#141

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 17.08.2014 10:19
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #138
[quote=Hackel39|p378943][quote=Barbara|p378934]

......

In einem (nicht in allem) sind wir vielleicht grundsätzlich unterschiedlicher Meinung:

"Ich erwarte grundsätzlich keine persönlichen Wertungen von Journalisten"

Wenn du mit "Wertung" - "Einschätzung oder Einordnung" meinst, dann finde ich das, neben allem Faktischen, gerade interessant.
Ein versierter und seriöser Journalist, dessen grundsätzliche Haltung ich kenne, zeigt Perspektiven auf, liefert Hintergrundwissen und ordnet es ein.
Es kann ja nicht jeder, zu allen Schauplätzen dieser Welt reisen, um sich ein "objektives" Bild von Umständen zu machen, wobei ich Objektivität sowieso grundsätzlich in Zweifel ziehe. Wie soll Objektivität von "Subjekten" hergestellt werden, die immer und zu jederzeit im eigenen persönlich begründeten Kontext stehen.

zu: Journalisten mit Parteimitgliedschaft:

"1. Parteibuch: Sie sind auch als Journalistin Staatsbürgerin mit allen bürgerlichen Rechten. Engagement für eine demokratische Partei würde ich gerade jüngeren Journalisten nicht vorwerfen; heißt es nicht immer, Ihre Generation sei so unpolitisch? Ein Parteibuch zu besitzen zeigt im besten Fall bürgerschaftliches Engagement.
Wenn es so ist, dann werden Sie Mitglied und genießen Sie still, solange Sie als Journalistin arbeiten. Trotzdem wird Ihr Berufsleben komplizierter. Sie sollten nicht über Veranstaltungen Ihrer Partei schreiben. Sie sollten sich bei Diskussionen darüber, ob und wie Ihre Redaktion über diese Partei berichtet, zurückhalten. Das läuft auf eine kontrollierte Bewusstseinsspaltung hinaus. Nicht einfach, aber möglich." (Christian Sauer)

http://www.akademie-fuer-publizistik.de/...abhaengig/#c227
.



Aber auch nur im besten Fall ist ein Parteibuch ein Indikator für bürgerschaftliches Engagement, im besten Fall findet sich auch ein Alkoholiker viel besser im Straßenverkehr zurecht, wenn er verzaubert ist, also finden wir uns beide damit ab, daß beides gut sein kann.
Immerhin könnte ja ein Journalist auch schon befangen sein, wenn sein Vater eine Spedition besitzt und er über den Güterverkehr der Eisenbahn berichten soll, man muß eben im Einzelfall auch etwas Vertrauen haben aber etwas anderes ist auch sehr wichtig und das ist die Präsentation von Nachrichten.
Es gibt ja die gezielte Informationssuche, die wir selber organisieren, z. B. über bekannte Internetseiten einserseits und andererseits das Bedürfnis nach allgemeiner und umfassender Information und hier bestimmen die Presse- und Fernsehleute das Menü, zumindest bezüglich der großen überregionalen Medien.
So kann z.B. ein abgeschossenes Flugzeug recht schnell vergessen werden während man gleichzeitig das Interesse auf die Hochzeiten vollkommen irrelevater Blaublüter lenkt, weil man seitens der "Leitmedien" meint, mit der Boulevardpresse mithalten zu müssen, um keine Marktanteile zu verlieren.
Die Abhängigkeit von Auflagenstärke und Einschaltquoten ist der Sand im Getriebe der unabhängigen Medien.
Daß dieser Sand selbst in zwangsgebührenfinanzierten Massenmedium der öffentlich- rechtlichen Sender knirscht ist für mich ein Irrsinn ohnegleichen.
Reicht es denn nicht, daß in diesem Land schon Arbeitnehmer, Ärzte und selbst Pfarrer 100% durchökonomisierte Pflichterfüller sind?
Allein schon die Erfassung und Verbreitung von Einschaltquoten politischer Sendeinhalte mit Blick auf die Privatsender würde ich als verantwortlicher Politiker verbieten, Konkurrenzdenken ist hier eine vermeidbare Störgröße bei der wertfreien Vermittlung des Weltgeschehens, das darf einfach nicht sein.



