#81

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.07.2013 22:41
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #80


Da war nichts mit demoralisierten Soldaten oder PW,s einsammeln

passport


Die Tapferkeit der Japaner ist sprichwörtlich. Viele gaben auch nach dem Kriegsende nicht auf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Holdout
http://www.wanpela.com/holdouts/list.html
Theo


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#82

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.07.2013 22:47
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #80


welche geschlagene Armee. Die Japaner damals waren Fanatiker. Die wären mit Bambusspiesse gegen die allierten Panzer vorgegangen. Der Abwurf von 2 A-Bomben hat sie überhaupt nicht interessiert. Die Kwantungarmee war bis 1945 in keine Kampfhandlungen verwickelt. Sie war kampfbereit und gut ausgerüstet.

Hier nochmals ein Auszug aus der Internet-Zeitung
Sie zerschlug die größte Gruppierung der feindlichen Truppen im asiatisch-pazifischen Becken: die millionenstarke Kwantungarmee des kaiserlichen Japans, die 1 155 Panzer, 5 360 Artilleriegeschütze, 1 800 Kampfflugzeuge und 25 Schiffe zählte und längs der Grenzen ständige tiefgestaffelte Betonbefestigungen angelegt hatte. Sie waren durch unterirdische Gänge miteinander verbunden und hatten Lebensmittel- und Wasservorräte für mehrere Monate ununterbrochener Gefechte.

Da war nichts mit demoralisierten Soldaten oder PW,s einsammeln

passport


Das steht hier aber ganz anders:

Zitat
Während der Operation Auguststurm im August und September 1945 stand die Kwantung-Armee der angreifenden Roten Armee gegenüber. Zu dieser Zeit bestand die Kwantung-Armee aus ca. 600.000 Mann. Da jedoch die besten Einheiten auf andere Schauplätze des Pazifikkriegs versetzt worden waren und es der Armee mehr als je zuvor an modernen schweren Waffen fehlte, kann man das was zu diesem Zeitpunkt noch von ihr übrig war, nur noch als Schatten ihrer selbst bezeichnen. Zu viel mehr als Grenzschutzaufgaben und als Besatzungsmacht war die Kwantung-Armee in diesem Stadium nicht mehr geeignet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kwantung-Armee



Das sehen ja auch viele Historiker so, das Japan militärisch besiegt war, wie ich weiter oben zitiert hatte. "Millionenstarke Kwantungarmee" ist vermutlich wie die Zahlenangaben über Panzer, Geschütze und Flugzeuge Propaganda. Solche überhöhende Propaganda ist übrigens nichts Neues in der Geschichte. Zum Beispiel schreibt Julius Cäsar in seinem Buch "De Bello Gallico" über die Schlacht von Alesia von einem gallischen Heer in Alesia von 80.000 Mann und von einem gallischen Ersatzheer in einer Stärke von 250.000 Mann außerhalb. Schon Napoleon zweifelte diese Zahlenangaben an. Historiker der Neuzeit gehen davon aus, dass sich in Alesia 20.000 Mann befanden und das Ersatzheer außerhalb 50.000 Mann hatte. Solche Übertreibungen der gegnerischen Stärke sollen den eigenen Sieg noch größer erscheinen lassen.


zuletzt bearbeitet 27.07.2013 22:55 | nach oben springen

#83

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 27.07.2013 23:14
von passport | 2.639 Beiträge

Hier einige Auszüge aus RIANOVOSTI :

"Solange die Moskau neutral blieb, konnte Japan mit der Fortsetzung des Krieges und der Verstärkung seiner Truppen rechnen, die in der Mandschurei und in Korea stationiert waren. Die Kontakte mit ihnen wurden trotz aller Versuche, sie zu unterbinden, aufrechterhalten.

