#81

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 25.03.2014 19:32
von Gelöschtes Mitglied
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Oh Mann - können wir uns denn nicht einmal über die deutsche Fernsehlandschaft austauschen, ohne dass Putin ins Spiel kommt? Demnächst taucht der vermutlich auch noch im Heimwerker-Thread auf


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#82

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 25.03.2014 19:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #79
die Anhänger der DSF hier im Forum ziehen ständig Vergleiche mit D und EU um Putins Handeln zu legitimieren auch wenn sie noch so illegal sind. Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber ich wollte für eine rasche Antwort sorgen.



Ich fühle mich zwar auch nicht angesprochen, aber trotzdem bringe ich mal einen Beitrag zur deutsch - amerikanischen Freundschaft. und über die deutschen Medien.



http://www.youtube.com/watch?v=n2kNLiPQFHE

Alternative Medien können manchmal anstrengend sein.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 25.03.2014 19:38 | nach oben springen

#83

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 25.03.2014 19:40
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #81
Oh Mann - können wir uns denn nicht einmal über die deutsche Fernsehlandschaft austauschen, ohne dass Putin ins Spiel kommt? Demnächst taucht der vermutlich auch noch im Heimwerker-Thread auf


Wie baue ich mir einen Tiger-Reitsattel?


zuletzt bearbeitet 25.03.2014 19:43 | nach oben springen

#84

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 25.03.2014 19:49
von Hapedi | 1.886 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #66
@H
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #60
Zitat von Freienhagener im Beitrag #58
Mal was Grundsätzliches:

Was mich immer stört, sind Redereien von "der tumben Masse" oder dergleichen.
Das impliziert, daß der Redner sich als Teil einer geistigen Elite wähnt.



Das halte ich für Quatsch, man muß sich nicht zur "geistigen Elite", ebenfalls eine Modewort-Kreation, zählen, um nicht zur
tumben Masse ( dumm, einfältig, töricht, http://de.wiktionary.org/wiki/tumb), zu zählen. Zur tumben Masse zähle ich all diejenigen,
die nach vielen Jahren nicht den Namen der Kanzlerin wissen, die Hartz IV-TV für Dokumentarsendungen halten, und auch die-
jenigen, die alltäglich ohne ihre Bild nicht überleben können, es fehlt die billige Bilder-Zeitung, der Muntermacher der Nation,
Sport, Klatsch und Tratsch, Werbung und ein klein wenig Information, oft noch fehlerhaft.
(Ich habe vor Jahren bei einem Kollegen im Bus in seine Bild geschaut, daher meine Kenntnisse)
Über Qualität muß man nicht streiten, da hat nun mal jeder seine eigene Einstellung. Ich kaufte sie nicht. Eher mal die Morgenpost oder die TAZ.

Ich gehe aber mal davon aus, das die wenigsten Bild-Leser sich in ihrer Freizeit in Foren rumtreiben, zumindest nicht in solchen, die eventuell noch
Anspruch an eine gewisse Intelligenz erfordern. Über Gartenblumen und Sternenkunde kann fast jeder lamentieren, substanzhaltige Politik-Diskussion
ist lediglich mit Bild-Informationen nicht möglich.
Das impliziert nicht, zur sogenannten geistigen Elite zu zählen, sondern lediglich, das man sich auch und sogar in der Freizeit Gedanken macht.
Gedanken um das Leben, um Politik, um die Zukunft. Und nicht nur mit Kurzinformationen und Feierabendbier vor dem TV liegt und sich "Köln xyz" oder
"wo gibts den schönsten..." reinzieht.
Das TV hat ab und an mehr zu bieten, vorzugsweise in den Dritten sowie in-plus,-neo usw.


@Heckenhausen,Du weißt ja ganz gut Bescheid, was in der Bild - Zeitung steht und das nur mal einen Kollegen [vor Jahren über die Schulter geschaut![
Hallo, bleib mal sachlich und bekenne Dich dazu das Du sie liest( vielleicht im Supermarkt ohne bezahlen)! Ob Du sie nun leiden magst oder auch nicht, das wird den Herrn Verlegern am Ar..... vorbei gehen,die interessiert nur die Verkaufszahlen und die sind nicht schlecht! Nach Deiner Meinung sind alle blöde die sie lesen. Vielen Dank auch!
Grüsse steffen52



ich lese die bz täglich und kann immer wieder nur sagen daß berichte aus dieser zeitung immer wieder in den nachrichten im tv wiedergegeben werden , egal ob in 1. 3. oder privaten. das gemecker über die bz hat vielleich vor vielen jahren sinn gehabt aber ob das heute noch in dem maße zutrifft , ich weis es nicht.
gruß Hapedi



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#85

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 26.03.2014 16:32
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #66

@Heckenhausen,Du weißt ja ganz gut Bescheid, was in der Bild - Zeitung steht und das nur mal einen Kollegen [vor Jahren über die Schulter geschaut![
Hallo, bleib mal sachlich und bekenne Dich dazu das Du sie liest( vielleicht im Supermarkt ohne bezahlen)! Ob Du sie nun leiden magst oder auch nicht, das wird den Herrn Verlegern am Ar..... vorbei gehen,die interessiert nur die Verkaufszahlen und die sind nicht schlecht! Nach Deiner Meinung sind alle blöde die sie lesen. Vielen Dank auch!
Grüsse steffen52


Ich brauche mich zu nichts zu bekennen, was ich nicht tue.
Ich lese keine Zeitungen im Supermarkt für lau.
Seit 8 Monaten könnte ich mir sowieso keine Bild mehr kaufen, hier gibt es sie nicht !
Ich habe nicht behauptet, das Bild-Leser alle blöd sind.
Aber ich mache mir schon Gedanken, warum nicht gehaltvollere Zeitungen konsumiert werden.
Einfach, weil das Bild-Format den Trend des Fernsehinteresses wiederspiegelt ? Ist der Konsument so anspruchslos ?

