#41

RE: mein erster Kontakt mit dem Schießeisen

in Grenztruppen der DDR 30.06.2013 10:31
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Mein erster "unangenehmer Kontakt" mit dem Schießeisen.

Ort, ein Dorf im Muldental. Ferienzeit im schönen August. Älterer Cousin (16?) in kurzen Hosen sitzt neben mir auf dem Moped seines Vaters, lässt die Karre aufheulen, Vater kommt dazu und schreit: Ihn an: "Du fährst mir heute nicht mit dem Ding....."
Cousin den Gang rein einkuppelt und los. Feldweg...Staubfahne wie Sau und der junge Rainer,(12?) seinen Knicker durchgezogen, Diabolo war schon drin, angelegt, mensch ich wollte doch nur dem Onkel helfen, kurz gezielt Schuss und ab.(wir wollten vorher auf Büchsen schießen)

Ein Schmerzensschrei aus der Ferne, das Stoplicht des Moped leuchtet auf,Cousin steht und starrt auf seine Beine als wenn er da was sucht, dann mein Cousin gewendet wie ein Verrückter und die vielleicht fünfzig Meterchen zurückgerast. Mein Onkel reißt mir den Knicker aus der Hand, stellte sich vor mich wohl bereit seinem Sohnemann noch mit dem Ding eine überzuziehen. Cousin springt vom Moped rennt auf uns zu und zeigt wutentbrannt auf seine linke Wade mit Diabolo drin(der saß richtig gut, musste dann vom Onkel entfernt werden).

Ich sags doch, ich war ein guter Schütze(später an der Grenze zweimal Schützenschnur) nur hatte ich selten so ne Angst wie an dem Morgen auf dem Land. Mein Cousin hat irgendwie nie so richtig mitbekommen, das ich geschossen hatte. Na und seinen eigenen Vater konnte er wohl schlecht verkloppen.

Lebensläufer


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#42

RE: mein erster Kontakt mit dem Schießeisen

in Grenztruppen der DDR 01.07.2013 15:10
von GeMi | 556 Beiträge

[quote=DoreHolm|p267538]Der war ebenfalls auf dem weitläufigen Gelände des Lehrlingswohnheimes in Leuna. quote]

Hallo DoreHolm,

stimmt nicht ganz.
Auf dem KK-Schießplatz haben wir Mitte der 70er Jahre auch noch geschossen.
Er lag südlich der BBS an den Sportplätzen (Schlackeplätze) mit dem Sportlerheim der Hockeyspieler von Chemie Leuna. Die Kneipe hieß bei allen nur "Rulla" und dort bekam man leckere Fischbrötchen durchs Fenster verkauft.
Das war immer eine Alternative zum Kantinenessen der BBS.
Auf der Ecke der BBS war die Schmiede und der Ausbildungstrakt der Laboranten untergebracht.
Später wurde für die Chemieausbildung in Verlängerung der Sporthalle und des Rechenzentrums neu gebaut.

Im Laufe der Jahre habe ich mich vom Knicker über den Durchlader, der KK-MPi in der Lehrzeit, der AK-47 (Grenztruppen) bis zur RPG-7 mit Pistole Makarow (Kampfgruppe) hochgearbeitet.

Der Knicker steht heute noch herum und die Spatzen haben Schonzeit.

Eine Amsel wird bald sterben - sie scheisst mir die Terasse voll !!!



Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
zuletzt bearbeitet 01.07.2013 15:11 | nach oben springen



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