#221

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 12:48
von Dogbert | 143 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #218
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #216
Ein drohender Fahrzeugbrand eines Autos in einer stehenden Kolonne ist schon nicht ganz ungefährlich.
Theo

Allerdings kein Grund zu einer Alarmauslösung an einer DDR Güst. So was haben wir ohne Alarm geklärt.



Tja, tatsächlich doch. Da war die Hölle los. GÜst Marienborn.

Man sollte sich einfach darüber klar sein, daß die DDR ein ideologisch bedingt massives Abgrenzungsproblem hatte. Daß die Sowjetunion sorgfältig aufpaßte, dafür kann die DDR-Führung nichts. Spätestens mit dem Wink Gorbatschows hätte man kooperativer sein können und viel Schaden abwenden können.



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#222

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 13:29
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #207
Die HA VIII/4 hatte nur 30 MA, so dass auf den Transitstrecken die HA VIII/3 sicher mit von der Partie war. Der Verantwortungsbereich wird mit operative Arbeit auf den Transitstrecken beschrieben. Hab in diesem Zusammenhang mal gelesen, dass es Beobachter gab, die legendiert in Kfz westlicher Fabrikate saßen und die Beobachtung von besonders wichtigen Personen bereits im OG aufgenommen haben. Z.T fuhren sie voraus und kündigten der Pass- und Zollkontrolle an den GüSt die Grenzpassage der Betreffenden an. Ist da was dran?

Gruß Kalubke


Sie saßen also legendiert bereits im OG in KFZ westlicher Fabrikate.Klar doch, im Trabbi wäre man aufgefallen.
Mag sein,das diese Variante evtl. mal in ganz seltenen Fällen sich ergab.Die Regel war das sicher nicht.
Fahrzeuge/Kennzeichen und Personen wurden unter bestimmten Vorzeichen und Verdachtsmomenten den DDR-Grenzorganen avisiert.Das ist richtig.
Dazu dienten u.a. auch verallgemeinerte Hinweise operativer Quellen aus dem OG.Auch die Einsicht in den Quellcomputer des BND lieferte dazu wertvolle Erkenntnisse z.b.
Ein Fahrzeug zu beschatten birgt immer ein erhebliches Risiko.
Es gab jede Menge andere Möglichkeiten (mit weniger Risiko) diese Fahrzeuge und Personen bei der Einreise in die DDR schon vorher "anzumelden".

seaman


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#223

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 13:54
von Dogbert | 143 Beiträge

Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen auszustatten. Das wußte man schon in den 70ern. Für Leute, die häufiger die Transitstrecken benutzen, waren sie leicht erkennbar. Fahrzeuge älterer Produktserien, die mit 130 km/h vorbeifuhren, aber komischerweise nicht bei der Kontrolle zu sehen waren. Es handelte sich hier um Mitarbeiter des MfS, um den Polizisten die Daten durchzugeben.



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#224

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 13:57
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #223
Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen auszustatten. Das wußte man schon in den 70ern. Für Leute, die häufiger die Transitstrecken benutzen, waren sie leicht erkennbar. Fahrzeuge älterer Produktserien, die mit 130 km/h vorbeifuhren, aber komischerweise nicht bei der Kontrolle zu sehen waren. Es handelte sich hier um Mitarbeiter des MfS, um den Polizisten die Daten durchzugeben.




Auf der Transitstrecke also?

seaman


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#225

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 14:03
von Dogbert | 143 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #224
Zitat von Dogbert im Beitrag #223
Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen auszustatten. Das wußte man schon in den 70ern. Für Leute, die häufiger die Transitstrecken benutzen, waren sie leicht erkennbar. Fahrzeuge älterer Produktserien, die mit 130 km/h vorbeifuhren, aber komischerweise nicht bei der Kontrolle zu sehen waren. Es handelte sich hier um Mitarbeiter des MfS, um den Polizisten die Daten durchzugeben.




