#41

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 21:58
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Das mag sein, ich meine aber nur die praktische Kaufkraft von 25 Mark der DDR, die spürbar schwand zwischen Anfang und Ende der achtziger Jahre.


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#42

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:11
von icke46 | 2.593 Beiträge

Das hat jetzt nichts mit dem Thema Umtausch zu tun - aber ich habe eine Frage zu dem Bericht von @Cambrino : Wenn ich das richtig lese, war die Ausreise-GÜST ins Belieben des DDR-Besuchers gestellt? Also, wenn mans nach Marienborn zeitlich nicht schafft im Rahmen des Visums, fährt man halt nach West-Berlin?

Oder anders gefragt: Ich reise zu dieser Jahreszeit über Marienborn zu Besuchszwecken in die DDR ein, möchte aber nach der Ausreise den Weihnachtsmarkt in Lübeck besuchen, fahre also in der DDR bis zum Übergang Schlutup/Selmsdorf? Eine solche Flexibilität hätte ich nun nicht vermutet.

Gruss

icke



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#43

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:11
von ek40 | 393 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #40
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #39
Ich habe nicht schwarz umgetauscht. Zwangsumtausch und das war es. Teilweise habe ich das Geld aber bei der Ausreise deponiert und beim nächsten Mal wieder abgehoben.

Du meinst, die Subventionen sind so stark abgebaut worden in der Zeit?


Nein, abgebaut wurden bis zum bitteren Ende keine Subventionen, soweit mir bekannt. Es wurde lediglich versucht, mit einigen Neuentwicklungen insbes. an Konsumgütern oder deren Aufmotzung Kaufkraft abzuschöpfen.
Schwarzumtausch meinte ich auch nicht, das war nur so nebenbei bemerkt. Ich meinte, daß der tatsächliche Preis für vieles, was auch Besucher konsumierten (Waren und Dienstleistungen), auch wenn es ihre Gastgeber aus eigener Tasche bezahlten, tatsächlich viel mehr hätte kosten müssen, wenn der Preis kostendeckend sein sollte.

Ja gut,aber dieses Problem wurde doch nicht durch die Besucher geschaffen.
Und darüber werden auch die wenigsten siniert haben.
Wenn du heute z.B. in den Urlaub in die Türkei oder nach Thailand fährst,oder Klamotten bei C&A kaufst,spendest du doch auch nicht für die Armen Menschen,auf dessen Kosten du dort billig kaufst oder in der Sonne bei AI liegst.....nehme ich an.

ek40
.


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#44

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:15
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #42
Das hat jetzt nichts mit dem Thema Umtausch zu tun - aber ich habe eine Frage zu dem Bericht von @Cambrino : Wenn ich das richtig lese, war die Ausreise-GÜST ins Belieben des DDR-Besuchers gestellt? Also, wenn mans nach Marienborn zeitlich nicht schafft im Rahmen des Visums, fährt man halt nach West-Berlin?

Oder anders gefragt: Ich reise zu dieser Jahreszeit über Marienborn zu Besuchszwecken in die DDR ein, möchte aber nach der Ausreise den Weihnachtsmarkt in Lübeck besuchen, fahre also in der DDR bis zum Übergang Schlutup/Selmsdorf? Eine solche Flexibilität hätte ich nun nicht vermutet.

Gruss

icke



da ist korrekt, der Eintritt und Austritt in/aus die/der DDR war beliebig über jeden Grenzübergang und die Sektorengrenzen von Berlin.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#45

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:17
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Musste man nicht bei einem Tagesbesuch den gleichen Übergang für rein und raus nehmen?


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#46

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:20
von icke46 | 2.593 Beiträge

Also, für Tagesbesuche meine ich schon, mir ging es aber um Mehrtagesaufenthalte.

Gruss

icke



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#47

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:22
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Auch da bin ich mir nicht so sicher. Ich meine, es musste immer der gleiche Übergang sein.


