28. März 1988, kurz vor sieben Uhr – wurde in der Kaverne 5 zwischen den Orten Teutschenthal und Bad ein Druckabfall registriert. Alle Versuche, wieder auf die Normgröße von 60 at zu kommen, scheitern. Nach etwa einer Stunde gibt es erste Gasaustritte. Gegen Mittag wird Havariealarm ausgelöst – gegen 15.00 Uhr strömt an etwa 20 Stellen Gas aus dem Boden. Ein Riss, der ständig wächst, durchzieht das Erdreich - gegen 17.00 Uhr ist die Erosion bereits einen Kilometer lang sowie zwischen einem Zentimeter und einem Meter breit. An einigen Stellen werden geysirähnliche Ausbrüche beobachtet, ein Gemisch aus Ethylen, Schlamm und Wasser - Fontänen von bis zu fünf Metern. Es entsteht eine Gaswolke, die sich gegen 20.00 Uhr auf vier Kilometer ausdehnt. Obgleich Ethylen nicht giftig ist, werden etwa 100 Einwohner am Ortsrand von Teutschenthal evakuiert. Der Grund: Die Gaswolke ist hochexplosiv. Doch so unerwartet, wie das Geschehen eskaliert ist, tritt auch seine Entspannung ein. Das Gas verflüchtigt sich aufgrund der Witterungsverhältnisse am späten Abend. Gegen 22.00 Uhr liegt die Konzentration erstmals unterhalb der Explosionsgrenze
Bei der Suche nach den Gründen und Ursachen für diese Havarie herrschte nach Monate trotz intensiver Untersuchungen eine gewisse Ratlosigkeit. Die geologischen Gutachten sprachen von einer tektonischen Verschiebung bzw. einem Gebirgsabriss.
Abschließend noch eine weitere Verwendung von Erdgas in Schwarze Pumpe. Auf Grund seines hohen kalorischen Brennwertes, suchte man nach technisch-technologischen Möglichkeiten das Importerdgas in die Stadtgaserzeugung in Schwarze Pumpe einzubinden. Es wurden die sogenannten Spalter 1 und 2 entwickelt, die in der Lage waren Importerdgas weiter aufzuspalten und in der Gasmischstation dem erzeugtem Stadtgas und Kokereigas beizumischen. Dadurch war man in der Lage die Stadtgaserzeugung und –bereitstellung erheblich zu steigern und eine bedarfs- und zeitpunktgerechte Versorgung zu gewährleisten.

Glück auf !
Vierkrug


Nomex, Kurt, furry, CASI, Damals87 und Jobnomade haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.08.2013 14:51 | nach oben springen

#133

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 09:42
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Betriebliches Ferienwesen im Gaskombinat Schwarze Pumpe.



