#161

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 17:58
von damals wars | 12.161 Beiträge

Eine mir bekannte Genossin kann sich noch heute noch mit Begeisterung an einen Vortrag von Walter Ulbricht erinnern.
Nach ihrer Erzählung hat Walter seine Zuhörer so fesseln können, das sie das sächseln gar nicht mehr gehört haben.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#162

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 18:06
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Walter kannte immerhin Lenin noch persönlich.


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#163

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 18:10
von Gelöschtes Mitglied
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Damals wars noch eine ganz andere Zeit, da ist man noch mit einer Vorfreude zu solchen Veranstaltungen geeilt. Heute ist das anders, da kennt man nur noch jemanden der dort war. Die Zeiten ändern sich - dasGute bleibt.

Der Hesselfuchs


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#164

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 18:32
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Tja, die Deutschen ließen sich schon vorher von Rednern fesseln. Aber bei Ulbricht waren es viel weniger.
Heutzutage kann mans beim früheren Redner nicht verstehen, bei Walter erst recht nicht....schon wegen des obligatorischen Ablesens vom Manuskript.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 18.04.2015 18:33 | nach oben springen

#165

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 21:34
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #160
Habe ich nicht @Harsberg Das Bild von Walter Ulbricht war ein Zufallsfund im russischen Netz beim Stöbern nach alter Militärtechnik. ;-)

LG von der Moskwitschka




Das ist ja sogar Militärtechnik, eine ganz alte sogar.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#166

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 21:55
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #161
Eine mir bekannte Genossin kann sich noch heute noch mit Begeisterung an einen Vortrag von Walter Ulbricht erinnern.
Nach ihrer Erzählung hat Walter seine Zuhörer so fesseln können, das sie das sächseln gar nicht mehr gehört haben.

Das verstehe, wer will !

Entweder hat der Ulbricht dreckige Witze erzählt ,- oder die Zuhörer waren sehr einfach gestrickt...

Denn Ulbrichts Reden und Vorträge hatten bekanntlich den Charme einer Packung Schlaftabletten !


....................................
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#167

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 21:58
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge



Walter Ulbricht (KPD) Rede im Reichstag (57. Sitzung) 23. Februar 1932

Was ist daran nicht zu verstehen ? ;-)

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#168

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 21:59
von Gelöschtes Mitglied
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Wer freiwillig zu Ulbrichts Vorträgen gegangen ist kann nur gehäkelt worden sein. die DDR Experten die frei reden konnten durften es nicht und die die durften konnten nicht frei reden und haben sogar beim ablesen noch ihre Probleme gehabt. Ich erinnere nur an die Rede Ulbrichts mit der Kritik an den Beatmusik.

Der Hesselfuchs


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zuletzt bearbeitet 18.04.2015 22:25 | nach oben springen

#169

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 22:01
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #168
Wer freiwillig zu Ulbrichts Vorträgen gegangen ist kann nur gehäkelt worden sein. die DDR experten die frei reden konnten durften es nicht und die die durften konnten nicht frei reden und haben sogar beim ablesen noch ihre Probleme gehabt. Ich erinnere nur an die Rede Ulbrichts mit der Kritik an den Beatmusik.

Der Hesselfuchs


yeah, yeah, yeahhh....


....................................
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#170

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 22:03
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #167


Walter Ulbricht (KPD) Rede im Reichstag (57. Sitzung) 23. Februar 1932

Was ist daran nicht zu verstehen ? ;-)

LG von der Moskwitschka


.... die bekannte Genossin von@damals wars und und die anderen Zuhörer saßen sicher nicht 1932 im Reichstag ,- sondern vermutlich dem DDR-Ulbricht gegenüber,- oddärr ?


....................................
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#171

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 18.04.2015 22:33
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #167


Walter Ulbricht (KPD) Rede im Reichstag (57. Sitzung) 23. Februar 1932

Was ist daran nicht zu verstehen ? ;-)

