#61

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:00
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #59
Das ist nun mal so Lutze,
sowohl bei den Behörden als auch in der Industrie.
Indusriespionage z.B. ist doch heute an der Tagesordnung. Warum, weißt du selbst.
Ein Mitarbeiter der Interna verrät, wird sofort entlassen. Das kannst du nicht mit der Werkstatt vergleichen, in der du dein Brot verdienst.
Aber egal, wir kommen vom Thema weg.
Aber ich kann dir versichern, dass die "Genossen" damals auch Spezialisten waren und du ihre Technik eher nicht gefunden hättest.

Gruß Andreas

das war ja Sinn und Zweck,warum DDR-Kritiker überwacht wurden,
hattest du Angst vor DDR-Kritikern?,
ich hatte mehr Angst gehabt, mich sperren sie wieder ein
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#62

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:03
von Gelöschtes Mitglied
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OT - ich habe eher heute das Gefühl, nicht ein Kind im Ohr zu haben, sondern den Mann von der anderen Feldpostnummer.

Vierkrug


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#63

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:08
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Liebe grenzgaengerin,
die Erhebung der Verbindungsdaten in Dresden hat ein Ermittlungsrichter angeordnet.
Warst du einmal bei solchen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei dabei? Hast du mal brennende Barrikaden gesehen, Feuerwehrleute, die mit Steinen angegriffen wurden und Rettungsdienste die nicht zum Verletzten kamen?
Das wünsche ich keinem. Ich habe es mehrmals erlebt und es war nicht das "braune" Lager sondern die autonomen Linken.
Aber wenn die Polizei kam waren sich links und rechts einig und hatten einen gemeinsamen "Feind".
Nun sind wir wieder weg vom Draht im grauen oder roten Telefon der DDR.
Entschuldigung Lutze.

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#64

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:20
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #63
Liebe grenzgaengerin,
die Erhebung der Verbindungsdaten in Dresden hat ein Ermittlungsrichter angeordnet.
Warst du einmal bei solchen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei dabei? Hast du mal brennende Barrikaden gesehen, Feuerwehrleute, die mit Steinen angegriffen wurden und Rettungsdienste die nicht zum Verletzten kamen?
Das wünsche ich keinem. Ich habe es mehrmals erlebt und es war nicht das "braune" Lager sondern die autonomen Linken.
Aber wenn die Polizei kam waren sich links und rechts einig und hatten einen gemeinsamen "Feind".
Nun sind wir wieder weg vom Draht im grauen oder roten Telefon der DDR.
Entschuldigung Lutze.

Gruß Andreas

nicht alle Andersdenkende waren brutal,
aber doch sehr viele,die sich gefragt haben,
so kann es in der DDR nicht weiter gehen,
ich gehöre dazu,
um auf mein Thema zurückzukommen,war das mit der Bespitzelung
nicht doch etwas übertrieben?,aus deiner Sicht
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#65

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ja Andreas, ich war bei vielen Demos dabei. Meist waren sie sehr friedlich. Und gerade da war mir aufgefallen, wieviele Polizisten mit Videokameras an der Seite mitgelaufen sind. Gehört das jetzt zum Standard?

Was passiert mit den Bändern? Werden sie gespeichert? Wenn ja, stehen sie der ganzen freien Welt zur Verfügung, wie wir die letzten Tage erfahren konnten. Denn sicher scheint kein System vorm scannen zu sein.

Aber um auf das Abhören in der DDR zu kommen, es waren nicht nur DDR - Kritiker, die abhört wurden. Sondern die Genossen belauschten sich auch gegenseitig. Oder irre ich mich da jetzt?

LG von der grenzgaengerin


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#66

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:37
von schnatterinchen (gelöscht)
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Die Stasi war durch und durch misstrauisch gegen alles und jeden.Die haben sich sicherlich auch sehr mit sich selbst beschäftigt.
Obere SED Führung bespitzeln war ja strengstens verboten, die hatten wohl Angst die Krake könnte mehr Macht erlangen wie die Partei.
Warum haben denn die MfS ler in Berlin so unter sich gewohnt?Konnte gut einer den anderen beobachten und Fremden blieb das alles eher verborgen.


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#67

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:40
von Alfred | 6.862 Beiträge

Hallo,

Andy hatte es bereits geschrieben.

Entsprechende Maßnahmen waren nicht die REGEL sondern die Ausnahme. Sollten diese Maßnahmen realisiert werden , musste dies auch entsprechend begründet werden. Die Genehmigung konnten - wenn ich mich richtig erinnere, je nach Maßnahme - die Leiter / Stellvertreter der Hauptabteilungen, Minister und seine Stellvertreter geben. Man soll sich bitte nicht einbilden, dass man da einfach mal zu seinen Chef gehen konnte und schon wurden diese Maßnahmen realisiert..

Um was ging es jetzt aber ? Um die Kontrolle von Telefongesprächen oder "Wanzen" in den Wohnräumen ?


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#68

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:41
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #64
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #63
Liebe grenzgaengerin,
die Erhebung der Verbindungsdaten in Dresden hat ein Ermittlungsrichter angeordnet.
Warst du einmal bei solchen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei dabei? Hast du mal brennende Barrikaden gesehen, Feuerwehrleute, die mit Steinen angegriffen wurden und Rettungsdienste die nicht zum Verletzten kamen?
Das wünsche ich keinem. Ich habe es mehrmals erlebt und es war nicht das "braune" Lager sondern die autonomen Linken.
Aber wenn die Polizei kam waren sich links und rechts einig und hatten einen gemeinsamen "Feind".
Nun sind wir wieder weg vom Draht im grauen oder roten Telefon der DDR.
Entschuldigung Lutze.

Gruß Andreas

nicht alle Andersdenkende waren brutal,
aber doch sehr viele,die sich gefragt haben,
so kann es in der DDR nicht weiter gehen,
ich gehöre dazu,
um auf mein Thema zurückzukommen,war das mit der Bespitzelung
nicht doch etwas übertrieben?,aus deiner Sicht
Lutze

Ich schrieb nicht von der DDR sondern von heute. Das waren Szenarien von heute Lutze.
@grenzgaengerin

Das Video bei Demonstrationen läuft, um später die Randalierer überführen zu können. Darauf reagieren natürlich die "Demonstranten" indem sie sich vermummen.
Das Material wird nicht verbreitet sondern den Ermittlungen zur Verfügung gestellt und nach Abschluss gelöscht.

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#69

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:47
von schnatterinchen (gelöscht)
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Der Film "Das Leben der Anderen" soll ja mit der Realität damals nich so viel zu tun haben?


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#70

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:47
von Alfred | 6.862 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #67
Hallo,

Andy hatte es bereits geschrieben.

Entsprechende Maßnahmen waren nicht die REGEL sondern die Ausnahme. Sollten diese Maßnahmen realisiert werden , musste dies auch entsprechend begründet werden. Die Genehmigung konnten - wenn ich mich richtig erinnere, je nach Maßnahme - die Leiter / Stellvertreter der Hauptabteilungen, Minister und seine Stellvertreter geben. Man soll sich bitte nicht einbilden, dass man da einfach mal zu seinen Chef gehen konnte und schon wurden diese Maßnahmen realisiert..

Um was ging es jetzt aber ? Um die Kontrolle von Telefongesprächen oder "Wanzen" in den Wohnräumen ?



Hallo,

es gab immer entsprechend konzentrierte Wohngebiete. Auch bei der NVA und den Grenztruppen. Dies war doch keine Eigenheit des MfS und hatte verschiedenste Gründe.

Und selbstverständlich warf man auch auf die eigenen Mitarbeiter ein Auge, dies ist doch ganz normal. Schließlich waren an diesen Personen auch andere Geheimdienste interessiert.

Auch BND und Co haben ein Auge auf ihre Mitarbeiter.


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:53
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
wurden nach 1989 noch irgendwo Stasi-Wanzen gefunden?,
zum Beispiel beim Umzug oder renovieren in einer Wohnung?
gruß Lutze



Lutze,ich habe mir ein abhörsicheres Telefon über Genex besorgt.


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#72

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 16:58
von schnatterinchen (gelöscht)
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Für Hinz und Kunz mit ihrem Gemecker über die DDR haben die Tschekisten bestimmt keine Wanzen verschwendet.
Da haben die lieber den freundlichen IM aus der Nachbarschaft befragt.
Der aus meiner Nachbarschaft hat sogar Auskunft über den Inhalt unserer Mülltonne erteilt.
Verpackung von Westfressalien usw.


grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#73

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 17:17
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #69
Der Film "Das Leben der Anderen" soll ja mit der Realität damals nich so viel zu tun haben?



Schade um den "Oscar". Da gab und gibt es bessere Filme.

passport


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#74

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 17:26
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von passport im Beitrag #73
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #69
Der Film "Das Leben der Anderen" soll ja mit der Realität damals nich so viel zu tun haben?



Schade um den "Oscar". Da gab und gibt es bessere Filme.

passport


Ohne Worte


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#75

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 17:35
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ihr habt alle den Film gesehen? Ich habe mich von meinen Vorurteilen gegenüber solchen Klischee behafteten Filmen leiten lassen. und habe den Gang ins Kino verweigert.

LG von der grenzgaengerin


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.07.2013 17:35 | nach oben springen

#76

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 17:35
von schnatterinchen (gelöscht)
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Was war an diesem Film so schlecht bzw. falsch? Ich meine jetzt mal nicht die Leistung der Schauspieler.


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#77

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 17:39
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #76
Was war an diesem Film so schlecht bzw. falsch? Ich meine jetzt mal nicht die Leistung der Schauspieler.



http://www.mfs-insider.de/

Dieser Film wird dort sehr gut kommentiert. Sh. unter "Filmkritik"

passport


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#78

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 17:39
von Alfred | 6.862 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #76
Was war an diesem Film so schlecht bzw. falsch? Ich meine jetzt mal nicht die Leistung der Schauspieler.



Der Film ist zwar nicht das Thema, aber hier was zum Film:

"Zum Film „Das Leben der anderen“

Ein Bericht in eigener Sache



Am 15.März dieses Jahres schritten meine Frau und ich über den obligatorischen roten Teppich zur Filmpremiere „Das Leben der anderen“ im Berliner Kino „Colosseum“.



Vorgeschichte 1 (Vor zweieinhalb Jahren)



Das Insiderkomitee zur kritischen Aneignung der Geschichte des MfS erhielt am 24.09.2003 eine E-Mail. Florian Henckel von Donnersmark schrieb uns: „Mit großem Interesse habe ich Ihre sehr interessante Web-Seite besucht…. Ich bin Regie-Student an der HFF, und schreibe zur Zeit an einem Drehbuch für meinen Abschlußfilm an der Filmhochschule, dessen Hauptgestalt und Held ein Stasi-Mann ist, der genau das tut, was Sie in mfs-insider machen – nämlich die Organisation kritisch zu hinterfragen….“

Er schilderte danach die Grundidee seines Films. Ein mit der Überwachung eines Dichters Beauftragter erkennt, „dass vieles, was der Dichter an dem Staat anprangert, auch ihm missfällt… und so beschließt er diesen Mann zu schützen…“

Weiter schrieb er: „Auch um sicherzustellen, dass wir nicht dafür zerrissen werden, dass wir einen Stasi-Mann zu unserer Hauptgestalt machen, müssen wir sicher sein, dass jedes kleine Detail sehr gut recherchiert ist…“ Deshalb bat er, ihn bei seinen Recherchen zu unterstützen.



Als ehemals verantwortlicher Analytiker der Hauptabteilung XX des MfS, u. a. einst auch beschäftigt mit der Auswertung von Informationen aus dem Kulturbereich der DDR, fiel mir die Aufgabe zu, mit Herrn von Donnersmarck zu sprechen.

Im Oktober kam es dann zu einem Treffen in meiner Wohnung. Dabei wurde in dem sehr angenehm geführten Gespräch schnell klar, dass Herr von Donnersmarck ernsthaft und sachlich bemüht war, seiner Filmidee Glaubhaftigkeit zu verleihen.

Ich bestätigte ihn, dass es – vor allem zunehmend in der Endzeit der DDR - Mitarbeiter des MfS gegeben habe, die Zweifel an der erstarrten Politik der SED-Führung äußerten, allerdings dennoch diszipliniert die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllten. Einige wenige hätten sich Parteiverfahren stellen müssen oder seien sogar auf eigenen Wunsch aus dem MfS ausgeschieden bzw. nach Disziplinarverfahren entlassen worden. Mir bekannte Verratsfälle hätten jedoch keine politischen Motive gehabt, sondern seien aus Geldgier und moralischer Verkommenheit zu erklären.



Ich erläuterte ihm die technischen Möglichkeiten des MfS zur Überwachung von Personen, deren Einsatz fast immer an die Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV) gebunden war. Für die Einleitung von OV sei wiederum das Vorliegen eines konkreten Verdachtes der Begehung von Straftaten nach den Gesetzen der DDR maßgebend gewesen. Der Einsatz von Technik zur Raumüberwachung, die sog. Maßnahme B, („Wanzen“ usw.) hätte schon vom technischen und personellen Aufwand her nur in Ausnahmefällen und fast immer nur auf kurze Zeit befristet stattgefunden. Die erzielten Ergebnisse seien aus technischen Gründen (bei gleichzeitig geführten Gesprächen in größeren Gruppen oder bei starken Nebengeräuschen, z.B. durch laute Musik) oftmals beeinträchtigt worden. Auch an die Gefahr der gezielten Desinformation musste immer gedacht werden, wenn Personen eine derartige Überwachung vermuten konnten. Und schließlich konnte man einer solchen Überwachung z.B. durch Übergabe schriftlicher Notizen oder Verlagerung vertraulicher Gespräche jederzeit ausweichen.



Ein Kernpunkt des Gespräches war, welche Gründe das MfS denn gehabt haben könnte, einen Schriftsteller derart massiv zu kontrollieren. Dazu schilderte ich den Kalten Krieg in seiner besonderen Ausprägung im kulturellen Bereich und die spezielle Rolle, die die ständig in der DDR tätigen Westjournalisten dabei spielten. Das MfS sei wohl nicht zu Unrecht davon ausgegangen, dass etwa jeder zweite von ihnen ein zusätzliches Salär von westlichen Geheimdiensten erhalten habe. Am Beispiel der Veröffentlichung des Manifestes einer angeblichen Gruppe kommunistischer Widerstandskämpfer aus der DDR im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erläuterte ich, wie mit Inspiration und inhaltlicher Orientierung der subversive Kampf gegen die DDR-Staatsmacht von außen befördert werden sollte. Vergleichbares hätte das MfS sicherlich zu intensiven Nachforschungen und zur Bearbeitung verdächtiger Personen veranlasst.

Dann ging es um viele Details, so die Kleidung der MfS-Offiziere, die üblichen Dienstgrade, das Tragen von Uniformen, die verwendeten Aufzeichnungsgeräte, den jeweiligen Handlungsfreiraum des einzelnen Mitarbeiters und die Arbeitsteilung im MfS, die Kontrolle durch Vorgesetzte, die Kleidung der Häftlinge in der Untersuchungshaft (hier musste ich selbst erst einmal nachfragen) u. v. a. m.

Ich machte z.B. auch darauf aufmerksam, dass im MfS das Tragen von Bärten strikt untersagt und nur aus kosmetischen Gründen (z.B. zur Verdeckung einer Hasenscharte) erlaubt war.



Vorgeschichte 2 (vor zwei Monaten)



Am 20.01.2006 informierte mich Herr von Donnersmarck – wiederum per E-Mail- von seinen ersten Erfolgen mit dem Film „Das Leben der anderen“. Er hatte, wie ich schon aus der Presse wusste, vier bayrische Filmpreise erhalten.

Herr von Donnersmarck bedankte sich nochmals für unser Gespräch und lud mich und meine Frau zur Filmpremiere ein, eine Einladung, die ich gern annahm.

Nebenbei teilte er mir mit: „Hubertus Knabe hat uns übrigens in Hohenschönhausen keine Drehgenehmigung erteilt, weil er sagte, unser Film sei die „Heroisierung eines Stasi-Mannes“. Es hat viel Geld gekostet, das alles an anderer Stelle nachzubauen….“



Zum Film



Anmerkung: alle Zitate sind dem im Buch zum Film publizierten Drehbuch entnommen. („Das Leben der anderen“, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 2006)



Als Premierenbesucher bestätige ich gern: Herrn von Donnersmarck ist ein emotional beeindruckender Film gelungen, ein Film mit namhaften Schauspielern, die ihre Rollen exzellent verkörpern, mit einem spannenden Drehbuch und einer guten Regie.

Es ist heutzutage auch schon fast eine Sensation, wenn einem (allerdings nur einem einzigen) MfS-Mitarbeiter menschliche Züge bescheinigt werden, leider aber nur zum Preis des heimlichen Verrates an seinem Auftrag zum Schutz der DDR.



Ist mit diesem Film tatsächlich der Durchbruch zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR gelungen? Allein die durchaus begründete euphorische Reaktion von Frau Birthler lässt erahnen, dass wir es wohl doch wieder mit politischer Indoktrination zu tun haben.

Nun wäre es Schwachsinn, eine fiktive Handlung am Maßstab der Realität zu messen. Überhöhung von Konflikten oder die Komprimierung von Eigenschaften in einzelnen Personen sind legitime Mittel künstlerischer Gestaltung. So lohnt es sich nicht darüber zu polemisieren, ob und inwieweit ein Kulturminister Weisungsrechte gegenüber MfS-Mitarbeitern besaß, oder wie die damit angedeutete führende Rolle der SED im MfS konkret umgesetzt wurde.

Makaber wird das lediglich vor dem Hintergrund, dass eine überwältigende Mehrheit des Deutschen Bundestages im Juni 2005 tatsächlich zu der Auffassung gelangt ist, dass Kulturminister der DDR und ihre Stellvertreter, wie auch die Minister für Landwirtschaft, Leichtindustrie usw. Vorgesetzte des MfS waren und deshalb unbedingt rentenrechtlich abgestraft werden müssen.



Zu diskutieren ist über die vom Film ausgehenden Botschaften, die sich ausnahmslos in den herrschenden Zeitgeist der Verteufelung der DDR einordnen. Der Kalte Krieg verwandelt sich im Film in eine Auseinandersetzung von Gut und Böse. Und wer bis dahin noch Unklarheiten hat, wo das Böse zu suchen ist, erfährt es aus dem Mund eines etwa sechsjährigen Jungen.



JUNGE: Bist Du wirklich bei der Stasi?

Wiesler mustert den Jungen

WIESLER: Weißt Du überhaupt, was das ist, die Stasi?

JUNGE: Das sind schlimme Männer, die andere einsperren, sagt mein Papi.



Völlig in dieser Logik erfährt das Böse seine Steigerung mit der Ebene der Hierarchie. Hptm. Wiesler ist bis zu seiner Wandlung böse, aber intelligent und nachdenklich, sein Vorgesetzter Oberstleutnant Grubitz ein karrieregeiler, infamer Bösewicht und Kulturminister Hempf, der auch einmal Stalin zitiert, ein skrupelloser stalinistischer Machtmensch von der übelsten Sorte. Nicht uninteressant, was Letzterer heute so treibt.



HEMPF: Nein, das Kapitel Politik ist fürs erste abgeschlossen. Aber ich habe die Staffel an meinen Sohn weitergereicht. Der ist jetzt Abgeordneter der PDS.



Ein Schelm, der Arges dabei denkt!



Aber auch der Schriftsteller Dreymann wird erst richtig zum guten Menschen als er sich mit den Gutmenschen vom „Spiegel“ verbündet. Es ist auch das Musikstück „Ballade vom guten Menschen“, das neben dem Studium von Bertolt Brecht (hier hätte man auch an den guten Menschen von Sezuan denken können), die Wandlung Wieslers vom Saulus zum Paulus bewirkt.



Mit redlicher Geschichtsaufarbeitung hat es wenig zu tun, wenn das MfS als paranoider Apparat erscheint, weil über den Kalten Krieg wie über ein Tischtennisspiel berichtet wird, bei dem es immer nur ping heißt, statt ping-pong. Allerdings besteht auch wenig Hoffnung auf Änderung, wenn selbst einst gegen die DDR agierende Terroristen von der bundesdeutschen Justiz rehabilitiert werden.



Ausgelutschte Klischees zum Nachweis der Menschenfeindlichkeit des MfS erhalten durch ihre filmische Umsetzung neuen Glanz. Bereits im Vorspann wird die „Stasi-Hochschule Potsdam-Eiche“ gezeigt, an der mit der diabolischen Geheimwissenschaft „Operative Psychologie“ (die Lehrinhalte sind nachlesbar) den MfS-Mitarbeitern angeblich Verhörtechniken vermittelt worden seien, die sie in die Lage versetzt hätten, jedes Geständnis abzupressen. Wiesler als Vortragender zeigt, wie nach 40-stündiger Dauervernehmung und Schlafentzug bis zur völligen Erschöpfung des Beschuldigten dessen Aussage entsteht. Nun sind allerdings in den Vernehmungsprotokollen des MfS die Zeiten der Vernehmungen penibel verzeichnet und mit den Unterschriften des Untersuchungsführers und des Beschuldigten bestätigt. Aber wen interessiert das schon.

Dann passiert es:



Man sieht Wiesler, der mit weißen Cutter-Handschuhen auf dem Boden sitzt und den orangefarbenen Stoff abmontiert, der als Bezug über den Hocker gespannt war. Mit einer sterilen Spezialzange faßt er ihn und verschließt ihn sorgfältig in einem bereits beschrifteten Einmachglas.

WIESLER: (voice-over) Die Geruchskonserve für die Hunde. Sie ist bei jedem Gespräch mit Untersuchungshäftlingen abzunehmen und nie zu vergessen.



Nun liegt, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner Ausgabe 2/2004 berichtete, eine Studie des englischen Geheimdienstes vor, wonach künftig Menschen anhand ihres individuellen, auch durch Waschen und Parfümierung nicht zu verändernden Körpergeruchs identifiziert werden könnten. Riechsensoren könnten z.B. verhindern, dass unbefugte Personen Autos starten oder Computer hochfahren können.

Die vom MfS und der Volkspolizei angelegten Geruchskonserven dienten der Aufklärung von Straftaten mit unbekannten Tätern, ihre Abnahme war auf dafür potentiell infrage kommende Personen begrenzt. Überhaupt scheint auch jede andere erkennungsdienstliche Behandlung – die auch ohne Anschnallen möglich ist - schon verbrecherisch zu sein.



Fotoraum, wenig später Sie wird auf einen Holzstuhl geschnallt, der mit Hilfe eines Hebels mechanisch, unter lautem Poltern, erst um 90 Grad nach links und dann um 90 Grad nach rechts gewuchtet wird. Zeitgleich werden drei Fotos mit Blitzlicht ausgelöst. Damit hat die erste Hinrichtung schon stattgefunden, bevor sie überhaupt dem Untersuchungsführer vorgeführt wird.



Bedient wird auch das Klischee von der allmächtigen, an keinerlei Gesetze gebundenen „Stasi“. In schon bösartig zu nennender Weise zeigt der Film z.B. eine Hausdurchsuchung in Gestapo-Manier. (Verwüstung der Wohnung inkl. des Aufschlitzens von Sofa-Polstern.) Nach § 113 StPO der DDR waren zu jeder Durchsuchung entweder ein Staatsanwalt oder zwei unabhängige Zeugen hinzuzuziehen, beschlagnahmte Gegenstände waren sorgfältig zu protokollieren.

Auch die folgende Weisung an das MfS zielt unter die Gürtellinie:



HEMPF: … Ob Sie ihr das Genick brechen oder nicht, ist Ihnen überlassen …



Obwohl mehr als 90 % aller IM des MfS auf der Basis politischer Überzeugungen geworben wurden, wird im Film eine unter Ausnutzung der illegalen Drogenbeschaffung erpresste Zusammenarbeit geschildert. Daran stört nur, dass auch sonst die Rolle politischer Überzeugungen bei der Zusammenarbeit mit dem MfS ständig ausgeblendet wird. So waren z.B. 2/5 der in der DDR als Opfer des Faschismus anerkannten Antifaschisten haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter des MfS.



Nicht fehlen darf auch der Hinweis auf die Postkontrolle des MfS. Wiesler wird zur für die Postkontrolle zuständigen Abt. M versetzt, womit dann die Darstellung des Öffnens von Briefen über Wasserdampf eingeführt werden kann. Peinlich ist dabei, dass in Westberlin und der alten BRD mit gleicher Intensität, im gleichen Umfang und mit vergleichbarer Technik Briefe kontrolliert wurden. Wie das aussah, beschreibt anschaulich der BND-Aussteiger Norbert Juretzko, der seine Kariere im BND bei der Postkontrolle begann. („Bedingt dienstbereit“, S. 54 ff., Ullstein Buchverlage GmbH Berlin, 2004).



Einige Darstellungen im Film sind völlig absurd:


•Die Sexualmoral im MfS war eher spießig. Außereheliche Beziehungen wurden in hochnotpeinlichen Parteiverfahren behandelt und Mitarbeiter, die sich auf intime Beziehungen zu IM eingelassen hatten, wurden in aller Regel aus dem MfS entfernt. Vor diesem Hintergrund reiben sich ehemalige Angehörige des MfS die Augen, wenn ihnen vorgeführt wird, dass sie sich Prostituierte kommen lassen oder Vorgesetzte auf diese Weise ihren Hormonhaushalt regulieren konnten.
•Eine angebliche Promotion über „Haftbedingungen für politisch-ideologische Diversanten der Kunst-Szene nach Charakterprofilen“ hätte schon aus Mangel an Probanten nicht geschrieben werden können.
•Kaum vorstellbar ist, dass Margot Honecker einem Schriftsteller das Buch Solshenizyns „Archipel Gulag“ zum Geschenk gemacht haben soll.
•Abwegig ist, dass jemand erklärt wurde: „Sie sind jetzt IM!“, der Begriff IM war eine MfS-interne Bezeichnung.
•Im Film wird ein Mitarbeiter wegen des Erzählens eines politischen Witzes strafversetzt. Ich kenne keine Feier im MfS, auf der nach dem Motto „Wer sich nicht selbst zum Besten halten kann….“ keine politischen Witze erzählt worden wären. Ich selbst hätte hundertfach Anlass für Strafversetzungen geboten.



Die Bilanz des Filmes ist bezogen auf das MfS vernichtend. Es verschuldet im Film den Tod von zwei Menschen.

Nach 7-jährigem Berufsverbot nimmt sich der Regisseur Jerska das Leben. Auch nach langem Nachdenken (der Film spielt in den 80er Jahren) fällt mir hierzu kein vergleichbares Beispiel ein. In der Presse war zu lesen, dass Herr von Donnersmarck dabei die Berufsverbote für die Schauspieler Armin-Müller-Stahl und Winfried Glatzeder im Auge hatte. Meine Erinnerung hieran ist deutlich anders. In den letzten 12 Jahren der DDR wurde etwa 200 Kulturschaffenden (Schriftsteller, Schauspieler, Regisseure usw.) auf deren Wunsch die Ausreise aus der DDR gestattet. Die von Kurt Hager dem MfS vorgelegte Liste der Kulturschaffenden, für die jegliche Reisebeschränkungen aufgehoben wurden, wurde immer länger.



Die Selbstmordrate in der DDR war tatsächlich hoch, über exakte Angaben dazu verfüge ich nicht. Denkbar ist auch, dass IM oder Belastungszeugen unter der Last moralischer Skrupel den Freitod gewählt haben.

Eine Aufrechnung von Toten ist stets problematisch, weil der Wert eines Menschenlebens nicht saldiert werden kann. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass ca. 4.000 Menschen, darunter nicht wenige IM, im Gefolge des Anschlusses der DDR an die BRD ihrem Leben ein Ende gesetzt haben.