Die Kriegserklärung durch die Sowjetunion zerschlug diese Hoffnungen endgültig. Am 9. August 1945 sagte der japanische Premier Suzuki in einer dringenden Sitzung des Obersten Kriegführungsrats:

"Der am heutigen Morgen erfolgte Eintritt der Sowjetunion in den Krieg macht unsere Lage völlig ausweglos und die weitere Kriegführung unmöglich."Zu bemerken ist, dass die Atombomben in diesem Fall nur ein zusätzlicher Anlass waren, aus dem Krieg möglichst bald auszutreten, keinesfalls der Hauptgrund. Der Hinweis mag genügen, dass der massierte Bombenangriff auf Tokio im Frühjahr 1945, der ungefähr die gleiche Opferzahl forderte wie Hiroshima und Nagasaki zusammen, Japan nicht dazu bewogen hatte, an eine Kapitulation zu denken. Erst der Eintritt der UdSSR in den Krieg mit den Atombomben im Hintergrund zwang Japans Führung zu dem Eingeständnis, dass die Fortsetzung des Kriegs sinnlos sei."

____________________________________________________________________________________________________________________

"Die millionenstarke Kwantung-Armee erlitt eine schwere Niederlage. Laut sowjetischen Angaben betrugen ihre Verluste 84.000 Gefallene und 600.000 Gefangene. Die Verluste der Roten Armee beliefen sich auf 12.000 Gefallenen"


Hier der gesamte Beitrag :

http://de.rian.ru/opinion/20100811/257088857.html

passport


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#84

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.07.2013 15:47
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #72



Für Schuddel, Die Elbe war die festgelegte Demarkationslinie für die Allierten Ost und West. Berlin liegt aber östlich der Elbe.
passport


Auch was.......das war mir neu


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#85

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.07.2013 16:14
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Passport, ließ dir mal den ersten Absatz durch.........http://books.google.de/books?id=QIjgqolO...B6glich&f=false


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#86

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.07.2013 17:19
von passport | 2.639 Beiträge

http://www.wartburg-camping.de/forumbild...linien_1945.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...efrontAtlas.jpg

Karten habe ich diesem Thread entnommen.

8. Mai 1945 - Wo standen die Alliierten?

Da alle Seiten sich an die Vereinbarungen hielten, ist es müßig über Phantasien einiger Westallierter Offiziere zu diskutieren. Die Geschichte und der Kriegsverlauf gaben den Westallierten keine Chance Berlin einzunehmen. Sh. Karte 01.05.1945.

passport


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#87

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.07.2013 20:25
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #86
http://www.wartburg-camping.de/forumbilder/Forum-Download/Demarkationslinien_1945.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...efrontAtlas.jpg

Karten habe ich diesem Thread entnommen.

8. Mai 1945 - Wo standen die Alliierten?

Da alle Seiten sich an die Vereinbarungen hielten, ist es müßig über Phantasien einiger Westallierter Offiziere zu diskutieren. Die Geschichte und der Kriegsverlauf gaben den Westallierten keine Chance Berlin einzunehmen. Sh. Karte 01.05.1945.

passport




Zu den "Phantasien":
" Richtig schätzten die Alliierten ein, dass Deutschland erst nach dem Fall von Berlin seine Fähigkeit zum organisierten Widerstand verlieren würde. Das bedeutete, den Krieg mit aller Entschlossenheit weiterzuführen und die Hauptstadt einzunehmen.

Die Eroberung der Reichshauptstadt, als das Machtzentrum der Nationalsozialisten, besaß auch bei den Alliierten einen hohen Stellenwert. Die Westmächte planten seit dem D-Day (6. Juni 1944) einen Vormarsch bis Berlin.

Die Einnahme bedeutete nicht nur die Erringung eines militärischen Sieges, sondern besaß gleichfalls einen hohen politischen Stellenwert. Selbst als die westalliierten Verbände hinter ihren Angriffsplänen zurückblieben, beteuert im September 1944 General Eisenhower in einem Schreiben an General Montgomery, dass Berlin noch immer das Hauptziel sei. Der britische Premier Churchill schreibt:
"Nichts wird eine derartige psychologische Wirkung haben und eine solche Verzweiflung unter allen Widerstandskräften hervorrufen wie ein Angriff auf Berlin. Für das deutsche Volk wird dies das deutlichste Zeichen der Niederlage sein."
In einem Brief vom 1. April 1945 an den amerikanischen Präsidenten Roosevelt macht Churchill auf den politischen Stellenwert der Besetzung Berlins aufmerksam:


"Wenn sie (die Rote Armee, d. A.) auch Berlin nehmen, wird sich dann nicht eine überzogene Vorstellung darüber bilden, als hätten sie den überwiegenden Beitrag zu unserem gemeinsamen Sieg geleistet … Aus diesem Standpunkt meine ich, dass wir vom politischen Standpunkt aus in Deutschland soweit wie möglich nach Osten vorrücken und in dem Fall, da Berlin in unserer Reichweite liegt, es ohne Zweifel nehmen müssen."

Mit der raschen Einnahme Berlins, noch vor den heranrückenden Westalliierten, wollte die Sowjetunion den "Wettlauf um die Reichshauptstadt" als Sieger beenden, um mit dieser Demonstration militärischer Stärke ein "Faustpfand" für die weiteren Verhandlungen mit den Alliierten zu erhalten.
Ende März 1945 war für die Sowjetunion nicht ersichtlich, ob die Westalliierten an der Elbe stehen bleiben oder das von wenigen deutschen Verbänden gesicherte Berlin einnehmen würden. Daher war Eile geboten. In den letzten Märztagen wurden die Marschälle Shukow und Konew nach Moskau befohlen, um ihre Entschlüsse zur Verwirklichung der übertragenen militärischen Aufgaben zu fassen.


In Moskau stellte Stalin seinen Oberbefehlshabern die Frage: "Wer wird denn nun Berlin nehmen, wir oder die Verbündeten?" Die Rote Armee stand zwar nur 70 Kilometer vor den Stadttoren, hatte aber die stärkste deutsche Gruppierung vor sich. So musste die Rote Armee ihre Vorbereitungen zur Durchführung ihrer "abschließenden Operation zur Beendigung des Krieges" forcieren. An ihr nahmen drei Fronten teil, die auf einer Linie von der Odermündung bis nördlich Görlitz angriffen.

http://www.gedenkstaette-seelower-hoehen...nt/schlacht.htm


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zuletzt bearbeitet 28.07.2013 20:27 | nach oben springen

#88

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.07.2013 20:44
von Marienborn89 | 889 Beiträge

Die Beiträge hier sind wirklich interessant und das Thema "Rote Armee und 2. Weltkrieg" ist es definitv wert, diskutiert und beleuchtet zu werden!

Hier geht es allerdings um die NATO und den Warschauer Pakt, bzw. ursprünglich um den Knopp-Film. Es wäre schön, hier wieder etwas zurück zum Thema zu kommen (auch wenn natürlich der 2. Weltkrieg letztlich die Ausgangslage des Kalten Krieges war)!

Falls also jemand noch interessante Angaben oder Einschätzungen der Truppenstärken in Ost- und Westeuropa nach dem 2. Weltkrieg machen möchte (oder auch Bewertungen des Films), sei hiermit nochmals aufgefordert, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen!

Gruß
Marienborn


Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker,
das alles sind rein vergebliche Werke;
denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei: die Gedanken sind frei
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zuletzt bearbeitet 28.07.2013 20:54 | nach oben springen

#89

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.07.2013 21:01
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Ja da hast du recht. Vielleicht sollta man zur Zusammenarbeit der Allierten im Zweiten Weltkrieg einen eigenen Thread aufmachen. Mich hat immer beeindruckt, dass sich genau am 4. Juli 1945 auf die 1944 beschlossenen Zonen und Sektoren zurückgezogen haben. Insbesondere die Abgabe der Westsektoren Berlins an die Westalliierten hat der späteren DDR und somit auch der SU grosse Probleme bereitet: Die kürzere Grenze zur BRD wäre früher befestigt worden und wäre einfacher zu verteidigen gewesen. Es wird zwar immer behauptet, dass die südwestliche Lage Thüringens ein grosser strategischer Vorteil für den Warschauerpakt gewesen, falls es zu einer Konfrontation mit dem Westen (3. Weltkrieg) gekommen wäre, der höher zu gewichten wäre wie die westalliierte Präsenz in Westberlin. Ob das so war?
Theo


Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#90

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.07.2013 21:25
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #89
Ja da hast du recht. Vielleicht sollta man zur Zusammenarbeit der Allierten im Zweiten Weltkrieg einen eigenen Thread aufmachen. Mich hat immer beeindruckt, dass sich genau am 4. Juli 1945 auf die 1944 beschlossenen Zonen und Sektoren zurückgezogen haben. Insbesondere die Abgabe der Westsektoren Berlins an die Westalliierten hat der späteren DDR und somit auch der SU grosse Probleme bereitet: Die kürzere Grenze zur BRD wäre früher befestigt worden und wäre einfacher zu verteidigen gewesen. Es wird zwar immer behauptet, dass die südwestliche Lage Thüringens ein grosser strategischer Vorteil für den Warschauerpakt gewesen, falls es zu einer Konfrontation mit dem Westen (3. Weltkrieg) gekommen wäre, der höher zu gewichten wäre wie die westalliierte Präsenz in Westberlin. Ob das so war?
Theo

Ich frage mich was wollten die West Allierten mit West Berlin. Eigentlich sinnlos. Oder?



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#91

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 28.07.2013 23:59
von Marienborn89 | 889 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #90

Ich frage mich was wollten die West Allierten mit West Berlin. Eigentlich sinnlos. Oder?


Hm, ich denke mal, das Besetzen der Hauptstadt des (ehemaligen) Feindes ist zunächst reine Prestigesache und hat eine große Symbolwirkung. Die wollten sich die Westallierten 1945 einfach nicht nehmen lassen.

In den folgenden Jahren mit dem Beginn des Kalten Krieges war dieser "Vorposten des Westens" doch bestens für die Westalliierten geeignet, hinter die Kulissen des Eisernen Vorhangs zu schauen.


Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker,
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zuletzt bearbeitet 29.07.2013 00:00 | nach oben springen

#92

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 00:24
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Marienborn89 im Beitrag #91
Zitat von glasi im Beitrag #90

Ich frage mich was wollten die West Allierten mit West Berlin. Eigentlich sinnlos. Oder?


Hm, ich denke mal, das Besetzen der Hauptstadt des (ehemaligen) Feindes ist zunächst reine Prestigesache und hat eine große Symbolwirkung. Die wollten sich die Westallierten 1945 einfach nicht nehmen lassen.

In den folgenden Jahren mit dem Beginn des Kalten Krieges war dieser "Vorposten des Westens" doch bestens für die Westalliierten geeignet, hinter die Kulissen des Eisernen Vorhangs zu schauen.



ging ja wohl kräftig in die 'hose' !! hätte man mal eher den besagten finger aus dem A....bekommen , hätten viele menschen ihr leben nicht sinnlos
hergeben müssen !!!
aber hier wird ja über politik philosophiert , da gelten menschenleben ja wohl nicht's ??
ist man da nicht , um ein stückchen berlin zu ergattern , im wahrsten sinne des wortes , über leichen gegangen !!!



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#93

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 00:36
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #68
Zitat von frank im Beitrag #66


der 'heiße krieger' der damaligen zeit , im kampf gegen nazideutschland , hieß für mich : sowjetunion und in zweiter reihe deine Amis !!!
dann sei doch in zukunft bitte so tolerant und suggeriere hier nicht das die SU mal so nebenbei am 2. weltkrieg teilgenommen hat !!
sie waren die sieger und haben ihre fahne auf dem 'reichstag' gehisst und nicht die Amis die aus irgend welchen gründen zu spät kamen !!!deswegen schrieb ich : scheiß oder mist , na egal , für mich dasselbe !!!

PS : verstehe es bitte nicht als 'persönlichen' angriff , nur meine meinung !!!