Auf der Transitstrecke also?

seaman



Es geht nur um die Transitstrecken. Wo denn sonst? Mehr Autobahn hatte die DDR doch nicht. Das, was man heute als Bundesstraßen bezeichnet, waren in der DDR bessere für Kfz nutzbare Feldwege.



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#226

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 14:09
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #225
Zitat von Dogbert im Beitrag #225


Auf der Transitstrecke also?

seaman



Es geht nur um die Transitstrecken. Wo denn sonst? Mehr Autobahn hatte die DDR doch nicht. Das, was man heute als Bundesstraßen bezeichnet, waren in der DDR bessere für Kfz nutzbare Feldwege.



Wenn Du den thread bis hierher aufmerksam verfolgt hast,wirst Du bemerkt haben,dass es auch um Observationskräfte auf westlicher Seite ging.
(Beitrag Kalubke).
Strassenzustandsberichte sind da wenig hilfreich.

seaman


zuletzt bearbeitet 04.08.2015 14:10 | nach oben springen

#227

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 14:13
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Es ging darum, ob die Beobachtung evt. schon in der BRD/Westberlin aufgenommen wurde, was wenn ich @seaman richtig verstehe, nur in wenigen Einzelfällen zutraf.

Gruß Kalubke



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#228

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 14:15
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #223
Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen auszustatten. Das wußte man schon in den 70ern. Für Leute, die häufiger die Transitstrecken benutzen, waren sie leicht erkennbar. Fahrzeuge älterer Produktserien, die mit 130 km/h vorbeifuhren, aber komischerweise nicht bei der Kontrolle zu sehen waren. Es handelte sich hier um Mitarbeiter des MfS, um den Polizisten die Daten durchzugeben.



Es gab trotz des Transitverkehrs eher mehr DDR Fahrzeuge auf den Transitstrecken, weil die Transitautobahnen auch dem landesinternen Personen- und Güterverkehr dienten. Gefühlsmässig würde ich jetzt eher meinen, dass DDR Pkws besser für die Observationen waren, weil eben weniger auffällig.
Theo


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#229

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 14:25
von damals wars | 12.213 Beiträge

Hatten wir schon mal:
die Fahrzeuge des MfS


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#230

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 14:29
von Sperrbrecher | 1.663 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #223
Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen
und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen auszustatten.

In diesen Zusammenhang erinnere ich mich an einen Fall, wo ein Reisender
auf der Transitstrecke einen PKW mit seinem Kennzeichen entdeckte.

Als er daraufhin bei seiner Zulassungsstelle vorsprach und die (vermeintliche)
Doppelvergabe seines Kennzeichens reklamierte, winkte man nur ab. Denen
war bereits bekannt, dass DDR-Behörden gefälschte westdeutsche Kennzeichen
verwendeten. Wahrscheinlich war das bereits schon mehrfach entdeckt worden.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#231

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:10
von Schakal | 271 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #223
Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen auszustatten. Das wußte man schon in den 70ern. Für Leute, die häufiger die Transitstrecken benutzen, waren sie leicht erkennbar. Fahrzeuge älterer Produktserien, die mit 130 km/h vorbeifuhren, aber komischerweise nicht bei der Kontrolle zu sehen waren. Es handelte sich hier um Mitarbeiter des MfS, um den Polizisten die Daten durchzugeben.



Verstehe ich nicht so ganz. Warum brauchten sie denn für solche Aktionen Westautos mit Westkennzeichen? Hätte man die Daten nicht irgendwie per Funk oder telefonisch durchgeben können, anstatt auffällig ohne Kontrolle mit 130 Km/h "vorbeizufahren" ?