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#48

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:24
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #45
Musste man nicht bei einem Tagesbesuch den gleichen Übergang für rein und raus nehmen?


der Tagesbesuch war sowieso nur auf den sowj. Sektor von Berlin beschränkt, so habe ich das jedenfalls in Erinnerung. In die angrenzende DDR durfte man mit einem Tagesbesuchsvisum nicht fahren. Ganz sicher bin ich mir aber nicht


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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#49

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:26
von Gelöschtes Mitglied
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Nunja, jetzt könnt Ihr Euch auf mich stürzen, weil "JWD"
Schwarz getauscht habe ich nie, obwohl die Möglichkeiten vorhanden waren. Zwangsumtausch, das erste mal am 01.07.1990, das ging automatish und war garnicht so schlecht. Das 2. mal am 01.01.2002, ging auch automatisch, es gab nur ein Problem, auf den Preisschildern wurden in der Regel
die Ziffern beibehalten und nur DM durch € ersetzt.
Micha


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#50

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:27
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

Tagesbesuche in Ostberlin waren auf Ostberlin beschränkt

Vorgang - Einreise in die DDR über Checkpoint Charlie für Ausländer
Auf der Rückseite des Visumblattes wurde darauf hingewiesen
Theo


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#51

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:28
von icke46 | 2.593 Beiträge

Tagesbesuche gabs auch im grenznahen Bereich, war also nichts für Leute, die weit im Westen wohnten. Und da war es nun so, wie ich aus Erfahrung weiss, dass man jeweils den dem Reiseziel am nächsten liegenden Übergang benutzen musste.

Aber vielleicht können unsere Fachleute @KARNAK und @passport was dazu sagen.

Zur Erläuterung: ich habe in den 80ern zweimal Bildungsurlaub in Helmstedt gemacht, jeweils verbunden mit einem Tagesbesuch in der DDR, einmal in Schwerin, einmal in Eisenach. Die Bildungsstätte lag so, dass man aus seinem Zimmer quasi zur GÜST Marienborn spucken konnte, trotzdem musste der Bus von Helmstedt im ersten Fall nach Lübeck, im zweiten nach Herleshausen fahren.



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zuletzt bearbeitet 23.11.2015 22:30 | nach oben springen

#52

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 22:32
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 23.11.2015 22:34 | nach oben springen

#53

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 23:19
von passport | 2.629 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #51
Tagesbesuche gabs auch im grenznahen Bereich, war also nichts für Leute, die weit im Westen wohnten. Und da war es nun so, wie ich aus Erfahrung weiss, dass man jeweils den dem Reiseziel am nächsten liegenden Übergang benutzen musste.

Aber vielleicht können unsere Fachleute @KARNAK und @passport was dazu sagen.

Zur Erläuterung: ich habe in den 80ern zweimal Bildungsurlaub in Helmstedt gemacht, jeweils verbunden mit einem Tagesbesuch in der DDR, einmal in Schwerin, einmal in Eisenach. Die Bildungsstätte lag so, dass man aus seinem Zimmer quasi zur GÜST Marienborn spucken konnte, trotzdem musste der Bus von Helmstedt im ersten Fall nach Lübeck, im zweiten nach Herleshausen fahren.




@icke46

Hier muss man unterscheiden zwischen VTA (Visum-Tages-Aufenthalt) oder Einreise DDR zum mehrtägigen Besuch. VTA-Besucher mussten über die Einreise-Güst auch wieder ausreisen. Dabei war von den Reisenden zu beachten entsprechend seines Reisezieles die nächsgelegene Güst zu benutzen. Bei der "normalen" mehrtägigen Einreise war es den Reisenden überlassen welche Güst er zur Ein - oder Ausreise befuhr.


passport


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#54

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 23.11.2015 23:33
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #38
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #37
Ich war ziemlich oft im Osten (ganze DDR, meistens Tagesbesuche von ganz früh morgens bis ganz spät abends) , so 8 bis 10 Tage pro Jahr, schätze ich. Kenne jedenfalls keinen Westler, der privat öfter rüber fuhr.