LG von der Moskwitschka


Alles hatte seine Zeit und bei all dem Interpretierungseifer der etatmäßigen Antikommunisten bleibt die Quintessenz, daß man welthistorisch auf der Seite des Friedens war und in der politischen Weitsicht den Adlerblick hatte ohne jedoch verhindern zu können, daß eine krächzende Hyäne später die kleinen Lämmer trotzdem ins Verderben zu treiben vermochte.
Über die Ursachen müssen wir anderswo diskutieren.
Selbst wenn Skeptiker die Lebensleistung der Ulbrichts, Honeckers und Thälmanns schmälern wollen, es wäre für das deutsche Volk das kleinere Übel gewesen, wenn sie Hitlers Aufstieg hätten verhindern können.
Die alten Genossen hätten sich im späteren Verlauf zurück nehmen müssen, so frech bin ich jetzt mal und genauso peinlich wie Honeckers Messerundgang (angeheitert drauf los plaudernd) und Ulbrichts Verteufelung einer sensationellen Musikepoche haben heute auch die Auftritte mancher ausrangierter Stars im Dschungelcamp die gleiche Relevanz wie die langweiligen und faden Parteitagsreden der damals schon verglühten sozialistischen Politprominenz.
Leider hatten die Politbürokader wohl keine wahren Freunde mehr, die ihnen so etwas hätten flüstern können, man war gemeinsam auf der Achterbahn des politischen Jahrmarkts unterwegs, da war man den Gesetzen der Physik ( = dem Volk um jeden Preis gefallen zu müssen) weitgehend wehrlos ausgeliefert, das ist heute nicht anders.



Pitti53, eisenringtheo, DoreHolm und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#172

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 08:16
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #160
Habe ich nicht @Harsberg Das Bild von Walter Ulbricht war ein Zufallsfund im russischen Netz beim Stöbern nach alter Militärtechnik. ;-)

LG von der Moskwitschka





@Moskwitschka, weiß zwar nicht wie ich zu der Ehre der "Erwähnung" komme, aber mal danke dafür


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#173

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 09:32
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

Dann wollen wir uns mal mit der Geschichte auseinandersetzen.



>>>Vier Mal Haft – unter Hitler, Stalin und Ulbricht

Erwin Jöris war Kommunist und Nazi-Gegner, wurde im sowjetischen Exil als "Trotzkist" verfolgt, an Hitler-Deutschland ausgeliefert und nach 1945 nach Sibirien deportiert. Heute wird er 100 Jahre alt. (...) <<<<

http://www.welt.de/kultur/history/articl...d-Ulbricht.html

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>>> Der Zeuge, der keiner sein durfte

Schicksal Erwin Jöris saß in fast allen Lagern des 20. Jahrhunderts. Am 5. Oktober wird der Kommunist nun 100 Jahre alt. Sein Biograph über ein Jahrhundertleben


(...) Die Biografien deutscher Kommunisten im Sowjetexil wurden in den Terrorjahren 1937/38 entschieden. Damals nämlich wurden mehr von ihnen ermordet als unter Adolf Hitler. Diese Jahre waren eine Wasserscheide. Und auch Erwin Jöris, 1912 geboren und ein Berliner Urgestein, überlebte damals nur mittels eines hochriskanten Unterfangens. Der ehemalige Lichtenberger Unterbezirksleiter des Kommunistischen Jugendverbandes hatte kommen sehen, dass die sowjetischen Genossen ihn nach Sibirien bringen wollten und beantragte deshalb in der nationalsozialistischen Botschaft in Moskau einen Pass für Deutschland. In Berlin erwartete ihn ein Prozess wegen Hochverrats. (...) <<<

https://www.freitag.de/autoren/der-freit...ner-sein-durfte




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„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ Wilhelm von Humbold, 1767-1835


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#174

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 09:42
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

>>> Im Kampf gegen die Demokratie kooperierten Kommunisten auch mit Nationalsozialisten. Besonders eng war die Zusammenarbeit beim Berliner Verkehrsarbeiterstreik vor 75 Jahren.


Berlin, November 1932, zwei Tage vor der Reichstagswahl. Hunderte Nationalsozialisten und Kommunisten marschieren an der Schöneberger Hauptstraße auf. Aber anstatt aufeinander loszugehen, unterstützen sie Seite an Seite einen wilden Streik bei der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG).

(....)

Denn organisiert hatten den Ausstand die Arbeiterorganisationen von KPD und NSDAP. Dahinter zogen Walter Ulbricht, der KPD-Chef Berlins und spätere DDR-Gründer, sowie Joseph Goebbels, der Berliner Gauleiter der NSDAP, die Strippen.