.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#86

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 26.03.2014 16:47
von Moskwitschka (gelöscht)
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Früher war alles besser Da konnte man, wenn man eine Bundestagssitzung verfolgte, ganz genau sehen, wer der BILD verfallen war.

Und heute?

Wischen, schütteln, regieren



Angela Merkel war eine der Ersten. Auf einer USA-Reise bekam die Bundeskanzlerin vom kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger ein iPad geschenkt und nahm es prompt mit in den Plenarsaal des Bundestags.

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-739859.html

OT Man sollte vielleicht der Frage nachgehen, von wem sie ihr handy geschenkt bekommen hat.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 26.03.2014 16:52 | nach oben springen

#87

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 07.04.2014 22:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Die Öffentlich-Rechtlichen - mit Nikolaus Brender - Jung & Naiv:



Ein sehr interessantes Interview.

LG von der Moskwitschka


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#88

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 08.04.2014 12:53
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #85


[...]
Aber ich mache mir schon Gedanken, warum nicht gehaltvollere Zeitungen konsumiert werden.
Einfach, weil das Bild-Format den Trend des Fernsehinteresses wiederspiegelt ? Ist der Konsument so anspruchslos ?




Guten Tag,

in geduldiger und methodischer Arbeit wurden die Leser/Betrachter des TV dazu gemacht.

Zu Hause, ist der Skandal von News of the World nur ein Element dieser Entwicklung. Schnell, essentiell, ohne Hintergrund - das sollen die Informationen sein. Es funktioniert. Selten gelangen intellektuell anstrengende Bücher auf die Spitze von Hit-Listen.

Es fehlt eine mediale Bildung der Menschen. Die Informationen sind wie eine Flutwelle. Wer keine Methode zur Auswahl und Wertung hat und wer den free will, das Benützen des freien Willens nicht gelernt hat, der ist verloren. Viele Medien « helfen » dabei - durch Vereinfachung.

Es werden Gewohnheiten entwickelt, es wird Angst vor der Komplexität aufgebaut. Das ist ein nährhafter Boden für andere Nachrichten:
1. Werbung
2. Feindbilder ( verdecken die Probleme der eigenen Politik )

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


kassberg, Hans, furry und grenzgänger81 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#89

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 08.04.2014 14:44
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Stringer49 im Beitrag #88
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #85


[...]
Aber ich mache mir schon Gedanken, warum nicht gehaltvollere Zeitungen konsumiert werden.
Einfach, weil das Bild-Format den Trend des Fernsehinteresses wiederspiegelt ? Ist der Konsument so anspruchslos ?




Guten Tag,

in geduldiger und methodischer Arbeit wurden die Leser/Betrachter des TV dazu gemacht.

Zu Hause, ist der Skandal von News of the World nur ein Element dieser Entwicklung. Schnell, essentiell, ohne Hintergrund - das sollen die Informationen sein. Es funktioniert. Selten gelangen intellektuell anstrengende Bücher auf die Spitze von Hit-Listen.

Es fehlt eine mediale Bildung der Menschen. Die Informationen sind wie eine Flutwelle. Wer keine Methode zur Auswahl und Wertung hat und wer den free will, das Benützen des freien Willens nicht gelernt hat, der ist verloren. Viele Medien « helfen » dabei - durch Vereinfachung.

Es werden Gewohnheiten entwickelt, es wird Angst vor der Komplexität aufgebaut. Das ist ein nährhafter Boden für andere Nachrichten:
1. Werbung
2. Feindbilder ( verdecken die Probleme der eigenen Politik )

Stringer49




fett
was ist verantwortlich hierfür? Zeitungs- oder Fernsehredakteure? "Die Politik"?

Ist der "freie Wille" nicht eine höchst eigenverantwortliche Angelegenheit und definiert er sich nicht geradezu dadurch, dass er sich abgrenzt - auch gegen einen "Mainstream"? Habe ich nicht "die Wahl"?
Ist Bequemlichkeit nicht genau dasselbe? Nämlich eine freie Entscheidung?
-----------------------------------------

Wir müssen übrigens aufpassen, dass wir nicht auf einen undefinierbaren Bevölkerungsteil ein wenig intellektuell hochnäsig herab blicken. Das ist nicht persönlich auf deinen Beitrag bezogen, sondern eine allgemeine Gefahr. "Spaltung" hat viele Ursachen.
.


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#90

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 08.04.2014 15:36
von Gelöschtes Mitglied
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Am 27.3.2014 hatte ich nach einem MDR-Info-Interview dem Reporter bei ausgeschalteten Mikrophon gesagt, dass wir neben den 4 Parteien im Bundestag, eine 5.Partei im Lande haben und die ist größer gegenüber allen 4 Parteien und das ist und unsere gesamte Medienlandschaft.