Die DDR war ein Staat, in dem die Menschen zwar bescheiden, aber ohne Existenzangst in sozialer Sicherheit leben konnten. Jugendliche mussten nicht um einen Ausbildungsplatz bangen und wurden allseitig gefördert. Arbeitslose, Obdachlose gab es nicht und Suppenküchen waren nicht nötig. Das Bildungssystem war PISA-tauglich, Gesundheitsfürsorge kostenlos und der Zugang zu Bildung und Kultur nicht privilegiert. Die Kriminalitätsrate war für heutige Verhältnisse utopisch niedrig. Die DDR war ein kinderfreundlicher Staat, in dem trotz Pillenknick und Freigabe des Schwangerschaftsabbruchs ein Geburtenzuwachs erreicht worden und ein Land in dem die Emanzipation der Frauen auf dem Vormarsch war. Die DDR war schließlich ein Staat, der von Antifaschisten gegründet, geleitet und geprägt wurde.

Man konnte sich für diesen Staat engagieren, ohne ein Charakterschwein zu sein.



Das Feinbild MfS wird heute durch die dabei weitgehend gleichgeschalteten Medien eifrig gepflegt. Es spricht nicht für die heutige BRD, dass sie ein solches Feindbild nötig hat.

In der „Gedenkstätte Hohenschönhausen“ wird alltäglich über das MfS Gericht gehalten, durch ein Gericht bei dem Opfer, Ankläger und Richter identisch sind. Jeder Versuch, wenigstens den gröbsten Geschichtsfälschungen entgegenzutreten, wird mit Meinungsterror beantwortet.

Da ist es schon angenehm zu wissen, dass es sich bei dem Politthriller „Das Leben der anderen“ nur um eine fiktive Geschichte handelt, die so nicht stattgefunden hat.



Anrührend empfand ich übrigens, dass das menschliche Verhalten von HGW XX/7 erst durch Akteneinsicht bei der Birthler-Behörde bekannt werden konnte. Ein weiterer außerordentlich überzeugender Grund für die Steuerzahler, die deshalb sicherlich freudig weiter Jahr für Jahr so um die 100 Millionen € für diese Behörde bereitstellen werden.



Wolfgang Schmidt,

21.03.2006"

Quelle : www.mfs-insider.de

Aber jetzt wieder zum Thema.


passport und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#79

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 18:44
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #71
Zitat von Lutze im Beitrag #1
wurden nach 1989 noch irgendwo Stasi-Wanzen gefunden?,
zum Beispiel beim Umzug oder renovieren in einer Wohnung?
gruß Lutze



Lutze,ich habe mir ein abhörsicheres Telefon über Genex besorgt.

fehlt da nicht die Kurbel?,
dieses Modell kenne ich nicht
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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#80

RE: Stasi-Wanze gefunden?

in Das Ende der DDR 12.07.2013 18:55
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #68
Zitat von Lutze im Beitrag #64
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #63
Liebe grenzgaengerin,
die Erhebung der Verbindungsdaten in Dresden hat ein Ermittlungsrichter angeordnet.
Warst du einmal bei solchen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei dabei? Hast du mal brennende Barrikaden gesehen, Feuerwehrleute, die mit Steinen angegriffen wurden und Rettungsdienste die nicht zum Verletzten kamen?
Das wünsche ich keinem. Ich habe es mehrmals erlebt und es war nicht das "braune" Lager sondern die autonomen Linken.
Aber wenn die Polizei kam waren sich links und rechts einig und hatten einen gemeinsamen "Feind".
Nun sind wir wieder weg vom Draht im grauen oder roten Telefon der DDR.
Entschuldigung Lutze.

Gruß Andreas

nicht alle Andersdenkende waren brutal,
aber doch sehr viele,die sich gefragt haben,
so kann es in der DDR nicht weiter gehen,
ich gehöre dazu,
um auf mein Thema zurückzukommen,war das mit der Bespitzelung
nicht doch etwas übertrieben?,aus deiner Sicht
Lutze

Ich schrieb nicht von der DDR sondern von heute. Das waren Szenarien von heute Lutze.
@grenzgaengerin

Das Video bei Demonstrationen läuft, um später die Randalierer überführen zu können. Darauf reagieren natürlich die "Demonstranten" indem sie sich vermummen.
Das Material wird nicht verbreitet sondern den Ermittlungen zur Verfügung gestellt und nach Abschluss gelöscht.

Gruß Andreas

so mag das heute sein,aber 1989?,
daran glaube ich nicht
Lutze


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