Das Resultat dieser Zusammenarbeit hat der Publizist Klaus Rainer Röhl in seinem Buch "Nähe zum Gegner. Kommunisten und Nationalsozialisten im Berliner BVG-Streik von 1932" aufgearbeitet. Vertreter der "Nationalsozialistischen Betriebszellen-Organisation" (NSBO) wurden in die von Kommunisten dominierte Streikleitung aufgenommen. Gemeinsam besprach man Maßnahmen gegen Streikbrecher und Polizei.

Die Berliner konnten auf den Straßen Nazis und Kommunisten beobachten, die in friedlicher Eintracht mit ihren Klapperbüchsen für die Streikkassen ihrer Organisationen sammelten.

So ganz überraschend kam die Kooperation zwischen Braun und Rot für die meisten Zeitgenossen allerdings nicht. Immer mal wieder hatten die Anhänger Adolf Hitlers und Josef Stalins gemeinsam agiert, bei kleinen Streiks etwa oder dem Volksentscheid in Preußen 1931.

"Bolschewismus und Faschismus haben ein gemeinsames Ziel: die Zertrümmerung des Kapitalismus und der Sozialdemokratischen Partei", erklärte ganz offen der KPD-Abgeordnete im sächsischen Landtag Kurt Alfred Sindermann. (...) <<<<

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspe...d-55573688.html


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„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ Wilhelm von Humbold, 1767-1835


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#175

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 13:26
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

Zerstörung der Demokratie 1930-1933

>>> (...)
Dass in Preußen noch immer der sozialdemokratische Ministerpräsident Otto Braun mit einer Weimarer Koalition regierte, war der politischen Rechten seit langem ein Dorn im Auge. Im Frühjahr 1931 leitete der "Stahlhelm" ein (auch auf Länderebene zulässiges) Volksbegehren für die sofortige Auflösung des Preußischen Landtages ein. Es wurde unterstützt von DNVP, NSDAP und KPD – die Kommunisten schreckten bei ihrem verblendeten Kampf gegen die Sozialdemokraten nicht einmal vor einem Bündnis mit den "Faschisten" zurück. (...) <<<

http://www.bpb.de/izpb/55973/zerstoerung...1930-1933?p=all




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>>>Volksentscheid zur Auflösung des preußischen Landtags

(...)
Das vom Sozialdemokraten Otto Braun geführte Preußen galt als Bollwerk der Demokratie in Deutschland und war nach den Reichstagswahlen von 1930 immer wieder Angriffen von antidemokratischer Seite ausgesetzt. Der Führer des republikfeindlichen Stahlhelms Franz Seldte kündigte am 4. Oktober 1930 schließlich ein Volksbegehren zur vorzeitigen Auflösung des preußischen Landtags an, das von der NSDAP und schließlich auch der KPD unterstützt wurde. (...) <<<

http://www.brandenburg-33.de/volksentsch...schen-landtags/

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„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ Wilhelm von Humbold, 1767-1835


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#176

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 15:16
von damals wars | 12.161 Beiträge

Die SPD forderte auf dem Magdeburger Parteitag Anfang der Dreißiger die Errichtung einer Diktatur.
Der Vorsitzende der SPD-Reichstagsfraktion Otto Wels schaffte es im März 1933 bei seiner Rede in der Krolloper,
die zum Teil schon verhafteten und von der Sitzung ausgeschlossenen KPD Abgeordneten nicht zu erwähnen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#177

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 16:43
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #174

>>> Im Kampf gegen die Demokratie kooperierten Kommunisten auch mit Nationalsozialisten. Besonders eng war die Zusammenarbeit beim Berliner Verkehrsarbeiterstreik vor 75 Jahren.


Berlin, November 1932, zwei Tage vor der Reichstagswahl. Hunderte Nationalsozialisten und Kommunisten marschieren an der Schöneberger Hauptstraße auf. Aber anstatt aufeinander loszugehen, unterstützen sie Seite an Seite einen wilden Streik bei der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG).

(....)

Denn organisiert hatten den Ausstand die Arbeiterorganisationen von KPD und NSDAP. Dahinter zogen Walter Ulbricht, der KPD-Chef Berlins und spätere DDR-Gründer, sowie Joseph Goebbels, der Berliner Gauleiter der NSDAP, die Strippen.

Das Resultat dieser Zusammenarbeit hat der Publizist Klaus Rainer Röhl in seinem Buch "Nähe zum Gegner. Kommunisten und Nationalsozialisten im Berliner BVG-Streik von 1932" aufgearbeitet. Vertreter der "Nationalsozialistischen Betriebszellen-Organisation" (NSBO) wurden in die von Kommunisten dominierte Streikleitung aufgenommen. Gemeinsam besprach man Maßnahmen gegen Streikbrecher und Polizei.

