#101

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 11.07.2014 17:50
von Gelöschtes Mitglied
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Der P 3 war im Gelände unschlagbar. Wenns wirklich nicht mehr ging, dann wurde freigeschachtet, angehoben und Holz bzw. Steine untergelegt. Werkzeug (Axt und Spaten) waren ja immer dabei. Bei einer Signalzaunkontrolle im SA 4 oberhalb des Saulochs habe ich bei gefrorenen Boden mal einen zu hohen Baumstumpf unter mir gehabt und nichts ging mehr. Steine und Holz war keines zu finden, der Abschnitt war für Fahrzeuge gesperrt. Als da gab es nur eins, was erfinden. Ich hatte mal ein längeres Dederonseil gefunden. Das habe ich ins Kreuzgelenk der Halbachse gebunden und an einem Baum befestigt. Prima Seilwinde, wenn man es nicht übertreibt. Mich hat die Kiste nie im Stich gelassen, hätte mir bald mal einen gekauft.


zuletzt bearbeitet 11.07.2014 17:53 | nach oben springen

#102

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 11.07.2014 21:48
von Gelöschtes Mitglied
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Wie kam der Schnaps in die Kaserne???
Nun ratet mal?
Nein,ich löse es auf.
GR.33,1968,Hundeführer. Wir hatten einen eigenen LKW S 4000,damit wurde das Hundefutter für die Wachhunde an die Grenze gebracht.
Das Futter wurde in Milchkannen transportiert.Es war bei uns so,das wir im 3.Diensthalbjahr monatlich 5.00 Mark gesammelt haben und dafür geistige Getränke gekauft haben.Wenn der Lkw an der Grenze auf Tour war,wurden die Flaschen eingekauft.Wohin damit,der LKW wurde doch bei der Einfahrt in die Kaserne durchsucht.Ganz einfach,es wurden mehr Kannen mit Futter aufgeladen,als man gebraucht hat.Darin wurden die Flaschen versengt .Nun kam die Kontrolle,Kannen aufmachen,es stieg ein "angenehmer" Geruch auf,sofort wurde die Untersuchung eingestellt und die Fahrt ging weiter.In der Hundeanlage,wurden die Flaschen entnommen,abgewaschen und beim schärfsten Hund unter den Fußboden versteckt.
Gruß Rei


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#103

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 09:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merlini im Beitrag #101
Der P 3 war im Gelände unschlagbar.


Oh Mann, diese Abkürzungen: Mit P 3 habe ich als Wessi natürlich sofort die Pistole P 3 assoziiert, an der ich auch ausgebildet wurde. Dann stutze ich: DER P3? Muss das nicht die P3 heißen?

Erst beim weiteren Lesen des Textes wurde mir klar, dass damit ein Kfz gemeint war....


zuletzt bearbeitet 12.07.2014 09:39 | nach oben springen

#104

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 09:29
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.493 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #103
Zitat von Merlini im Beitrag #101
Der P 3 war im Gelände unschlagbar.


Oh Mann, diese Abkürzungen: Mit P 3 habe ich als Wessi natürlich sofort die Pistole P 3 assoziiert, an der ich auch ausgebildet wurde. Dann stutze ich: DER P3? Muss das nicht die P3 heißen?

Erst beim weiteren Lesen des Textes wurde mir klar, dass damit ein Kfz gemeint war....



moin @Dandelion, P3 ist ein Gelände -Jeep, find gerade kein Bild, vielleicht kann mal ein anderer helfen?

Danke und gruß h.


zuletzt bearbeitet 12.07.2014 09:30 | nach oben springen

#105

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 09:40
von bendix | 2.642 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #103
Zitat von Merlini im Beitrag #101
Der P 3 war im Gelände unschlagbar.


Oh Mann, diese Abkürzungen: Mit P 3 habe ich als Wessi natürlich sofort die Pistole P 3 assoziiert, an der ich auch ausgebildet wurde. Dann stutze ich: DER P3? Muss das nicht die P3 heißen?