Die Medien haben heute eine ungewöhnliche große Macht unser Leben zu gestalten.

Die Medien sollen nun endlich den Vergleich von DDR und BRD, die Begriffe „Ossi und Wessi“ nicht mehr verwenden.
Die Vergleiche sollen viel lieber zwischen Thüringen und Hessen oder Niedersachsen und Sachsen Anhalt gezogen werden.

Nur so kann zusammen wachsen, was zusammen gehört.

Er gab mir zu verstehen, dass es eine interne Betriebsvereinbarung im MDR seit kurzem gibt, die die angesprochen Bereiche so nicht mehr verwendet werden sollen. Ich bin gespannt und werde die Sache verfolgen.


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#91

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 08.04.2014 15:54
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bahndamm 68 im Beitrag #90
Am 27.3.2014 hatte ich nach einem MDR-Info-Interview dem Reporter bei ausgeschalteten Mikrophon gesagt, dass wir neben den 4 Parteien im Bundestag, eine 5.Partei im Lande haben und die ist größer gegenüber allen 4 Parteien und das ist und unsere gesamte Medienlandschaft.

Die Medien haben heute eine ungewöhnliche große Macht unser Leben zu gestalten.

Die Medien sollen nun endlich den Vergleich von DDR und BRD, die Begriffe „Ossi und Wessi“ nicht mehr verwenden.
Die Vergleiche sollen viel lieber zwischen Thüringen und Hessen oder Niedersachsen und Sachsen Anhalt gezogen werden.

Nur so kann zusammen wachsen, was zusammen gehört.

Er gab mir zu verstehen, dass es eine interne Betriebsvereinbarung im MDR seit kurzem gibt, die die angesprochen Bereiche so nicht mehr verwendet werden sollen. Ich bin gespannt und werde die Sache verfolgen.





Sehr interessant und - wenn ich hinzufügen darf:
die Tatsache dass Menschen manipulierbar sind, ist so alt wie die Welt.
Hierüber aufzuklären ist Sache des Elternhauses, institutioneller Bildung, und auch medialer Bildung, die es zweifelsohne gibt.
.


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#92

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 08.04.2014 15:54
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #76
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #75
Das zeigt , das deutsche Gerichte unabhängig sind.
In Russland gibt es so etwas nicht. Da greift Putin direkt bis zu den Redaktionstischen durch, ohne das sich ein Gericht wagt ihm in die Quere zu kommen.


Die, die die Gesetze erarbeiten und erlassen sind es offensichtlich nicht, sonst würden nicht ständig Gesetze vom Bundesverfassungsgericht kassiert werden.
Selbst der Hinweis, das Gesetze gegen das Grundgesetz verstoßen, beeindruckt die Gesetzgeber schon lange nicht mehr!



In gewisser weise gebe ich dir recht,nur das gerade jemand ,wie @Damals wars,der ein System verteidigt das Menschenrechte mit Füssen getreten hat,jetzt zum Gerechtigkeits Apostel mutiert,kann ich nicht nachvollziehen.


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#93

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 08.04.2014 17:17
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #89
Zitat von Stringer49 im Beitrag #88
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #85


[...]
Aber ich mache mir schon Gedanken, warum nicht gehaltvollere Zeitungen konsumiert werden.
Einfach, weil das Bild-Format den Trend des Fernsehinteresses wiederspiegelt ? Ist der Konsument so anspruchslos ?




Guten Tag,

in geduldiger und methodischer Arbeit wurden die Leser/Betrachter des TV dazu gemacht.

Zu Hause, ist der Skandal von News of the World nur ein Element dieser Entwicklung. Schnell, essentiell, ohne Hintergrund - das sollen die Informationen sein. Es funktioniert. Selten gelangen intellektuell anstrengende Bücher auf die Spitze von Hit-Listen.

Es fehlt eine mediale Bildung der Menschen. Die Informationen sind wie eine Flutwelle. Wer keine Methode zur Auswahl und Wertung hat und wer den free will, das Benützen des freien Willens nicht gelernt hat, der ist verloren. Viele Medien « helfen » dabei - durch Vereinfachung.

Es werden Gewohnheiten entwickelt, es wird Angst vor der Komplexität aufgebaut. Das ist ein nährhafter Boden für andere Nachrichten:
1. Werbung
2. Feindbilder ( verdecken die Probleme der eigenen Politik )

Stringer49




fett
was ist verantwortlich hierfür? Zeitungs- oder Fernsehredakteure? "Die Politik"?

Ist der "freie Wille" nicht eine höchst eigenverantwortliche Angelegenheit und definiert er sich nicht geradezu dadurch, dass er sich abgrenzt - auch gegen einen "Mainstream"? Habe ich nicht "die Wahl"?
Ist Bequemlichkeit nicht genau dasselbe? Nämlich eine freie Entscheidung?
-----------------------------------------

Wir müssen übrigens aufpassen, dass wir nicht auf einen undefinierbaren Bevölkerungsteil ein wenig intellektuell hochnäsig herab blicken. Das ist nicht persönlich auf deinen Beitrag bezogen, sondern eine allgemeine Gefahr. "Spaltung" hat viele Ursachen.



Guten Tag, Barbara,

ich erkenne, dass es Unterschiede in der Diskussion gibt in den verschiedenen Ländern Europas. Sollte ich eine Idee benützt haben, die hier nicht so bekannt ist - ich entschuldige mich.