Wie schon von @Nomex erwähnt, war das Schloß Reinsberg, das sogenannte Flaggschiff des betrieblichen Ferienwesens des Stammbetriebes. Darüber hinaus gab es die Bungalowanlage im Ostseebad Nienhagen, das Heim Kühlungsborn und die Feriensiedlung am Knappensee.
Die Kombinatsbetriebe hatten ihre eigenen Ferienheime.
Die fachliche Betreuung des Ferienwesens im Stammbetrieb, oblag der Abt. Ferienwesen unter Leitung von Heinz K. und war dem Fachbereich AV / SÖ zu - und untergeordnet. Sie arbeitete eng mit dem KV der IG Bergbau/Energie zusammen. Seitens des KV war Siegfried B. der zuständige Sekretär.
Zugleich waren Maßnahmen zur Verbesserung und Ausbau des betrieblichen Ferienwesens Bestandteil des RKV und des BKV, die wiederum aus dem K und S - Fonds finanziert wurden.
Unser GD nahm die Durchsetzung der Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik im Kombinat sehr ernst und vertrat konsequent die Position, dass sich die wirtschaftlichen Erfolge des Kombinates auch in der Verbesserung des sozialen Umfeldes für die Werktätigen widerspiegeln müssen. Und dazu gehörte auch das Ferienheim Schloß Reinsberg, welches mit hohem materiellem und finanziellem Aufwand rekonstruiert und ausgebaut wurde und sich somit dann als eine wirkliche Stätte der Erholung für die Werktätigen erwies. Mit dem Bau des Freibades am Schloß mit Mitteln des Kombinates, wurde nicht nur für die Urlauber des Kombinates eine weitere Freizeitmöglichkeit geschaffen. Es stand auch den Bürgern von Reinsberg und angrenzenden Gemeinden zur Nutzung frei.
Insgesamt muß man sagen, das es gerade in Reinsberg ein gegenseitiges Geben und Nehmen war zwischen dem Kombinat und den Kommunen. Vieles wurde mit Mitteln und Kräften des Kombinates zugunsten der Bevölkerung geschaffen - im Gegenzug wurde manche amtliche Handlung auch recht unkompliziert über die Bühne gebracht.
Ich habe Reinsberg nur von Dienstberatungen und Strategieberatungen in Erinnerung, die meist im schönem Turmzimmer stattfanden. Reinsberg bot sich auf Grund seiner Lage förmlich an. Selbst Urlaub habe ich mit meiner Familie dort nie gemacht.
In meiner gesamten Zeit in Pumpe, habe ich lediglich einmal betriebliche Ferieneinrichtungen genutzt - dass war der Urlaub an der Ostsee in Nienhagen.
Einmal ging es noch über den Urlauberaustausch nach Zlatá Idka bei Kosice in die Slowakei. Die Mutter meiner Kinder bemerkt noch heute spöttisch, dass dieser Urlaub eine "verdeckte Dienstreise" mit Familienanhang gewesen sei. So unrecht hatte bzw. hat sie nicht. Nicht nur die Zusammensetzung der "Urlaubergruppe", ließ diesen Schluß zu. Ihr gehörten u.a. der stellv. Direktor für Forschung / Entwicklung, der stellv. Direktor für Technik und noch weitere Fachspezialisten des Kombinates an. Sie stand damals unter meiner Leitung. Wenn dann von den 14 Tagen allein 5 Tage mit Gesprächen und Beratungen mit den entsprechenden Partnern aus den Ostslowakischen Eisenwerken Kosice stattfanden, dann konnten die Familienanghörigen schon den Eindruck haben - eine Dienstreise mit kultureller Umrahmung und in Begleitung der Familien. Trotzdem waren es auch hier schöne und erlebnisreiche Tage und meine Tochter schwärmt noch heute von diesen Urlaub.
Das Kombinat hatte neben den Vereinigten Oberschlesischen Steinkohlengruben, Patenschaftsbeziehungen zu den Ostslowakischen Eisenwerken in Kosice, dem Nowolipezker Metallurgischem Kombinat, Fötaxi und dem 4. Baubetrieb Budapest. Habe ich noch einen vergessen ???
Über diese Patenschaftsbeziehungen wurden auch Urlauberaustausche organisiert und realisiert - u.a. Ustroń (liegt 20 km südwestlich von Bielsko-Biała am Oberlauf der Weichsel in den Schlesischen Beskiden) - Zlatá Idka bei Kosice - Hajdúszoboszló (Ungarn).

Kinderferienlager ist schon wieder ein gesondertes Thema.

Vierkrug


Kurt, Damals87, eclipse1983, Nomex, Jobnomade und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.08.2013 14:40 | nach oben springen

#134

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 09:47
von Lutze | 8.040 Beiträge

@Vierkrug,wohnte dort nicht die Adams Family?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#135

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 10:02
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #134
@Vierkrug,wohnte dort nicht die Adams Family?
Lutze


Weiß ich nicht und kenne ich auch nicht !!!
Das Schloß ging nach der Wende in Privatbesitz über - ein Schnäppchen für den Käufer, denn er bekam ein zuvor saniertes und komplett rekonstruiertes Schloß - auch wenn der äußerliche Eindruck auf dem Foto es vielleicht nicht erkennen läßt.
Jedenfalls verbringen im diesem Schloß nicht mehr "Arbeitnehmer" und ihre Familien ihren Urlaub.

Vierkrug


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#136

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 13:08
von eclipse1983 | 23 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #133
Betriebliches Ferienwesen im Gaskombinat Schwarze Pumpe.