Die Berliner konnten auf den Straßen Nazis und Kommunisten beobachten, die in friedlicher Eintracht mit ihren Klapperbüchsen für die Streikkassen ihrer Organisationen sammelten.

So ganz überraschend kam die Kooperation zwischen Braun und Rot für die meisten Zeitgenossen allerdings nicht. Immer mal wieder hatten die Anhänger Adolf Hitlers und Josef Stalins gemeinsam agiert, bei kleinen Streiks etwa oder dem Volksentscheid in Preußen 1931.

"Bolschewismus und Faschismus haben ein gemeinsames Ziel: die Zertrümmerung des Kapitalismus und der Sozialdemokratischen Partei", erklärte ganz offen der KPD-Abgeordnete im sächsischen Landtag Kurt Alfred Sindermann. (...) <<<<

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspe...d-55573688.html


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„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ Wilhelm von Humbold, 1767-1835








Die Wahrheit dürfte ähnlich gewesen sein, wie bei den Protesten gegen die Agenda 2010. Von links wurde gegen den SPD-Sozialabbau protestiert und die Nazis sprangen als Trittbrettfahrer auf. Beim Volksentscheid für die Auflösung des preußischen Landtages dürfte die Politik der SPD sowohl in der einen, als auch anderen Richtung Grund für eine Verärgerung gegeben haben. Stichworte Brünning, Lohnsenkungen, Zwangsschlichtung usw. mal googeln. Es war ein Fehler der SPD, die Volksfrontpolitik (Ladensregierungen aus SPD und KPD 1923 in Sachsen und Thüringen) nicht fortgesetzt zu haben.



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#178

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 18:10
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

Historische Ereignisse, die nicht zur Geschichte passten, wurden passend gemacht.

Linkes Foto: Willy Leow, 2. Vorsitzender des Rotfrontkämpferbundes, und Ernst Thälmann marschieren im Jahre 1926 vor der Schalmeienkapelle
des Rotfrontkämpferbundes in Berlin Treptow.

Rechtes Foto: Thälmann marschiert ohne Leow durch die DDR Geschichtsbücher.
Willy Leow, der Opfer der stalinistischen Säuberungen wurde, existiert in der Geschichtsschreibung der DDR nicht mehr.




Foto mit Quellenangabe: http://img.welt.de/img/kultur/crop105850...ltur-Berlin.jpg
aus dem Artikel http://www.welt.de/kultur/article1379472...der-luegen.html

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Willy Leow , geboren 1887 in Brandenburg/ Havel, hingerichtet 1937 in der Sowjetunion, erst 1989 rehabilitiert

http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.d...24.html?ID=4707

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>>>Wie Stalin und Ulbricht Fotos retuschieren ließen<<<

http://www.welt.de/kultur/history/articl...en-liessen.html

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#179

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 18:57
von Grenzläufer | 1.775 Beiträge

Kundgebung der KPD am 25.Januar 1933 am Bülowplatz in Berlin,
..... nach dem Retuschieren des Fotos verbleiben anstatt der sieben Spitzenfunktionäre der KPD noch Ulbricht, Schehr und Thälmann auf dem Foto.






>>>Das Original dieses Fotos von einer KPD-Kundgebung am 25. Januar 1933 erschien in der DDR erst 1986. Zu sehen sind sieben Spitzenfunktionäre der Partei, darunter Walter Ulbricht (3. v. l.) und Ernst Thälmann (r.). Auf der 1955 veröffentlichten Version ballen aber auf einmal nur drei Funktionäre die Faust. Der Grund für das "Verschwinden" der vier anderen: Sie waren in Ungnade oder den stalinistischen Säuberungen zum Opfer gefallen.<<<

Quelle:
http://www.welt.de/kultur/article1379472...der-luegen.html


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„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ Wilhelm von Humbold, 1767-1835


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#180

RE: Egon Krenz: Walter Ulbricht

in DDR Grenze Literatur 19.04.2015 19:06
von Gelöschtes Mitglied
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Ja man kann auch versuchen sich die Wahrheit zurecht zu biegen. Irgendwann kommt es aber meistens raus.

Der Hesselfuchs


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