Als der Zwangsumtausch neu auf 25 Mark pro Tag erhöht war, Anfang der achtziger Jahre, konnte man das viele Geld fast nicht ausgeben. Ein einfaches Mittagessen in der Dorfkneipe hat damals vielleicht 3 Mark gekostet. Niemals mehr als 5 Mark. Am Ende der DDR war irgendwie alles viel teurer geworden. Das Ausgeben, gerade in Ost-Berlin, war kein großes Problem mehr. Es muss also sowas wie deutliche Inflation gegeben haben, wenn man nach der Kaufkraft geht.


Grün: Übrigens, im Buch von Krenz über Ulbricht kommt auch Valentin Valin (71 - 78 Botschafter der UdSSR in der DDR) zu Wort. lt. seiner Aussage wurde der Wert des Umtausches auf sowjetischen Wunsch so festgelegt.
Harzwanderer, wenn Du 3,- Mark bezahlt hast, hast Du mindestens weitere 3,-M "geschenkt" bekommen. Das waren nämlich die tatsächlichen Kosten, also subventionen. Diese waren ausschließlich dafür gedacht, der eigenen Bevölkerung zugute zu kommen, da ebenso nur durch diese erarbeitet. Warum sollten Ausländer in den Genuss dieser Subventionen kommen, für die sie keinen Pfennig beigetragen haben ? Da nahezu alle Waren des täglichen und Grundbedarfes (also auch Bücher) und vor allem Dienstleistungen mehr oder weniger stark subventioniert wurden, kannst du dir ausrechnen, daß ein Besucher mit 25,-DM/Tag ohne diese Subventionen auch nicht allzuweit gekommen wäre. Sich für 1,-DM, schwarz umgetauscht, die Haare schneiden lassen, das war für die Westberliner äußerst attraktiv. Das war m.E. ein Hauptargumentativ für diesen Umtausch. Ist heute nicht anders z.B. beim Grenzverkehr nach Polen und CZ.



Dieses Subventionierungs-Argument, heute kann ich in Chemnitz in einigen Gaststätten noch für 7,50€ günstig essen, also unter dem Mindestlohn, 1986 hatte ich in der DDR als Facharbeiter einen Stundenlohn von ca. 5 Mark, was wohl eine bescheidene Kaufkraft darstellt.
Niedrige Löhne bedingen wohl niedrige Preise, ob da unbedingt in Größenordnungen noch subventioniert werden muss ist eher fraglich.
Die Mieten waren wirklich stark subventioniert, aber ansonsten waren wohl die meisten Preise schon an den Löhnen orientiert.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 23.11.2015 23:47 | nach oben springen

#55

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 24.11.2015 00:30
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #37
Ich war ziemlich oft im Osten (ganze DDR, meistens Tagesbesuche von ganz früh morgens bis ganz spät abends) , so 8 bis 10 Tage pro Jahr, schätze ich. Kenne jedenfalls keinen Westler, der privat öfter rüber fuhr.

Als der Zwangsumtausch neu auf 25 Mark pro Tag erhöht war, Anfang der achtziger Jahre, konnte man das viele Geld fast nicht ausgeben. Ein einfaches Mittagessen in der Dorfkneipe hat damals vielleicht 3 Mark gekostet. Niemals mehr als 5 Mark. Am Ende der DDR war irgendwie alles viel teurer geworden. Das Ausgeben, gerade in Ost-Berlin, war kein großes Problem mehr. Es muss also sowas wie deutliche Inflation gegeben haben, wenn man nach der Kaufkraft geht.


