#41

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 21:05
von Fritze (gelöscht)
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na na Disziplin Männer ! Nee mein Wunsch war n anderer ,denn an www. war noch nicht zu denken !

Ich hab mir einfach gewünscht ,daß mein Sohn nicht mehr an einer Grenze mit ner Knarre rumlaufen muss !


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#42

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 23:06
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #27
Die Legende von der "weissen Frau" hat mir mal in einer Sommernacht mein Postenführer erzählt - während einer Kontrollstreife auf dem Rhönkopf, zwischen Frankenheim und Birx. Und das, nachdem der letzte Urlaub und die Berührung mit Frauen schon mehrere Wochen zurücklag....

Gruss Hartmut


Diese Spukgestalt kenne ich eher aus den Sagen und Märchen der Alpenregion, z.B. Kärnten. Gibt es also auch anderswo.



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#43

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 23:37
von Bugsy | 454 Beiträge

Ja, Legenden. Davon gibt es viele. Als ich meine Fallschirmspringerausbildung auf dem RAF Stützpunkt Abingdon absolvierte, machte die Legende die Runde, dass ein Pilot aus dem Zweiten Weltkrieg ab und zu herum geisterte. Das hätte durchaus sein können, denn Abingdon wurde auch während des Krieges als Fliegerstützpunkt benutzt.

Eines Abends kamen wir von der Kneipe wieder und sahen eine Figur, die sich zwischen den Gebäuden schlich. Mit von unserer Partie war aber ein Waliser namens "Tiny" (winzig) Moogan. "Tiny" deshalb, weil er 1,94 m maß und an die 100 Kg wog. Er war auch "Rugy Prop“ bei seiner Einheit, die REME (Royal Electrical and Mechanical Engineers). Tiny hatte schon reichlich gebechert und sagte spontan: "Kommt, wir gehen ihm nach". Wir ließen dem Tiny selbstverständlich den Vortritt.

Die Geist-Figur, die mit Fliegerjacke und Lederhelm mitsamt Schutzbrille und auch noch mit einem weißen Seidenschal im Stil der Zeit bekleidet war, verschwand in eine Hütte am Rande des Feldes. Die Tür war aber abgeschlossen, wie wir feststellten. Aber Tiny hatte zufällig einen Schlüssel, Größe 48. Als die Tür aufknallte, dachte ich, dass ich sterbe! Da in der Ecke stand der Geist! Wir hatten Taschenlampen dabei, weil der Pfad zur Kaserne unbeleuchtet war. Tiny richtete seinen Lichtkegel auf die Gestalt und brüllte plötzlich: "Charlie, you fucking arsehole!"

Der "Geist“ war nämlich L/AC (Leading Aircraftsman) Charlie Dillon, der die Kleidungsklammer verwaltete. Er hatte sich ein lukratives Nebengeschäft aufgebaut, bei dem er Decken, Stiefel und allerlei anderen Kram klaute und auf dem Wochenmarkt verkloppte. Die Geschichte mit dem Geist hatte er sich ausgedacht, damit keiner die Sachen zufällig findet.

Es gibt wohl "Geister“ und "Geister“ denke ich.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#44

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.07.2013 23:43
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #27
Die Legende von der "weissen Frau" hat mir mal in einer Sommernacht mein Postenführer erzählt - während einer Kontrollstreife auf dem Rhönkopf, zwischen Frankenheim und Birx. Und das, nachdem der letzte Urlaub und die Berührung mit Frauen schon mehrere Wochen zurücklag....

Gruss Hartmut


Nabend Jobnomade....
Gut das Du diese Geschichte bringst,ich meine die wurde in ganz Thueringen erzaehlt...unser "Boss"brachte da mal so etwas,aber wie die Story ging weiss ich nicht mehr.
Uebrigens...hats Du mal als "Beobachter" ein paar Stunden uffn Boellerturm verbracht?
Dann koennte es sein,das Du mal einen weissen Mann gesehen hasst?
Thanks Gruessli BO


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.07.2013 23:44 | nach oben springen

#45

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 08:27
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #41
na na Disziplin Männer ! Nee mein Wunsch war n anderer ,denn an www. war noch nicht zu denken !

Ich hab mir einfach gewünscht ,daß mein Sohn nicht mehr an einer Grenze mit ner Knarre rumlaufen muss !


Das hab ich mir damals auch gewünscht, Fritze - nachdem mein Grossvater für den Kaiser in den Krieg gezogen ist, mein Vater für Hitler Soldat sein musste und ich mit gemischten Gefühlen im Kalten Krieg an vorderster Linie stand.

Und: mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen !
Mein Sohn ist jetzt 33 und brauchte nicht "die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigen".
Er wurde nicht zur Bundeswehr gezogen - durch Berufsausbildung und Studium zog sich das Ganze so in die Länge, dass er "uninteressant" wurde.

Ist Dein Wunsch in Erfüllung gegangen ?

Herzlichen Gruss von Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 02.07.2013 08:29 | nach oben springen

#46

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 08:33
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #44
Zitat von Jobnomade im Beitrag #27
Die Legende von der "weissen Frau" hat mir mal in einer Sommernacht mein Postenführer erzählt - während einer Kontrollstreife auf dem Rhönkopf, zwischen Frankenheim und Birx. Und das, nachdem der letzte Urlaub und die Berührung mit Frauen schon mehrere Wochen zurücklag....

Gruss Hartmut


Nabend Jobnomade....
Gut das Du diese Geschichte bringst,ich meine die wurde in ganz Thueringen erzaehlt...unser "Boss"brachte da mal so etwas,aber wie die Story ging weiss ich nicht mehr.
Uebrigens...hats Du mal als "Beobachter" ein paar Stunden uffn Boellerturm verbracht?
Dann koennte es sein,das Du mal einen weissen Mann gesehen hasst?
Thanks Gruessli BO




Hallo Boelleronkel,

welchen Boellerturm meinst Du ?
Mir ist nur der "Böller" in Eisenach in Erinnerung, das Ausbildungsgelände.
Dort war ich als Rekrut 1978/79.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#47

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 09:33
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Ja solche Nebelgeschichten wurden doch überall erzählt.Bei uns erzählte man zum Beispiel.Das ein Postenpaar im Nebel zwei Gestalten gesehen hat,die bei Anruf nicht stehen blieben.Beide sollen ihre Waffe leer geschossen haben und nichts war.Man soll sie in die GK geholt haben und beide waren auf Jahre gealtert.Ja Sachen gab es schon. Also wenn ich so meine Erinnerungen schweben lasse Da glaube ich auch,in so mancher Schicht bei Nebel,schon damals --das Merkelchen und den Gaukler als Geist über den Kolonnenweg schweben gesehen zu haben,


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#48

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 09:42
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #47
Ja solche Nebelgeschichten wurden doch überall erzählt.Bei uns erzählte man zum Beispiel.Das ein Postenpaar im Nebel zwei Gestalten gesehen hat,die bei Anruf nicht stehen blieben.Beide sollen ihre Waffe leer geschossen haben und nichts war.Man soll sie in die GK geholt haben und beide waren auf Jahre gealtert.Ja Sachen gab es schon. Also wenn ich so meine Erinnerungen schweben lasse Da glaube ich auch,in so mancher Schicht bei Nebel,schon damals --das Merkelchen und den Gaukler als Geist über den Kolonnenweg schweben gesehen zu haben,


rot
Ach, Rostocker,

hat damals wirklich schon jemand so weit gedacht ?
Und wenn: wäre für mich blanke Verschwendung, deswegen das Magazin leerzuschiessen. Solche Politiker kommen und gehen - das Rad der Geschichte dreht sich weiter. In ein paar Jahren sind die doch kein Thema mehr.

Gruss Hartmut


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#49

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 14:21
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #28
Zitat von Barbara im Beitrag #22
Zitat von Duck im Beitrag #20

Ich finde Hartmut die Rhön hat zwei "Gesichter" einmal die schönen Sommertage mit der schon von mir beschriebenen Feldlerche, die lustig vor sich hin trällerte und dann aber auch die kalten und nebligen Nächte, wo Du im Unterholz gesessen hast und um dich rum nicht sehend aber hörend die "Schwarzkittel-Bande".


Darf ich hier mal eine kurze Zwischenfrage stellen wo ihr so schön z.B. von der Rhön erzählt:

gibt es spezielle Geschichten/Märchen die man sich dort erzählt(e)?
Jede Landschaft (jedes Land) hat ja ihre/seine eigenen Mythen (Harz: Walpurgisnacht oder?)

Habt ihr euch manchmal solche Geschichten erzählt während eures Dienstes?


Klar @Barbara du warst doch bei deinem ESA Tripp auch in Vacha auf der Werrabrücke -
da gibt es unter anderem die unten aufgeschrieben Sage. Da gab es auch noch die Sage vom Siechenhund,
welcher die Leute Nachts von hinten anfällt. Zu allem Überdruss gab es in dem Bereich auch eine Hundetrasse.

Die Brücke bei Vacha - v. Walter Jessinghaus

" Herr Meister,- ich meld es euch unverkürzt
In der Nacht ist der mittlere Bogen
erneut an der Brücke zusammengestürzt
Unterhöhlt von den reißenden Wogen!"

Der Meister blickt trotzig und starr vor sich hin,
dann spricht er: " Und soll's denn nicht glücken?
Das Werk, das ich baue mit klüglichem Sinn,
Liegt schon wieder in Trümmern und Stücken?"

Und stürzet verwirrt nach der Brücke hinaus;
ihm nach des Volkes Gedränge.
Man stiert und starrt in den trostlosen Graus,
Doch keiner weiß Rat in der Menge.

Da kommt vom Kloster Mariengart
Ein Mönch nach des Unglückes Stelle.
Der spricht zu dem Volk, das sich um ihn gescharrt:
"Ich bann euch den Zaubuer gar schnelle."

Nur eins müsst ihr tun, und bald und geschwind;
das fordert des Wassers Gewalten:
Baut hinein in die Brücke ein schuldloses Kind!
Dann wird sie in Ewigkeit halten."

Voll Entsetzen starrt alles den Sprecher an.
Dann sagt man: "Muss solches geschehen?
Weißt du keinen anderen Zauberbann?
Doch der Mönch verneint und will gehen.

Da tritt ein Weib, geblendet vom Gold,
hervor aus dem Haufen der Leute:
"Gebt zwanzig Dukaten ihr mir als Sold,
sollt haben mein Kind ihr noch heut."

Und entsetzt stehen wieder die horchenden Reih'n
ob der Gier nach den blinkenden Gaben:
"Kann wirklich so roh eine Mutter sein
und ihr lebendes Kindlein begraben?

Doch sie nimmt die Dukaten und gibt ihr Kind
dem Meister in seine Hände.
Der mauert nun hurtig und mauert geschwind,
saß er bald seine Arbeit vollende.

Doch eh er sich rüstet , den letzten Stein
zu setzen geschickt in den Bogen,
da baut er das schuldlose Leben hinein
zum Schutz gegen Wetter und Wogen.
In der Nacht ging eine vermummte Gestalt,
Zu seh'n ob des Möches Wort nicht trüge,
an die Brücke mit roher Gewalt,
doch die Brücke blieb fest im Gefüge.

Aus dem Wasser aber, durch Sturm und Wind,
Drang ein Schrei der Verzweiflung nach oben,
Als hätt' eine Mutter nach ihrem Kind
jammernd die Hände erhoben.







Baut hinein in die Brücke ein schuldloses Kind!



Oweio Mike, da läuft mir ja noch im Nachhinein ein Schauder über den Rücken !

Eine schöne alte Ballade mit den typischen Motiven aus der Zeit des 30. Jährigen Krieges und der „“Pest“ nehme ich an > Siechenhund....

Also bei Nacht und mit der richtigen Atmosphäre wäre es mir im Grenzdienst glaube ich ziemlich unheimlich gewesen, bei all dem, was in den Beiträgen hier an Geräuschkulisse beschrieben wird. Aber Männer sind ja keine "Mädchen" :-)

Ich habe mal auf die Schnelle nach dem Dichter Jessinghaus gesucht und bin auf der Seite des Vachaer Gewerbevereins gelandet. Sehr interessant!
[url]
http://www.gewerbeverein-vacha.de/geschichte.htm[/url]
Sind auch interessante historische Fotos drauf.

Eine tausendjährige Geschichte hat dieser kleine Ort, das konnten wir natürlich bei unserer „Grenzbegehung“ gar nicht würdigen. Also nach Vacha muss ich auch nochmal.
---------

Mythen und Sagen:
Bitte sehr meine lieben Thüringer und Rhönlige:
Eine Seite voll mit kleinen Geschichten ! Jedes Dorf hat hier scheinbar geheimnisvolle Personen und Begebenheiten vorzuweisen.

„Die weiße Frau von Ketten“ wird zwar nicht explizit genannt, dafür mehrere andere „Weiße Frauen“ - und Vieles mehr !

Einfach auf der Seite runterscrollen:
Das Thüringer Sagenbuch

http://www.slm.uni-hamburg.de/ifg1/Perso...agen-Thuer.html


Das ist doch vielleicht was für neblige Herbstabende um sich’s gemütlich machen.


Danke Mike !




Jetzt bin ich aber auch wieder "weg hier" und lese weiter eure schönen Naturbeschreibungen.
:-)


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#50

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 18:43
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Schon als Junge bin ich gern alleine losgezogen und habe in den großen Ferien(zu DDR-Zeiten war das volle Monate Juli/August) die Landschaft erkundet. Als Junge (und Stadtkind) immer bei meiner Fabrikantentante nahe Leipzig/Grimma. So liegen im Getreidefeld und unterm Kirschbaum und die Fliegen surren hören (den Kirschbaumalleen) war immer wie so ne Art Entspannung, man döste vor sich hin, aß ne Menge Kirschen und anderes Obst und träumte wohl seinen ganz eigenen Kinderkram...war immer schön.

Später an der Grenze (Elbgrenze) gabs bei die Pioniere(zumindest bei uns) auch so ne Art Ritual nämlich die Mittagszeit. Dann mattete Alles ab im Schatten der wirklich üppigen Natur(sagen wir so ne gute Stunde) in der Nähe der Fahrzeuge oder auch drunter siehe wenn draußen im Abschnitt am Kolonnenweg oder ZaunI oder der GSZ gebaut wurden. Aber auch Alle lagen flach, es ruhte der Haufen von jungen Männern, schlief, träumte, mancher las vielleicht im mitgebrachten Buch(ich schlief immer) , ....es war immer schön...und sehr entspannend..

Ob da Einer noch Wache hielt....keine Ahnung mehr?

Das waren mal so die angenehmen Seiten des Grenzdienstes, zumindest der Pioniere.

Lebensläufer


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#51

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 19:06
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #46
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #44
Zitat von Jobnomade im Beitrag #27
Die Legende von der "weissen Frau" hat mir mal in einer Sommernacht mein Postenführer erzählt - während einer Kontrollstreife auf dem Rhönkopf, zwischen Frankenheim und Birx. Und das, nachdem der letzte Urlaub und die Berührung mit Frauen schon mehrere Wochen zurücklag....

Gruss Hartmut


Nabend Jobnomade....
Gut das Du diese Geschichte bringst,ich meine die wurde in ganz Thueringen erzaehlt...unser "Boss"brachte da mal so etwas,aber wie die Story ging weiss ich nicht mehr.
Uebrigens...hats Du mal als "Beobachter" ein paar Stunden uffn Boellerturm verbracht?
Dann koennte es sein,das Du mal einen weissen Mann gesehen hasst?
Thanks Gruessli BO




Hallo Boelleronkel,

welchen Boellerturm meinst Du ?
Mir ist nur der "Böller" in Eisenach in Erinnerung, das Ausbildungsgelände.
Dort war ich als Rekrut 1978/79.

Gruss Hartmut


Nabend Jobnomade,
Yepp,den mein ich,also die Aufgabe der Beobachter war(aus meiner Erinnerung)erstmal Platz nehmen1.Etage,beim Kommandeur,dann guggen ob Feuer ausbricht(also wejens Leuchtspurgeschossen),sichWild auf dem Trainingsgelaende befindet(immerhin Volkseijentum),Personen,Fahrzeuge etc...sich bewegen....man kann auch sagen,das rechte Auge des Kommandeurs,dessen Konzentration lag mehr auf den Ergebnissen(Noten) und dem Ablauf.
GrussBO

P.S. Vielleicht kann mal wer die Geschichte der weissennFrau "bringen",,,also wenn moeglich


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.07.2013 19:07 | nach oben springen

#52

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 19:46
von jecki09 | 422 Beiträge

Gut dass das politische außen vor bleibt.

Bei uns in der GK hatten wir einen Unterleutnant (OaZ). Sein Hobby war das Sammeln und präparieren von Käfer (Spezialgebiet: Rüsselkäfer) Sein Spitzname war daher auch beim KC "Käfer Karl". Selbst die Soldaten sammelten beim Dienst für ihn Käfer. Bei einer Kontrollstreife schaute er fast nur auf die Erde und suchte Käfer.

Er hat später Biologie in Mecklenburg-Vorpommern (irgendwo in Nähe der Ostsee) studiert und lebt wohl noch da. Leider ist der Kontakt abgebrochen.

Aber zum Thema: Tiere gab es natürlich viele. Die Waschbären hatten fast alle B-Türme besetzt und Dank der relativen Ruhe im Grenzgebiet konnten die Tiere sich prächtig entwicken und vor allem auch seltene Arten, Tiere wie Pflanzen, ein Rückzugsgebiet erobern.




Wildschweine sehen auch deshalb größer als Hausschweine aus, da sie ein dickeres Fell haben und die Borsten richtig aufrichten können. Nicht zu vergessen, sie haben längere Beinbe (Läufe) (Durch Züchtung wurden die Hausschweine "tiefer gelegt").


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#53

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 20:50
von Bugsy | 454 Beiträge

Was mich immer am meisten im Grenzgebiet beeindruckte, war die Ursprünglichkeit der Natur dort. Das lag sicherlich zu Teil daran, dass der Riesenstreifen praktisch menschenleer war, bis auf uns und die Jungs auf der anderen Seite des Zauns. Nun mag das ein rein subjektiver Eindruck sein, aber für mich war die Luft auch irgendwie sauberer. Vielleicht, weil so wenig Autos dort vorhanden waren, außer wenn die GT Jungs mit ihren Stinketrabbis des Weges kam.

Aber auch die unglaubliche Stille und die klaren Nächte waren schön und genau wie ich es von daheim gewohnt war. Bei uns in Waterford, Republik Irland, gab es kaum Autos, sondern hauptsächlich Fuhrwerke, und Strom ist erst 1971 dort hingekommen, da war ich schon längst weg. Die Luft dort war spürbar sauberer als zum Beispiel in London, wo ich dann hinging. Ich brauchte eine ganze Weile, um mich daran, und auch an den bestialischen Gestank dort auf der Straße, zu gewöhnen.

Manchmal waren die Lampen an der Grenze auch ausgeschaltet, und dann war es wirklich grausam finster, aber auch schön, vor allen Dingen bei klarer Nacht. Für mich war das kein großes Problem, denn ich war es gewohnt, den Weg im Dunkeln zu finden und wusste immer durch den Fußfall und das “Gefühl“ des Pfades unter meine Stiefeln, wo ich mich befand, aber einige Kameraden aus der Stadt haben mitunter leichte Panikanfälle gehabt und sich derart an uns “Culchies“ (Hinterwäldler) festgeklammert, dass es manchmal lästig war.

Komischerweise hatten wir zu keiner Zeit Befürchtungen, dass Horden von NVA oder Sowjet Truppen plötzlich über die Grenze gestürmt kommen. Ich kann mich noch nicht mal erinnern, dass das Thema jemals im Gespräch war. Wir sahen die Jungs “von der anderen Seite“, sozusagen, aber die haben auch nur ihren Streifendienst verrichtet wie wir, waren genauso friedlich und schienen sich ebenfalls an der schönen Natur zu erfreuen. Wir haben sie oftmals gegrüßt, aber nur selten kam etwas retour. Ich glaube, dass die angehalten wurden, gar nicht darauf zu reagieren.

Die Wildschweine haben mir aber richtig Angst gemacht. Manchmal haben wir in einer Lichtung im Wald übernachtet. Da habe ich mir reichlich Stecken geschnitten, die angespitzt und drei- und vierreihig ums Zelt in den Boden gerammt. Die Viecher gibt es doch gar nicht in Irland und nach meiner ersten Begegnung wollte ich kein Risiko eingehen, dass sie mich in der Nacht angreifen. Allerdings was ich früher im Faden schilderte, war auch das einzige Mal, dass ich sie zu Gesicht bekam. Ich nehme an, wir wurden von denen gemieden, weil sie den Vorfall über “Schweinefunk“ gemeldet haben und ihnen gesagt worden ist, dass mit den “kriegerischen Tommies“ nicht zu spaßen ist.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#54

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 21:15
von Boelleronkel (gelöscht)
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Was die Wildschweine betrifft,es klingt hilflos fuer einen "harten Mann von der Insel",hier mal einige "Weisheiten"vom Waldschrat...

Maerz April Mai...meiden wir die Saeue,will sagen wir Menschen ruecken den nicht uff die Pelle(Mutti mit kind eben)
Das Maennerschwein,also dem Keiler,die haben Ihre Revierkaempfe im Winter und reichlich Schaum vorm Mund,man muss die nicht herrausfordern....
Unuebersehbare Flaechen wie Maisfelder,Ginstaflaechen etc,begehen wir nicht..
Wir schmeissen unsere Gartenabfaelle nicht in den Wald.....(Siehe Stadtrand Berlin und fuettern keine wilden Tiere....
Den Rest kann sich jeder selbst erlesen.....

Wie es aussieht wenn man mal "daneben gegriffen hat" kann man tuben...unter "Lehrgeld bezahlt"....
Viele Jaeger haben Bilder von Ihren Hunden,die unterseitigt geoffnet wurden....und nie wieder in den Wald wollten...

Bugsy,naechstes Mal in germanischen Waeldern....Schweine greifen keine Menschen an,es sei denn,man(also der Idiot Mensch bedroht die Intimsphaere)....


Im uebrigen gewoehnt sich das Wild sehr schnell auch an Uebungsplaetze,die Wildschweine in "unseren Ginstaflaechen sind nicht mal beim Gefechtsschiessen aufgestanden,nur spaeter als Menschen in die Naehe kamen....
Rotwild stand mitten auf dem Platz beim Schiesstraining,in der Kyritz Ruppiner Heide,auf dem Boeller sass der Haase 25 m weg vom Handgranatenwurfplatz, in Rhuetnick ebenso....
Und fuer die richtigen Heimatfreunde,man kann mit einer Wildsau auch auf Jagd gehen,bestes Beispiel "Wildschwein Petra" aus Kunsterspring.....wer nicht zu geniessen war,Rehbock Axel...gleicher Ort....
Die Russen von der Panzertruppe hatten Ihn als Kid "aufgesammelt"(Nahe Boltenmuehle"damit waere sein Ende besiegelt gewesen,also "Menschengeruch"....die Mutter haette Ihn nie wieder angenommen,so kam auch er an einem Lehrertag nach Kunsterspring....

Bissle OT,aber ein kleiner Ausflug in die Natur

Gruessli BO

Sodann Gruss BO


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#55

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 07:53
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #51
Zitat von Jobnomade im Beitrag #46
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #44
Zitat von Jobnomade im Beitrag #27
Die Legende von der "weissen Frau" hat mir mal in einer Sommernacht mein Postenführer erzählt - während einer Kontrollstreife auf dem Rhönkopf, zwischen Frankenheim und Birx. Und das, nachdem der letzte Urlaub und die Berührung mit Frauen schon mehrere Wochen zurücklag....

Gruss Hartmut


Nabend Jobnomade....
Gut das Du diese Geschichte bringst,ich meine die wurde in ganz Thueringen erzaehlt...unser "Boss"brachte da mal so etwas,aber wie die Story ging weiss ich nicht mehr.
Uebrigens...hats Du mal als "Beobachter" ein paar Stunden uffn Boellerturm verbracht?
Dann koennte es sein,das Du mal einen weissen Mann gesehen hasst?
Thanks Gruessli BO




Hallo Boelleronkel,

welchen Boellerturm meinst Du ?
Mir ist nur der "Böller" in Eisenach in Erinnerung, das Ausbildungsgelände.
Dort war ich als Rekrut 1978/79.

Gruss Hartmut


Nabend Jobnomade,
Yepp,den mein ich,also die Aufgabe der Beobachter war(aus meiner Erinnerung)erstmal Platz nehmen1.Etage,beim Kommandeur,dann guggen ob Feuer ausbricht(also wejens Leuchtspurgeschossen),sichWild auf dem Trainingsgelaende befindet(immerhin Volkseijentum),Personen,Fahrzeuge etc...sich bewegen....man kann auch sagen,das rechte Auge des Kommandeurs,dessen Konzentration lag mehr auf den Ergebnissen(Noten) und dem Ablauf.
GrussBO

P.S. Vielleicht kann mal wer die Geschichte der weissennFrau "bringen",,,also wenn moeglich




Hallo Boelleronkel,

Danke für die Aufklärung.
Diese Ehre, auf dem Böller in Eisenach Feuerbeobachtung zu führen, wurde mir leider nicht zuteil. Demzufolge habe ich auch keinen Weissen Mann beobachten können.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#56

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 09:09
von Fritze (gelöscht)
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hallo Hartmut ! Wollte Dir noch die offene Frage beantworten . Mein Sohn wird ja erst 14 Jahre ,aber wie es aussieht ,brauch er nicht das Los seines Vaters teilen. Er ist sehr handwerklich geschickt und wird wohl einen handwerklichen Beruf erlernen.


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#57

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 09:49
von utkieker | 2.926 Beiträge

Lieber acht Stunden im Grenzdienst als eine halbe Stunde um den Ex- Platz marschieren. Ja der Grenzdienst in freier Natur, hat uns für die Schikanen des Soldatenalltags entschädigt. Kein Ex- Platz, keine Sturmbahn, kein robben übers Gefechtsfeld und kein Frühsport. Nach Lust und Laune konnten wir Picknick im Grünen einnehmen. Wir taten viel um die Idylle zu erhalten also wurde der Postenplatz auch gepflegt und in Ordnung gehalten.
Auch "Drüben" war die Welt in Ordnung, leider wurde der Blick nach "Drüben" durch das Schandmal des kalten Krieges getrübt. Außerdem wurden Touristenbusse an die Grenze gekarrt. Unser Part der Grenze war aus nahe liegenden Gründen eher ein Insidertip, und ohne entsprechende Legitimation war es schwer in den Genuß einer unberührten Natur zu gelangen.
Es mag paradox klingen aber das grüne Band ist eine Erfindung von Grenzsoldaten, genau genommen vom Gefr. H. und meiner Wenigkeit, leider konnten wir damals unsere Idee, Ende der 70er Jahre noch nicht patentrechtlich schützen lassen, ich glaube, daß das Jeder hier im Forum nachvollziehen kann. Mit H. war ich häufig am Wirl zusammen und die Chemie stimmte zwischen uns. Es gibt ebend Besseres als Grenzregime, Zollbestimmungen und Paßgesetze. Irgendwann, so konnten wir uns vorstellen wird da, wo einst die Grenze stand ein Wanderweg entstehen und am Wirlknick ein Ausflugslokal zahlreiche Gäste bewirten und auf dem BT 11 könnte man eine Aussichtsplattform mit integrierten Fernrohr einrichten, um den Leuten die herrliche Gegend zu zeigen. Nun ja außer der Aussichtsplattform und dem Ausflugslokal ist ja fast alles so gekommen, wie wir es uns vorgestellt haben, auch wenn wir uns die Wiedervereinigung etwas anders vorgestellt haben.
Ja wenn Grenzsoldaten träumen und miteinander philosophieren!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
Diskus303, Jobnomade und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#58

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 09:57
von Fritze (gelöscht)
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Siehst Du ! Und es werden manchmal Träume wahr . Das Grüne Band ist für mich eine einmalige Chance ,Natur in Europa zu bewahren !
Hoffentlich halten sich nachfolgende Generationen an das Vermächtnis !


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#59

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 18:06
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #31
Siehe GZB mit:

"Meister Reinicke ließ sich auch öfter sehen, allerdings mehr in der Außenbezirken, wo der Grenzzaun stand. War ein Wanderer zwischen Ost und West."

Frage:" Wie will denn das der Fuchs hinbekommen haben und von welcher Grenzzeit sprichst du?" Denn der Grenzzaun I war ne relativ dichte Sache, seine Gassen nur mit Schlüssel nutzbar, er war sogar mit nem Untergrabeschutz in Form einer Streckmetallplatte versehen"

Ist aber mehr humorvoll gemeint GZB und echt jetzt...würde mich als ehemaliger Grenzpionier interessieren?

Lebensläufer


@Annakin

wie tief ist am Teltowkanal bzw. BZK der Untergrabeschutz am GZ1 gesetzt worden?


zuletzt bearbeitet 03.07.2013 18:07 | nach oben springen

#60

RE: die Natur als Grenzsoldat genießen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 18:40
von Annakin | 526 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #59
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #31
Siehe GZB mit:

"Meister Reinicke ließ sich auch öfter sehen, allerdings mehr in der Außenbezirken, wo der Grenzzaun stand. War ein Wanderer zwischen Ost und West."

Frage:" Wie will denn das der Fuchs hinbekommen haben und von welcher Grenzzeit sprichst du?" Denn der Grenzzaun I war ne relativ dichte Sache, seine Gassen nur mit Schlüssel nutzbar, er war sogar mit nem Untergrabeschutz in Form einer Streckmetallplatte versehen"

Ist aber mehr humorvoll gemeint GZB und echt jetzt...würde mich als ehemaliger Grenzpionier interessieren?

Lebensläufer


@Annakin

wie tief ist am Teltowkanal bzw. BZK der Untergrabeschutz am GZ1 gesetzt worden?


@ GZB1

Genau weiß ich das jetzt nicht mehr,aber ich denke so um die 50 cm waren es wohl.

Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
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GZB1 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.07.2013 18:41 | nach oben springen



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