Es ist gut, einen Manipulator zu entdecken, es gibt sie ja auch wirklich ( James Grady : The Six Days of the Condor, in D. als Film: Die drei Tage des Kondors, wenn ich nicht irre).

Aber es gibt auch dynamische Prozesse in der Gesellschaft, welche zu einer Wertbildung führen.

Ich schrieb, dass die Werbung eine grosse Rolle spielt. Das ist eine Interaktion.

Warum siehst Du in jeder Feststellung auch eine immanente Ausgrenzung, eine Arroganz? Du solltest auch denken, dass ich hätte «wir» und «uns» schreiben können, denn wir sind alle Kinder dieser Gesellschaft. Denke an Deine Wahl von Filmen, in TV am Abend, von Musik, von Mode. Glaubst Du, dass Du immer Deinem freien Willen folgst ?

In UK gibt es Uniformen in der Schule, das Problem der Kleidung ist weniger bedeutend. In Deutschland wie auch in Frankreich gibt es einen Wettbewerb in den Schulen - Jeans, Sportschuhe, Handy. Die Marke ist wichtig um zu sagen, wer in und wer out ist. Es ist weniger wichtig, was der innere Wert des Menschen ist, das Outfit ist wichtig. Gibt es da nicht eine Gruppendynamik?

In der DDR, das habe ich verstanden (man sollte mich korrigieren, wenn ich mich irre - danke!), war vieles vorgeplant und der Staat dachte auch für die Menschen (Fürsorge in jeder Form...). In unserer Gesellschaft sollte ich selbst entscheiden, was ich tue, was ich glaube, was ich denke. Und ich sollte selbst Fragen stellen wollen. In dieser offenen Gesellschaft ( wenn die NSA nicht hört :-)) finden wir oft auch die Informationen, die wir eigentlich haben sollten.

Das muss ich lernen. Ich. Persönlich. Und ich muss es wollen. Und oft muss ich es wollen gegen den «mainstream» (deutsches Wort? :-))

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#94

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 08.04.2014 18:36
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Stringer!

Nun der Sinn der heutigen, leider nirgendwo mehr unabhängigen Medien ist, eine Informationsüberflutung zu generieren.
Jeder Mensch hat 100% Aufnahmefähigkeit über die Augen, Ohren, Nase usw. usf.

Wenn es den Nutznießern der "unabhängigen" Medien also gelingt diese 100% zu besetzen, so haben Informationen die nicht von ihnen verbreitet werden, keine Chance zu den Menschen, respektive deren Gehirnen durch zu dringen.
DAS ist der eigentliche Sinn der heutigen Medienflut. Nicht irgendwelcher Meinungspluralismus und sonstiges Geschwätz!

Menschen die vom Konsumdiktat (Werbung und deren Erpressung: Wenn Du das nicht hast, gehörst Du nicht dazu, oder wenn Du nicht so bist, gehörst Du nicht dazu), dem Streicheln des eigene Egos (Shows in denen "natürlich" alle Akteure ja irgendwie blöder sind als der Konsument vor dem Medium), der Angst vor der Realität (bad news are good news, oder wo kommt mal das ganze Positive in unserem Volk/Land in die Nachrichten ->http://www.perspektive-mittelstand.de/Me...issen/3159.html) usw. nur den Fluchtweg in das Betäuben der Sinne mit (vorzugsweise) käuflich zu erwerbenden Sinneseindrücken sehen ("moderne" Musik, TV Shows, Sex in allen möglichen Medienvarianten usw. usf), die sind doch bequem zu handhaben!!!

Ein solch "Zufriedener" der nur noch wie ein Phagozyt funktioniert (konsumieren, schlafen, arbeiten, konsumieren, schlafen ....), wird sich nicht wehren, nach dem warum und für wen fragen.
Er wird immer durch die Angst getrieben werden, "nicht dazu zu gehören".

Manchmal hilft da selbst Intellekt und umfangreiches Wissen nicht. Nur durch Willensstärke und des sich bewußt werdens was mit ihm geschieht, kann man aus diesem Autozyklus heraus kommen.

Die Leipziger Demos hätte es in der BRD NIE geben können!
Wer sollte hier auf die Straße gehen und seine kleine, ökonomische Existenz aufs Spiel setzen?!
Wer hat hier Zeit darüber nach zu denken, warum er so belogen und betrogen wird?
Wer will schon mit dem Fingerzeig belastet sein, das "Offensichtliche" nicht als real zu nehmen!

Und durch die langsame und stetige Zerstörung der sozialen Kontakte unter den Menschen vis a vis, sowie die fast komplette öffentliche Ersetzung durch "soziale Medien" (in einigen Altersgruppen), wird es immer weniger persönliche Identifikationspotentiale geben, die Menschen zueinander, auf die Straßen und zum wirklichen Aktivfaktor werden lassen.

Eine eigentlich etwas deprimierende Erkenntnis, aber was man erkennt, kann man ändern!

Schöne Grüße,
Eckhard



Zitat von Stringer49 im Beitrag #88
.....
Es fehlt eine mediale Bildung der Menschen. Die Informationen sind wie eine Flutwelle. Wer keine Methode zur Auswahl und Wertung hat und wer den free will, das Benützen des freien Willens nicht gelernt hat, der ist verloren. ......
Stringer49


Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.04.2014 18:53 | nach oben springen

#95

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 09.04.2014 15:52
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Stringer49 im Beitrag #93
Zitat von Barbara im Beitrag #89
Zitat von Stringer49 im Beitrag #88
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #85


[...]
Aber ich mache mir schon Gedanken, warum nicht gehaltvollere Zeitungen konsumiert werden.
Einfach, weil das Bild-Format den Trend des Fernsehinteresses wiederspiegelt ? Ist der Konsument so anspruchslos ?