Viele Erinnerungen sind nicht mehr vorhanden, aber vor ungefähr 35 Jahren habe ich mit meinen Eltern auch eine Woche im Schloss verbracht. Da gab es allerdings noch kein Schwimmbad.
Dafür wurde die sich ganz in der Nähe befindliche Talbrücke Siebenlehn, von der man einen schönen Ausblick auf die Freiberger Mulde genießen konnte, gerade zu dieser Zeit repariert und man konnte sie zu Fuß begehen.


nach oben springen

#137

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 14:50
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #133

Wie schon von @Nomex erwähnt, war das Schloß Reinsberg, das sogenannte Flaggschiff des betrieblichen Ferienwesens des Stammbetriebes. Darüber hinaus gab es die Bungalowanlage im Ostseebad Nienhagen, das Heim Kühlungsborn und die Feriensiedlung am Knappensee.

Kenne ich bis auf Kühlungsborn alle , besonders ist mir natürlich Reinsberg in Erinnerung geblieben. Das Schloss war für uns Kinder auf Grund seiner vielen miteinander verbunden Treppenräume ein wahres Paradies. Selbst als Erwachsener habe ich mich da noch verlaufen und musste erst mal in den Innenhof um mich wieder zu orientieren.

Die Wanderungen im Tal der Bobritsch waren bei unterschiedlichen Jahreszeiten immer wieder ein Erlebnis.

Die Sanierung war ja ein recht umfangreiches Projekt. Ich meine mich zu erinnern das ich mit einem kleinen Baustein für das Turmzimmer auch irgendwie beteiligt war.

Zitat von Vierkrug im Beitrag #133

Einmal ging es noch über den Urlauberaustausch nach Zlatá Idka bei Kosice in die Slowakei. Die Mutter meiner Kinder bemerkt noch heute spöttisch, dass dieser Urlaub eine "verdeckte Dienstreise" mit Familienanhang gewesen sei. So unrecht hatte bzw. hat sie nicht. Nicht nur die Zusammensetzung der "Urlaubergruppe", ließ diesen Schluß zu. Ihr gehörten u.a. der stellv. Direktor für Forschung / Entwicklung, der stellv. Direktor für Technik und noch weitere Fachspezialisten des Kombinates an. Sie stand damals unter meiner Leitung. Wenn dann von den 14 Tagen allein 5 Tage mit Gesprächen und Beratungen mit den entsprechenden Partnern aus den Ostslowakischen Eisenwerken Kosice stattfanden, dann konnten die Familienanghörigen schon den Eindruck haben - eine Dienstreise mit kultureller Umrahmung und in Begleitung der Familien. Trotzdem waren es auch hier schöne und erlebnisreiche Tage und meine Tochter schwärmt noch heute von diesen Urlaub.


Meine Reise nach Kosice war dagegen von vorn herein als Arbeitsausflug geplant. Ich hatte 1981 die Gelegenheit an einem Lehrlingsaustausch teilzunehmen. Daher residierten wir auch nicht in einem Ferienobjekt sondern im Lehrausbildungskomplex in Košice-Šaca direkt vor den Toren des Stahlwerkes (Železiarenská ulica 576/92). Bei uns war das touristische Programm eher Beiwerk aber auch das war nicht schlecht. Erinnern kann ich mich neben dem obligatorischen Besuch am Dukla-Pass, noch an den Besuch der Eisrevue Holiday on Ice.

Zitat von Vierkrug im Beitrag #133
Kinderferienlager ist schon wieder ein gesondertes Thema.

Mal so als Stichpunkte die welche ich so kenne. Also als erstes und ich glaube größtes ist da Oppach, dann die Buschmühle bei Rennersdorf (Stolpen) und natürlich gab es auch eins in Knappenrode. Das in Rostock Lütten-Klein dürfte eine Kooperation gewesen sein da es im eigentlichen Sinn ein LWH des Hafens war. Ganz schwach kann ich mich auch noch an eins im Harz erinnern, könnte Elbingerode gewesen sein. Das Jugendzeltlager unterhalb des Schwimmbades in Stolpen dagegen kenne ich wieder ganz gut. Es stand unter der Betreuung des Bereichs Gaswerk. Die Leiter der GST-GO Gaswerk war dort lange Zeit als Leiter tätig. Da ich für das Gaswerk im Motorradmehrkampf gefahren bin waren wir dort auch oft involviert und so habe ich es nicht nur als Feriengast erlebt.