Tschuldigung, das ist Quatsch! Sicherlich haben die Russen die größten Verluste hinnehmen müssen, auch oder gerade bei der Schlacht um Berlin. Allerdings zählte und zählt ein Menschenleben bei den Russen gar nix. Berlin war ein politisches Ziel für sie, dafür wurden die Truppenteile schonmal rücksichtslos verheizt. Heißt aber nicht, dass die Westalliierten nicht vor bzw. gleichzeitig mit den Russen in Berlin hätten sein können. Zum einem aber waren die Besatzungszonen schon im September 1944 aufgeteilt worden, zum anderen hatte Berlin irgendwann für Eisenhower jedes militärische und politische Bedeutung verloren, obwohl es ursprünglich sein Hauptziel war. So kam es durch die Fehlentscheidung Eisenhowers zu dem kuriosem Stoppbefehl an der Elbe und statt dessen stürzte er sich lieber auf das Phantom "Alpenfestung". Churchill war übrigens damit überhaupt nicht einverstanden. Wären die Westalliierten weiter auf Berlin vorgerückt, wären sie wohl schnell vorrangekommen, da der Wiederstand an der Westfront wesentlich schwacher war als an der Ostfront. Denn die beiden letzten erfolgreichen Angriffsoperationen von Nehring und Wenck erfolgten nicht ohne Grund an der Ostfront.


diesen schwachsinn möchte ich nicht kommentieren !!! jeder besucher dieses forums möchte sich darüber seine eigene meinung bilden !!!



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#94

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 01:02
von Marienborn89 | 889 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #92
Zitat von Marienborn89 im Beitrag #91
Zitat von glasi im Beitrag #90

Ich frage mich was wollten die West Allierten mit West Berlin. Eigentlich sinnlos. Oder?


Hm, ich denke mal, das Besetzen der Hauptstadt des (ehemaligen) Feindes ist zunächst reine Prestigesache und hat eine große Symbolwirkung. Die wollten sich die Westallierten 1945 einfach nicht nehmen lassen.

In den folgenden Jahren mit dem Beginn des Kalten Krieges war dieser "Vorposten des Westens" doch bestens für die Westalliierten geeignet, hinter die Kulissen des Eisernen Vorhangs zu schauen.



ging ja wohl kräftig in die 'hose' !! hätte man mal eher den besagten finger aus dem A....bekommen , hätten viele menschen ihr leben nicht sinnlos
hergeben müssen !!!
aber hier wird ja über politik philosophiert , da gelten menschenleben ja wohl nicht's ??
ist man da nicht , um ein stückchen berlin zu ergattern , im wahrsten sinne des wortes , über leichen gegangen !!!


Meine Güte, es ging hier um das Besetzen Berlins nach Mai 1945 im Zuge des Viermächte Abkommens und der Beschlüsse der Jalta Konferenz!!!! und NICHT um die Kampfhandlungen bis Mai 1945!


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#95

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 01:09
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Marienborn89 im Beitrag #94
Zitat von frank im Beitrag #92
Zitat von Marienborn89 im Beitrag #91
[quote=glasi|p277455]
Ich frage mich was wollten die West Allierten mit West Berlin. Eigentlich sinnlos. Oder?


Hm, ich denke mal, das Besetzen der Hauptstadt des (ehemaligen) Feindes ist zunächst reine Prestigesache und hat eine große Symbolwirkung. Die wollten sich die Westallierten 1945 einfach nicht nehmen lassen.

In den folgenden Jahren mit dem Beginn des Kalten Krieges war dieser "Vorposten des Westens" doch bestens für die Westalliierten geeignet, hinter die Kulissen des Eisernen Vorhangs zu schauen.



ging ja wohl kräftig in die 'hose' !! hätte man mal eher den besagten finger aus dem A....bekommen , hätten viele menschen ihr leben nicht sinnlos
hergeben müssen !!!
aber hier wird ja über politik philosophiert , da gelten menschenleben ja wohl nicht's ??
ist man da nicht , um ein stückchen berlin zu ergattern , im wahrsten sinne des wortes , über leichen gegangen !!!