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#142

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 17.08.2014 10:31
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von g.s.26 im Beitrag #140


Kann es nicht auch sein, dass er einfach nur nicht geantwortet hat? Vielleicht interpretierst du da zuviel rein? Und verkaufst es uns als das, was da im Zitat steht? Kann keiner nachprüfen. Sollte es so sein, machtst du nichts anderes als die Medienschreiber, die hier so oft an den Pranger gestellt werden. Wenn ich falsch liege, wirst du mir das sicher beantworten können. Thx!


Ich hoffe, Du erwartest jetzt nicht, dass ich hier meinen privaten Mail-Verkehr veröffentliche oder Namen und Adresse für eine Glaubwürdigkeitsprüfung hinterlege. Oder am besten noch einen Tonbandmitschnitt.

Es ist eine Sequenz aus aus einem Gespräch, das sich kaum unterscheidet, mit dem eines sowjetischen Journalisten vor 40 Jahren. Es drehte sich auch da - im Land bleiben oder nicht. Wo kann ich meine persönlichen Vorstellungen oder Ideale leben, die mich zum Berichterstatter werden ließ. Und wie immer wird es die einen geben, die das Land verlassen und die, die im Land bleiben. Welcher Weg schwieriger ist, hängt immer vom Einzelfall ab. Ein wichtiger Grund für die, die bleiben, war und ist nicht zuletzt, dass man nah dran ist, an den Menschen und den Entwicklungen in dem Land über das man schreiben oder berichten möchte. Und das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt für Authentizität und Glaubwürdigkeit.

Die nächste Frage ist, ob die Themen, die einen persönlich unter den Nägeln brennen, auch die Themen sind, die sich "verkaufen" lassen, ob im Land oder Ausland. Und da hatte es der Journalist vor 40 Jahren viel schwieriger, mit dem Ausland in Kontakt zu treten. Heute, durch die Vernetzung, geht es viel einfacher. Wenn man dann auch das Interesse einer ausländischen Redaktion geweckt hat, dann gibt es auch keinen Unterschied zu den dort beschäftigeten anderen freiberuflichen Journalisten oder zuarbeitenden Korrespondenten - es ist ein mühsames Geschäft, für das man einen langen Atem braucht. Und vor allem auch Kompromisse eingehen muss, denn die eigenen Themen sind nicht immer die Themen des Auftraggebers.

Der Journalist, den ich vor 40 Jahren in der Sowjetunion kennen lernt habe, ist im Land geblieben. Bei den staatlichen Medien hat er damals kein Fuß rein bekommen und hat sich mehr schlecht als recht durchgeschlagen. Aber er wollte ja auch kein Staatsberichterstatter werden. Daher hat er auch nie geklagt. Wie sich andere heute entscheiden, ist letztendlich eine sehr persönliche Entscheidung, bei der eine berufliche Perspektive eine wichtige Rolle spielt, aber auch von anderen Faktoren beeinflußt wird. Zum Beispiel, wenn man gerade frisch verliebt ist und das persönliche Glück erst einmal im Vordergrund steht. Denn bei allen schlechten Nachrichten, gibt es auch sehr viel normales Leben. Nur ist das nicht berichtenswert, denn nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten.

Im übrigen ist es ein Traum jedes Menschen frei und unabhängig zu sein. Egal ob von jung oder alt, als Journalist oder Buchhalter. Der eine lebt ihn, der andere ergibt sich den Zwängen.

LG von der Moskwitschka

PS Und den indirekten Vorwurf der Manipulation weise ich vehement zurück @g.s.26


zuletzt bearbeitet 17.08.2014 10:34 | nach oben springen

#143

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 17.08.2014 11:28
von Moskwitschka (gelöscht)
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Das es auch anders geht in Deutschland, zeigt Tilo Jung https://www.youtube.com/user/Nfes2005

Er war in der Ukraine, tourte vor der Europawahl durch Europa und war jetzt auch in Israel un Gaza. Hier eines seiner neuesten Berichte:



Und zwischendurch stellt er unbequeme Fragen in der Bundespressekonferenz Die Folge 138 mit Gesine Schwan ist auch sehr interessant.

