#21

RE: nicht in Ordnung!

in Grenztruppen der DDR 28.06.2013 19:15
von utkieker | 2.913 Beiträge

Ich kann Karin Gueffroy durchaus verstehen, daß sie ihren Sohn nicht neben getöteten Grenzsoldaten sehen will. Ich nehme mir aber das Recht raus meinen gefallenen Kameraden zu gedenken. Es gab ja eine Gedenkstätte für die Grenzsoldaten aber sie wurde kurzer Hand "entsorgt" und dann stellt das Politmagazin "Kontraste" auch noch hinterfotzig die Frage, "benötigen die getöteten Grenzsoldaten ein Denkmal?" Das dürfte wohl an Heuchelei nicht mehr zu toppen sein, nachdem man vor vollendeten Tatsachen gestellt wurde.
Nachdem Helmut Kohl und Ronald Reagan in provokanter Absicht den Bitburger Soldatenfriedhof besuchten, um die Toten der Waffen SS zu huldigen, so war das eine politische Geschmacklosigkeit. Aber Niemand würde auf den Gedanken kommen diese Stätte des Gedenkens mit Dreck zu besudeln oder einzuebnen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#22

RE: nicht in Ordnung!

in Grenztruppen der DDR 28.06.2013 20:55
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Ob "ND" oder "Bild" - die Erziehung zum Hass auf den jeweiligen Klassenfeind stand doch hüben wie drüben an erster Stelle. Und das war in Zeiten den kalten Krieges auch gar nicht verwunderlich. Jede Seite schlachtete aus, was ihr dienlich war.
Schmiernippel



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#23

RE: nicht in Ordnung!

in Grenztruppen der DDR 28.06.2013 20:58
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Hans55 im Beitrag #1
Hallo,zusammen!
Über dieses Thema könnte ich mich immer aufregen!https://www.youtube.com/watch?v=GhLFsxNJtWU
Auch nach so langer Zeit!

Etwas einseitige Bericherstattung.. Als hättet ihr jungen Männer eine Wahl gehabt.Was blieb euch denn übrig? Nein ! Ich möchte nicht zur Armee. Dummes Gelaber.



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#24

RE: nicht in Ordnung!

in Grenztruppen der DDR 28.06.2013 21:03
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Schmiernippel im Beitrag #22
Ob "ND" oder "Bild" - die Erziehung zum Hass auf den jeweiligen Klassenfeind stand doch hüben wie drüben an erster Stelle. Und das war in Zeiten den kalten Krieges auch gar nicht verwunderlich. Jede Seite schlachtete aus, was ihr dienlich war.
Schmiernippel

Du sagst es Schmiernippel. Ich muß zugeben ich bin damals drauf angesprungen. Heute sehe ich das total anders.



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#25

RE: nicht in Ordnung!

in Grenztruppen der DDR 28.06.2013 21:11
von ddr-bürger (gelöscht)
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Ich sehe in der damalige Grenze eine historische und politische Notwendigkeit für die damalige Zeit. Nur ist es um jedes Menschenleben traurig....

Ich vermeide den Begriff Opfer, denn wo es Opfer gibt gibt es auch Täter. Nur wer ist Täter, der Grenzsoldat der den Gesetzen gefolgt ist, der Grenzverletzer der gegen Gesetze verstoßen hat?

Was ist mit dem Ruf (auch hier im Forum) "Todesstrafe für Kinderschänder", dann sind der Richter und Henker auch Täter. Es ist traurig um jeden Toten an der Grenze, beide Flüchtling und Grenzer sind Opfer einer politischen Situation geworden, nur ist die Schuldzuweisung zu einseitig.

Hass wurde und wird noch heute nicht einseitig gepredigt, damals wie heute auf beiden seiten. was isdt mit den selbst ernannten "Kommunistenhassern" ? da wird der Hass doch offen gezeigt und toleriert..., alles ist gut und richtig was gegen den unmenschlichen Kommunismus ist, Tote sind da Kolletaralschäden.....

Wenn Gedenken, dann für alle Toten der Grenze.


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#26

RE: nicht in Ordnung!

in Grenztruppen der DDR 28.06.2013 22:51
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Wenn getöteten oder anders bei der Flucht um´s Leben gekommenen Flüchtlingen an einem Ort zusammen mit getöteten Grenzern gedacht wird, ist das m.E. völlig in Ordnung. Ebenso wie sich Kriegsveteranen einstiger verfeindeter Armeen treffen und sich mit gegenseitigem Respekt begegnen, auch wenn ganz klar der Eine zu den Überfallenen, der Andere zu den Aggressoren gezählt hat. Hier im Forum stehen sich User gegenüber und trinken beim Forumstreffen zusammen ein Bier, die sich vor 1989 noch gegenseitig spinnefeind waren. Klar, wenn man die Mutter, der Vater oder Ehepartner eines Getöteten ist, gehört einige innerliche Stärke dazu, diese gleiche Schicksalrolle für beide Seiten zu akzeptieren. man muß ja die andere Opferseite nicht unbedingt lieben, aber wenigstens akzeptieren, daß diese ebenfalls durch fremde Hand starben. Anders ist die Sache allerdings m.M.n.,wenn z.B. exekutierte Kriegsgefangene, die sich nicht mehr wehren konnten oder Zivilisten neben die gebettet und durch einen gemeinsamen Stein geehrt werden, die wissentlich, mit Absicht und ohne Befehl aus reiner Tötungslust getötet haben. Eine gemeinsame Gedenkstätte von z.B. exekutierten Zivilisten und denen, die aus eben diesen niedrigen Gründen getötet haben, wie z.B. SS, finde ich völlig unmöglich.



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