--- Ex oriente lux.---
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#232

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:21
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #222


Sie saßen also legendiert bereits im OG in KFZ westlicher Fabrikate.Klar doch, im Trabbi wäre man aufgefallen.
Mag sein,das diese Variante evtl. mal in ganz seltenen Fällen sich ergab.Die Regel war das sicher nicht.
Fahrzeuge/Kennzeichen und Personen wurden unter bestimmten Vorzeichen und Verdachtsmomenten den DDR-Grenzorganen avisiert.Das ist richtig.
Dazu dienten u.a. auch verallgemeinerte Hinweise operativer Quellen aus dem OG.Auch die Einsicht in den Quellcomputer des BND lieferte dazu wertvolle Erkenntnisse z.b.
Ein Fahrzeug zu beschatten birgt immer ein erhebliches Risiko.
Es gab jede Menge andere Möglichkeiten (mit weniger Risiko) diese Fahrzeuge und Personen bei der Einreise in die DDR schon vorher "anzumelden".

seaman





Wir reden aber doch jetzt , oder besser ich rede von Verstößen gegen das Transitabkommen, sehr oft geplante Personenschleusungen. Und da haben wir Fahrzeuge mit entsprechenden Kriterien an die VIII gemeldet und diese wurden dann durch diese auch gefahren,bzw. die VIII hat Fahrzeuge an uns gemeldet wenn sie Feststellungen getroffen hat und wir haben dann Verdachtskontrollen durchgeführt. Mir ist nun immer noch nicht klar warum dieses fahrende Personal IM gewesen sein sollen. In jedem Fall hatten die einen Ganztagsjob im Schichtbetrieb. Neben diesem Bereich der VIII bewegten sich noch Fahrzeuge der Zollfahndung auf den Transitstrecken. Was das Fahren vom OG angeht, dass dürfte eine ganz andere Liga sein und wenig mit Verstößen gegen das Transitabkommen zu tun haben.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#233

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:25
von Georg | 1.033 Beiträge

- Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen..... -

Wenn dies üblich war, dann gibt es doch irgendwo ne Dokumentation, oder ?
Bis dato nur Gerede, weils so schön gruselichist. Wie war den die Logistik des MfS dazu ? Wartung, Pflege, Tanken, Garagen, Tarnung der
Objekte usw.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#234

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:25
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #232
Zitat von seaman im Beitrag #222


Sie saßen also legendiert bereits im OG in KFZ westlicher Fabrikate.Klar doch, im Trabbi wäre man aufgefallen.
Mag sein,das diese Variante evtl. mal in ganz seltenen Fällen sich ergab.Die Regel war das sicher nicht.
Fahrzeuge/Kennzeichen und Personen wurden unter bestimmten Vorzeichen und Verdachtsmomenten den DDR-Grenzorganen avisiert.Das ist richtig.
Dazu dienten u.a. auch verallgemeinerte Hinweise operativer Quellen aus dem OG.Auch die Einsicht in den Quellcomputer des BND lieferte dazu wertvolle Erkenntnisse z.b.
Ein Fahrzeug zu beschatten birgt immer ein erhebliches Risiko.
Es gab jede Menge andere Möglichkeiten (mit weniger Risiko) diese Fahrzeuge und Personen bei der Einreise in die DDR schon vorher "anzumelden".

seaman




Was das Fahren vom OG angeht, dass dürfte eine ganz andere Liga sein und wenig mit Verstößen gegen das Transitabkommen zu tun haben.


Alles richtig.

seaman


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#235

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:26
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #223
Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen auszustatten. Das wußte man schon in den 70ern. Für Leute, die häufiger die Transitstrecken benutzen, waren sie leicht erkennbar. Fahrzeuge älterer Produktserien, die mit 130 km/h vorbeifuhren, aber komischerweise nicht bei der Kontrolle zu sehen waren. Es handelte sich hier um Mitarbeiter des MfS, um den Polizisten die Daten durchzugeben.



Na ja, ganz so dämlich waren die damaligen Observanten auch nicht. Wenn du einen "enttarnt" hast, ist dir eine Person/Fahrzeug
augefallen, na gut, kann passieren. Unsichtbar kann sich keiner machen.
Aber die "Flotte" blieb unerkannt an der Zielperson dran. Aufgabe erfüllt.