LG von der Moskwitschka


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#144

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 17.08.2014 12:05
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #142
[quote=g.s.26|p379067]

[...]

Der Journalist, den ich vor 40 Jahren in der Sowjetunion kennen lernt habe, ist im Land geblieben. Bei den staatlichen Medien hat er damals kein Fuß rein bekommen und hat sich mehr schlecht als recht durchgeschlagen. Aber er wollte ja auch kein Staatsberichterstatter werden. Daher hat er auch nie geklagt. Wie sich andere heute entscheiden, ist letztendlich eine sehr persönliche Entscheidung, bei der eine berufliche Perspektive eine wichtige Rolle spielt, aber auch von anderen Faktoren beeinflußt wird. Zum Beispiel, wenn man gerade frisch verliebt ist und das persönliche Glück erst einmal im Vordergrund steht. Denn bei allen schlechten Nachrichten, gibt es auch sehr viel normales Leben. Nur ist das nicht berichtenswert, denn nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten.

Im übrigen ist es ein Traum jedes Menschen frei und unabhängig zu sein. Egal ob von jung oder alt, als Journalist oder Buchhalter. Der eine lebt ihn, der andere ergibt sich den Zwängen.

LG von der Moskwitschka

[...]



Guten Tag,

Ein Journalist schreibt in seinem Land und für die Menschen in seinem Land. Wenn er geht, verliert er diesen Vektor und in einem anderen Land wird ihm der Mangel der intimen Kenntnis des Landes und seiner Kultur Schwierigkeiten bereiten. Es ist auch eine Frage der Kredibilität. // Der Fremde er wagt es uns zu sagen wie wir leben... //

Unsere anglophone Presse ist brutaler und directer, ich sage nicht - objektiver! Die französischen Journalisten hingegen haben Angst direkt zu sein, denn die politische Pendelbewegung könnte bewirken, dass die böse kritisierten Politiker von heute morgen die Macht haben. Die aggressiven Journalisten wären dann von den so notwendigen Informationen ausgeschlossen. Es war sehr interessant zu sehen, wie sich die Medien vorsichtig verhielten, als die sozial-kommunistische Ministerin Taubira offensichtlich in aller Öffentlichkeit log. Bei uns und in D wäre der Sturm ausgebrochen, die Medien hätten sich auf diese Politikerin gestürzt und vielleicht ihren Rücktritt erzwungen.

Aber wichtiger als Mitgliedskarten von Parteien ist die Frage: Kann man Nachrichten und Kommentare den Menschen zumuten? Sie werden es nicht verstehen und abschalten / die Zeitung nicht mehr kaufen. Sie werden vielleicht zu sehr beunruhigt sein und abschalten / die Zeitung nicht mehr kaufen. Medien müssen heute einfach, sensationnel aber niemals tiefgehend sein; Nachdenken ist gefährlich und tut bei vielen Menschen weh. Es ist die Vereinfachung, welche uns glauben macht, dass eine politische Absicht (in Frankreich die Frei-Maurer) dahintersteh(t)en.

Die Tatsache, dass wir über diese Dinge nachdenken und Antworten suchen zeigt, dass wir für diese Medien schon verloren sind.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


chantre, Hans, seaman und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#145

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 17.08.2014 16:17
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #141
Zitat von Barbara im Beitrag #138
[quote=Hackel39|p378943][quote=Barbara|p378934]

......

In einem (nicht in allem) sind wir vielleicht grundsätzlich unterschiedlicher Meinung:

"Ich erwarte grundsätzlich keine persönlichen Wertungen von Journalisten"

Wenn du mit "Wertung" - "Einschätzung oder Einordnung" meinst, dann finde ich das, neben allem Faktischen, gerade interessant.
Ein versierter und seriöser Journalist, dessen grundsätzliche Haltung ich kenne, zeigt Perspektiven auf, liefert Hintergrundwissen und ordnet es ein.
Es kann ja nicht jeder, zu allen Schauplätzen dieser Welt reisen, um sich ein "objektives" Bild von Umständen zu machen, wobei ich Objektivität sowieso grundsätzlich in Zweifel ziehe. Wie soll Objektivität von "Subjekten" hergestellt werden, die immer und zu jederzeit im eigenen persönlich begründeten Kontext stehen.