Guten Tag,

in geduldiger und methodischer Arbeit wurden die Leser/Betrachter des TV dazu gemacht.

Zu Hause, ist der Skandal von News of the World nur ein Element dieser Entwicklung. Schnell, essentiell, ohne Hintergrund - das sollen die Informationen sein. Es funktioniert. Selten gelangen intellektuell anstrengende Bücher auf die Spitze von Hit-Listen.

Es fehlt eine mediale Bildung der Menschen. Die Informationen sind wie eine Flutwelle. Wer keine Methode zur Auswahl und Wertung hat und wer den free will, das Benützen des freien Willens nicht gelernt hat, der ist verloren. Viele Medien « helfen » dabei - durch Vereinfachung.

Es werden Gewohnheiten entwickelt, es wird Angst vor der Komplexität aufgebaut. Das ist ein nährhafter Boden für andere Nachrichten:
1. Werbung
2. Feindbilder ( verdecken die Probleme der eigenen Politik )

Stringer49




fett
was ist verantwortlich hierfür? Zeitungs- oder Fernsehredakteure? "Die Politik"?

Ist der "freie Wille" nicht eine höchst eigenverantwortliche Angelegenheit und definiert er sich nicht geradezu dadurch, dass er sich abgrenzt - auch gegen einen "Mainstream"? Habe ich nicht "die Wahl"?
Ist Bequemlichkeit nicht genau dasselbe? Nämlich eine freie Entscheidung?
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Wir müssen übrigens aufpassen, dass wir nicht auf einen undefinierbaren Bevölkerungsteil ein wenig intellektuell hochnäsig herab blicken. Das ist nicht persönlich auf deinen Beitrag bezogen, sondern eine allgemeine Gefahr. "Spaltung" hat viele Ursachen.



Guten Tag, Barbara,

ich erkenne, dass es Unterschiede in der Diskussion gibt in den verschiedenen Ländern Europas. Sollte ich eine Idee benützt haben, die hier nicht so bekannt ist - ich entschuldige mich.

Es ist gut, einen Manipulator zu entdecken, es gibt sie ja auch wirklich ( James Grady : The Six Days of the Condor, in D. als Film: Die drei Tage des Kondors, wenn ich nicht irre).

Aber es gibt auch dynamische Prozesse in der Gesellschaft, welche zu einer Wertbildung führen.

Ich schrieb, dass die Werbung eine grosse Rolle spielt. Das ist eine Interaktion.

Warum siehst Du in jeder Feststellung auch eine immanente Ausgrenzung, eine Arroganz? Du solltest auch denken, dass ich hätte «wir» und «uns» schreiben können, denn wir sind alle Kinder dieser Gesellschaft. Denke an Deine Wahl von Filmen, in TV am Abend, von Musik, von Mode. Glaubst Du, dass Du immer Deinem freien Willen folgst ?

In UK gibt es Uniformen in der Schule, das Problem der Kleidung ist weniger bedeutend. In Deutschland wie auch in Frankreich gibt es einen Wettbewerb in den Schulen - Jeans, Sportschuhe, Handy. Die Marke ist wichtig um zu sagen, wer in und wer out ist. Es ist weniger wichtig, was der innere Wert des Menschen ist, das Outfit ist wichtig. Gibt es da nicht eine Gruppendynamik?

In der DDR, das habe ich verstanden (man sollte mich korrigieren, wenn ich mich irre - danke!), war vieles vorgeplant und der Staat dachte auch für die Menschen (Fürsorge in jeder Form...). In unserer Gesellschaft sollte ich selbst entscheiden, was ich tue, was ich glaube, was ich denke. Und ich sollte selbst Fragen stellen wollen. In dieser offenen Gesellschaft ( wenn die NSA nicht hört :-)) finden wir oft auch die Informationen, die wir eigentlich haben sollten.

Das muss ich lernen. Ich. Persönlich. Und ich muss es wollen. Und oft muss ich es wollen gegen den «mainstream» (deutsches Wort? :-))

Stringer49





Guten Tag Stringer49,

ich habe den Eindruck, dass du dich durch meinen Post angegriffen fühltest, das war nicht meine Absicht:

Warum siehst Du in jeder Feststellung auch eine immanente Ausgrenzung, eine Arroganz?

In „jeder Feststellung“??

Ich schrieb:
Wir müssen übrigens aufpassen, dass wir nicht auf einen undefinierbaren Bevölkerungsteil ein wenig intellektuell hochnäsig herab blicken. Das ist nicht persönlich auf deinen Beitrag bezogen, sondern eine allgemeine Gefahr. "Spaltung" hat viele Ursachen.

Ich meine, diese meine Aussage sei doch klar umgrenzt und verständlich?

-------------------------------

Sollte ich eine Idee benützt haben, die hier nicht so bekannt ist - ich entschuldige mich.

