#101

RE: Aus unseren Kombinaten ist noch viel mehr herauszuholen

in DDR Zeiten 14.07.2013 16:19
von Gelöschtes Mitglied
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OT
@grenzgängerin - Die Bronzeplastik, die vom Gelände der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" am Bogensee entwendet wurde, ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Die Polizei Brandenburg hat noch immer keine Spur und tappt im Dunkeln. Obwohl diese Gruppe über 500 Kg wiegt !!! Hier eine Bild von ihr



Zur Eröffnung des 17. DDR-Einjahreslehrgangs am 1. September 1965 wurde sie durch den damaligen ersten Sekretär des Zentralrates der FDJ, Horst Schumann, diese Bronzeplastik "Jugend unserer Zeit" auf dem "Platz der Freundschaft" enthüllt. Die Plastik stammt von dem Bildhauer Hans Eickworth.

Dahinter mein ehemaliges Internatgebäude.

Vierkrug


silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.07.2013 16:31 | nach oben springen

#102

RE: Aus unseren Kombinaten ist noch viel mehr herauszuholen

in DDR Zeiten 14.07.2013 17:55
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #96
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #95
Zitat von ABV im Beitrag #94
Die Extratouren mit den LKW, waren wohl in der gesamten DDR üblich. Der Job des LKW-Fahrers muss in der DDR sehr beliebt gewesen. Wenn ich da nur an die Kumpels von der " OGS" denke. Also was da so für Stiegen mit Gemüse oder sogar Bananen " unterwegs vom Hänger gefallen sind". Da hat sich so manche einer, eine " goldene Nase" daran verdient.

Gruß Uwe


ABV...es sollten ja auch keine Leerfahrten gemacht werden und man hat sich daran gehalten.
Einige haben es sich da schon gut gehen lassen, waren das dann schon " Jungkapitalisten " ?


Sagen wir mal so, sie waren der Zeit halt ein paar Jahre voraus

Gruß Uwe

..ja, das kann man dann wohl so sehen.


xxx
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#103

RE: Aus unseren Kombinaten ist noch viel mehr herauszuholen

in DDR Zeiten 13.11.2014 05:52
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #26
Aber zurück zum Thema.Geklaut wurde doch in jeden Betrieb.Auf der Werft war es noch so--wem man erwischte,der stand eine Woche später in der Betriebszeitung.Hin und wieder wurden auch Stichkontrollen am Werktor gemacht.Da gab es einen Fall --da wurden still und heimlich Betonmischer gebaut.Drin verwickelt war ein Parteisekretar ,Abteilungsleiter und Bereichsleiter,die waren natürlich ihre Ämter los.Und saßen wieder bei uns am Pausentisch. Anfang der 80er,entstand gleich neben der Werft eine Gartenanlage.Die Vergabe erfolgte meist an Werftarbeitern,da konnte man sich ja vorstellen,was so hin und wieder übern Zaun ging.Aber wir hatten so einen Cleveren Direktor,der machte so hin und wieder seine Runden und als sich das rumsprach--kehrt auch Ruhe ein. Ich muss aber auch hinzufügen,das man alle 14 Tage auch verbilligt Material kaufen konnte-wie auf den Holzplatz,Schrottplatz oder in der Tischlerei.Man bekam dann einen Materialschein und dann lief es seinen normalen Gang.


Also Rostocker, das gab es nicht nur in der Volkswirtschaft, In Glöwen gab es den Stellvertreter des Regimentskommandeur Rückwärtige Dienste.
Ein OSL. G.S. der hat aus dem Verpflegundsdienst heraus Edelkonserven (Ananas, Mandarinen) privat verscherbelt. Parteiverfahren rausschmiss
aus den GT. Der ist aber sehr weich gefallen und war plötzlich Bürgermeister in Glöwen, natürlich gewählt.
G. M.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#104

RE: Aus unseren Kombinaten ist noch viel mehr herauszuholen

in DDR Zeiten 13.11.2014 13:51
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Als ich Schichtleiter war, beobachtete ich einmal in der Spätschicht, wie ein Kollege mit einem ganzen Karton Klebstofftuben (100 St. Chemisol) auf dem E-Karren aus der Abfüllabteilung rauskam. Da ich was vermutete, bin ich ihm nach, als er um eine Ecke verschwand. Er kam dann aus einem kleinen Kabuff heraus. Reingeschaut und tatsächlich stand da der Karton. Habe ihm gesagt, wenn er sich für den Eigenbedarf war entnimmt, wird keioner, auch ich nicht, etwas dagegen sagen. Aber damit noch Geschäfte machen, das geht zu weit. Ich habe den Karton wieder hingestellt. Er guckte mich am nächsten Tag recht scheel an, aber verpfiffen habe ich ihn nicht.
I.d.R. konnte man für privat vieles bekommen, einschl. Transportleistungen gegen ein geringes Entgelt, wenn man es ordentlich beantragte.
Als im Schichtdienst arbeitender hatte mich einmal mein späterer Prod.-Direktor mit seiner Nachtschicht abgelöst. Bevor ich weg war, sah ich noch, wie er mit mehreren 20,-l-Plastkanistern (lösungsmittelbeständig) in Richtung Rührwerke ging. Kam dazu, als er sich da 40 oder 60 Liter Siedegrenzenbenzin abfüllte. Habe aber nichts dazu gesagt, weil ich auch schon mal den Tank meiner MZ mit Benzin-Toluol-Gemisch (hochoktanig) aufgefüllt habe, natürlich mit etwas Öl dazu. Klar, stolz darauf sein kann ich nicht, aber die Versuchung war eben groß und es blieb im Rahmen.
Ein Kollege, die dümmste Sau im ganzen Betrieb (hat aber ein Mädchen mit stinkreichem Vater geheiratet und vom ihm einen Volvo geschenkt bekommen), den erwischte mal unser Meister der Klebstoffabteilung, wie er ein ganzes 200,-l-Fass Benzin aus dem Betrieb rollen wollte. Es wurde erzählt, daß er den ganzen Keller (ganz normales Mehrfamilienhaus in der Stadt) voll damit hatte, denn er soll seinen Nachbarn gefragt haben, ob er das nicht mal vorübergehend einlagern würde, weil er eine Kontrolle befürchtete. Was im Bereich der Technik (Handwerker) so verschwunden ist (z.B. Plattenheizkörper, Toilettenbecken u. was man so für Wohnungsausbau und Datschenbau so braucht), wußte man nur vom Erzählen.



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