Erst beim weiteren Lesen des Textes wurde mir klar, dass damit ein Kfz gemeint war....



Schau mal hier...
g748p12408-Weidenbach.html

Gruss bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
hundemuchtel 88 0,5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#106

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 10:01
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.493 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #102
Wie kam der Schnaps in die Kaserne???
Nun ratet mal?
Nein,ich löse es auf.
GR.33,1968,Hundeführer. Wir hatten einen eigenen LKW S 4000,damit wurde das Hundefutter für die Wachhunde an die Grenze gebracht.
Das Futter wurde in Milchkannen transportiert.Es war bei uns so,das wir im 3.Diensthalbjahr monatlich 5.00 Mark gesammelt haben und dafür geistige Getränke gekauft haben.Wenn der Lkw an der Grenze auf Tour war,wurden die Flaschen eingekauft.Wohin damit,der LKW wurde doch bei der Einfahrt in die Kaserne durchsucht.Ganz einfach,es wurden mehr Kannen mit Futter aufgeladen,als man gebraucht hat.Darin wurden die Flaschen versengt .Nun kam die Kontrolle,Kannen aufmachen,es stieg ein "angenehmer" Geruch auf,sofort wurde die Untersuchung eingestellt und die Fahrt ging weiter.In der Hundeanlage,wurden die Flaschen entnommen,abgewaschen und beim schärfsten Hund unter den Fußboden versteckt.
Gruß Rei



so war es bei uns auch, nur, daß wir entweder mit ELO, L60 oder Multicar unterwegs waren, durch genug Dörfer kam man ja. In die Milchkannen brauchten wir die Dinger nicht versenken, wurden mit 99%-er Sicherheit NICHT kontrolliert am KDP. Die Wachgruppe war ein Zimmer weiter und profitierte auch von den geistigen Getränken..
Die Offiziere bei uns im Batt.Stab hatten entweder angst vor unseren Hunden oder in unserer Nähe roch es zu streng(irgendwie sauer vom Futter und
eben sehr stark nach Hund), das hat sie abgeschreckt uns pers. bzw. das Fahrzeug zu inspizieren.

Man konnte somit schön mal feiern, aber in Maßen!!!

gruß h.


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#107

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 11:58
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote=RudiEK89|p273119]Doch, es war lecker, wir haben damals aber nichts davon bekommen.
Ich selbst habe zum Grenzdienst zum "anfüttern", mir fällt der Begriff aus der Jägerei nicht ein, auf der Fahrt zur Führungsstelle Bockelnhagen mitgenommen.
In der Nähe war eine Kanzel und das Wild fand sich dort zum fressen ein.
Es war ein leichtes, dieses dann zur "Fütterungszeit" zu erlegen.[/quotqe]


@RudiEK89 , das nennt man ankirren!

Bin zwar kein Waidmann, möchte aber behaupten, das Ankirren von Wild mit dem Ziel des Abschusses an der Fütterungsstelle ist schon zu DDR Zeiten verboten gewesen. Anders wie bei uns Anglern. Da ist Anfüttern erlaubt, gängige Praxis.

Ausnahme war (und ist?) wohl Raubwild wie Fuchs, Waschbär, Mardehund. In bestimmten Fällen wohl auch Wildschweine. Diese speziell angelegten Plätze nannte man Luderplätze.
Fand man zu DDR- Zeiten viel in den Wäldern. Senkrecht eingegrabene Tonröhren, später PVC- Röhren, so 100/ 120-er Durchmesser. Hierein kamen Fisch-, Fleisch- und Schlachteabfälle, aber auch gäriger und damit geruchsintensiver Mais. Das lockte natürlich schon allein durch den Geruch an. Nur die Tiere kamen da nicht ran und waren bei ihrem emsigen Geschft, an die Begehrlichkeiten zu gelangen, gut abgelenkt und damit leicht zu erlegen.
Heute findet man ab und an noch alte, durchlöcherte Feuerlöscher oder andere kartuschenähnliche Behälter, die innen mit Mais gefüllt sind.


Vermutung, Spekulation, wer weiß was sich in einigen privilegierten Jagdgebieten zwischen den Grenzzäunen abgespielt hat. Hier waren einige Gerüchte auch im Zusammenhang mit den illusteren Jagdgesellschaften rund um die s. g. Bärenhöle (Jagdhütte des Genaraloberst Bär) in der Nähe der Eckertalsperre/ Kruzifix) im Umlauf.
Die Wahrheit wird wohl dazwischenliegen, erfahren und gerade den Frevel werden wir nie richtig. Beteiligte werden auch heute noch schweigen.

Fakt ist, Wildbret gab es mit Vitamin "B" hier öfter mal schwarz zu kaufen.... Und nicht nur vom Schwarz- Wild..., versteht sich!

Interessant ist zu dem, wie in jüngster Zeit in verschiedenen Publikationen von Wildforschern berichtet wird, das in den ehemaligen Grenzgebieten DDR- BRD aber auch BRD- Tschechin bestimmte Arten Wild, besonders wohl das Rotwild heute noch an den Standorten der ehemaligen Grenzzäune instinktiv und selbst bei Fluchtverhalten(!) halt macht. Immer noch eine Art (unsichtbaren) unüberwindbaren Zaun sieht, erkennt und als Reviergrenze betrachtet.

Schau(t) mal hier!

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e....70810081,d.d2k

Schon interessant, gelle!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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zuletzt bearbeitet 12.07.2014 11:59 | nach oben springen

#108

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 12:06
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Was ist ein Mardehund?
Ist das ein Marder?


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#109

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 15:30
von FRITZE (gelöscht)
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Guggst Du hier :http://nrw.nabu.de/themen/jagd/beutegreifer/06812.html



Noch nicht ganz so stark vertreten wie der Waschbär ,aber sogar schon im Westen angekommen .

Gruss FRITZE


zuletzt bearbeitet 12.07.2014 15:31 | nach oben springen

#110

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 15:40
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #108
Was ist ein Mardehund?
Ist das ein Marder?


Das sind eklige Viecher. Ich habe letztens einen toten Marderhund beim Spazieren gehen gefunden. Gehe mal auf die Bildersuche bei Google, dann findest du ein paar Beispiele. Marderhunde sind Nesträuber und auch sonst der heimischen Tierwelt nicht sehr zuträglich. Ursprünglich stammen sie wohl aus Asien. So viel ich weiß gab es Marderhunde bei uns schon zu DDR-Zeiten. Waschbären übrigens auch. Allerdings nicht in der Anzahl wie heute. Meinen ersten Waschbären habe ich 1982 an einem Karpfenteich in Alt Friedland gesehen. Als ich davon im Freundeskreis berichtete, wurde ich noch ungläubig belächelt.
Heute sind Waschbären, leider, etwas völlig alltägliches. Die Tiere mögen ja ganz niedlich sein. Aber sie passen eben nicht in unsere heimische Natur. Wo die Waschbären auftauchen, verschwinden andere Tierarten.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#111

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 15:44
von Lassiter | 102 Beiträge

hallo turtle,
als ich noch 1962 in der gk osterode war mußte ich zweimal ein reh erschießen,da wurde dann schön vorsichtig mit einer ankerwurfleine aus dem zaun geholt,das war damals noch nicht so eine befestigung wie es später war,die wurden dann vom spieß zur untersuchung gebracht und fachgerecht verarbeitet um dann anschließend in unserer küche zub ereitet werden.das geschah noch einigemal ,bis es dann den battl.zu ohren kam da war es vorbei mit dem rehbraten.wenn das wild natürlich voll zerrissen war wurde es nicht genommen.
gruß lassiter

Zitat von turtle im Beitrag #5
Hallo Grenzwolf, Dein Satz :viele getrauen sich gar nicht auch mal was zu schreiben weil sie als einfache ältere Leute Angst vor den Reaktionen von Schreiberfahrenen haben.
Stimmt das könnte durchaus zutreffen. Ich finde es nicht in Ordnung wenn es dumme Bemerkungen über Rechtschreibfehler oder Schreibstil gibt. Zum Anderen möchte ich zu bedenken geben das User auch noch im öffentlichen Leben stehen und durch Mitteilungen private Nachteile haben können. Nur ein Ex-Grenzer hat mir bei einem Treffen privat zugegeben das er geschossen hat. Macht das jemand öffentlich .wird daraus ein Mörder gemacht. Deshalb hab ich Verständnis ,das eben einiges nicht erzählt wird. Selbst hier im Forum wäre er mit Sicherheit Angriffen ausgesetzt. .Manchmal ist weniger besser, sie sind noch da die Schranken in den Köpfen. Aber so vom Grenzer Alltag, komischen Situationen , Heimliche Kontakte mit dem BGS wäre doch informativ. Von mir mal eine Frage ,an den Grenzanlagen muss es doch auch Wild gegeben haben ,das verletzt liegen blieb. Landete so eine Wildsau oder Reh in der Küche? Jemand zum fachgerechten ausnehmen und zerlegen wird es doch gegeben haben. Einen Dorfschlachter bestimmt auch.


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#112

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 17:57
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #108
Was ist ein Mardehund?
Ist das ein Marder?


@Thomas, alter Vornamensvetter!

Sollte Marderhund heißen! In der Hektik ist mir das r verlorengegangen!


Muß mich im Moment sowieso mit der Tastatur meines neuen Laptops erst einmal anfreunden. Der verschluckt öfter mal Buchstaben und man muß die Tastatur ganz schön hart anschlagen...

Aber andere User haben es Dir j schon hilfreich erklärt!

Einen Marderhund selbst hab ich noch nicht zu Gesicht bekommen. Es sind aber erbarmungslose Räuber und es ist vo denen nichts, aber auch rein weg gar nichts sicher, da u. a. exellente Kletterer. Sie setzen der heimischen Tierwelt unnd insbesondere auch seltenen Vogelarten erschreckend zu, so das in Gegenden, wo der Marderhund verstärkt auftritt, manche Arten bereits als ausgestorben gelten. Zu dem findet der Marderhund genau wie Waschbär, Fuchs, Elster und anderes Raubzeug durch die, unsere Wohlstandsgesellschaft ideale Bedingungen, ein regelrechtes Schlaraffenland vor. Überall liegen Lebensmittelreste rum oder werden achtlos weggeworfen, wird aus falscher Tierliebe gefüttert...

Auch die Bejagung gestaltet sich sehr schwierig. Dann kommen auch wieder die Gutmenschen mit ihrem "ach- die armen- Tierchen- Argument". Nicht zu letzt ist der Marderhund wie auch Waschbär, Fuchs usw. für die immer mehr elitär werdende Jägerschaft als Trophäentier gänzlich uninteressant.

Was diese Überpopulationen von u. a. Waschbär und Fuchs in meiner Hühner- und Geflügelzucht in den vergangenen Jahren schon für Scaden angerichtet haben, das glaubt kaum einer! Geht man irgendwo zum Amt, beklagt sich, wird man wie in Deutschland üblich, im Regen stehen gelassen. Da kommen dann solch tolle Sprüche, man kann auf sinem Grundstück ja machen, as man will und diese lieben Tierchen fangen. Im gleichen Atemzug kommt dann aber sofort der drohende Finger inclusive massiver Strafandrohung, diesem Tierchen dann -so ungefähr- ja nicht weh zu tun!
Der Rat von einigen Gutmenschen ist z. Bsp., das man einen gefangenen Waschbären oder Fuchs wo anders wieder aussetzen soll. Ich lach micht tot! Damit dann der Nachbar, die andere Stadt das Problem hat. In was für einem Idiotenzirkus leben wir eigentlich?

Oder, wenn man das liebe Tierchen nicht weit genug weg verbringt, die finden mit ihren vorzüglich ausgeprägten Orientierungssinnen zurück in ihr altes Revier. Dann geht der Spuk von neuem los...

Übrings hat nach fast 2 Jahren relativer Ruhe im Mai der Fuchs meine gesammte Hühnerzucht ausgelöscht. Nicht in der Nacht, weil ich vielleicht vergessen hab, den Stall zu schließen. Nein, am hellerlichten Tag und trotz Einzäunung meiner Tier á la Alcatratz... mit Untergrabschutz und auch von oben geschlossenen Auslauf. Das Viech hat den Maschendraht aufgerissen, wo man als Mensch gewöhnlich eine schon bessere Zange zu braucht!

Dafür war mir der eigene Jagderfolg auch hold. 5 Wochen 7 Füchse....

Nur meine Hühner hab ich davon nicht wieder! Allein der finanzielle Schaden (Widerbeschaffungswert) 120 €...
Es gibt für sowas auch keine Versicherung...

Mal auch wieder ein kleines von den vielen Beispielen, die einem deutlich zeigen, wo wi leben. Für wen Gesetze gemacht werden. Jedenfalls nicht für den kleinen Bürger... den Steuerzahlerdeppen...!

josy95


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#113

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 22:09
von Gelöschtes Mitglied
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Das Bild von einem P 3 findest Du in der Bildergalerie unter Kompanie Weidenbach unter Weidenbach 05. Sollte aber nicht verwechselt werden mit dem Scheuermittel P 3.


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#114

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 12.07.2014 22:21
von Gelöschtes Mitglied
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Möchte sagen, zu meiner Zeit hatten wir nur P3s und als der erste und damals einzige russen UAS kam, wollt ihn keiner fahren! Hatten zwar immer etwas Probleme mit den Rundlauf des 6 Zylinders, aber in der Werkstatt gab es Spezis, die es hin bekamen! War ein guter Jeep, für die damalige Zeit!
Grüsse steffen52


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#115

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 13.07.2014 02:06
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #114
Möchte sagen, zu meiner Zeit hatten wir nur P3s und als der erste und damals einzige russen UAS kam, wollt ihn keiner fahren! Hatten zwar immer etwas Probleme mit den Rundlauf des 6 Zylinders, aber in der Werkstatt gab es Spezis, die es hin bekamen! War ein guter Jeep, für die damalige Zeit!
Grüsse steffen52


Soweit ich mich erinnern kann, liefen hier bei den GT´s im Harz, Harzvorland vornehmlich nur P3. UAZ und Gasz waren eher die Ausnahme und meißt als Fahrzeuge für Kommandeure, vermutlich ab KC GK.

josy95


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#116

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 13.07.2014 11:34
von Gelöschtes Mitglied
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Wer kann sich an einen Unfall mit einem P 3 im Raum Großburschla im Winter 76/77 erinnern. Ich habe nur von meinem Gebiet an der Werra jede Menge Handleuchtzeichen gesehen. Die müssen alles verschossen haben was an Bord war. Danach habe ich noch MPI Schüsse wie eilt zu Hilfe gehört. Wir haben aber niemals eine richtige Info darüber erhalten.


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#117

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 13.07.2014 12:31
von Commander | 1.056 Beiträge

Hallo Merlini,
ich bin zwar erst im Herbst 77 nach Großburschla gekommen,aber von einem Unfall ist mir nichts bekannt.Unser 3.DHJ oder auch die Uffze,die das hätten wissen können, haben nie etwas davon erwähnt.Allerdings gab zu dieser Zeit eine Flucht im Bereich "Langes Feld".Und derjenige hat auf "sicherer" Seite noch ein "Freudenfest" veranstaltet,bis der BGS kam.Ich weiß aus Berichten,das dabei zu einen "Massenauflauf" von GT u.anderen "wichtigen" Organen gekommen ist.
Schönen Sonntag,Gruß C.



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#118

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 13.07.2014 15:19
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Commander, Danke für Deine Info. Das erklärt wahrscheinlich, dass wir keine weiteren Informationen bekommen haben. Jedenfalls hatte ich so einen bunten Himmel noch nicht gesehen.

VG Merlini


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#119

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 14.07.2014 23:18
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Für jeden Grundwehrdienstler, der sich nicht (un)freiwillig für mehr als Anderthalbjahre bei der Truppe aufhalten wollte, waren 545 Tage schon ein ziemliches Kreuz.
Doch trotz aller Widrigkeiten verlor man nicht den Humor und half sich per selbigem besonders über die harte Zeit der sechsmonatigen Ausbildung hinweg – da blieben Blödeleien nicht aus.

Da machte z.B. eines Abends die Kunde durch die Kompanie die Runde, dass jemand wegen einer Wette die Nachtruhe mit übergezogener Schutzmaske und Schwarzkombi oder Felddienstuniform absolvieren würde – DAS mussten wir natürlich alle sehen!
Jetzt muss man sich vorstellen, wie jede Menge neugierige Gaffer einen Blick auf den Gasmaskenschläfer werfen wollten.
"Seid aber leise, der pennt schon." wurde uns zugeraunt als wir im abgedunkelten Zimmer ein Auge auf den "Bekloppten" warfen.
Hinterher stellte sich heraus, dass uns die Typen einen gewaltigen Bären aufgebunden hatten, denn im Bett lag kein realer Mensch, sondern eine zurechtgebastelte Figur – heute nennt man so etwas wohl Dummy.
Wie auch immer, die Jungs aus der entsprechenden Bude hatten den Rest der Kompanie gewaltig verarscht.

Doch auch auf dem Zimmer, in welchem ich zu zwölft auf engstem Raum untergepfercht war, gab es immer etwas zu lachen oder zu lästern.
Wir hatten da so einen Emu auf der Hütte, der uns irgendwann mal verspätet zugeteilt wurde.
Emu wurde er von uns deshalb genannt, weil er jeden mit den Worten "ihr Emus" oder "du Emu" belöffelte.
Als der Laufvogel wieder mal im Ausgang war, kam jemand auf die Idee, ihn eine Etage höher schlafen zu lassen. So hievten wir also sein Feldbett auf ein Doppelstockbett drauf, sodass es zum Dreistockbett wurde.
Irgendwann kam Emu vom Auslauf zurück und registrierte, dass sein üblicher Schlafplatz – er war Obenschläfer – nicht am gewohnten Platz war. Doch er kriegte den Ulk mit, nahm es gelassen und kletterte in sein höhergelegtes Nest.
Sein Schlaf muss wohl recht normal gewesen sein, doch das Erwachen war etwas hart.
Früh morgens weckte uns der UvD mit lautem Pfiff und dem Ruf "Kompanie aufstehen, Nachtruhe beenden!"
Der ellenlange Emu schnellte hoch und knallte mit dem Kopf an die Decke – autsch!

Wenn jemand im Ausgang war, war das nicht selten ein Grund, ihm einen Streich zu spielen.
So nähten wir mal jemandem das Bettzeug zusammen und es war lustig zu beobachten wie der Rückkehrer angesäuselt mit seiner Umwelt kämpfte, um unter die Bettdecke zu gelangen.

Die Kameraden in den Nachbarzimmern waren da auch nicht faul. Die Truppe, die uns schon mit dem vermeintlichen Gasmaskenschläfer verschaukelte, nahm ebenfalls einen ihrer Ausgänger aufs Korn.
Abermals bastelten diese Schelme so eine Art Dummy mit Schutzmaske und packten diesen ins Bettchen des Abwesenden. Nur diesmal wurden noch zwei Taschenlampen hinter den Augenscheiben des Schnuppersacks positioniert – eine grün, die andere rot leuchtend.
Als der Ausgänger, der einiges an berauschendem Stoff zu sich genommen hatte, aufkreuzte, stand er etliche Minuten vor seiner Falle und tippte den aus den Augen bunt leuchtenden "Falschschläfer" immer wieder an und wiederholte: "Eeeh, eeeh du, ich glaube du liegst in meinem Bett."

La Paloma ohe, einmal wird es vorbei sein …
… aber vorerst war es nicht vorbei, denn wir hatten einen Spezi auf der Bude, dessen Familiennamen wir gern per Verballhornung in eben besagte weiße Taube umwandelten oder den wir wegen seiner Ohrenbeschaffenheit ebenso gern Schlappadeus oder kurz Schlappa nannten.
Schlappa war ein schlaksiger langer Typ mit schütter anmutendem weiß-blonden Haar, der seine Probleme hatte schnell genug ins Gefechtsgeschirr zu kommen, wenn Gefechtsalarm gespielt wurde.
Lange Rede, kurzer Sinn. Wir implizierten La Paloma, dass der Buschfunk für den kommenden Morgen Probealarm voraussagte und "motivierten" ihn entsprechend.
Geraume Zeit vor dem normalen Wecken plötzlich Geschäftigkeit in der Unterkunft – Schlappa warf sich im Schein einer Taschenlampe in seine komplette Gefechtsausrüstung.
"Wollt ihr ihr euch nicht auch fertig machen?" flüsterte der Schlaksige.
"Gleich, aber mach dich erst mal bereit, wir sind doch schneller als du" lautete unsere Antwort.
Das Ende kann man sich ausdenken, es erfolgte das baldige Wecken der Ausbildungskompanie unter der Maßgabe, sich für den Frühsport fertig zu machen.
Das Licht ging an, wir sprangen in unsere Sportklamotten, während der gelackmeierte Schlappadeus in voller Gefechtsmontur mit Marschgepäck auf dem Buckel, Stahlhelm auf dem Kopf, Schutzmaske am Mann und Waffenkarte in der Hand wie eine Marionettenpuppe auf seinem Bett saß – die gestiefelten Hufe weit von sich gestreckt, den Oberkörper rechtwinklig steil nach oben gerichtet und nur noch aufs Losgehen wartend.
"La Paloma, los ins Sportzeug, Gefechtsalarm fällt aus" lästerten und johlten alle durcheinander, während sie im Trainingsanzug draußen im Flur antrabten.
Armer Schlappa, er war wieder mal der Letzte und wusste nicht wirklich wie ihm geschah.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


Rothaut hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Erzählt mal wieder was

in Grenztruppen der DDR 16.07.2014 06:55
von Gelöschtes Mitglied
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Das mit dem Erzähl mal wieder was ist ja interessant aber die Erfahrung lehrt ja, dass der Wahrheitsgehalt mit jeden mal weitererzählen nicht zu, sondern abnimmt. Wir GWD waren ja nur 12 bis max. 15 Monate auf der GK und da wurden Schoten weitererzählt die schon Jahre zurücklagen. Will mal eine davon zum Besten geben. Angeblich haben in der Kneipe in Sickenberg früher die Grenzer in dem einen Gastraum gesoffen und der Zoll bzw. BGS im anderen. Irgendwann wurde dann zusammen gesoffen. Aufgeflogen wäre die Sache damals dadurch, dass einmal ein FN Gewehr in der Waffenkammer der GK gestanden hat. Das kann wahr sein, ist aber sehr unwahrscheinlich. Ich halte mich sonst beim erzählen an tatsächlich erlebtes bzw. an ganz verlässliche Quellen.

Viel Spaß beim Märchenerzählen wünscht der Hesselfuchs


Mike59 und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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