Mit allem sind viele schöne Erinnerungen verbunden.

Gruß Nomex


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
nach oben springen

#138

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 15:27
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #135
Zitat von Lutze im Beitrag #134
@Vierkrug,wohnte dort nicht die Adams Family?
Lutze


Weiß ich nicht und kenne ich auch nicht !!!
Das Schloß ging nach der Wende in Privatbesitz über - ein Schnäppchen für den Käufer, denn er bekam ein zuvor saniertes und komplett rekonstruiertes Schloß - auch wenn der äußerliche Eindruck auf dem Foto es vielleicht nicht erkennen läßt.
Jedenfalls verbringen im diesem Schloß nicht mehr "Arbeitnehmer" und ihre Familien ihren Urlaub.

Vierkrug


Hallo @Vierkrug
Da hast du wohl etwas durcheinander gebracht.
Reinsberg war niemals für das das sogenannte Werktätige Volk zugänglich.
Statt dessen setzte man 200 M weiter einen Stattlichen Neubau hin ,der dem WETÄV (DDR Abkürzung :Wertätigen Volk)zu verfügung stand.
Durfte mich selbst davon überzeugen,da ich 1988 dort gastieren Durfte.
Sei nicht böse aber das ist halt Quark.
Alles was Einigermassen Lohnenswert war ,nicht dem (WETÄ Volk )zuerkannt.
Bitte Sachlich bleiben !!
Kann Dir auch einige Beispiele auf Usedom nennen (gehe ich später ein,siehe Max Schmenkel Mfs Erholungsheim auf Usedom,dies aber zu einem späteren Zeitpunkt)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514262.html


nach oben springen

#139

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 15:35
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@grenzgänger81 - du scheinst da Schloß Rheinsberg am Ostufer des Grienericksees mit dem Schloß Reinsberg in Sachsen zu verwechseln !!!
Sei mir wegen der Korrektur nicht böse - auch @Nomex und @eclipse1983 haben sich nicht geirrt. Das Reinsberg, das wir meinen, liegt hier



Ich weiß, wovon ich schreibe und bleibe auch weiterhin sachlich !!!

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 27.08.2013 15:37 | nach oben springen

#140

RE: Braunkohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe - damals und heute

in Leben in der DDR 27.08.2013 15:38
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #138

Hallo @Vierkrug
Da hast du wohl etwas durcheinander gebracht.
Reinsberg war niemals für das das sogenannte Werktätige Volk zugänglich.
Statt dessen setzte man 200 M weiter einen Stattlichen Neubau hin ,der dem WETÄV (DDR Abkürzung :Wertätigen Volk)zu verfügung stand.
Durfte mich selbst davon überzeugen,da ich 1988 dort gastieren Durfte.
Sei nicht böse aber das ist halt Quark.
Alles was Einigermassen Lohnenswert war ,nicht dem (WETÄ Volk )zuerkannt.
Bitte Sachlich bleiben !!
Kann Dir auch einige Beispiele auf Usedom nennen (gehe ich später ein,siehe Max Schmenkel Mfs Erholungsheim auf Usedom,dies aber zu einem späteren Zeitpunkt)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514262.html


Lieber Grenzgänger,
Du meinst aber schon das Schloss Reinsberg https://maps.google.de/maps?q=reinsberg&...achsen&t=h&z=19 und nicht etwa Schloss Rheinsberg http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rheinsberg kleiner aber feiner Unterschied. Letzteres liegt nordwestlich von Berlin. Das von dem wir sprechen liegt etwas südlich des Autobahndreiecks Nossen in Sachsen. Ich kann dir versichern Reinsberg war, solange es zu Pumpe gehört hat, immer auch dem werktätigen Volk zugänglich.

Gruß Ralf


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
25 Mitglieder und 66 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 2710 Gäste und 162 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558696 Beiträge.

Heute waren 162 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen