#301

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.07.2013 00:39
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich könnte jetzt jetzt was schreiben von böser und lieber Diktatur, darf ich aber nicht und das ist auch richtig so.
Belassen wir es dabei das die DDR einfach nur rundherum lieb war, haben sogar die bösen Nationalsozialisten entlarft mit Muttermilch


zuletzt bearbeitet 15.07.2013 00:40 | nach oben springen

#302

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.07.2013 00:49
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #301
Ich könnte jetzt jetzt was schreiben von böser und lieber Diktatur, darf ich aber nicht und das ist auch richtig so.
Belassen wir es dabei das die DDR einfach nur rundherum lieb war, haben sogar die bösen Nationalsozialisten entlarft mit Muttermilch



na ja , rot mark ersetze ich mal durch 'demokratie' und BRD , dann unterschreibe ich auch diesen zynismus !!



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#303

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.07.2013 00:53
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #302
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #301
Ich könnte jetzt jetzt was schreiben von böser und lieber Diktatur, darf ich aber nicht und das ist auch richtig so.
Belassen wir es dabei das die DDR einfach nur rundherum lieb war, haben sogar die bösen Nationalsozialisten entlarft mit Muttermilch



na ja , rot mark ersetze ich mal durch 'demokratie' und BRD , dann unterschreibe ich auch diesen zynismus !!


Ach so zynisch ist das gar nicht.
Die deutschen Stiefelhosen-Diktaturen hatten schon was, Ordnung, Disziplin, befohlene Unterordnung des Ich's unters Wir, Rübe ab bei Vergehen, da kann man heute durchaus was vermissen.


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#304

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.07.2013 00:58
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #303
Zitat von frank im Beitrag #302
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #301
Ich könnte jetzt jetzt was schreiben von böser und lieber Diktatur, darf ich aber nicht und das ist auch richtig so.
Belassen wir es dabei das die DDR einfach nur rundherum lieb war, haben sogar die bösen Nationalsozialisten entlarft mit Muttermilch



na ja , rot mark ersetze ich mal durch 'demokratie' und BRD , dann unterschreibe ich auch diesen zynismus !!


Ach so zynisch ist das gar nicht.
Die deutschen Stiefelhosen-Diktaturen hatten schon was, Ordnung, Disziplin, befohlene Unterordnung des Ich's unters Wir, Rübe ab bei Vergehen, da kann man heute durchaus was vermissen.



wenn du es vermisst , melde dich beim BGS ! ich bin mit stiefelhosen aber so was von durch !!!



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#305

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 15.07.2013 01:02
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #304
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #303
Zitat von frank im Beitrag #302
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #301
Ich könnte jetzt jetzt was schreiben von böser und lieber Diktatur, darf ich aber nicht und das ist auch richtig so.
Belassen wir es dabei das die DDR einfach nur rundherum lieb war, haben sogar die bösen Nationalsozialisten entlarft mit Muttermilch



na ja , rot mark ersetze ich mal durch 'demokratie' und BRD , dann unterschreibe ich auch diesen zynismus !!


Ach so zynisch ist das gar nicht.
Die deutschen Stiefelhosen-Diktaturen hatten schon was, Ordnung, Disziplin, befohlene Unterordnung des Ich's unters Wir, Rübe ab bei Vergehen, da kann man heute durchaus was vermissen.



wenn du es vermisst , melde dich beim BGS ! ich bin mit stiefelhosen aber so was von durch !!!


Du wirst es nicht glauben, ich hatte nie solche Pumphosen an also kann ich sie gar nicht vermissen


zuletzt bearbeitet 15.07.2013 01:04 | nach oben springen

#306

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 16.07.2013 14:18
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #1
Liebe Landsleute,

ich halte es für eine gute Idee, dass wir die "Geschichten" mal ein wenig auseinander ziehen.
Ich schlage vor, dass wir Meinungen, Einstellungen, Wissen und Fakten über die ehm. BRD mal in einem eigenen Thema betrachten und diese nicht - wie es so häufig passiert - en passant in einem anderen Thread eingestreut werden.
Denn auch dieses Land "hat es verdient", (und vor allem seine ehem. Bürger), das es differenziert betrachtet wird.

Denn letzlich geht es ja um unsere gemeinsame deutsche Geschichte!

In einem konstruktiven Sinne !
Barbara




Nun endlich mit etwas mehr Zeit und Muse möchte ich mich auch mal zu diesem wichtigen Aspekt der Geschichtsaufarbeitung äußern, da ich als ehemaliger und (nach meinem damaligen Wissensstand) einmaliger Reisekader ja auch die Vorwende- BRD kennen lernen durfte.
Leider blicke ich auf meinen damaligen Besuch doch inzwischen sehr selbstkritisch zurück, zumal dieser Ausflug mit "Jugendtourist" nach Hamburg im Januar 1989 zum intensiven und ja, sogar objektiven Kennenlernen unserer (im Sinne der Ideologie) entfernten Nachbarn angelegt war.
Wir sahen in Hamburg den Fischmarkt, die Reeperbahn, das Kernkraftwerk Stade, die Heilsarmee und sprachen sogar mit einem Bürgerschaftsabgeordneten der FDP oder CVJM- Jugendlichen.
Und anstatt nun alles zu genießen nutzte Hackel die einmalige Chance dem Herrn Wiegand von der Hamburger Bürgerschaft zu fragen, ob die FDP überhaupt ein Programm hat, wo sie doch je nach Windrichtung mal mit der SPD und mal mit der CDU konnte, meine Kenntnisse waren leider nur Nachrichtenwissen der Rest wurde zusammengereimt, im Kernkraftwerk fragte er die Gastgeber, wie sich das nun mit dem Streikrecht verhält...zielsicher suchte Hackel nach offenen Wunden, weil er meinte, auch hier sein Land ideologisch auf die Siegerstraße bringen zu müssen.
Er fragte, warum bei 10 Grad Frost junge Frauen im Minirock in St. Georg die Laternen bewachten und, und , und...
Wie würde ich wohl reagieren, wenn heute eine Delegation aus fremden Ländern meine Kreisstadt besuchen würde und mich als erstes fragen würde, warum die Ingenieurschule, der Bahnhof und vielleicht bald auch das Theater geschlossen wurden ?
Ich schätze genauso wie die Betriebsräte aus dem Kernkraftwerk oder der blau- gelbe Abgeordnete, indem ich sachte auf die Vorzüge von Eisleben hinweise so wie sie auf die Vorzüge des Kapitalismus aufmerksam machten, immerhin muß man ja nicht streiken falls man sich vorher einigte, die FDP war frei genug die sozialliberale Koalition zu verlassen und die Nutten wollen nur schicke Klamotten kaufen und würden niemals verhungern, wenn sie nicht mehr auf den Strich gehen würden.
Im Schönreden standen sie uns dort drüben jedenfalls um nichts nach, das sagte ich aber nicht aber die haben mit Sicherheit meine Gedanken erraten.
Was meinst Du Barbara, ob die mich freiwillig ein zweites Mal eingeladen hätten ?



zuletzt bearbeitet 16.07.2013 16:04 | nach oben springen

#307

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 16.07.2013 14:48
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #297
[
in allen ländern der BRD ???


hallo frank,

ich könnte dir genauso die frage stellen , in allen bezirken der ddr?
wirklich in allen?glaube kaum das du das beantworten kannst.
genauso wenig kann ich es eben auch.

@Svenni1980 hat es doch gut beschrieben ,es kommt teilweise auch auf die mühe der lehrer an.und das mein lieber ,wird bei euch nicht anders gewesen sein ,wie bei uns.der schüler ist immer nur so gut ,wie sein lehrer.....

MkG
HG


Schuddelkind, Svenni1980 und Bugsy haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#308

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 16.07.2013 15:47
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #306
Zitat von Barbara im Beitrag #1
Liebe Landsleute,

ich halte es für eine gute Idee, dass wir die "Geschichten" mal ein wenig auseinander ziehen.
Ich schlage vor, dass wir Meinungen, Einstellungen, Wissen und Fakten über die ehm. BRD mal in einem eigenen Thema betrachten und diese nicht - wie es so häufig passiert - en passant in einem anderen Thread eingestreut werden.
Denn auch dieses Land "hat es verdient", (und vor allem seine ehem. Bürger), das es differenziert betrachtet wird.

Denn letzlich geht es ja um unsere gemeinsame deutsche Geschichte!

In einem konstruktiven Sinne !
Barbara




Nun endlich mit etwas mehr Zeit und Muse möchte ich mich auch mal zu diesem wichtigen Aspekt der Geschichtsaufarbeitung äußern, da ich als ehemaliger und (nach meinem damaligen Wissensstand) einmaliger Reisekader ja auch die Vorwende- BRD kennen lernen durfte.
Leider blicke ich auf meinen damaligen Besuch doch inzwischen sehr selbstkritisch zurück, zumal dieser Ausflug mit "Jugendtourist" nach Hamburg im Januar 1989 zum intensiven und ja, sogar objektiven Kennenlernen unserer (im Sinne der Ideologie) entfernten Nachbarn angelegt war.
Wir sahen in Hamburg den Fischmarkt, die Reeperbahn, das Kernkraftwerk Stade, die Heilsarmee und sprachen sogar mit einem Bürgerschaftsabgeordneten der FDP oder CVJM- Jugendlichen.
Und anstatt nun alles zu genießen nutzte Hackel die einmalige Chance dem Herrn Wiegand von der Hamburger Bürgerschaft zu fragen, ob die FDP überhaupt ein Programm hat, wo sie doch je nach Windrichtung mal mit der SPD und mal mit der CDU konnte, meine Kenntnisse waren leider nur Nachrichtenwissen der Rest wurde zusammengereimt, im Kernkraftwerk fragte er die Gastgeber, wie sich das nun mit dem Streikrecht verhält...zielsicher suchte Hackel nach offenen Wunden, weil er meinte, auch hier sein Land ideologisch auf die Siegerstraße bringen zu müssen.
Er fragte, warum bei 10 Grad Frost junge Frauen im Minirock in St. Georg die Laternen bewachten und, und , und...
Wie würde ich wohl reagieren, wenn heute eine Delegation aus fremden Ländern meine Kreisstadt besuchen würde und mich als erstes fragen würde, warum die Ingenieurschule, der Bahnhof und vielleicht bald auch das Theater geschlossen werden wurde ?
Ich schätze genauso wie die Betriebsräte aus dem Kernkraftwerk oder der blau- gelbe Abgeordnete, indem ich sachte auf die Vorzüge von Eisleben hinweise so wie sie auf die Vorzüge des Kapitalismus aufmerksam machten, immerhin muß man ja nicht streiken falls man sich vorher einigte, die FDP war frei genug die sozialliberale Koalition zu verlassen und die Nutten wollen nur schicke Klamotten kaufen und würden niemals verhungern, wenn sie nicht mehr auf den Strich gehen würden.
Im Schönreden standen sie uns dort drüben jedenfalls um nichts nach, das sagte ich aber nicht aber die haben mit Sicherheit meine Gedanken erraten.
Was meinst Du Barbara, ob die mich freiwillig ein zweites Mal eingeladen hätten ?





Erstmal freue ich mich, lieber Hackel, dass du dich hier zu Wort meldest.
Ich hatte diesen Thread - zumindest für mich - abgeschrieben.
Aber dein Post ist es mir Wert, mich wieder einzuklinken.
Inhaltlich werde ich das demnächst tun, ich möchte erst noch darüber nachdenken.
Einen schönen sonnigen Tag!
Barbara


Bugsy und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#309

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 16.07.2013 17:23
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Lieber Hackel,
ich staune über dich, wie bist du als Jugendlicher mit ,,Jugendtourist,, nach Hamburg gekommen.
Ich wollte mit dieser Firma nach Armenien und später in die Mongolei fahren. Wurde beide Reisen von Eisenach und bei Nachfrage von Erfurt verboten.
Ohne Grund !


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#310

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 16.07.2013 17:30
von Moskwitschka (gelöscht)
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Gestern abend bei der ARD

Unser Wirtschaftswunder - die wahre Geschichte

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/15880804_unser-wirtschaftswunder-die-wahre-geschichte

LG von der grenzgaengerin


turtle, Damals87, frank und Bugsy haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#311

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 16.07.2013 18:12
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #309
Lieber Hackel,
ich staune über dich, wie bist du als Jugendlicher mit ,,Jugendtourist,, nach Hamburg gekommen.
Ich wollte mit dieser Firma nach Armenien und später in die Mongolei fahren. Wurde beide Reisen von Eisenach und bei Nachfrage von Erfurt verboten.
Ohne Grund !


Hallo Thomas,
es war im Prinzip die gleiche abenteuerliche Geschichte, wie andere an Autoersatzteile, Badfliesen und Räucheraale gekommen sind, ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und kannte die richtigen Leute.
Es gab ein Kontingent an Reisen, die über die Kreiskommission "Jugendtourist" an die FDJ- Grundorganisationen verteilt wurden, den Vorsitzenden kannte ich, wobei der mir zu verstehen gab, daß er gewisse Mitbringsel (u.a. Militaria, Pornohefte) als Gegenleistung erwartete, was ich von vornherein überhaupt nicht ernst nahm.
Er meinte es aber Ernst und war unmittelbar nach meiner Rückkehr bereits in Schwedt, wie ich allerdings erst nach der Wende erfahren hatte.
Zudem mußte man noch zwei Bürgen, i.d. R. aus dem Betrieb aufbieten, die ihre Hand für mich ins Feuer legten, natürlich die notwendige Linientreue, die wäre auch ohne solche Reisen kein Problem für mich.
Im Nachhinein mußt Du aber Deinem unmittebaren örtlichen FDJ- Sekretär nicht böse sein, daß es nichts geworden ist, das haben letzten Endes andere bestimmt, wer fahren durfte, wobei zu diesen sozialistischen Reisezielen in meinem Betrieb tatsächlich jemand 3-4 mal solche Reisen machte, u.a. auch in den Kaukasus, das war aber bevor ich 1985 ehrenamtlicher FDJ- Sekretär wurde.
Es kann auch sein, daß zu Deiner Zeit alles noch nicht über JT lief, im Großen wurden aber die Grenzen durch den Devisenmangel gezogen, da wäre mehr drin gewesen, davon bin ich überzeugt und Honecker hatte das mal auf einem Messerundgang Reportern gegenüber eingeräumt.
http://www.youtube.com/watch?v=y1HHNGQ9HgY



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#312

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 16.07.2013 18:27
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

danke, @ grenzgaengerin, für den Link!

Wirklich erstaunlich, daß so etwas im "Westfernsehen" laufen durfte! Da wird die Legende vom Wirtschaftswunder gründlich demontiert und so manches, das immer als Ost-Propaganda abgetan wurde, bestätigt.

Ich habe nicht schlecht geschaut.
Gut, die meisten Mitwessis werden sagen, so'n Quatsch! Denn deren Altvorderen und deren, wie auch meine Lehrer haben das ganz anders erzählt, Erhardt bleibt ihr Held!

Meine Meinung: ein sehr sehenswerter Beitrag.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


Lebensläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#313

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 18.07.2013 00:46
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #307
Zitat von frank im Beitrag #297
[
in allen ländern der BRD ???


hallo frank,

ich könnte dir genauso die frage stellen , in allen bezirken der ddr?
wirklich in allen?glaube kaum das du das beantworten kannst.
genauso wenig kann ich es eben auch.

@Svenni1980 hat es doch gut beschrieben ,es kommt teilweise auch auf die mühe der lehrer an.und das mein lieber ,wird bei euch nicht anders gewesen sein ,wie bei uns.der schüler ist immer nur so gut ,wie sein lehrer.....MkG
HG




bezirke der ddr habe ich mal so überlesen ! in der gesamten ddr gab es ein einheitliches bildungssystem !!
das dieses besser war wie das im 'jetzt' sieht man zum beispiel auch hier an beiträgen ehemaliger ddr - 'pennäler' , wobei ich mich hiervon sicherheitshalber ausschließe !!
zumindest stand antifaschismus in der ddr ganz oben auf der bildungsliste !!
wenn man bedenkt das heutige jugendliche teilweise einen hitler als funktionär des ddr staates identifizieren dann stellt sich doch zwangsläufig die frage : sind unsere lehrer zu blöd ! dürfen sie nicht oder sollen sie nicht !!!



Lebensläufer und Kurt haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#314

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 18.07.2013 11:06
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #310
Gestern abend bei der ARD

Unser Wirtschaftswunder - die wahre Geschichte

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/15880804_unser-wirtschaftswunder-die-wahre-geschichte

LG von der grenzgaengerin


Ganz überspitzt kann man das ja so zusammenfassen, daß Deutschland den 2. Weltkrieg in der Nachspielzeit (Koreakrieg) doch noch gewonnen hat und sich so den Weg zur Weltmacht gebahnt hat, wie es China heute tut.
Grundlage für diesen Denkansatz sind die Einlassungen des ehemaligen VW- Ingenieurs wonach für die Panzer der Wehrmacht damals das gleiche galt wie für die chinesischen Billigprodukte, nämlich verkaufsfähige Produkte mit der niedrigstmöglichen Haltbarkeit zu verkaufen.
Die Panzer wurden sowieso kaputtgeschossen nachdem die Besatzung seine Mission erfüllt und Krupp das Geld in der Kasse hatte und die Videokamera aus der VR China hatte nach dem ersten Urlaub genug gefilmt und wurde ein Jahr später neu angeschafft.
L. Erhard wird hier im Prinzip zu einem größenwahnsinnigen Hochstapler entmystifiziert und alle Heldengeschichten relativieren sich einmal mehr zu einem zufälligen Zusammentreffen günstiger Faktoren im Sinne einer bestimmten Ideologie wie sie zu Zeiten des Kalten Krieges Tag für Tag neu verkauft wurden.
Die Facetten, die uns diese allgegenwärtige Betrügerökonomie immer wieder offenbart sind schon phänomenal und stehen der Schönfärberei der Fünfjahrplanbilanz von Günter Mittag um nichts nach, vielleicht hätte man im ND einfach nur ein paar mehr bunte Bilder gebraucht....



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2013 23:25 | nach oben springen

#315

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 18.07.2013 13:55
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Mein Sohn ist in Hessen ein Reisebusfahrer und fährt fast jeden Monat mit älteren Schülern ins KZ Buchenwald mit Fühunrg


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#316

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 18.07.2013 16:11
von Moskwitschka (gelöscht)
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Liebe Barbara,

in einem anderen thread habe ich gelesen, dass Du in nächster Zeit nur mitlesen möchtest. Vielleicht hast Du dann Zeit Dir die Dokumentation "Unser Wirtschaftswunder" anzusehen, über die ich mich mit Dir gerne austauschen würde.

Durch einen lieben Freund bin ich auf einen anderen "Mythos" in der Bundesrepublik aufmerksam gemacht worden - den Elbe-Seitenkanal. Doch darüber mehr, wenn sich die Wogen geglättet haben.

Bis dahin sendet Dir ganz liebe Grüße aus Berlin

die grenzgaengerin


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#317

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 18.07.2013 16:52
von Gelöschtes Mitglied
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Der Elbe-Seitenkanal wurde 1976 fertig gestellt. Im Jahr darauf begann ich mein Studium an der Deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie in Bremen.

Im Bereich „Verkehrswirtschaftslehre“ wurden u.a. Themen wie die Verkehrs-Infrastrukturpolitik des Bundes behandelt. Dabei wurde der Elbe-Seitenkanal als klassisches Beispiel einer erfolgreichen Lobbypolitik und fehlgeleiteter Investitionen genannt.

Besonders pikant dabei war die Tatsache, dass es bundeseigene oder überwiegend im Bundesbesitz befindliche Unternehmen waren, die für diese riesigen Fehlinvestitionen verantwortlich zeichneten: Einige Details, die nicht bei Wikipedia nachgelesen werden können:

Die damals bundeseigene Salzgitter AG, ein Stahlkonzern, beklagte den Standortnachteil gegenüber den küstennahen Werken: Erz und Kohle mussten auf dem Landweg nach Salzgitter befördert werden und die Fertigprodukte in die Absatzgebiete ebenso: Eine direkte Anbindung an das Meer oder eine (deutlich kostengünstigere) Binnenwasserstraße fehlte. Durch die hohen Transportpreise der (bundeseigenen) Bahn würde ein deutlicher Wettbewerbsnachteil entstehen und die Salzgitter AG drohte mit drastischer Verkleinerung (= Massenentlassung) bis hin zur Schließung einzelner Werksteile.

Die Argumente überzeugten. Jetzt war die Politik gefordert – und sie handelte: Der Bau des Elbe-Seitenkanals wurde beschlossen und nach 8jähriger Bauzeit wurde der Kanal feierlich eröffnet. Doch – ach weh – er wurde für die Salzgitter AG so gut wie nie genutzt. Denn kurz vor der Fertigstellung des Kanals erklärte sich die Bahn bereit, auf die günstigeren Konditionen der Binnenschifffahrt einzusteigen und senkte die Transporttarife erheblich. Der Salzgitter AG war das lieb, konnten doch so die bewährten Strukturen beibehalten werden.

Fazit: Ein bundeseigenes Unternehmen veranlasst eine Investition von mehreren hundert Millionen DM (natürlich aus Steuermitteln), die ein anderes bundeseigenes Unternehmen dazu veranlassen, die eigenen Tarife deutlich zu reduzieren und damit die Verluste zu vergrößern – der Steuerzahler wird’s schon richten.

Als dann absehbar war, dass auf dem Kanal nicht annähernd die prognostizierten Mengen transportiert werden würden, griff die Politik zum bewährten Mittel der Verschleierung, in diesem Fall dem sog. „Zusatznutzen“: Wir haben herzlich gelacht, als uns der Professor berichtete, ein führender Politiker habe allen Ernstes den Elbe-Seitenkanal als hervorragendes Bollwerk gegen die Panzerarmeen des Ostens bezeichnet. Das hätte man deutlich billiger haben können, zumal sich meines Wissens nach Schiffshebewerke, Schleusengruppen und Hochwassertore nicht sonderlich im Abwehrkampf gegen Panzer bewährt haben.


Lebensläufer und Kurt haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#318

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 18.07.2013 17:04
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Die ehemalige BRD hat zuviel Ausländer in unsere deutsche Heimat hereingelassen. Anstatt sauber wie die DDR Vertragsarbeiter anzuheuern mit zeitlicher Befristung, aber Möglichkeit zur Verlängerung, je nach Arbeitsmarktlage; hier hätte der Westen tatsächlich mal lernen können, hat man alle Welt hereingelassen, viele davon, vorsichtig gesagt, nun nicht die sozialsten und arbeitsamsten Schein-Gastarbeiter ohne Arbeit, Bildung, Bemühen, oft ohne primitivste Erstsozialisation. Da bin ich Honecker und Co heute noch dankbar, dass sie uns von diesen Kostgängern bis 89 verschont hat....



Lebensläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#319

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 18.07.2013 17:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Dandelion im Beitrag #317
Der Elbe-Seitenkanal wurde 1976 fertig gestellt. Im Jahr darauf begann ich mein Studium an der Deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie in Bremen.

Im Bereich „Verkehrswirtschaftslehre“ wurden u.a. Themen wie die Verkehrs-Infrastrukturpolitik des Bundes behandelt. Dabei wurde der Elbe-Seitenkanal als klassisches Beispiel einer erfolgreichen Lobbypolitik und fehlgeleiteter Investitionen genannt.

Besonders pikant dabei war die Tatsache, dass es bundeseigene oder überwiegend im Bundesbesitz befindliche Unternehmen waren, die für diese riesigen Fehlinvestitionen verantwortlich zeichneten: Einige Details, die nicht bei Wikipedia nachgelesen werden können:

Die damals bundeseigene Salzgitter AG, ein Stahlkonzern, beklagte den Standortnachteil gegenüber den küstennahen Werken: Erz und Kohle mussten auf dem Landweg nach Salzgitter befördert werden und die Fertigprodukte in die Absatzgebiete ebenso: Eine direkte Anbindung an das Meer oder eine (deutlich kostengünstigere) Binnenwasserstraße fehlte. Durch die hohen Transportpreise der (bundeseigenen) Bahn würde ein deutlicher Wettbewerbsnachteil entstehen und die Salzgitter AG drohte mit drastischer Verkleinerung (= Massenentlassung) bis hin zur Schließung einzelner Werksteile.