OT.
Noch zu den amtl. Kennz. ein Wort. Anfang des Jahres 2000 überholte mich ein PKW im Dienstfahrzeug und schleuderte mir einen
Stein in die Frontscheibe. Kann ja mal passieren. Ich versuchte den Fahrer durch Lichthupe und später gesetztes Blaulicht zum anhalten zu bewegen.
Was passierte, er beschleunigte und war weg. Eine Prüfung des Kennz. ergab, dass der Halter des Kfz. eine Firma in den
alten Bundesländern war. Die Nachfrage beim zuständigem Gewerbeamt ergab, dass die Firma schon lange Pleite war.
Was denkst du, wer da wohl am Steuer saß?


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
seaman und Georg haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#236

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:27
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #205
Wie schon hier nicht bestritten gab es natürlich Observationskräfte auf den Transitstrecken und den Raststätten. Natürlich und sicher gab es auch IM bei dem Personal auf den Raststätten, sprich Tankwarte,Kellner,Klofrauen und was weiß ich noch für welche die Augen Ohren aufhalten sollten. Nun ist das aber doch etwas anderes wie die hier beschriebene Situation, es lungerten da irgendwelche Pseudoreisenden in den Raststätten rum und hielten sich an einem Glas Vita-Cola fest, am Besten noch in einer roten Hose und so einem schicken HemdMan sollte bei diesen Vorstellungen, die so langsam zur Wahrheit mutiert sind, einfach mal die Logik und den gesunden Menschenverstand mit einbeziehen. Jeder normale Mensch geht in eine Raststätte,isst und trinkt etwas und fährt dann weiter. Wie hätte man denn diese Pseudoreisenden eigentlich legendieren sollen, unter anderem vor den Mitarbeitern an den Raststätten die keine IM waren und erst recht vor Leuten die gegen das Transitabkommen verstoßen wollten? Diese Beschreibung und Vorstellung einer solchen Situation ist doch einfach naiv und lächerlich, auch wenn sie den Vorstellungen des heutigen Zeitgeistes entspricht. Man kann wegen mir das MfS für etwas blöd halten, nur das war es nicht.


Neben den auffällig "Unauffälligen" gab es sicherlich auch Mitarbeiter, die tatsächlich unauffällig waren. Observierer, die zu erkennen sind, haben z.B. den Zweck, Taten zu verhindern bzw. täter zum Ausweichen an andere, besser zu überwachende Orte zu verdrängen oder aber zu erreichen, daß Festnahmen ohne Publikum stattfinden können.



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#237

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:31
von Georg | 1.033 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #235
Zitat von Dogbert im Beitrag #223
Es war üblich, die Observanten mit Westfahrzeugen und gefälschten westlichen Kfz-Kennzeichen auszustatten. Das wußte man schon in den 70ern. Für Leute, die häufiger die Transitstrecken benutzen, waren sie leicht erkennbar. Fahrzeuge älterer Produktserien, die mit 130 km/h vorbeifuhren, aber komischerweise nicht bei der Kontrolle zu sehen waren. Es handelte sich hier um Mitarbeiter des MfS, um den Polizisten die Daten durchzugeben.



Na ja, ganz so dämlich waren die damaligen Observanten auch nicht. Wenn du einen "enttarnt" hast, ist dir eine Person/Fahrzeug
augefallen, na gut, kann passieren. Unsichtbar kann sich keiner machen.
Aber die "Flotte" blieb unerkannt an der Zielperson dran. Aufgabe erfüllt.

OT.
Noch zu den amtl. Kennz. ein Wort. Anfang des Jahres 2000 überholte mich ein PKW im Dienstfahrzeug und schleuderte mir einen
Stein in die Frontscheibe. Kann ja mal passieren. Ich versuchte den Fahrer durch Lichthupe und später gesetztes Blaulicht zum anhalten zu bewegen.
Was passierte, er beschleunigte und war weg. Eine Prüfung des Kennz. ergab, dass der Halter des Kfz. eine Firma in den
alten Bundesländern war. Die Nachfrage beim zuständigem Gewerbeamt ergab, dass die Firma schon lange Pleite war.
Was denkst du, wer da wohl am Steuer saß?