Es hing davon ab, wo man hinging. Die Waren des Grundbedarfes behielten ihren Preis. Aber man konnte höherwertige Produkte (die auch mehr kosteten) in den Delikat- und Exquisit-Läden kaufen. Diese Waren wurden ohne Subvention (teilweise sogar mit einer Produktsteuer) verkauft, um die Subventionen zu kompensieren. Man konnte in der DDR zu ganz unterschiedlichen Preisen in Gaststätten essen. Es gab die Preisstufen 1-3, S und S+Aufschlag (z.B. Fernsehturm und Palasthotel). Das die Straßenbahn -,20 M und der Liter Benzin VK 88 1,50 M (VK 94 1,65 /l) kostete, war ein gesundes Verhältnis. Ich würde mir heute auch wünschen, daß die Einzelfahrt ÖPNV zwischen -,50 - 1,- € bei deutlicher Benzinpreiserhöhung (2,50 - 3.- €/l) kosten würde, denn es ist pervers, wenn autofahren billiger ist, als der ÖPNV.



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#56

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 24.11.2015 00:36
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #54
Zitat von DoreHolm im Beitrag #38
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #37
Ich war ziemlich oft im Osten (ganze DDR, meistens Tagesbesuche von ganz früh morgens bis ganz spät abends) , so 8 bis 10 Tage pro Jahr, schätze ich. Kenne jedenfalls keinen Westler, der privat öfter rüber fuhr.

Als der Zwangsumtausch neu auf 25 Mark pro Tag erhöht war, Anfang der achtziger Jahre, konnte man das viele Geld fast nicht ausgeben. Ein einfaches Mittagessen in der Dorfkneipe hat damals vielleicht 3 Mark gekostet. Niemals mehr als 5 Mark. Am Ende der DDR war irgendwie alles viel teurer geworden. Das Ausgeben, gerade in Ost-Berlin, war kein großes Problem mehr. Es muss also sowas wie deutliche Inflation gegeben haben, wenn man nach der Kaufkraft geht.


Grün: Übrigens, im Buch von Krenz über Ulbricht kommt auch Valentin Valin (71 - 78 Botschafter der UdSSR in der DDR) zu Wort. lt. seiner Aussage wurde der Wert des Umtausches auf sowjetischen Wunsch so festgelegt.
Harzwanderer, wenn Du 3,- Mark bezahlt hast, hast Du mindestens weitere 3,-M "geschenkt" bekommen. Das waren nämlich die tatsächlichen Kosten, also subventionen. Diese waren ausschließlich dafür gedacht, der eigenen Bevölkerung zugute zu kommen, da ebenso nur durch diese erarbeitet. Warum sollten Ausländer in den Genuss dieser Subventionen kommen, für die sie keinen Pfennig beigetragen haben ? Da nahezu alle Waren des täglichen und Grundbedarfes (also auch Bücher) und vor allem Dienstleistungen mehr oder weniger stark subventioniert wurden, kannst du dir ausrechnen, daß ein Besucher mit 25,-DM/Tag ohne diese Subventionen auch nicht allzuweit gekommen wäre. Sich für 1,-DM, schwarz umgetauscht, die Haare schneiden lassen, das war für die Westberliner äußerst attraktiv. Das war m.E. ein Hauptargumentativ für diesen Umtausch. Ist heute nicht anders z.B. beim Grenzverkehr nach Polen und CZ.



Dieses Subventionierungs-Argument, heute kann ich in Chemnitz in einigen Gaststätten noch für 7,50€ günstig essen, also unter dem Mindestlohn, 1986 hatte ich in der DDR als Facharbeiter einen Stundenlohn von ca. 5 Mark, was wohl eine bescheidene Kaufkraft darstellt.
Niedrige Löhne bedingen wohl niedrige Preise, ob da unbedingt in Größenordnungen noch subventioniert werden muss ist eher fraglich.
Die Mieten waren wirklich stark subventioniert, aber ansonsten waren wohl die meisten Preise schon an den Löhnen orientiert.