Erstens musst du dich nicht entschuldigen und zweitens weiß ich gar nicht welche Idee du meinst. Die Tatsache, dass es (nicht nur) in den europäischen Gesellschaften unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen, verschiedene Prioritäten im Umgang mit gesellschaftlichen Anforderungen gibt, ist ein interessanter Diskurs und aus meiner Sicht eher bereichernd als störend.

So finde ich, um eines deiner Beispiele aufzugreifen, das Schuluniformen-System in GB gut und würde es mir auch für Deutschland wünschen. Ich verstehe, was damit beabsichtigt wird. Allerdings glaube ich nicht, dass alleine durch eine solche Maßnahme das Phänomen „Ausgrenzung“ beseitigt wäre. Denn das Phänomen der heterogenen oder homogenen Gruppenbildung ist eine Entwicklungsphase in der kindlichen Identitätsfindung, ebenso das „Konkurrenzverhalten“.

Das „Dazugehören-Wollen“ findet in unterschiedlichen Ausprägungen statt und bedient sich unterschiedlicher Symbole, je nach Zeitgeschmack.
Das Phänomen der Ausgrenzung von Schülern wird nicht über die offen-sichtlichen Insignien wie Kleidung z.B. alleine bearbeitet werden können, sondern bedarf pädagogischer Aufklärung und Begleitung. (ich bin mir sicher, dass Letzteres in GB auch geschieht)

Ich habe solche Dinge z.B. mit meiner Tochter bei ihrem Eintritt ins Schulleben besprochen: erstens, um sie vorbereitend zu schützen und zweitens, um ihre Sinne dafür zu schärfen, dass Ausgrenzung weh tut und dass man darüber reden muss, wenn ein Kind plötzlich von allen anderen als „doof“ bezeichnet wird. Ich habe sie gebeten, mir das dann zu erzählen. Das hat sie getan, wir haben so etwas besprochen und wenn nötig in die Klasse getragen. Meine Tochter hat sich zu einem selbstbewussten und gleichzeitig emphatischen Menschen entwickelt - auch ohne Schuluniform und ich denke, dass ich ihr einen sicheren Wert für das Leben mitgegeben konnte: dass Menschen wichtiger sind als Dinge. Zumindest habe ich mich darum bemüht :-)
---------------------------------------------

Aber zum eigentlich Inhaltlichen:
Ja, natürlich, jeder von uns wächst in einem bestimmten Kontext auf, wird geprägt durch Erziehung, Lebensumstände, Dinge, die er beeinflussen kann, solche, die er nicht beeinflussen kann.
Selbstverständlich auch ich! Selbstverständlich auch jeder Medienmensch, selbstverständlich jeder Politiker.
Das ist aber eine uralte Erkenntnis und nach meiner Meinung nicht das Problem, denn das ist eine grundsätzliche Daseins-Bedingung.
Es gibt nichts außerhalb der menschlichen Gesellschaft, deren grundsätzliches Verhaltensspektrum evolutionär bedingt ist.

Es wird erst dann schwierig, wenn Menschen behaupten, dass ihre spezifische Meinung objektiver sei als eine andere, sie also das bessere und damit gültigere Weltbild haben. Und sie daraus bestimmte Ansprüche ableiten. Über deren Berechtigung muss man diskutieren.

Zu den Medien: ich habe überhaupt nicht den Anspruch an z.B. eine Zeitung, dass sie objektiv sei, aus dem einfachen Grund, weil das nicht geht. Mein Anspruch an eine Zeitung ist, mir eine mögliche Sichtweise zu vermitteln, das allerdings intelligent und auf der Basis von guter Recherche :-)

Die Wahl, welcher Sichtweise ich folge, treffe ich selbst. Oder ob ich einen ganz anderen Blick auf die Dinge habe. Das ist der „freie Wille“, ich kann wählen, in welchem Maße ich mich kritisch distanziert „beeinflussen“ oder sagen wir besser „überzeugen“ lassen kann - eingedenk der Tatsache, dass mein freier Wille relativ ist, das heißt in Relation zu meinem bisherigen Leben, dessen, was ich gelernt habe und zu meiner Umwelt steht und vor allem zu den Werten, die ich im Verlaufe meines Lebens für mich heraus gefunden habe.

Dieses Prinzip stehe ich grds. jedem Menschen zu, d.h. ich würde niemals einen Menschen nur über die Wahl seiner Lektüre beurteilen, noch eine ganze Gruppe darüber stigmatisieren. Nicht weil ich so toll bin, sondern weil ich weiß, dass das völlig sinnlos ist. Erstens weiß ich nicht, wie und auf welchem Hintergrund eine solche Lekture statt findet, zumal bei einer undefinierten Gruppe, und zweitens, und das ist für mich das Wichtigere: das „Urteil“ bringt keinerlei Erkenntnisgewinn - und darum geht es uns doch oder?



Das muss ich lernen. Ich. Persönlich. Und ich muss es wollen. Und oft muss ich es wollen gegen den «mainstream» (deutsches Wort? :-))


Da bin ich ganz deiner Meinung.

Die Verwendung des Anglizismus siehst du mir doch hoffentlich nach. Das Wesentlichere dabei war das, was ich ausdrücken wollte und ich denke das hattest du verstanden. :-)
.


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#96

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 09.04.2014 16:07
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Antaios im Beitrag #94
Hallo Stringer!