Der Insolvenzverwalter ?


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RudiEK89 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#238

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:33
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #221

Theo

Allerdings kein Grund zu einer Alarmauslösung an einer DDR Güst. So was haben wir ohne Alarm geklärt.[/quote]


Tja, tatsächlich doch. Da war die Hölle los. GÜst Marienborn.

Man sollte sich einfach darüber klar sein, daß die DDR ein ideologisch bedingt massives Abgrenzungsproblem hatte. Daß die Sowjetunion sorgfältig aufpaßte, dafür kann die DDR-Führung nichts. Spätestens mit dem Wink Gorbatschows hätte man kooperativer sein können und viel Schaden abwenden können. [/quote]
Da war überhaupt keine Hölle los. Sicher war es etwas Stress, es war der Bereich zu sichern, die Personen aus dem Gefahrenbereich zu verbringen, ein Übergreifen eines eventuell entstehenden Brandes zu verhindern und der Brand zu löschen. Wobei bei einem überkochendem Kühler die Gefahr eines Brandes überhaupt nicht gegeben war, dann ging es lediglich darum, dass defekte Fahrzeug beiseite zu bringen damit der grenzüberschreitende Verkehr weiter rollen konnte.
Die Hölle war vielleicht bei einem unerwarteten"Angriff auf die Staatsgrenze"los, was bei uns nur sehr selten vorkam. Ansonsten haben wir die Dinge professionell abgehandelt. Besonders weil solche Dinge erfahrene Mitarbeiter mit in der Regel längerer Dienstzeit und vorbereitender Ausbildung abgehandelt haben. Ein"junger Hüpfer" hat sich damit nicht befasst, von den Anfangshandlungen mal abgesehen. In aller Bescheidenheit, kam es zu so einem Vorfall wurde so ein Mensch wie ich informiert und der bewegte sich dann in Laufschritt an den Ort des Geschehens und nahm sich der Sache an.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#239

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:43
von Dogbert | 143 Beiträge

"Zur Überwachung und Fotodokumentation waren auf allen Transitautobahnen ständig zivile Fahrzeuge mit Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) unterwegs. Dabei kamen vereinzelt „Westfahrzeuge“ mit bundesdeutschen Kraftfahrzeugkennzeichen zum Einsatz. Diese konnten unter Umständen an fehlenden/abgelaufenen HU/ASU-Plaketten erkannt werden. Überwacht wurde die Strecke aber auch durch zahlreiche inoffizielle Mitarbeiter des MfS (beispielsweise Tankstellen-Mitarbeiter) und durch den DDR-Zoll und die Volkspolizei sowie deren freiwillige Helfer."

Zitat aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Transitver....C3.9Fenverkehr



Georg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#240

RE: Grenzübergang als Westdeutscher in die DDR und wieder zurück

in DDR Staat und Regime 04.08.2015 15:50
von Georg | 1.033 Beiträge

Zitat von Dogbert im Beitrag #239
"Zur Überwachung und Fotodokumentation waren auf allen Transitautobahnen ständig zivile Fahrzeuge mit Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) unterwegs. Dabei kamen vereinzelt „Westfahrzeuge“ mit bundesdeutschen Kraftfahrzeugkennzeichen zum Einsatz. Diese konnten unter Umständen an fehlenden/abgelaufenen HU/ASU-Plaketten erkannt werden. Überwacht wurde die Strecke aber auch durch zahlreiche inoffizielle Mitarbeiter des MfS (beispielsweise Tankstellen-Mitarbeiter) und durch den DDR-Zoll und die Volkspolizei sowie deren freiwillige Helfer."

Zitat aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Transitver....C3.9Fenverkehr


wikipedia, naja ! Auch nicht belastbar zum Sachverhalt !


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