Die Preise in einer Gastätte hängen heute weniger von den Löhnen, sondern eher von der Miete für die Räume ab. Wenn ein Koch und ein Kellner zusammen je Stunde 10 Gästen jeweils ein Essen und ein Getränk servieren, gehen in jeden Artikel 10% des Stundenlohnes ein. Also ein Euro Lohnerhöhung würde den Preis um 10 Cent verteuern. In einer gut besuchten Gastätte hat aber jeder Mitarbeiter mehr als 10 verkaufte Artikel pro Stunde.



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#57

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 24.11.2015 00:43
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@StabsfeldKoenig, es ist relativ selten, das ich Deinen Weg mitgehe, aber in #55 Zustimmung, ich würde das aber nicht auf den ÖPNV begrenzen.
Wenn man sich die Ticketpreise der DB auch überregional ansieht, schlecht kann einem werden.
Micha


zuletzt bearbeitet 24.11.2015 01:06 | nach oben springen

#58

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 24.11.2015 02:27
von Cambrino | 201 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #42
Das hat jetzt nichts mit dem Thema Umtausch zu tun - aber ich habe eine Frage zu dem Bericht von @Cambrino : Wenn ich das richtig lese, war die Ausreise-GÜST ins Belieben des DDR-Besuchers gestellt? Also, wenn mans nach Marienborn zeitlich nicht schafft im Rahmen des Visums, fährt man halt nach West-Berlin?

Oder anders gefragt: Ich reise zu dieser Jahreszeit über Marienborn zu Besuchszwecken in die DDR ein, möchte aber nach der Ausreise den Weihnachtsmarkt in Lübeck besuchen, fahre also in der DDR bis zum Übergang Schlutup/Selmsdorf? Eine solche Flexibilität hätte ich nun nicht vermutet.

Gruss

icke




Hallo icke46, als ich nach Aufhebung meines 10 jährigen Haftbefehls, das erste mal 1974 zu Besuch zu meinen Eltern in die DDR reiste, mußte ich ja noch mit der Bahn fahren. (Einreise mit Auto nicht erlaubt) Ich glaube zu diesem Zeitpunkt mußte man den bei Antragstellung angegebenen Grenzübergang für die Einreise und Ausreise nutzen ?. Es muß wohl Mitte/Ende 1974 gewesen sein ?, als die neuen Einreiseregelungen in Kraft traten. Also Einreise mit eigenen PKW erlaubt und Ein- und Ausreise wahlweise über alle Grenzübergänge gestattet.

Gruß CAMBRINO


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zuletzt bearbeitet 24.11.2015 02:35 | nach oben springen

#59

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 24.11.2015 06:50
von exgakl | 7.229 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #57
@StabsfeldKoenig, es ist relativ selten, das ich Deinen Weg mitgehe, aber in #55 Zustimmung, ich würde das aber nicht auf den ÖPNV begrenzen.
Wenn man sich die Ticketpreise der DB auch überregional ansieht, schlecht kann einem werden.
Micha


wetten das ihr Zwei keine Autofahrer seid?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: Zwangsumtausch

in Leben an der Berliner Mauer 24.11.2015 06:52
von exgakl | 7.229 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #56

Die Preise in einer Gastätte hängen heute weniger von den Löhnen, sondern eher von der Miete für die Räume ab. Wenn ein Koch und ein Kellner zusammen je Stunde 10 Gästen jeweils ein Essen und ein Getränk servieren, gehen in jeden Artikel 10% des Stundenlohnes ein. Also ein Euro Lohnerhöhung würde den Preis um 10 Cent verteuern. In einer gut besuchten Gastätte hat aber jeder Mitarbeiter mehr als 10 verkaufte Artikel pro Stunde.



2 x 3 macht 4 -
widdewiddewitt und 3 macht 9e !
Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...
Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa
Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.

http://www.songtexte.com/songtext/astrid...pf-3cf8d83.html


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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