Meine Güte, es ging hier um das Besetzen Berlins nach Mai 1945 im Zuge des Viermächte Abkommens und der Beschlüsse der Jalta Konferenz!!!! und NICHT um die Kampfhandlungen bis Mai 1945!
[/qu

die rede war doch von 1944 und da alles schon geklärt sei ( vorbeitrag ! ) ???



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#96

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 01:17
von Marienborn89 | 889 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #95


die rede war doch von 1944 und da alles schon geklärt sei ( vorbeitrag ! ) ???


glasi hat gefragt, ob das Festhalten der Westalliierten an WB nicht sinnlos gewesen sei. Ich denke, dass die Besetzung der Hauptstadt dem Prestige der Gewinnerpartei dient.


Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker,
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zuletzt bearbeitet 29.07.2013 01:18 | nach oben springen

#97

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 01:22
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #68
Zitat von frank im Beitrag #66


der 'heiße krieger' der damaligen zeit , im kampf gegen nazideutschland , hieß für mich : sowjetunion und in zweiter reihe deine Amis !!!
dann sei doch in zukunft bitte so tolerant und suggeriere hier nicht das die SU mal so nebenbei am 2. weltkrieg teilgenommen hat !!
sie waren die sieger und haben ihre fahne auf dem 'reichstag' gehisst und nicht die Amis die aus irgend welchen gründen zu spät kamen !!!deswegen schrieb ich : scheiß oder mist , na egal , für mich dasselbe !!!

PS : verstehe es bitte nicht als 'persönlichen' angriff , nur meine meinung !!!


Tschuldigung, das ist Quatsch! Sicherlich haben die Russen die größten Verluste hinnehmen müssen, auch oder gerade bei der Schlacht um Berlin. Allerdings zählte und zählt ein Menschenleben bei den Russen gar nix. Berlin war ein politisches Ziel für sie, dafür wurden die Truppenteile schonmal rücksichtslos verheizt. Heißt aber nicht, dass die Westalliierten nicht vor bzw. gleichzeitig mit den Russen in Berlin hätten sein können. Zum einem aber waren die Besatzungszonen schon im September 1944 aufgeteilt worden, zum anderen hatte Berlin irgendwann für Eisenhower jedes militärische und politische Bedeutung verloren, obwohl es ursprünglich sein Hauptziel war. So kam es durch die Fehlentscheidung Eisenhowers zu dem kuriosem Stoppbefehl an der Elbe und statt dessen stürzte er sich lieber auf das Phantom "Alpenfestung". Churchill war übrigens damit überhaupt nicht einverstanden. Wären die Westalliierten weiter auf Berlin vorgerückt, wären sie wohl schnell vorrangekommen, da der Wiederstand an der Westfront wesentlich schwacher war als an der Ostfront. Denn die beiden letzten erfolgreichen Angriffsoperationen von Nehring und Wenck erfolgten nicht ohne Grund an der Ostfront.


Quatsch !!! 'größte' verlußte in der schlacht um berlin ??? wer hatte noch verlußte ??? waren die alliierten denn schon da ???
irgendwie hab ich da was wohl verpasst !
aber ich glaube weniger !
ist doch wie im leben , nachdem die hauptlast der 'arbeit' geschafft wurde gesellen sich so genannte freunde hinzu um nicht ganz als ....
wie auch immer vor anderen da zu stehen !!!
leider ernten dann falsche freunde unberechtigte 'lorbeeren' !!!



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#98

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 06:49
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #97
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #68
Zitat von frank im Beitrag #66


der 'heiße krieger' der damaligen zeit , im kampf gegen nazideutschland , hieß für mich : sowjetunion und in zweiter reihe deine Amis !!!
dann sei doch in zukunft bitte so tolerant und suggeriere hier nicht das die SU mal so nebenbei am 2. weltkrieg teilgenommen hat !!
sie waren die sieger und haben ihre fahne auf dem 'reichstag' gehisst und nicht die Amis die aus irgend welchen gründen zu spät kamen !!!deswegen schrieb ich : scheiß oder mist , na egal , für mich dasselbe !!!

PS : verstehe es bitte nicht als 'persönlichen' angriff , nur meine meinung !!!


Tschuldigung, das ist Quatsch! Sicherlich haben die Russen die größten Verluste hinnehmen müssen, auch oder gerade bei der Schlacht um Berlin. Allerdings zählte und zählt ein Menschenleben bei den Russen gar nix. Berlin war ein politisches Ziel für sie, dafür wurden die Truppenteile schonmal rücksichtslos verheizt. Heißt aber nicht, dass die Westalliierten nicht vor bzw. gleichzeitig mit den Russen in Berlin hätten sein können. Zum einem aber waren die Besatzungszonen schon im September 1944 aufgeteilt worden, zum anderen hatte Berlin irgendwann für Eisenhower jedes militärische und politische Bedeutung verloren, obwohl es ursprünglich sein Hauptziel war. So kam es durch die Fehlentscheidung Eisenhowers zu dem kuriosem Stoppbefehl an der Elbe und statt dessen stürzte er sich lieber auf das Phantom "Alpenfestung". Churchill war übrigens damit überhaupt nicht einverstanden. Wären die Westalliierten weiter auf Berlin vorgerückt, wären sie wohl schnell vorrangekommen, da der Wiederstand an der Westfront wesentlich schwacher war als an der Ostfront. Denn die beiden letzten erfolgreichen Angriffsoperationen von Nehring und Wenck erfolgten nicht ohne Grund an der Ostfront.


Quatsch !!! 'größte' verlußte in der schlacht um berlin ??? wer hatte noch verlußte ??? waren die alliierten denn schon da ???
irgendwie hab ich da was wohl verpasst !
aber ich glaube weniger !
ist doch wie im leben , nachdem die hauptlast der 'arbeit' geschafft wurde gesellen sich so genannte freunde hinzu um nicht ganz als ....
wie auch immer vor anderen da zu stehen !!!
leider ernten dann falsche freunde unberechtigte 'lorbeeren' !!!


Es reicht nicht, nur lesen zu können. Man muss auch den Inhalt verstehen können. Da hab ich bei dir so meine Zweifel, anders kann ich mir deine Beiträge nicht erklären.........


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#99

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 07:42
von SCORN | 1.456 Beiträge

Nur mal kurz zu Berlin, nach dem relativ schnellen Zusammenbrechen des deutschen Widerstandes in Frankreich gingen manche Optimisten auf Seiten der Westalliierten schon von einem Kriegsende vor Weihnachten 1944 aus. Es gab auch Planungen Berlin durch den Einsatz britischer und US Fallschirmjägerdivisionen quasi im Handstreich zu nehmen! Der Glaube an die Kampfkraft der Fallschirmjäger war nach dem Erfolg des D-Days recht hoch. Nachdem Desaster bei Arnheim im September 44 allerdings wo sich die alliierten Fallschirmjäger bei der Operation Market Garden eine blutige Abfuhr holten als sie unerwarteter Weise auf Kampferprobte Deutsche Panzerdivisionen trafen und nicht auf zweitklassige Einheiten, wurden diese Planungen schnell begraben, die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns einer solchen Aktion, einschließlich des totalen Verlustes der dabei eingesetzten Truppen, war ganz einfach zu hoch. Die Straßenkämpfe im April 45 welche die Rote Armee unter fürchterlichen Verlusten in den Straßen Berlins zu bestehen hatten, bestätigten diese Einschätzung!


Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.07.2013 00:06 | nach oben springen

#100

RE: ZDF-Planspiel - Der Dritte Weltkrieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.07.2013 08:53
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #98
Man muss auch den Inhalt verstehen können. Da hab ich bei dir so meine Zweifel, anders kann ich mir deine Beiträge nicht erklären.........

Na da gibt's eine Menge 'Erklärungsansätze', ich habe eine im #67 gefunden. Verstehste jetzt nich @Schuddelkind ? Macht nix, denn eine gewisse 'Eindimensionalität' beim Erkenntnisgewinne ist mir bei Guido Knopp-Konsumenten schon öfters aufgefallen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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