Die Argumente überzeugten. Jetzt war die Politik gefordert – und sie handelte: Der Bau des Elbe-Seitenkanals wurde beschlossen und nach 8jähriger Bauzeit wurde der Kanal feierlich eröffnet. Doch – ach weh – er wurde für die Salzgitter AG so gut wie nie genutzt. Denn kurz vor der Fertigstellung des Kanals erklärte sich die Bahn bereit, auf die günstigeren Konditionen der Binnenschifffahrt einzusteigen und senkte die Transporttarife erheblich. Der Salzgitter AG war das lieb, konnten doch so die bewährten Strukturen beibehalten werden.

Fazit: Ein bundeseigenes Unternehmen veranlasst eine Investition von mehreren hundert Millionen DM (natürlich aus Steuermitteln), die ein anderes bundeseigenes Unternehmen dazu veranlassen, die eigenen Tarife deutlich zu reduzieren und damit die Verluste zu vergrößern – der Steuerzahler wird’s schon richten.

Als dann absehbar war, dass auf dem Kanal nicht annähernd die prognostizierten Mengen transportiert werden würden, griff die Politik zum bewährten Mittel der Verschleierung, in diesem Fall dem sog. „Zusatznutzen“: Wir haben herzlich gelacht, als uns der Professor berichtete, ein führender Politiker habe allen Ernstes den Elbe-Seitenkanal als hervorragendes Bollwerk gegen die Panzerarmeen des Ostens bezeichnet. Das hätte man deutlich billiger haben können, zumal sich meines Wissens nach Schiffshebewerke, Schleusengruppen und Hochwassertore nicht sonderlich im Abwehrkampf gegen Panzer bewährt haben.



OT

Die Fallis - Десантура - hatten ihre eigenen Luftlandepanzer BMD - der Elbe-Seitenkanal wäre kein Bollwerk für sie gewesen. Sie wären vom Himmel geschwebt wie Artur der Engel .

Vierkrug


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#320

RE: BRD und die Vergangenheit

in Themen vom Tage 19.07.2013 11:10
von Gelöschtes Mitglied
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Mein folgender Beitrag passt zwar nur bedingt zur Überschrift, aber da ich hier schon mal über ein verkehrsrelevantes Thema geschrieben habe, mache ich einfach weiter.

Heute habe ich einen recht informativen Beitrag über den Flughafen Kassel-Calden gehört: DAS Luftverkehrsdrehkreuz in der Mitte Deutschlands, mit 8 (in Worten: acht) Linienverbindungen. Nein, nicht pro Stunde, nein, auch nicht pro Tag, sondern pro Woche. Acht. Ich fasse es nicht.

Da wird für schlappe 271 Millionen Euro ein Flughafen in die Landschaft geklotzt, für den es keinen, aber absolut auch gar keinen Bedarf gibt: Im Umkreis von 125 km gibt es vier weitere Regionalflughäfen und der Riesenairport Frankfurt ist auch gerade mal nur 165 km entfernt. Und der ist von Kassel aus hervorragend per Auto wie auch per Bahn erreichbar.

Es ist einfach nicht nachvollziehbar, wie sich da irgendein Regionalfürst derartig durchsetzen konnte, sich sein persönliches Denkmal bauen konnte, ohne daran gehindert zu werden. Und das in einer Zeit, in der die Straßen verrotten, Brücken wegen Einsturzgefahr gesperrt werden müssen und Züge auf bestimmten Streckenabschnitten nur noch im Kutschentempo fahren dürfen, weil Gleise und Unterbau marode sind.

Der Bericht endete mit dem Hinweis, dass heute, an einem Freitag, quasi rush-hour (oder besser: rush-day?) in Calden herrschen würde: Freitags würde es zwei Starts und Landungen geben. Gezeigt wurde eine Turboprop-Maschine aus Split, aus der die fast unübersehbare Zahl von 20 Passagieren quoll. Der Kommentar dazu war leicht süffisant: Es gab deutlich mehr Zuschauer als Passagiere.

Aber man kann es auch positiv sehen: Die Gefahr, dass sich starke Bürgerinitiativen gegen Fluglärm bilden werden, dürfte vernachlässigbar sein


Kurt, Hackel39 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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