Nun der Sinn der heutigen, leider nirgendwo mehr unabhängigen Medien ist, eine Informationsüberflutung zu generieren.
Jeder Mensch hat 100% Aufnahmefähigkeit über die Augen, Ohren, Nase usw. usf.

Wenn es den Nutznießern der "unabhängigen" Medien also gelingt diese 100% zu besetzen, so haben Informationen die nicht von ihnen verbreitet werden, keine Chance zu den Menschen, respektive deren Gehirnen durch zu dringen.
DAS ist der eigentliche Sinn der heutigen Medienflut. Nicht irgendwelcher Meinungspluralismus und sonstiges Geschwätz!

Menschen die vom Konsumdiktat (Werbung und deren Erpressung: Wenn Du das nicht hast, gehörst Du nicht dazu, oder wenn Du nicht so bist, gehörst Du nicht dazu), dem Streicheln des eigene Egos (Shows in denen "natürlich" alle Akteure ja irgendwie blöder sind als der Konsument vor dem Medium), der Angst vor der Realität (bad news are good news, oder wo kommt mal das ganze Positive in unserem Volk/Land in die Nachrichten ->http://www.perspektive-mittelstand.de/Me...issen/3159.html) usw. nur den Fluchtweg in das Betäuben der Sinne mit (vorzugsweise) käuflich zu erwerbenden Sinneseindrücken sehen ("moderne" Musik, TV Shows, Sex in allen möglichen Medienvarianten usw. usf), die sind doch bequem zu handhaben!!!

Ein solch "Zufriedener" der nur noch wie ein Phagozyt funktioniert (konsumieren, schlafen, arbeiten, konsumieren, schlafen ....), wird sich nicht wehren, nach dem warum und für wen fragen.
Er wird immer durch die Angst getrieben werden, "nicht dazu zu gehören".

Manchmal hilft da selbst Intellekt und umfangreiches Wissen nicht. Nur durch Willensstärke und des sich bewußt werdens was mit ihm geschieht, kann man aus diesem Autozyklus heraus kommen.

Die Leipziger Demos hätte es in der BRD NIE geben können!

Wer sollte hier auf die Straße gehen und seine kleine, ökonomische Existenz aufs Spiel setzen?!
Wer hat hier Zeit darüber nach zu denken, warum er so belogen und betrogen wird?
Wer will schon mit dem Fingerzeig belastet sein, das "Offensichtliche" nicht als real zu nehmen!

Und durch die langsame und stetige Zerstörung der sozialen Kontakte unter den Menschen vis a vis, sowie die fast komplette öffentliche Ersetzung durch "soziale Medien" (in einigen Altersgruppen), wird es immer weniger persönliche Identifikationspotentiale geben, die Menschen zueinander, auf die Straßen und zum wirklichen Aktivfaktor werden lassen.

Eine eigentlich etwas deprimierende Erkenntnis, aber was man erkennt, kann man ändern!

Schöne Grüße,
Eckhard



Zitat von Stringer49 im Beitrag #88
.....
Es fehlt eine mediale Bildung der Menschen. Die Informationen sind wie eine Flutwelle. Wer keine Methode zur Auswahl und Wertung hat und wer den free will, das Benützen des freien Willens nicht gelernt hat, der ist verloren. ......
Stringer49





fett
Eckhard, eine Steilvorlage, die ich ungenutzt lasse...


Und die "Phagozyten": kümmere dich um sie, lass es gar nicht erst so weit kommen, dass sie geistig in das Erdzeitalter des Präkambium zurückfallen. Sorge in Wort und Tat dafür dass sie "dazu gehören". Veränderung liegt an jedem Einzelnen von uns :-)

http://www.physik.wissenstexte.de/erdzeitalter.htm
.


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#97

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 15.08.2014 17:18
von Moskwitschka (gelöscht)
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Die letzten Wochen und Monate haben sich die Medien ja wieder überschlagen und letztendlich wesentlich zu einer spürbaren Polarisierung und Positionierung bei aktuellen politischen Ereignissen beigetragen. Zum Teil wirbelt ein ganz schön scharfer Windzug durch die warmen Schreibstuben der Journalisten, ausgelöst durch kritische Leser und Zuschauer. Doch verstärkt sich immer mehr der Eindruck, dass dort zum Schutz lediglich Ohrenwärmer aufgezogen wurden und die Kritiker kritisiert werden. Denn - die Presse hat immer recht.

Hier ein Artikel zum Thema: Die Presse echauffiert sich

Im Zusammenhang mit den Krisen in der Ukraine und in Gaza wird deutschen Medien vorgeworfen, sie seien “gleichgeschaltet”. Das ist nicht neu. Neu ist die konzertierte Abwehr der Medien – eine wahre Ignoranzallianz.

Die Medien reagieren. Doch nicht auf die Kritik: Vor lauter Abwehrgesten, selbstgehäkelten Kommentarregeln und operativer Hektik kommt offenbar niemand darauf, die Vorwürfe für bare Münze zu nehmen und ihnen auf den Grund zu gehen. Beleidigt sein bringt eben schneller Artikel hervor, als die Auseinandersetzung mit den Kritikern.

Ziehen wir den ursprünglichen Sinn des Wortes Gleichschaltung und die notorischen Nullkommentare doch einmal ab. Übrig bleibt das negative Medienbild, das immer mehr Konsumenten haben. Ihre Kommentare werden nicht als Kritik verstanden, sondern als nervige Meinungsäußerungen abgetan, gegen die man sich wehren muss. Dabei sind diese Kommentatoren wirklich sauer. Auch wenig reflektierte Anmerkungen drücken Unwillen aus; dass sie oft hilflos wirken, ist kein Wunder.