zu: Journalisten mit Parteimitgliedschaft:

"1. Parteibuch: Sie sind auch als Journalistin Staatsbürgerin mit allen bürgerlichen Rechten. Engagement für eine demokratische Partei würde ich gerade jüngeren Journalisten nicht vorwerfen; heißt es nicht immer, Ihre Generation sei so unpolitisch? Ein Parteibuch zu besitzen zeigt im besten Fall bürgerschaftliches Engagement.
Wenn es so ist, dann werden Sie Mitglied und genießen Sie still, solange Sie als Journalistin arbeiten. Trotzdem wird Ihr Berufsleben komplizierter. Sie sollten nicht über Veranstaltungen Ihrer Partei schreiben. Sie sollten sich bei Diskussionen darüber, ob und wie Ihre Redaktion über diese Partei berichtet, zurückhalten. Das läuft auf eine kontrollierte Bewusstseinsspaltung hinaus. Nicht einfach, aber möglich." (Christian Sauer)

http://www.akademie-fuer-publizistik.de/...abhaengig/#c227
.



Aber auch nur im besten Fall ist ein Parteibuch ein Indikator für bürgerschaftliches Engagement, im besten Fall findet sich auch ein Alkoholiker viel besser im Straßenverkehr zurecht, wenn er verzaubert ist, also finden wir uns beide damit ab, daß beides gut sein kann.
Immerhin könnte ja ein Journalist auch schon befangen sein, wenn sein Vater eine Spedition besitzt und er über den Güterverkehr der Eisenbahn berichten soll, man muß eben im Einzelfall auch etwas Vertrauen haben aber etwas anderes ist auch sehr wichtig und das ist die Präsentation von Nachrichten.
Es gibt ja die gezielte Informationssuche, die wir selber organisieren, z. B. über bekannte Internetseiten einserseits und andererseits das Bedürfnis nach allgemeiner und umfassender Information und hier bestimmen die Presse- und Fernsehleute das Menü, zumindest bezüglich der großen überregionalen Medien.
So kann z.B. ein abgeschossenes Flugzeug recht schnell vergessen werden während man gleichzeitig das Interesse auf die Hochzeiten vollkommen irrelevater Blaublüter lenkt, weil man seitens der "Leitmedien" meint, mit der Boulevardpresse mithalten zu müssen, um keine Marktanteile zu verlieren.
Die Abhängigkeit von Auflagenstärke und Einschaltquoten ist der Sand im Getriebe der unabhängigen Medien.
Daß dieser Sand selbst in zwangsgebührenfinanzierten Massenmedium der öffentlich- rechtlichen Sender knirscht ist für mich ein Irrsinn ohnegleichen.
Reicht es denn nicht, daß in diesem Land schon Arbeitnehmer, Ärzte und selbst Pfarrer 100% durchökonomisierte Pflichterfüller sind?
Allein schon die Erfassung und Verbreitung von Einschaltquoten politischer Sendeinhalte mit Blick auf die Privatsender würde ich als verantwortlicher Politiker verbieten, Konkurrenzdenken ist hier eine vermeidbare Störgröße bei der wertfreien Vermittlung des Weltgeschehens, das darf einfach nicht sein.




Hackel, ich bin in großen Zügen einverstanden und dennoch, und da gehe ich nicht von weg:

es liegt in meiner Verantwortung, was ich tue und was nicht. Das gilt für sämtliche Lebensbereiche, also auch für den Konsum von Medien. Dass ich beinflusst, manipuliert in meinem Denken und Handeln durch meine Umgebung bin, ist eine obsolete Feststellung, denn das ist eine Grundbedingung des menschlichen Lebens und fängt u.U. bereits damit an, ob bei meiner Geburt die Sonne schien oder nicht. Ob Meinungsbildung nur über Mainstream oder gar über Stammtisch geschieht - das ist eine persönliche Entscheidung. DAS gilt es m.E. deutlich zu machen und DAS muss das Ziel sein: Erziehung zum differenziertem Denken mit klarer Vorgabe von grundsätzlichen menschlichen zivilisatorischen Werten. Das ist anstrengend.
Die wirtschaftlichen Verflechtungen und pekuniären Interessen auch im "Meinungsgeschäft" mit all den dazugehörigen und von dir zu recht angeprangerten Mitteln und Methoden sind nur ein Symptom, wie überhaupt die weltweite Perversion der wirtschaftlichen Entwicklungen letzlich ein Syptom sind. Aber genau so wie wir das "öffentlich" beklagen können, müssen wir öffentlich Gegenentwürfe behaupten! Auch die Medien und das tun sie - auch! ich jedenfalls lese genügend kluge, diffenrezierende Berichte und nehme zur Kenntnis, dass ich z.B. in ein und derselben Zeitung streitende Diskurse und Diskussionen zu demselben Thema lesen kann. ich nehme auch zur Kenntnis, das z.B. eine Zeitung wie die Süddeutsche, Niveauschwankungen hat, je nach Autor. Aber es sind eben nicht immer nur "die Besten" zu jeder Zeit am Start. Anderes Beispiel: Ein Autor wie J. Augstein z.B. dessen Meinung ich bei weitem nicht immer teile, in Teilen aber schon, hat auch eine gewisse Parteilichkeit, aber eben diese finde ich interessant weil er ein offensichtlich kluger Mann ist. Überhaupt finde ich bei Autoren interessant, ihre intellektuelle Entwicklung nachvollziehen zu können, wenn sie es denn transparent machen.
Ich las vor ein paar Wochen eine interessante Einschätzung, nämlich dass heutzutage in den öffentlichen Medien "vorangehende" Intellektuelle fehlen würden, bezogen wurde sich auf die 60-80 Jahre, als Schriftsteller und Philosophen regelmäßig die Leitartikel der großen zeitungen stellten. Da ist was dran, Leute, an denen man sich abarbeiten kann.

Noch mal zum Thema Parteiischkeit: im Hinblick auf politische Parteien ist das sicher eine filigrane Gratwanderung, aber ist nicht Parteiischkeit überhaupt letzendlich ein Grundmotiv in der Meinungsbildung und -äußerung? Ich könnte jetzt x Themen dazu aufzählen....



Noch hinzugefügt:

ich bemühe mich immer zeitgenössische Schriftsteller (international) zu lesen, weil sie sehr viel häufiger Gesamtzusammenhänge durch konkrete Geschichten begreifbar machen, als das die schnelle Tagespresse kann.
.


zuletzt bearbeitet 17.08.2014 16:21 | nach oben springen

#146

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 20.08.2014 08:24
von Georg | 1.004 Beiträge

Da dadelt man so vor sich hin, weil im Forum nix los ist und findet...............

Altkanzler Helmut Schmidt:

" Im übrigen ist es ja so, daß in Brüssel genauso wie in Frankfurt, genauso wie in Bonn, aber anders als in Ostberlin, die Journalisten Gott sei Dank
schreiben dürfen, was sie für richtig halten, auch wenn es falsch ist. Sie dürfen sogar etwas schreiben, von dem sie wissen, daß es nicht richtig
ist. Das soll auch so bleiben. "

Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung 21. Januar 1977
gefunden in - http://duckhome.de/tb/categories/26-Zitate/P2.html


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#147

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 20.08.2014 20:48
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von Georg im Beitrag #146
Da dadelt man so vor sich hin, weil im Forum nix los ist und findet...............

Altkanzler Helmut Schmidt:

" Im übrigen ist es ja so, daß in Brüssel genauso wie in Frankfurt, genauso wie in Bonn, aber anders als in Ostberlin, die Journalisten Gott sei Dank
schreiben dürfen, was sie für richtig halten, auch wenn es falsch ist. Sie dürfen sogar etwas schreiben, von dem sie wissen, daß es nicht richtig
ist. Das soll auch so bleiben. "

Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung 21. Januar 1977
gefunden in - http://duckhome.de/tb/categories/26-Zitate/P2.html








Rauchen hält Geist und Körper fit !


Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#148

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 20.08.2014 22:55
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Georg!

Zitat von Georg im Beitrag #146
......
" Im übrigen ist es ja so, daß in Brüssel genauso wie in Frankfurt, genauso wie in Bonn, aber anders als in Ostberlin, die Journalisten Gott sei Dank
schreiben dürfen, was sie für richtig halten, auch wenn es falsch ist. Sie dürfen sogar etwas schreiben, von dem sie wissen, daß es nicht richtig
ist. Das soll auch so bleiben. "
Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung 21. Januar 1977
gefunden in - http://duckhome.de/tb/categories/26-Zitate/P2.html



Hier der richtige Link!

http://duckhome.de/tb/categories/26-Zitate/P1.html

Ich empfehle dazu:
www.wissensmanufaktur.de

Oder der direkte Link:
http://www.wissensmanufaktur.net/medien-macht-manipulation

Schöne Grüße,
Eckhard


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#149

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 20.08.2014 22:58
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #147
[quote=Georg|p379858]

Rauchen hält Geist und Körper fit !



Wer lange raucht ,- der lebt auch lange....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#150

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 20.08.2014 23:30
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Ostlandritter!

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #149
Zitat von FRITZE im Beitrag #147
[quote=Georg|p379858]
Rauchen hält Geist und Körper fit !


Wer lange raucht ,- der lebt auch lange....



Mir fällt da der alte Spruch ein:

>>Egal was Du rauchst, rauch weniger davon!<<



Schöne Grüße,
Eckhard


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#151

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 26.08.2014 15:44
von Georg | 1.004 Beiträge

Thema is aktuell wie immer oder immer mehr ?

Aufruf zur Wahrheit

Offensichtlich beschäftigt die " Wahrheit " Journalisten. Und das ist gut so.....bei den aktuellen Ereignissen dieser, unserer Welt.

Näheres hier:http://terragermania.com/2014/08/23/quer...ahrheit-update/


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#152

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 26.08.2014 15:55
von gitarre52 | 126 Beiträge

hallo,
ich glaube nach wie vor kann man hier die redewendung:"wes brot ich ess, des lied ich sing" anwenden.
hat sich über jahrhunderte bewahrheitet.
mfg klaus


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#153

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 26.08.2014 21:53
von FRITZE (gelöscht)
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das sind doch aaalles nur Verschwörungstheorien ! das wüüüürde doch uuunsere Regierung niiiiiiieeemals zulassen !


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#154

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 03.09.2014 11:53
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Hatten wir dieses Paradebeispiel schon?
http://www.tagesspiegel.de/medien/falsch...e/10637680.html
Da muß ja schon würdigen, das es auch in der Presse veröffentlicht wurde. Wenn auch von einem konkurrierenden Medium.


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#155

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 03.09.2014 13:22
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Der Tagesspiegel weist also auf Fehler in der Berichterstattung öffentlich rechtlicher Medien hin !

Da werden hoffentlich die Herren Schönbohm und Kleber ein wenig zum angeregt !


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#156

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 03.09.2014 13:32
von Georg | 1.004 Beiträge

Warum muss sich das ZDF des politischen Kabarett bedienen um über Wahrheiten zu berichten?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#157

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 06.09.2014 16:02
von Georg | 1.004 Beiträge

Auch von anderen Kriegsschauplätzen, also nicht nur aus der Ukraine, berichten die Medien.

Die haben es eben drauf.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#158

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 06.09.2014 17:35
von damals wars | 12.117 Beiträge

Ob Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#159

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 06.09.2014 17:47
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo Damals wars!

Zitat von damals wars im Beitrag #158
Ob Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!

Naja, Madrid gehörte doch schon mal zu Italien .... wenn man es wie die USA "historisch" betrachten ... denn Gott ist ja nicht nur mit Busch, sondern eigentlich überall ....


Schöne Grüße,
Eckhard


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#160

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 10.09.2014 13:25
von Georg | 1.004 Beiträge

Unsere Medien sind so unglaubwürdig und abhängig, dass Journalisten zum

Tag der Wahrheit

am 03. Oktober 2014 aufrufen !

http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.de/20...-3-oktober.html


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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