Die Wut ist leicht zu erklären: Leser und Zuschauer haben gründlich satt, was dessen Hersteller so gerne als Qualitätsjournalismus bezeichnen. Viele Artikel werden einfach von Agenturen übernommen und nur geringfügig verändert, ergo sind in n Medien die gleichen Inhalte zu lesen. Für die Präsentation öffentlich-rechtlich gefälschter Rankingergebnisse ist eine Zwangsabgabe fällig. Ein kabarettistischer Beitrag wie der der Anstalt über die transatlantischen Verquickungen namhafter Journalisten führt höchstens noch zu müdem Schulterzucken – so etwas haben wir doch längst geahnt. Und im Medienmedium Altpapier können wir lesen:

"Dass Nachrichtenredakteure des Spiegels oder der DPA, [...] Nachrichten generieren, indem sie stundenaktuelle Google-Such-News scannen, sollte man jedenfalls im Hinterkopf haben."

Das alles ist in den Augen vieler nur die Bestätigung dessen, was sie schon lange fühlen: Für eine breite Öffentlichkeit ergibt sich das Bild einer auffällig homogen berichtenden, eng mit der Politik verzahnten Presse. Wie weit das den Tatsachen entspricht, steht nicht zur Debatte. Die Verantwortlichen begegnen der massiven Kritik mit der Forderung nach “harter Moderation”. Fehler machen nicht sie, sondern die Leser, die lästigerweise beinahe überall ihre Meinung äußern können und das auch tun. Hinter scheinbar unsachlichem Meckern vermuten die Beleidigten nicht einmal begründete Kritik. Den ernsten Hintergrund nehmen sie nicht wahr. Dabei suchen sie seit Jahren nach dem wahren Journalismus, der sich zudem gut verkauft. Einen Zusammenhang stellen sie jedoch nicht her.

Sie träumen vom Ideal einer Diskussion unter Gleichen. Wer sich nicht fundiert und wohlerzogen äußert, wer nicht mit dem gehörigen Bildungshintergrund glänzen kann, wer noch nicht einmal eine Kundennummer hat, ist kein ernstzunehmender Gesprächspartner. Die nicht so Eloquenten gehen unter. Glaubwürdiger werden “die Medien” so nicht, vielmehr fügen sie der ohnehin negativen Wahrnehmung noch die elitären Gebarens hinzu.

Sie stellen sich eine Kundschaft vor, wie es sie einst in der übersichtlichen Print-Einbahnstraßen-Welt gab. Leserbriefe kamen von Abonnenten, unliebsame wurden gleich in den Rundordner befördert, und des Abdrucks war nur würdig, wer den Schachtelsätzen der Verfasser rhetorisch Gleichwertiges entgegensetzen konnte.

Waren denn die unzähligen “wir haben verstanden”-Texte aus ungezählten Journalisten-Tastaturen nur schöner Schein? Den Leser ernst nehmen – aber nur, wenn sich der mit gebührendem Respekt nähert? Wenn die Journaille Populismus bis zur Schmerzgrenze betreibt: Weshalb sollen die Leser das nicht auch dürfen? Konsumenten merken genau, wenn sie nicht respektiert werden, wenn mit zweierlei Maß gemessen wird. Natürlich wehren sie sich dagegen, nun, da sie es endlich können, und bedienen sich dazu selbstverständlich der Mittel, die man ihnen vorgibt.

Das Problem betrifft längst nicht mehr einzelne Personen, Blätter oder Sender. Längst lehnen viele Menschen “die Medien” in ihrer Gesamtheit ab. Diese Verallgemeinerung schadet allen Medienschaffenden. Alles fällt auf alle zurück. Die Chance zur ehrlichen Auseinandersetzung mit den eigenen Leistungen wird einmal mehr nicht genutzt. Der Kommentarkultur die Schuld zu geben, ist bequem, füllt den Platz und sorgt für empörte Klicks. Zielführend ist es nicht.


http://www.carta.info/73985/die-presse-e...campaign=buffer

LG von der Moskwitschka


Georg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 15.08.2014 20:49
von Georg | 1.037 Beiträge

Glaubwürdich sind se ! Datum stimmt immer.
Unabhängig ooch ! Steht oft " überparteilich " drübber !


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
seaman und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 15.08.2014 20:54
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #98
Glaubwürdich sind se ! Datum stimmt immer.
Unabhängig ooch ! Steht oft " überparteilich " drübber !


Ausnahme,- die "taz" !
Die finanziert sich nach eigenem Bekunden ausschliesslich aus Spenden von Genossinnen und Genossen,-
unabhängig ist die "taz" deshalb natürlich nicht,-
schließlich ist sie der politischen Ausrichtung ihrer Spender verpflichtet....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#100

RE: Re: Wie glaubwürdig und unabhängig sind unsere Medien ?

in Themen vom Tage 15.08.2014 21:05
von seaman | 3.487 Beiträge

Da müssen Leute in Deutschland mit Zwangs-GEZ ihre eigene Verblödung bezahlen und sprechen dann sofort folgerichtig über unsere Medien.....

seaman


zuletzt bearbeitet 15.08.2014 21:07 | nach oben springen



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